Julie Klassen Die Tochter des Hauslehrers

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Inhaltsangabe zu „Die Tochter des Hauslehrers“ von Julie Klassen

Emma Smallwood begleitet ihren Vater nach Ebbington Manor, als dieser in dem Herrenhaus eines Barons der Hauslehrer der vier Söhne wird, hoch oben über der Steilküste Cornwalls. Doch es geschehen merkwürdige Dinge. Wer spielt Klavier mitten in der Nacht? Wer hinterlässt merkwürdige Hinweise in Emmas Schlafzimmer? Die beiden älteren Söhne des Barons haben ihre eigenen Geheimnisse. Sie kennen Emma noch aus ihrer eigenen Schulzeit und sie muss entscheiden, welchem Bruder sie trauen kann.

Schöner Roman, gut geschrieben, spannend und zum miträtseln, was denn nur mit dieser Familie nicht stimmt :)

— IMG_1001

"Ein toller, sehr abwechslungsreicher Roman, mit vielen tollen Wendungen und sehr viel Spannung."

— leseratte69

Ein wunderbarer Schmöker à la Jane Austen.

— Tonia

Mit diesem Roman kommt Julie Klassen ihrem Vorbild Jane Austen schon recht nahe - trotz ein paar Längen sooo schön! :-)

— cho-ice

Großartiges Buch mit tollen Charakteren. Cornwall im 19 Jahrhundert wird lebendig.

— nirak03

Man fühlt sich beim Lesen regelrecht in die BBC-Verflimung eines Jane Austen Romans gebeamt.

— Smilla507

Romantisch und Wild das Leben in Cornwall, leichter Gruselfaktor und Spannung pur in diesem alten Herrenhaus an der Steilküste Cornwalls

— Buchraettin

Gefühlvoll, spannend, klasse erzählt - eine Geschichte aus Cornwall 1817.

— mabuerele

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  • Rezension zu "Die Tochter des Hauslehrers" von Julie Klassen

    Die Tochter des Hauslehrers

    LaDragonia

    10. March 2017 um 10:57

    Klappentext: Emma Smallwood ist fest entschlossen, ihrem Vater zu helfen. Und so reist sie mit ihm zum Herrenhaus eines Barons und seiner vier Söhne, hoch oben über der Steilküste Cornwalls, wo er seine neue Stellung als Hauslehrer antritt. Doch kurz nach ihrer Ankunft geschehen merkwürdige Dinge. Wer spielt Klavier mitten in der Nacht? Wer schleicht sich in Emmas Schlafzimmer und hinterlässt geheimnisvolle Hinweise? Die beiden älteren Söhne des Barons scheinen ein Geheimnis zu hüten. Sie kennen Emma noch aus ihrer eigenen Schulzeit, doch ihr Verhalten macht sie verdächtig. Einer von ihnen fühlt sich unwiderstehlich zu ihr hingezogen. Als sich die Merkwürdigkeiten häufen, muss sich Emma entscheiden, welchem Bruder sie trauen kann. Meine Meinung: Man mag es wirklich kaum glauben, aber die Dinge die Julie Klassen zum Teil in ihrem Buch „Die Tochter des Hauslehrers beschreibt, waren im beginnenden 19. Jahrhundert, in der Oberschicht der Gesellschaft gang und gäbe. Näher möchte ich auf Grund von Spoilern hier natürlich nicht darauf angehen, aber es ist schon erschrecken, was Menschen ihrem eigen Fleisch und Blut zur damaligen Zeit angetan haben und es dann noch „normal“ fanden. Ansonsten beruhen einige Geschehnisse dieses sehr schönen Romans auf wahren Begebenheiten sehr gekonnt von der Autorin mit der Fiktion vermischt. Die Protagonisten sind in gewohnt sympathischer Manier, von der Autorin wunderbar gezeichnet und man rätselt ebenso wie Emma sehr lange, wer gut und wer böse ist. Ebenso ist auch die Handlung für einen Familienroman sehr spannend, so das ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte. Mir persönlich hat es wieder sehr gefallen, mit Julie Klassens Charakteren in dem rauen Südwesten Englands, einige Lesestunden lang, dem Alltag zu entfliehen.

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  • Julie-Klassen-typische Liebesgeschichte

    Die Tochter des Hauslehrers

    Buchbloggerin

    15. October 2016 um 15:19

    Vielleicht hat der eine oder andere von euch schon mal gelesen, dass ich mich immer wieder auf die Bücher von Julie Klassen freue. So war es auch vor Die Tochter des Hauslehrers. Angefangen hat die Geschichte sehr vielversprechend, doch im Laufe der Handlung musste ich leider feststellen, dass das Buch leider doch nicht so gut ist, wie ich gehofft hatte. Emma Smallwood ist fest entschlossen, ihrem Vater zu helfen, als dessen Privatschule schließen muss. Sie begleitet ihn zum Herrenhaus eines Barons und seiner vier Söhne, hoch oben über der Steilküste Cornwalls. Doch kurz nach ihrer Ankunft geschehen merkwürdige Dinge. Wer spielt Klavier mitten in der Nacht? Wer schleicht sich in Emmas Schlafzimmer und hinterlässt geheimnisvolle Hinweise? Die beiden älteren Söhne des Barons kennen Emma noch aus ihrer eigenen Schulzeit. Jetzt aber fühlt sich einer von ihnen unwiderstehlich zu ihr hingezogen. Als sich die Merkwürdigkeiten häufen, muss sich Emma entscheiden, welchem Bruder sie trauen kann. Die Entscheidung, dieses Buch zu lesen, war eine ganz spontane. Ich habe mir gedacht, es wäre mal wieder Zeit, ein Buch von Julie Klassen zu lesen und so habe ich das dann auch getan. Ich fand es ganz erfrischend, über eine Protagonistin zu lesen, die sehr vernünftig ist und sich nicht (nur) von ihren Gefühlen leiten lässt. Genau diese Eigenschaft kam ihr bei ihrer Arbeit als Lehrerin in der Jungenschule ihres Vaters sehr gelegen. Ein weiterer Punkt, der mir Emma um Einiges sympathischer machte, war, dass sie eine begeisterte Leserin war. Man merkt schnell, dass diese Seiten an ihr die junge Frau zu etwas „Besonderem“ machten, denn das viele Lesen von tiefsinnigen und lehrreichen Büchern beispielsweise war für Damen damals so gar nicht üblich. Als Emma und ihr Vater schließlich auf Ebbington Manor sind, entwickelt sich mit der Zeit eine Beziehung zwischen ihr und einem der Weston-Brüder, der ein ehemaliger Schüler ihres Vaters ist. Von da an hat meine Begeisterung etwas nachgelassen. Die aufkeimende Liebesgeschichte war ein wenig zu klischeehaft – Er darf Sie nicht lieben, denn eine Heirat wäre ein Ding der Unmöglichkeit – und vorhersehbar. Spannend wurde es aber an den Stellen, als seltsame Dinge geschahen und von denen kaum jemand glauben wollte, dass Emma sie gesehen oder erlebt hatte. Da war man auch als Leser am Rätseln, was es damit auf sich hätte. Emma hat sich seit dem Tod ihrer Mutter entschieden, nicht mehr zu beten oder ein Leben mit Gott zu führen, denn sie fühlte sich von ihm verlassen. Doch durch den bereits erwähnten Weston-Bruder ist sie wieder zum Nachdenken gekommen und hat sich letztendlich entschlossen, zu Gott zurückzukehren. Leider kam mir der geistliche Bezug in diesem Buch etwas zu kurz. Insgesamt hat mir dieses Buch recht gut gefallen, es war unterhaltsam und teils auch spannend. Doch einige Punkte hatte ich leider auch zu bemängeln, aufgrund derer ich mich für eine Bewertung von 3 von 5 Sternen entschieden habe.

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  • Wieder ein tolles Buch von Julie Klassen

    Die Tochter des Hauslehrers

    leseratte69

    29. April 2016 um 00:06

    Klappentext Emma Smallwood begleitet ihren Vater nach Ebbington Manor, als dieser in dem Herrenhaus eines Barons der Hauslehrer der vier Söhne wird, hoch oben über der Steilküste Cornwalls. Doch es geschehen merkwürdige Dinge. Wer spielt Klavier mitten in der Nacht? Wer hinterlässt merkwürdige Hinweise in Emmas Schlafzimmer? Die beiden älteren Söhne des Barons haben ihre eigenen Geheimnisse. Sie kennen Emma noch aus ihrer eigenen Schulzeit und sie muss entscheiden, welchem Bruder sie trauen kann. Die Autorin Julie Klassen arbeitet als Lektorin für Belletristik. Sie liebt die Welt von Jane Austen und alles, was damit zu tun hat. Geschichten schreibt sie schon seit ihrer Kindheit, mit "Die Lady von Milkweed Manor" gab sie ihr Roman-Debüt. Wenn sie nicht schreibt, reist Klassen gern, recherchiert, mag lange Wanderungen und kurze Nickerchen und einen Kaffee mit Freunden. Mit ihrem Mann und zwei Söhnen lebt sie in Minnesota (USA). Meine Meinung Story Wieder einmal durfte ich ein Buch von einer meiner Lieblingsautorinnen (Julie Klassen) lesen und wurde nicht enttäuscht. Das Buch hat eine spannende Handlung, der man als Leser nicht mehr entfliehen kann und will. Wir begleiten die Protagonistin Emma und deren Vater nach Ebbington Manor, an die Küste Cornwells, wo dieser als Hauslehrer die beiden jüngsten Weston Söhne unterrichten soll. Die ältesten Söhne der Westons kennt Emma nur zu gut, denn diese waren vor Jahren schon in der Knabenschule ihres Vaters. Emma mochte Philipp Weston schon damals, doch Henry ist ihr nur als ihr Peiniger in Erinnerung. Emma merkt aber schnell, dass sich Henry geändert hat und sie spürt Schmetterlinge im Bauch wenn sie in seiner Nähe ist. Doch so richtig wohlfühlen tut sich Emma auf Ebbington Manor nicht. Sie spürt die Ablehnung von Mrs, Weston und merkt schon bald, dass die Familie ein schreckliches Geheimnis hütet, dem Emma aber so nach und nach auf die Schliche kommt. Was das für ein Geheimnis ist, werde ich euch aber nicht verraten, dass müsst ihr schon selber herausfinden. Ich kann nur sagen das die Geschichte sehr spannend ist und man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte, Julie Klassen hat hier wirklich wieder einmal übertroffen. Dem Leser wird alles geboten was ein gutes Buch braucht, Spannung, Familiendrama und natürlich eine Lovestory fürs Herz. Auch der Glaube an Gott ist sehr schön in die Geschichte mit eingewoben. Schreibstil Wie schon von der Autorin gewöhnt, ist auch dieser Roman wieder flüssig und leicht zu lesen, Julie Klassen schafft es immer wieder mich mit ihren Worten zu begeistern. Sie beschreibt die Landschaften und Gegebenheiten so schön und detailliert, das man diese förmlich vor Augen sehen kann. Charaktere Auch in diesem Buch hat Julie Klassen wieder tolle Charaktere erschaffen, die mir sehr schnell ans Herz gewachsen sind. Ich mochte Emma sofort. Ihre quirlige und fröhliche Art ist sehr authentisch und man muss sie einfach mögen. Auch Henry bekam schnell einen Platz in meinem Herzen, auch wenn ich zu Anfang noch immer den Rüpel aus Jugendjahren vor Augen hatte, das hat sich aber schnell gelegt, denn er macht im Buch eine enorme positive Entwicklung durch. Auch alle anderen Charaktere passten perfekt in ihre Rollen. Mein Fazit Wieder einmal hat mich ein Roman von Julie Klassen total und zu 100% begeistern können. Ich konnte die raue Klippenlandschaft Cornwells förmlich vor Augen sehen. Die Charaktere waren wieder sehr gut und authentisch ausgearbeitet und konnten sich schnell in mein Herz schleichen. Julie Klassen versteht es den Leser mit ihren Worten in ihren Bann zu ziehen. Eine spannende Handlung, tolle Charaktere und ein Geheimnis das gelüftet werden will, was will man mehr? Ich vergebe hier volle fünf von fünf Sternen mit einem dicken Plus dahinter und eine absolute Leseempfehlung.

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  • Wunderbarer Schmöker

    Die Tochter des Hauslehrers

    Tonia

    16. November 2015 um 16:37

    Emma Smallwood ist eine sympathische junge Frau, die mit Charme den Geheimnissen auf Ebbington Manor auf die Spur kommt. Dabei erlebt sie Schmetterlinge im Bauch und muss sich irgendwann für einen der Söhne des Barons entscheiden, die sie aus früheren Begegnungen kennt. Dieses Buch sorgt für unterhaltsame, spannende Stunden und mit gut beschriebenen Charakteren lässt man sich nur zu gern fast zweihundert Jahre zurück entführen. Meine Leseempfehlung!

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  • Leserunde zu "Das Herrenhaus von Pembrooke Park" von Julie Klassen

    Das Herrenhaus von Pembrooke Park

    Arwen10

    Ich freue mich, euch das neue Buch von Julie Klassen vorzustellen: Das Herrenhaus von Pembrooke Park Zum Inhalt: Nachdem sie fast ihr gesamtes Vermögen verloren haben, versucht die junge Abigail Foster eine neue Bleibe für die Familie zu finden. Ein anonymer Gönner stellt ihnen das Herrenhaus von Pembrooke Park zur Verfügung. Als Abigail das jahrelang leer stehende Haus herrichtet, sorgt nicht nur der gutaussehenden Sohn des Gutsverwalters für Aufregung, sie kommt auch einem lang gehüteten Geheimnis auf die Spur … Hier findet ihr eine Leseprobe: http://www.scm-haenssler.de/produkt/titel/das-herrenhaus-von-pembrooke-park/196899/196899/196899.html Infos zur Autorin: Julie Klassen Julie Klassen arbeitet als Lektorin für Belletristik. Sie liebt die Welt von Jane Austen und alles, was damit zu tun hat. Geschichten schreibt sie schon seit ihrer Kindheit, mit "Die Lady von Milkweed Manor" gab sie ihr Roman-Debüt. Wenn sie nicht schreibt, reist Klassen gern, recherchiert, mag lange Wanderungen und kurze Nickerchen und einen Kaffee mit Freunden. Mit ihrem Mann und zwei Söhnen lebt sie in Minnesota (USA 3 Leser haben nun die Möglichkeit, diesen tollen Roman zu lesen. Falls ihr mitlesen möchtet, bewerbt euch bis zum 01.07.2015, 24 Uhr hier im Thread und beantwortet die Frage, ob ihr schon Bücher der Autorin kennt ? Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung: Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll. Bewerber mit privatem Profil sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt. Erwiesene Nichtleser werden nicht ausgelost ! Die Gewinner werden in der LR bekanntgegeben, es erfolgt keine Benachrichtigung per PN. Erfolgt innerhalb von 48 Stunden keine selbständige Übermittlung der Versandadresse per PN, wird neu ausgelost. Fehlende Adressen werden nicht per PN eingefordert. Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt. In diesem Buch spielen christliche Werte eine wichtige Rolle. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen.

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    • 85
  • Ein toller Roman

    Die Tochter des Hauslehrers

    ClaudisGedankenwelt

    08. October 2013 um 19:36

    Die Geschichte beginnt in Longstaple, Devonshire im Jahre 1812. Zunächst trifft man auf die Junge Emma Smallwood. Ihr Vater führt eine Privatschule für Jungs. Und man lernt Henry Weston kennen, der die meiste Zeit damit zuzubringen scheint, sich Streiche für Emma auszudenken. Emma jedoch ist eine sehr gefasste Persönlichkeit, so wie es damals von jungen Damen erwartet wurde. Diese Anfangssequenz ist recht kurz. Gleich danach landet man 5 Jahre später im April 1817.  Emma ist inzwischen 21 Jahre alt und ihre Mutter nach schlimmer Krankheit verstorben. Ihr Vater scheint die Lebenslust verloren zu haben und arbeitet einfach so vor sich hin. Dementsprechend schlecht läuft auch die Schule. Es sind einfach keine neuen Schüler da um die Schule noch am Leben zu halten, obwohl Emma sämtliche ehemaligen Schüler, beziehungsweise deren Eltern angeschrieben hat, bekommt sie nur von den Westons Antwort. Diese Antwort ist jedoch anders als erwartet. Emmas Vater soll als Hauslehrer zu den Westons reisen für ein Jahr. Natürlich beschließt Emma ihren Vater zu begleiten und ihn zu unterstützen in seiner Arbeit. Dort trifft sie nach langer Zeit wieder auf Henry und Philipp Weston. Zu Philipp Weston fühlte sie sich schon damals zu Schulzeiten hingezogen, während  Henry sie immer nur geärgert hat. Als die seltsamen Vorfälle anfangen, weiß sie zunächst nicht an wen sie sich wenden soll. Emmas Tagebuch verschwindet und taucht später mit einer herausgerissenen Seite wieder auf. Sie hört nachts Schreie. Manchmal spielt auch jemand Klavier. Aber sobald sie das Musikzimmer betritt ist niemand mehr da. Auch die Weston Brüder scheinen alle nicht so zu sein, wie Emma glaubte. Wem kann Emma also trauen und was passiert wirklich auf Ebbington Manor? Emma war mir gleich sympathisch. Sie ist ganz die zurückhaltende junge Dame. Aber man merkt gleich, dass sie eine innere Stärke hat, die in der damaligen Zeit nicht vielen Frauen zu eigen war. Die ersten Seiten nimmt die Handlung etwas schleppend Fahrt auf, aber der Schreibstil von Julie Klassen hat diese Anfangsphase wunderbar überbrückt. Sie hat eine sehr gehobene und bildhafte Ausdrucksweise, so dass es dem Leser möglich ist, sich die Landschaften vorzustellen und auch mit den Hauptfiguren mitzufühlen. Ein Beispiel ihrer schönen Ausdrucksweise zitiere ich mal von Seite 208/209: ” Sie war ein kräftiges, rothaariges Mädchen in unvorteilhaft engen Kleidern. Darüber hätte er hinwegsehen können. Darüber und auch über ihre schiefen Zähne. Doch das junge Mädchen war so dumm wie der Brieföffner seiner Großmutter, so glatt und uninteressant wie ein Fels am Strand, poliert von der nie verebbenden Flut des törichten Geschwätzes ihrer Mutter.” Nachdem man dem Buch ein paar Seiten gegeben hat um sich in diese doch etwas steife Welt des Jahres 1817 hineinzufinden, ist es sehr spannend zu sehen wie sich die Figuren entwickeln. Von einigen Wendungen war ich doch sehr überrascht. Und genau dieser Spannungsbogen hat mir gut gefallen. Und am Ende war nichts so wie es schien. Ein wirklich schöner Roman, den es sich lohnt zu lesen. Am Ende wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

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  • Eine Mischung aus Jane Austens „Northanger Abbey“ und Emily Brontës „Sturmhöhe“

    Die Tochter des Hauslehrers

    Smilla507

    13. August 2013 um 22:38

    Hach, was war das Buch schön! Ich habe es sehr genossen! Wer Jane-Austen-Fan ist muss Julie Klassen lesen! England, 1817: Emma Smallwood hilft ihrem Vater bei seiner Arbeit als Leiter eines Jungeninternats. Leider haben sich für das neue Schuljahr keine neuen Schüler angemeldet und so schreibt Emma aus lauter Verzweiflung einen Brief an Sir Giles Weston, dessen ältere Söhne Henry und Phillip einige Jahre zuvor bereits das Internat besucht hatten. Seine Zwillingssöhne Julian und Rowan befinden sich nun im richtigen Alter, um das Internat zu besuchen. Doch die zweite Mrs. Weston möchte ihre geliebten Söhne nicht wegschicken, weshalb Sir Giles Mr. Smallwood zusammen mit seiner Tochter für ein Jahr in sein Herrenhaus an der Steilküste Cornwalls einlädt. Beide machen sich schnellstmöglich auf die Reise, damit Mr. Smallwood die Stelle als Hauslehrer antreten kann. Doch schon bei der Ankunft im Herrenhaus wird deutlich, dass Emma und ihr Vater zu einem ungünstigen Zeitpunkt eintreffen. Auch nachts passieren seltsame Dinge: man kann jemanden Klavier spielen hören, Schreie erklingen... Morgens entdeckt Emma Hinweise darauf, dass sich eine Person heimlich in ihr Zimmer geschlichen haben muss. Sie verdächtigt die 4 Weston-Brüder. Doch welcher war es? Philipp, den sie schon als junges Mädchen angehimmelt hat, oder Henry, der ihr als Kind Streiche spielte? Oder hecken die Zwillinge etwas aus? Auch Lizzie, Mrs. Westons Mündel, gerät in Verdacht. Mehr kann man vom Inhalt gar nicht verraten, um dem Buch nicht die Spannung zu nehmen. Julie Klassens sechster Roman hat – wie jedes ihrer Bücher - ein Thema (bzw. zwei Themen in diesem Falle). Doch auch diese kann ich nicht verraten. Man kann ein paar Dinge im Vorfeld vermuten, doch während des Lesens gerät man gemeinsam mit Emma ab und zu auf falsche Fährten. Wobei ich bezüglich des Mannes, mit dem sie am Schluss ein Happy End erlebt, von Anfang an richtig lag, was sicher daran liegt, dass die Geschichte aus der Perspektive von zwei Personen erzählt wird – Emma ist eine davon, die andere... behalte ich für mich! :) Sprachlich passte alles hervorragend zu der Zeit, in der der Roman spielt und auch die Stimmung, die Julie Klassen mit ihrer Schreibweise erzeugte, war einfach wunderbar. Ich kann jedes Mal in die Handlung und Zeit abtauchen, oftmals läuft regelrecht eine Art BBC-Verfilmung vor meinen Augen ab. Man merkt der Autorin in jedem geschriebenen Wort an, dass sie selbst Jane-Austen-Fan ist und sich ausgiebig mit der Zeit und den damaligen Gegebenheiten auseinander gesetzt hat. Da es sich um einen Roman aus einem christlichen Verlag handelt, gibt es auch religiöse Bezüge. Die beiden Protagonisten machen sich während des Verlaufs Gedanken über Gott, über Schuld und Vergebung. Dies wird allerdings nicht übermäßig betont, sondern passt gut in die damalige Zeit und zur Romanhandlung. Die Arbeit eines Hauslehrers bleibt dagegen eher im Hintergrund. Emma selbst ist ja keine Hauslehrerin, sondern nur die Begleitung ihres Vaters und mit dem Lösen der geheimnisvollen Vorfälle beschäftigt. Das Cover hat mir diesmal wieder sehr gut gefallen, es passt zum Inhalt: Eine junge Frau, die an einer windumtosten Klippe steht, im Hintergrund das Herrenhaus. Und wie in allen Klassen-Büchern ist jedem Kapitel ein zum Inhalt passendes Zitat aus Romanen und Zeitungen der damaligen Zeit vorangestellt. Nun habe ich ein weiteres Julie-Klassen-Lieblingsbuch und kann mich nur wiederholen: Jane-Austen-Fans, ihr müsst diese Autorin kennen lernen!

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  • Die Geheimnisse von Ebbington Manor

    Die Tochter des Hauslehrers

    mabuerele

    Wir schreiben das Jahr 1817. In Longstaple, Devonshire, betreibt Mr. Smallwood eine Knabenschule. Seine Tochter Emma hilft ihm dabei. Seit dem Tod seiner Frau gehen allerdings die Schülerzahlen kontinuierlich zurück. Emma hat gerade den letzten Schüler verabschiedet. Um neue Schüler zu gewinnen, hat Emma einen Brief an Sir Weston geschrieben. Die beiden älteren Schüler hatten die Knabenschule des Vaters besucht. Die Antwort des Barons ist unerwartet. Er bietet Mr. Smallwood eine Stelle als Privatlehrer auf seinem Anwesen, um die beiden jüngeren Söhne zu unterrichten. Emma darf ihn gern begleiten. Mr. Smallwood nimmt das Angebot an. Sie vermieten ihr Haus für ein Jahr und machen sich auf den Weg nach Cornwall, wo hoch über der Steilküste das Anwesen des Barons liegt. Dort werden sie Henry und Phillip Weston wiedersehen. Henry, der Ältere, hat Emma während seiner Zeit in der Knabenschule manchen Streich gespielt. Phillip dagegen schien in sie verliebt zu sein. Doch schon ihre Ankunft in Cornwall scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Die Autorin hat einen spannenden Gesellschaftsroman aus der Welt von Jane Austen geschrieben. Die Protagonisten sind gut charakterisiert. Im Mittelpunkt steht Emma. Die junge Frau ist belesen und für ihre Zeit hochgebildet. Henry, der älteste Sohn, hatte sie deshalb „Blaustrumpf“ genannt. In der Familie des Barons gibt es nicht nur ein Geheimnis. Henry hat die Geschäfte übernommen. Phillip hat sein Studium unterbrochen und ist nach Hause zurückgekehrt. Im Hause hat Mrs. Weston das Sagen, die zweite Frau des Barons und die Stiefmutter von Henry und Phillip. Die Autorin hat die Verhältnisse auf dem Gut ausgezeichnet beschrieben. Ich als Leser habe das Haus und die Umgebung schnell vor Augen gehabt. Die raue See und ihre Gefahren werden deutlich veranschaulicht. Schiffsunglücke an der Küste sind keine Seltenheit. Die Bewohner sind nicht leicht zu durchschauen. Zusammen mit Emma darf ich ihre Entwicklung verfolgen und ihre Charaktere nach und nach kennenlernen. Emmas Wissbegierde und ihre schnelle Auffassungsgabe werden nicht von allen gern gesehen. Das Buch ist spannend geschrieben. Dazu tragen die vielfältigen und vielschichtigen Beziehungen der Protagonisten, aber auch die Geheimnisse, die die Bewohner von Ebbington Manor haben, bei. Leichte Gruseleffekte vervollständigen das Bild. Zu den Glanzpunkten des Romans gehören die Gespräche zwischen Henry und Emma. Aus Henry ist ein junger Mann geworden, der sich seiner Verantwortung für die Familie, aber auch für andere Menschen bewusst ist. Das Fundament seines jetzigen Lebens ist das Vertrauen auf Gott. Dies versucht er Emma nahezubringen, für die der Glaube seit dem Tode der Mutter keine Rolle mehr spielt. Dabei wirkt nichts aufgesetzt. Alles ergibt sich logisch aus der Handlung. Eingewoben in die Handlung sind zwei zarte Liebesgeschichten. Nicht nur Emma fühlt sich zu einem der Westonbrüder hingezogen, auch Lizzy, das Mündel von Mrs. Weston. Der Roman ließ sich zügig lesen. Trotz aller Spannung ist es auch ein sehr gefühlvolles Buch voller Romantik. Schon allein die Weite der Landschaft und die Größe des Anwesens laden zum Träumen ein. Parallelen zu klassischen Romanen sind sicher gewollt und beabsichtigt. Sehr schön fand ich, dass jedem Kapitel ein Zitat vorangestellt wurde. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Julie Klassen hat erneut bewiesen, dass sie eine großartige Erzählerin ist.

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    • 2
  • Cornwall 1817

    Die Tochter des Hauslehrers

    MelE

    24. July 2013 um 08:08

    Cornwall, bekannt aus zahlreichen Rosamunde Pilcher Romanen (nicht das ich jemals einen gelesen hätte, aber mir kam es gleich in den Sinn) ist hier Schauplatz einer wirklich atemberaubenden Story, dessen Sinn sich mir lange nicht erschloss. Emma, die als Tochter des Hauslehrers der Familie Weston ihren Vater begleitet, der nach dem Tode ihrer Mutter einer tiefen Depression verfallen ist, muss einige erschreckende Dinge hinnehmen. Ihr Tagebuch verschwindet und die fehlende Seite ersetzt durch ein schreckliches Bild, eine blutende Hand auf ihrem Spiegel, nächtliches Klavierspiel .......... Alles Dinge die verwirren und nach und nach an Bedeutung gewinnen. Wer ist in diesem Buch ehrlich? Wem kann man vertrauen? Unfassbar wie packend Julie Klassen ihre Geschichte zu verpacken vermag. Immer wieder kamen mir Vermutungen auf, die sich nach und nach zerschlugen. Es ist nicht alles Gold was glänzt in der Familie des Barons und letztendlich verlassen Emma und ihr Vater das Anwesen um wieder dahin zurückzukehren, wo niemand nach Emmas Leben trachtet. Was bleibt ist ein gebrochenes Herz und der Wunsch zu reisen an Orte, die sie weit weg bringen von dem was war und sie so sehr verletzt hat, aber es kommt alles anders als Emma denkt und  alle die, die wie ich Jane Austen lieben werden hier auf ihre Kosten kommen. Schnulzig schön und interessanterweise sehr, sehr spannend. Mir hat die kurze Reise nach Cornwall sehr gefallen und wenn das Cover vielleicht darauf hindeuten könnte, einen idyllischen Trip nach Cornwalls Steilküste zu machen, lasst euch nicht täuschen. Interessant hier ist auch das Emma die sehr viel Wert darauf legt niemals das Haus ohne Handschuhe und Hut zu verlassen trägt auf dem Bild keine und das kam auch nur einen Tag lang vor. Der Tag, der Emma fast zum Verhängnis wurde. Der Tag als sie einer Täuschung unterlag. Der Tag als Gott erneut in ihr Leben trat. Der Tag als sich Emma verliebte. Es handelt sich hier um ein christliches Buch, welches aber in ganz sanften und leisen Tönen daher kommt und nicht überfordert und erschlägt. Das Buch ist so viel mehr als ich mit meinen eigenen Worten wiedergeben könnte, aber ich möchte hier einfach einen Schlussstrich ziehen, da ich eher neugierig machen möchte, statt den ganzen Inhalt wiederzugeben. Julie Klassen geht auf einiges, was im Buch passiert hinten im Buch noch ein und das fand ich wirklich super, denn es bleiben definitiv einige Fragen, die unbeantwortet bleiben, sobald man das Buch zuklappt und so wird einiges mir Unverständliches ausgeräumt. Damals wurden einige Dinge anders gehandhabt als heute und am Ende wird aufgeräumt und erklärt. Julie Klassens Liebe zu Jane Austen kommt hier sehr zur Geltung und die Autorin braucht sich nicht zu verstecken, denn sie selbst ist wortgewandt und versteht es ihre Leser/innen zu begeistern. Für mich war es das erste Buch der Autorin, aber es wird definitiv nicht das letzte bleiben, denn es hat mir sehr gefallen und ich kann nicht anders und muss eine Leseempfehlung aussprechen. Ein wunderbarer Roman gepaart mit ganz viel Liebe und Spannung, welches wirklich begeistern und mitreißen konnte.

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  • Ein wundervoller Roman, der einen ins England des 19. Jahrhunderts zurückversetzt!

    Die Tochter des Hauslehrers

    Cellissima

    20. July 2013 um 13:22

    Longstaple, Devonshire, im April 1817: Mr. Smallwoods Privatschule mangelt es an Schülern. Seine Tochter Emma ahnt: Dieser Mangel wird die Familie bald in finanzielle und existenzielle Bedrängnis führen. Sie beschließt, ihrem Vater und auch sich selbst zu helfen, und schreibt an Sir Giles Weston, einen Baron, der mit seiner Familie in einem Herrenhaus direkt an Cornwalls Steilküste lebt. Emma hofft, dass Weston seine Söhne zu den Smallwoods schicken wird, um sie dort ausbilden zu lassen. Die Antwort des Barons fällt anders als erwartet aus -er möchte, dass Emmas Vater und sie selbst für 1 Jahr nach Cornwall kommen, um seine Söhne zu Hause auf die Universität vorzubereiten-, findet aber schnell Anklang bei Vater und Tochter, und so machen sie sich schon kurz darauf mit ihren Koffern auf den Weg. Sie freuen sich auf ein schönes und harmonisches Jahr bei den Westons. Tatsächlich verläuft ihr Aufenthalt aber ganz anders: schon bei der Ankunft bekommen sie zu spüren, dass sie auf Ebbington Manor nicht wirklich erwünscht sind, dass vor allem Lady Weston alles andere als erfreut ist über ihre Anwesenheit. Emmas Wunsch, schnellstmöglich wieder abzureisen, wird immer größer, als sich die unerklärlichen und mysteriösen Vorfälle häufen: sie hört nachts jemanden heulen; sie ist sich sicher, dass nachts jemand in ihrem Zimmer war; sie hört mitten in der Nacht jemanden Klavier spielen - als sie hinunter geht, um nachzusehen, ist aber die Klavierbank, ja, das komplette Zimmer leer!; ihr Tagebuch verschwindet und taucht mit einer fehlenden, herausgerissenen Seite wieder auf; jemand hinterlässt ihr einen blutigen, furchterregenden Gruß und scheint ihr nach dem Leben zu trachten; nicht zuletzt scheinen die Westons in dem für die Smallwoods für verboten erklärten Nordflügel ein großes, dunkles Geheimnis zu hüten, von dem letztere keinesfalls erfahren dürfen ... Wem kann Emma noch trauen und vor wem muss sie sich in Acht nehmen? Wer tut sowas und vor allem: warum? Meine Meinung Nach "Die Magd von Fairbourne Hall", welche ich schon sehr gut fand, war dies mein 2. Roman von Julie Klassen - und diesmal bin ich absolut begeistert! "Die Tochter des Hauslehrers" ist einfach ein wunderschönes Buch, das einem ein perfektes Lesevergnügen beschert. Allein das Cover ist zauberhaft, zur Zeit passend, und versetzt den Leser schon beim Betrachten sofort zurück in das England des 19. Jahrhunderts, an die Steilküste Cornwalls und in dieses Herrenhaus. Auch das Buchinnere ist hervorragend gestaltet: zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es ein passendes Zitat (diese stammen bspw. von Jane Austen und Charles Dickens). Diese Zitate sind mal amüsant, mal lehrreich, mal nachdenklich stimmend ... aber immer sind sie einfach schön, stimmen perfekt auf das folgende Kapitel ein. Der Roman selbst steht seiner Aufmachung in nichts nach: Julie Klassen hat einen hervorragenden Schreib- und Erzählstil. Selten habe ich einen Autor gelesen, der so anmutig, elegant und vor allem authentisch schreibt. Auch dies trägt maßgeblich dazu bei, dass man sofort das Gefühl hat, wieder im 19. Jahrhundet zu sein. Klassen beschreibt auch alles sehr gut, was dazu führt, dass man sich als Leser alles ganz genau und bis ins letzte Detail vorstellen kann; ja, man sogar vom ersten bis zum letzten Satz den entsprechenden Film vor dem geistigen Auge ablaufen sieht. -Besser geht es nicht, größer kann der Lesegenuss nicht sein! Alle Charaktere sind sehr gut gezeichnet. Auch Randfiguren bleiben nicht grau, sondern auch über sie erfährt man viel. Eigenheiten, Verhaltensweisen, Traditionen etc. der damaligen Zeit - das alles hat Klassen absolut authentisch dargestellt; an keiner Stelle gab es Ungereimtheiten. Dieser Roman ist reich an guten Dialogen, viel herrlicher Natur, vermittelt enorm viel Wissen über die damalige Zeit; auch die Romantik kommt nicht zu kurz, und durch die mysteriösen Ereignisse ist es auch stets spannend und angenehm gruselig. Auch die christliche Thematik fließt natürlich wieder mit ein - doch wie bei dem anderen Klassen-Roman, den ich bisher gelesen habe, geschieht dies auch hier vollkommen stimmig und unaufdringlich. Auch Leute, die sonst keine christlichen Romane mögen, dürften "Die Tochter des Hauslehrers" lieben, weil dieser Aspekt entweder kaum auffällt oder zumindest nicht stört, da er eher dezent gehalten wurde. Abgerundet wird das Werk durch ein Nachwort der Autorin, das ebenfalls viele interessante historische Informationen enthält. Ich habe mich auf keiner einzigen Seite auch nur annähernd gelangweilt, sondern Seite für Seite verschlungen. Ein Buch, das immer in meinem Regal steht wird und das ich sicher noch öfter lesen werde! Eine meiner größten Entdeckungen im Jahr 2013. Lesen Sie Julie Klassen, Sie verpassen sonst was! Fazit Ein wunderschöner, einfach perfekter Roman im Stile Jane Austens, der einen ins England des 19. Jahrhunderts zurückversetzt. Ein Muss für alle, die Jane Austen oder einfach dieses Land und dieses Zeit lieben!

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  • Wieder mal ein tolles Buch !

    Die Tochter des Hauslehrers

    Arwen10

    10. July 2013 um 08:22

    Emma Smallwood leitet zusammen mit ihrem Vater eine Jungenschule. Nach dem Tod der Mutter versinkt der Vater in Depressionen. Als der letzte Schüler das Haus verlässt, bleibt Emma und ihrem Vater nur eine Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie nehmen das Angebot des Baron Weston an, der ihnen anbietet seine zwei jüngsten Söhne zu unterrichten und auf seinem Anwesen zu wohnen. Jeder der Hausbewohner scheint was zu verbergen. In Emmas Zimmer passieren seltsame Dinge und nachts hört Emma Schreie. Henry und Phillip, die beiden ältesten Söhne des Barons sind mittlerweile erwachsene Männer. Auch wenn Emma sie noch von der Schule kennt, weiß sie nicht so recht, wem von Beiden sie trauen kann. Bis sie die Ereignisse dazu zwingen. Dieser Roman von Julie Klassen spielt an der rauhen Küste von Cornwall. Das Cover des Buches ist äußerst passend und man erfährt in ein paar zusätzlichen Zeilen der Autorin, dass sie vor Ort recherchiert hat. Das führt dazu, dass man sich als Leser gerade auch in Cornwall befindet und erhöht ungemein die Spannung und das Kopfkino. Die Autorin hat es wieder geschafft , von der ersten bis zur letzten Zeile zu fesseln. Was ich sehr mag ist, dass man sich wirklich beim Lesen in dieser Zeit um Achtzehnhundert befindet und alle, die Jane Austen mögen, werden dieses Buch deshalb einfach lieben. Von der Handlung möchte ich nicht zuviel veraten, da ja jeder Leser das Buch am besten selbst entdeckt. Wer die Autorin mag, wird nicht enttäuscht werden. Dieses Buch von Julie Klassen ist allerdings etwas wendungsreicher und unvorhersehbarer als ihre anderen Romane, was mir aber sehr gefallen hat Sehr gut gefallen haben mir auch die Abschnitte aus Zeitungen oder Büchern zu Anfang der Kapitel. Auch wenn diese Zeit so ganz anders ist als unsere, wünscht man sich doch manchmal etwas davon in die heutige Zeit zurück. Der christliche Aspekt ist wieder sehr gut in die Geschichte eingefügt, ganz natürlich ohne aufdringlich zu sein. Leider dauert es wieder etwas, bis ein neues Buch der Autorin erscheint, solange heißt es wohl gegebenfalls ihre sechs bisher erschienen Bücher nochmal zu lesen.

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  • Ein spannender Roman an der Küste von Cornwall

    Die Tochter des Hauslehrers

    heaven4u

    07. July 2013 um 16:47

    Longstaple/Devonshire 1817: Emma Smallwood führt mit ihrem Vater ein Jungenpensionat. Seit dem Tod von Mutter und Ehefrau allerdings verfällt der Vater in Depressionen. Da kommt es beiden wie gerufen, als Sir Giles Weston sie nach Cornwall in sein Herrenhaus einlädt um die beiden jüngsten Söhne Julian und Rowan zu unterrichten. Die beiden älteren Brüder Henry und Philipp waren bereits in ihrem Pensionat und haben einen guten Einruck hinterlassen. Also machen sie sich auf den Weg nach Cornwall. Als sie dort ankommen werden sie allerdings alles andere als erwartet und sind nicht viel höher gestellt als die Dienerschaft. Besonders Lady Weston lässt sie dies spüren. Als es dann noch nachts beginnt zu spuken und ihr Tagebuch verschwindet, überlegt Emma ernsthaft, ob sie nicht wieder abreisen sollten. Jeder in dieser Familie scheint Geheimnisse zu haben und versucht diese geschickt zu verbergen. Von Julie Klassen habe ich bereits mehrere Bücher gelesen, dennoch hat mich dieses Buch überrascht. Schon aufgrund der Landschaften war es anders als ihre Vorgängerromane. Das Nachwort bestätigte mir den Eindruck, dass die Autorin vor Ort war und sehr genau wusste was sie da beschrieb. Einige Figuren und Begebenheiten haben sogar wirklich so stattgefunden, das hat mir sehr gut gefallen. Dieser Roman ist eine Mischung aus Northanger Abby von Jane Austen und Jane Eyre von Charlotte Bronte, aber mit seinem ganz eigenem Charme. Was ich besonders gut fand war, dass man hier immer wieder in die Irre geführt wurde und die Guten nicht immer gut waren. Auch die Zitate aus verschiedensten Bücher und Zeitschriften an jedem Kapitelanfang fand ich gut und sehr gut gewählt, so konnte man immer erahnen um was es in dem Kapitel geht. Normalerweise mag ich sowas nicht, hier war es total passend und gut ausgewählt! Um nicht zuviel von der Handlung zu verraten, möchte ich nichts von den Themen des Buches verraten. Es sind aber doch spezielle Themen, die mich wirklich fasziniert und interessiert haben und welche selten für Romane dieser Art verwendet werden. Oft wird die Autorin kritisiert, dass ihre Bücher keine oder nur eine geringe christliche Botschaft haben. Dem muss ich widersprechen – vor allem auch dieses Buch betreffend. Ich finde es schade, wenn Autoren versuchen zwingend christliche Werte einbringen zu müssen. Julie Klassen lässt den Glauben einfließen, aber nicht aufdringlich sondern nur am Rand und irgendwie selbstverständlich. Der Glaube gehörte damals einfach anders ins Leben der Menschen wie heute und so passt es auch in die Geschichte. Eine wunderschöne Liebesgeschichte darf natürlich nicht fehlen, auch hier führt die Autorin den Leser erst einmal auf eine falsche Fährte. Wer geheimnisvolle, spannende und wendungsreiche Romane mag, wird hier nicht enttäuscht werden.

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