Ein halbes Jahr zum Glück

von Julie Lawson Timmer 
3,2 Sterne bei31 Bewertungen
Ein halbes Jahr zum Glück
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Positiv (9):
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Ist Mrs. Saint so hilfsbereit oder steckt mehr dahinter, dass sie sich dauernd in die Angelegenheiten ihrer Nachbarin mischt?

Kritisch (3):
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Die Umsetzung und die Charaktere konnten mich nicht überzeugen, langatmige Handlung. Einzig die resolute Nachbarin war besonders.

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Inhaltsangabe zu "Ein halbes Jahr zum Glück"

Die frisch geschiedene Markie Bryant zieht mit ihrem Sohn Jesse in einen heruntergekommenen Vorort. Hier will sie sich vor der Welt verkriechen, aber sie hat die Rechnung ohne ihre neue Nachbarin gemacht: Die resolute Mrs Saint erklärt es zu ihrer Mission, Markie aus ihrem Schneckenhaus zu holen.

Diese wehrt sich mit Händen und Füßen gegen Mrs Saints Einmischungen. Doch schließlich muss sie zugeben, dass die Maßnahmen ihrer Nachbarin tatsächlich helfen. Und dann kommt der Tag, an dem Mrs Saint auf einmal Markies Hilfe braucht -

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783431040876
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Ehrenwirth
Erscheinungsdatum:27.04.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    niknaks avatar
    niknakvor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Ist Mrs. Saint so hilfsbereit oder steckt mehr dahinter, dass sie sich dauernd in die Angelegenheiten ihrer Nachbarin mischt?
    Was können Mängelexemplaren alles erreichen?

    Inhalt:

    Markie Bryant ist frisch geschieden und will mit ihrem Sohn Jesse an einem Vorort ein neues Leben beginnen und sich von der Welt verkriechen. Do da kommt ihr ihre resolute Nachbarin Mrs. Saint dazwischen, die immer unerwartet vor ihrer Tür steht und versucht Markie aus ihrem Schneckenhaus zu holen. Obwohl sie sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt, lässt Mrs. Saint nicht locker und mit der Zeit muss Markie zugeben, dass die Maßnahmen ihrer Nachbarin tatsächlich helfen.
    Doch eines Tages braucht Mrs Saint Markies Hilfe…

    Mein Kommentar:
    Dies ist mein erster Roman, den ich von der Autorin Julie Lawson Timmer gelesen habe. Sie hat einen einfachen und flüssigen Schreibstil und das Buch ist relativ schnell gelesen, obwohl es über 460 Seiten hat.
    Ich finde allerdings auch, dass man manche Szenen kürzer gestalten hätte können, ohne dass sie an Charme verloren hätten. Gewisse Szenen waren für ein wenig langatmig, obwohl mich das Buch alles in allem dennoch gut unterhalten hat.

    Markie will sich nach ihrer Scheidung zurückziehen und von der Welt abschotten. Man versteht wie sie sich fühlt, obwohl ich nicht immer ihrer Meinung war und auch nicht alle Handlungen von ihr so richtig nachvollziehen konnte. Dennoch war sie authentisch beschrieben und man konnte ihre Entwicklung meiner Meinung nach gut nachvollziehen. Auch ihr Sohn Jesse ist schön beschrieben und man kann sich gut vorstellen, wie schwer diese Situation für ihn sein muss. Plötzlich weg von zu Hause an einem ganz anderen Ort, wo er sich erst einleben muss und dann auch noch eine Nachbarin, die ihn immer ausfragt und alles über ihn und seine Mutter wissen will. Doch als er dann Geld braucht, nimmt er ihre Hilfe an und arbeitet für sie und ihre Angestellten, um seine Schulden zu bezahlen. Da merkt man sehr gut, wie Jesse an diesen Aufgaben wächst und sich zu einem besseren Menschen entwickelt, der von nun an auch auf das Wohl der anderen schaut und nicht nur an sich selbst denkt.

    Am besten hat mir von den Hauptprotagonisten aber Mrs. Saint gefallen. Sie hat eine sehr resolute aber auch herzliche Art und ich musste sehr oft über ihre Aktionen schmunzeln. Als sie zum Beispiel mitbekommt, dass Markie hauptsächlich Tiefkühlpizza kocht, schickt sie ihre Köchin jeden Tag mit frischem Essen rüber, damit Markie und Jesse auch gesunde Lebensmittel essen. Sie kann zwar sehr nervig sein, da man nie weiß, wann sie auftaucht und man nie sicher vor ihr ist, aber dennoch bringt sie alles auf eine sehr freundliche aber bestimmte Art rüber und man kann ihr eigentlich gar nicht richtig böse sein.
    Im Lauf des Buches erfährt man mehr über die Hintergründe zu Mrs. Saints Verhalten und dabei wurde ich immer wieder überrascht, da ich mit einer solchen Wendung nicht gerechnet hätte. So konnte mich das Buch nicht nur gut unterhalten, sondern auch noch ein wenig überraschen.

    Außerdem regt das Buch auch noch zum Nachdenken an, wie wichtig es ist, dass es Menschen gibt, die anderen helfen, ohne dabei an sich zu denken und die Folgen, die dadurch entstehen könnten. Man überlegt auch selbst, ob man nicht seinen Beitrag leisten könnte. So hat das Buch auch noch eine Botschaft und es wirkt noch ein wenig nach, auch wenn ich es schon fertig gelesen habe.

    Mein Fazit:
    Ein Buch über Nachbarschaftshilfe und wie sich Menschen gegenseitig unterstützen und helfen können, wenn sie sich nur darauf einlassen. Mit viel Charme und Humor wird der Leser dennoch auch zum Nachdenken angeregt.

    Ganz liebe Grüße,
    Niknak

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    Nora_ESs avatar
    Nora_ESvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Zu konstruierte Handlung und schwache Figuren. Selbst als Sommerlektüre zu langweilig.
    Mängelexemplar, trotz guter Grundidee

    Markie kann die Fassade eines Bilderbuchlebens nicht länger aufrecht erhalten, als herauskommt, dass ihr Mann eine Affäre hat. Plötzlich alleinerziehend und hoch verschuldet, versucht sie sich vor der Welt zu verstecken. Doch ihre Nachbarin Mrs Saint drängt sich mit ihren gutgemeinten, aber nicht unbedingt erwünschten Ratschlägen immer wieder auf.

    An dieser Stelle haben Cover und Klappentext bei mir vollkommen andere Erwartungen geweckt, worum es im weiteren Verlauf der Handlung geht. Ich dachte an eine Sommerlektüre über eine starke Frau, die zu sich selbst findet und einen Neuanfang wagt, aufgemuntert von der schrulligen alten Nachbarin, die das schwermütige Thema der Selbstfindung auf amüsante Art auflockert. Aber Markie ist ein durchweg träger Charakter, mit dem man als Leser nicht warm wird. Sie badet im Selbstmitleid und lässt an keiner Stelle die Stärke durchblicken, von der man lesen möchte. Dagegen fällt Mrs Saint schon tiefgründiger aus. Sie ist schwierig und komplexer angelegt, natürlich vor allem aufgrund ihrer Vergangenheit, die am Ende aufgeklärt wird. Dennoch ist es im Verlauf des Romans nicht immer eindeutig, warum Mrs Saint die Dinge tut, die sie tut. In ihrem Haus nimmt sie Menschen auf, die auf irgendeine Weise am Leben gescheitert sind und die auch – so vermittelte es jedenfalls der Roman – nirgendwo in der Welt einen neuen Platz finden würden, wenn nicht als Hilfskräfte auf Mrs Saints Anwesen. Dann werden diese Menschen auch noch als ‚Mängelexemplare‘ bezeichnet. Angesichts des Hintergrundes von Mrs Saint ist diese Bezeichnung unglücklich gewählt und hat mir auch überhaupt nicht gefallen.

    Die Handlung zieht sich zäh in die Länge bis am Ende die große, dramatische Wendung beziehungsweise Enthüllung kommt. Die versetzt einen umso mehr in Erstaunen, da sie nicht zum übrigen Roman passt. Aus Mrs Saints Geschichte hätte ein eigenes Buch gemacht werden können oder zumindest hätten Rückblicke, die Licht in ihr bewegtes Leben bringen, schon eher in die Handlung eingestreut werden können.

    ‚Ein halbes Jahr zum Glück‘ hat mich leider nicht überzeugen können, auch wenn die Grundidee gar nicht so übel war.

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    MimisLandbuechereis avatar
    MimisLandbuechereivor 3 Monaten
    Ein wundervoller Roman über Fürsorge, Hilfsbereitschaft und die Liebe zu den Menschen.

    Zum Inhalt / Klappentext 

    Die frisch geschiedene Markie Bryant zieht mit ihrem Sohn Jesse in einen heruntergekommenen Vorort. Hier will sie sich vor der Welt verkriechen, aber sie hat die Rechnung ohne ihre neue Nachbarin gemacht: Die resolute Mrs Saint erklärt es zu ihrer Mission, Markie aus ihrem Schneckenhaus zu holen.

    Diese wehrt sich mit Händen und Füßen gegen Mrs Saints Einmischungen. Doch schließlich muss sie zugeben, dass die Maßnahmen ihrer Nachbarin tatsächlich helfen. Und dann kommt der Tag, an dem Mrs Saint auf einmal Markies Hilfe braucht …

    (Quelle: Bastei Lübbe)

    Meine Gedanken zum Buch

    Das Cover:

    Pink-rote Blumen auf einem taubenblauen Hintergrund. Der als Silhouette abgebildete Hund verweist auf den lustigen Vierbeiner im Buch und wird schön durch den in weiß gehaltenen Titel ergänzt. Das fröhliche Cover hat absolut meinen Geschmack getroffen und war zusammen mit dem Klappentext der Grund für die Leseentscheidung.

    Inhalt:

    Markie steht vor den Scherben ihrer Ehe, ihres Lebens. Gemeinsam mit Ihrem 14jährigen Sohn Jesse zieht sie aus einer privilegierten Wohngegend mit Eliteschule in einen kleinen und eher unansehnlichen Vorort. Sie ist mit sich und der neuen Situation mehr als überfordert und will nichts außer sich vor der Welt verstecken. Schon beim Einzug in das kleine angemietete Häuschen, lernt sie ihre aufdringliche Nachbarin Mrs. Saint kennen und wird sie nicht mehr los. Die alte Dame mischt sich vehement in Markies Angelegenheiten ein, gibt ihr Erziehungstips und zwingt sie, wieder in Bewegung zu kommen. Sie weist Markie darauf hin, dass sich ihr Sohn mit einigen Jungs herumtreibt, die nicht gut für ihn sind und Nachts nicht immer da ist, wo seine Mutter ihn vermutet. Markie ignoriert die Hinweise der alten Frau, will ihren Sohn nicht auch noch verlieren und badet fröhlich weiter in ihrem Selbstmitleid.

    Mrs. Saint beschäftigt diverse Hausangestellte, die sie aber permanent beaufsichtigen muss. Sie erzählt, dass es sich bei diesen Menschen um ihre "Mängelexemplare" handelt. Sie muss sich um sie kümmern, allerdings sucht sie dringend jemanden, der dies für sie übernimmt. Schließlich ist sie nicht mehr die Jüngste. Markie fühlt sich von der alten Dame bedrängt, entdeckt aber immer mehr auch die herzliche und fürsorgliche Seite an ihr. Mrs. Saint will alles über Markie wissen, gibt aber über sich so gut wie nichts preis. Darüber genervt, verliert sie der alten Dame gegenüber auch schon mal die Nerven. Als Mrs. Saint ihr auch noch einen Hund für Jesse schenkt, bleibt Markie nichts anderes übrig, die Hilfe der Nachbarin und ihrer Haushaltshilfen anzunehmen um neben Kind, Haushalt und Hund noch ihre Heim-Arbeit zu schaffen. Markie lernt, wie befreiend es ist Hilfe anzunehmen. Die Menschen von nebenan wachsen Markie und ihrem Sohn immer weiter ans Herz und werden nach und nach zu Freunden und als dann ein großes Unglück geschieht, ist es selbstverständlich, dass Markie hilft...

    Schreibstil:

    Eigentlich hatte ich eine Liebesgeschichte erwartet, obwohl der Klappentext dies nicht verspricht. In der Geschichte geht es zwar nicht um die Liebe zwischen zwei Menschen, aber um die Liebe zu den Menschen im Allgemeinen. Es geht darum füreinander da zu sein und eine Gemeinschaft zu bilden, wenn auch nur eine Kleine. Die Autorin hat es geschafft, mich für die absolut unperfekte Markie zu begeistern und ich habe mit Spannung mitverfolgt, welche Geschichte Mrs. Saint zu verbergen hat. Alle Personen der Geschichte sind Menschen, die Hilfe brauchen und sie von einer alten Dame mit einer prägenden Vergangenheit bekommen. Lange war mir unklar, welchen Sinn die Geschichte verfolgt, wurde aber im letzten Teil überrascht und habe mich über ein schönes und stimmiges Ende sehr gefreut. Der flüssige und charmante Schreibstil hat mich schön durch das Buch begleitet und das Lesen hat mir Spaß gemacht.

    Lieblingslesezeichen:

    "Es geht nicht darum, wie wir hierhergekommen sind, erklärte sie im Gehen Es geht nicht einmal darum, dass wir jetzt gerade hier sind. Es geht darum, wohin wir von hier aus gehen."

    Seite 359

     

    Fazit

    Ein wundervoller Roman über Fürsorge, Hilfsbereitschaft und die Liebe zu den Menschen. Für eine Geschichte, die zeigt, dass wir eigentlich alle "Mängelexemplare" sind und wie wichtig es ist Hilfe anzunehmen, wenn man sie braucht um wieder auf den "richtigen" Weg zurückzufinden

    5 Sterne

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    Lales avatar
    Lalevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte um eine Familienmutter, ihr chaotisches Leben und deren sonderbaren Nachbarin und ihren Mängelexemplaren.
    Das Leben außerhalb des Hauses

    Ein halbes Jahr zum Glück 

    Informationen zum Buch:


    Titel: Ein halbes Jahr zum Glück
    Originaltitel: Mrs. Saint and the Defectives
    Autor: Julie Lawson Timmer
    Übersetzer: Sonja Rebernik-Heidegger
    Verlag: Bastei Lübbe
    Einband: Broschiert
    Preis: 14,00 € 
    Taschenbuch: 464 Seiten 
    Erscheinungsdatum: 27. April 2018
    ISBN-13:  978-3431040876


    Inhalt:

    Frisch geschieden zieht die Mutter Markie Bryant mit ihrem 14-jährigen Sohn Jesse in ein kleines Haus, wo sie sich vom Rest der Welt abkapseln will. Glücklicherweise arbeitet sie von zuhause aus. Auch Jesse ist lieber für sich bzw. mit seinen neuen Freunden unterwegs, als sich groß mit Markie zu beschäftigen.
    Doch kaum kehrt die Ruhe ein, steht auch schon ständig die alte Nachbarin Mrs. Saint vor der Tür, um Markie vor die Tür zu holen oder ihr Ratschläge zu ihrem Sohn und Leben zu geben. 
    Markie geht die hartnäckige Nachbarin mehr als auf die Nerven, doch schon bald muss sie sich eingestehen, dass ihr Leben nicht in die gewünschte Richtung läuft...


    Meine Meinung:

    Eine Geschichte um eine Familienmutter, ihr chaotisches Leben und deren sonderbaren Nachbarin und ihren Mängelexemplaren.

    Als Markie mit Jesse in das kleine Haus in einer ruhigen Umgebung, in einer etwas heruntergekommenen Gegend, einzieht, will sie nichts anderes, als sich vor der ganzen Welt zu verstecken und nie wieder herauszugehen.
    Wenn sie schon raus muss, dann auch so, dass sie möglichst niemanden trifft. Doch Mrs. Saint, die etwas schrullige ältere Dame von nebenan, hat ihre eigenen Pläne mit Markie und ihrem Sohn. Immer wieder steht sie vor ihrer Haustür und versucht Markie aus dem Haus zu locken und ihr Ratschläge in Sachen Erziehung zu geben. Angeblich würde Jesse mit zwielichtigen Typen abhängen und vom rechten Weg abkommen. Doch davon will Markie natürlich nichts hören.
    Wird sie jemals wieder aus ihrem Schneckenhaus hervorkommen?

    Das Buch macht äußerlich einen sehr positiven und fröhlichen Eindruck und auch den Klappentext finde ich ansprechend. Alles in allem passt es gut zum Inhalt des Buches und bildet so eine gute Einheit. 

    Markie als Protagonistin ist mir während des Lesens sehr sympatisch gewesen und ich habe als Leser einen guten Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhalten, sodass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte. 
    Ihre witzige und leicht ironisch-sarkastische Sprache macht das Lesen sehr unterhaltsam und lustig zu lesen. 

    Allerdings ist die oftmals unterhaltsame Sprache mit ernsten Themen verknüpft und zwar so, dass es weder zu trocken und ernst, noch zu übertrieben lustig dargestellt ist. Meiner Meinung nach eine gute Mischung aus der Tiefe von ernsten Seiten des Lebens und ihren schönen Seiten. Leben ist nie nur schwarz oder weiß, das beginnt Markie mithilfe ihrer resoluten Nachbarin zu lernen.

    Bis auf einige, für mich,unglaubwürdige Situationen, inbesondere Handlungen mit Jesse - dessen wahre Person mir in der Geschichte etwas zu kurz kommt - ein rundum gelungener Roman. 


    Fazit:
    Ein Buch über die Familie, den Alltag und das Leben - vereint Witz, Charme und den nötigen Ernst - perfekt, um über sein eigenes Leben nachzudenken.
    Gut geeignet für junge Erwachsene und alle die, die sich dafür interessieren.


    💚💚💚💚 /💚💚💚💚💚
    (4 von 5 Sternen)

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    laraundlucas avatar
    laraundlucavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Die Umsetzung und die Charaktere konnten mich nicht überzeugen, langatmige Handlung. Einzig die resolute Nachbarin war besonders.
    Ein halbes Jahr zum Glück

    Inhalt:

    Die frisch geschiedene Markie Bryant zieht mit ihrem Sohn Jesse in einen heruntergekommenen Vorort. Hier will sie sich vor der Welt verkriechen, aber sie hat die Rechnung ohne ihre neue Nachbarin gemacht: Die resolute Mrs Saint erklärt es zu ihrer Mission, Markie aus ihrem Schneckenhaus zu holen. 

    Diese wehrt sich mit Händen und Füßen gegen Mrs Saints Einmischungen. Doch schließlich muss sie zugeben, dass die Maßnahmen ihrer Nachbarin tatsächlich helfen. Und dann kommt der Tag, an dem Mrs Saint auf einmal Markies Hilfe braucht -

    Meine Meinung:

    Der Schreibstil ist sehr zäh, langatmig, distanziert, kalt, emotionslos, so dass ein Mitfiebern und Erleben nicht möglich war. Ich hatte das Gefühl über dem Ganzen zu schweben und es aus der Ferne zu beobachten, dabei wäre ich gerne mittendrin dabei gewesen. Dadurch zog sich das Buch enorm in die Länge, ließ sich nicht flüssig lesen. Ich habe immer wieder Szenen nur quer gelesen, da mich die Geschichte einfach nicht packen und halten konnte.

    Ich habe mich hier von dem Klapptext und dem wunderschönen, sommerlichen Cover verführen lassen und auf eine unterhaltsame Geschichte einer Frau gehofft, die aus der Scheidung ihre Stärke zieht und sich selbst findet. 

    Doch leider hat mich hier nur eine langatmige, zähe und fade Handlung erwartet. Die Umsetzung ist wenig gelungen. Alles wirkte zu gewollt, zu konstruiert und vor allem das Ende zu vollgestopft. Dabei ist die Grundidee wirklich schön und hätte eine unterhaltsame Story ergeben können.

    Die Charaktere waren auch nicht sehr gut ausgearbeitet, sehr distanziert und die meisten nicht sehr sympathisch.
    Markie war wirklich nervig mit ihrer naiven Art, sich vor allem zu verschließen und verstecken und sich dann im Selbstmitleid zu suhlen. Sie wurde mir immer unsympathischer, ich wurde mit ihr nicht warm. Kein bisschen Stärke. Am liebsten hätte ich ihr mal kräftig in den Hintern getreten. Solch ein Verhalten kann ich nicht ertragen.
    Mrs. Saint war mir mit ihrer resoluten und bissigen Art viel lieber. Trotz ihres Alters sprühte sie vor Tatkraft und hat sich überall eingemischt. Ich fand sie erfrischend.

    Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. 

    Fazit:

    Die Umsetzung und die Charaktere konnten mich nicht überzeugen, langatmige Handlung. Einzig die resolute Nachbarin war besonders.

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    schnaeppchenjaegerins avatar
    schnaeppchenjaegerinvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Neuanfang nach Scheidung und das Ankommen in einer Nachbarschaft ohne Chance auf sozialen Rückzug
    Neuanfang nach Scheidung und das Ankommen in einer Nachbarschaft ohne Chance auf sozialen Rückzug

    Als Markie sich von ihrem unzuverlässigen Ehemann Kyle trennt, zieht sie mit ihrem 14-jährigen Sohn Jesse in ein Bungalow in eine nicht ganz so exklusive Gegend, als die, die sie bisher - auch durch die finanzielle Unterstützung ihrer gut situierten Eltern - gewohnt war. Schon beim Einzug werden die beiden von 85-jährigen Nachbarin Mrs Saint in Beschlag genommen, die sich in den Vordergrund drängt und großzügig die Hilfe ihrer Hausangestellten anbietet, sich damit jedoch auch hemmungslos in Markies Angelegenheiten einmischt. 

    Markie hatte eigentlich geplant, sich in dem Bungalow zurückzuziehen, einen Heimarbeitsplatz anzunehmen und möglichst wenig mit anderen Menschen zutun zu haben. Auch das Verhältnis zu ihrem Sohn ist sehr unterkühlt. Er gibt ihr die schuld an der Trennung von seinem Vater und zieht sich seinerseits in sein Zimmer im Keller zurück, wo er sogar seine Mahlzeiten einnimmt und die Zeit mit Videospielen verbringt. Erst als Jesse auf die schiefe Bahn zu geraten droht, nimmt Markie zunächst widerwillig Mrs Saints Hilfe an, ist jedoch weiterhin genervt von deren Bevormundung , ihren neugierigen Fragen und ihrem geheimniskrämerischen Verhalten. 

    Nach und nach nähern sich die ungleichen Nachbarn an und können auch die Geheimnisse um Mrs Saint und ihre Angestellten gelüftet werden, die Mrs Saint zu Markies Entsetzen als "Mängelexemplare" bezeichnet. 

    Ein halbes Jahr wollte sich Markie in den angemieteten Bungalow zurückziehen, ihre Wunden lecken und möglichst wenig soziale Kontakte pflegen. Sie hat allerdings nicht mit ihrer resoluten Nachbarin gerechnet, die sich penetrant in Markies Leben drängt und sich hemmungslos in ihren Alltag und die Erziehung ihres Sohnes einmischt. 
    Mrs Saint wird ihrem Namen gerecht und tritt als Wohltäterin in Erscheinung, die Menschen in ihrem Haushalt engagiert, die allein hilflos erscheinen, und die Aufgaben von Mrs Saint für alle ersichtlich nur unzufriedenstellend erledigen können. 

    Die Motive von Mrs Saint sind über weite Strecken des Romans völlig unklar, weshalb die ältere Dame regelrecht als Nervensäge erscheint. Man kann Markie durchaus verstehen, dass dies dein Impuls in ihr auslöst, sich noch weiter zurückzuziehen. Für ihren Umgang mit ihrem Sohn Jesse, dem sie alle Freiheiten lässt, sie aber kaum ein Wort miteinander wechseln, konnte ich allerdings kein Verständnis  aufbringen. 
    Und auch Jesse verhielt sich nicht so, wie man es von einem Teenager erwarten könnte. Einerseits zieht er sich zurück und sitzt am liebsten mit Pizza allein vor dem Fernseher, andererseits ist er sehr offen gegenüber älteren Menschen, hört sich interessiert deren Geschichten über den Zweiten Weltkrieg an, nimmt seiner Mutter die unliebsamen Telefonate mit ihren Eltern ab, engagiert sich hochmotiviert in seinen Nebenjobs und kümmert sich dabei rührend um das neunjährige Mädchen Lola, die Tochter einer der Angestellten von Mrs Saint. Sein Verhalten und auch das von Mrs Saint fand ich zu überzogen dargestellt, der Roman liest sich damit etwas märchenhaft. 

    Anders als erwartet nutzt Markie den Umzug in ihr neues Heim nicht für einen Neuanfang als Single und dafür, ihr Verhältnis zu ihrem Sohn zu verbessern, sondern bemitleidet sich in erster Linie selbst für ihr Schicksal. Diesbezüglich findet während des gesamten Romans keine Entwicklung ihrer Person statt. Als Leser fragt man sich deshalb verstärkt, was es mit Mrs Saint und ihren "Mängelexemplaren" auf sich hat und wird dabei lange im Unklaren gelassen, bis sich am Schluss die Geheimnisse lüften. 
    Neuanfang, Nachbarschaftshilfe, Toleranz gegenüber benachteiligten Menschen - irgendwie wusste ich nie so genau, worin die Intension des Romans liegen sollte.

    Der dramatische Schluss, in Zuge dessen die Vergangenheit von Mrs Saint erläutert wird und man eine Ahnung davon bekommt, warum sie sich einerseits so fürsorglich, andererseits aber auch so gebieterisch verhält, war für mich sehr überraschend, da er überhaupt keinen Bezug zum Rest des Romans hatte. Das letzte Viertel von "Ein halbes Jahr zum Glück" hätte eine ganz eigene Geschichte um Angeline Saint ergeben können. Ich fand Mrs Saints Hintergrund durchaus interessant, so ans Ende gesetzt war ihre Familiengeschichte jedoch deplatziert und für mich als Erklärung für den Umgang mit ihren "Mängelexemplaren" und für den Bruch mit ihrer Familie nicht ausreichend, um ihr überzogenes Verhalten zu rechtfertigen. 
    Das Ende wirkte so konstruiert, dass ich den Eindruck hatte, dass die Autorin selbst den roten Faden ihres Romans verloren hatte. 

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    S
    SummseBeevor 4 Monaten
    Anders als erwartet - aber gut

    Als Markie sich von Kyle trennt ändert sich ihr Leben erst mal zum negativen. Sie flüchtet vor ihrem alten Leben und zieht mit ihrem Sohn Jesse in einen heruntergekommen Vorort. Dort möchte sie vor ihrem alten Leben flüchten und sich im Selbstmitleid suhlen. Doch ihre neue Nachbarin Mrs. Saint hat entschieden etwas dagegen und ganz andere Pläne mit ihr....

    Ich brauchte ein wenig um die Charaktere in diesem Buch lieb zu gewinnen. Markie ist anfangs sehr selbstmitleidig und will nur alleine sein. Das ich in Anbetracht ihrer Scheidung nachvollziehen konnte. Das Jesse als Teenager seine wortkargen Momente hatte war auch nicht sehr verwunderlich. Doch es gab auch viele Momente wo er gezeigt hat was für ein toller Junge er ist. Mrs. Saint ist so eine Person die mit ihrer forschen Art sich manchmal zu viel raus nimmt und doch auch irgendwie sympathisch ist. Und auch alle anderen Figuren die im Laufe der Geschichte auftauchen habe ich mit jeder Seite mehr gemocht.

    Ich wusste zeitweise nicht so recht worauf die Gesichte hinauslaufen wird und am Ende gab es eine ganz unerwartete Wendung. Gerade das letzte Drittel des Buches hat mir nochmal richtig gut gefallen, so dass ich das Buch mit einem guten Gefühl schließen konnte.

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    schlumelines avatar
    schlumelinevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Insgesamt gesehen ist „Ein halbes Jahr zum Glück“ eine ganz nette Unterhaltung.
    Ein halbes Jahr zum Glück

    Markie steht vor einem Scherbenhaufen. Ihre Ehe mit Kyle ist gescheitert. Es gibt einen Haufen Schulden und das Leben in Reichtum mit Privatschule für den Sohn Jesse ist vorbei. Zunächst sucht Markie Hilfe bei ihren Eltern, die jedoch nicht besonders begeistert sind und sich in alle Facetten von Markies Leben einmischen. So ist Markie gezwungen ihr neues Leben selbst in die Hand zu nehmen. Sie mietet in einer wesentlich schlechteren Wohngegend ein Haus und zieht dort mit ihrem Sohn alleine hin. Den Lebensunterhalt verdient sie fortan in Heimarbeit. Bereits der Umzug gestaltet sich anstrengend, doch Markie und Jesse erhalten unverhofft Hilfe von den neuen Nachbarn. Mrs. Saint und ihre Mitbewohner sind fortan ein fester Bestandteil von Markies und Jesses Leben, auch wenn Markie sich damit nur schwer abfinden kann. Das ist kein Wunder, denn Mrs Saint hat nichts anderes zu tun als Markie zu belehren und zu beeinflussen.

    Dennoch erfahren Markie und Jesse in dieser Nachbarschaft wohl mehr Unterstützung, Zusammenhalt und auch Liebe, als sie es bisher gewohnt waren. Das zu begreifen ist jedoch nicht so leicht und nimmt etwas Zeit in Anspruch. Erst nach und nach stellt sich nämlich heraus warum Mrs. Saint so ist wie sie eben ist und was sie mit ihrem Verhalten eigentlich bezweckt. Die Auflösung ist schlüssig aber auch höchst verwunderlich.

    Insgesamt gesehen ist „Ein halbes Jahr zum Glück“ eine ganz nette Unterhaltung. Stellenweise ist die Geschichte aber wirklich anstrengend und ein wenig zu abgedreht, um sie wirklich zu mögen und genießen zu können. Das Ende stimmt dann zum Glück und die Botschaft gefällt, denn irgendwie und irgendwo hat wohl jeder Mensch so seine Mängel.

    Copyright © 2018 by Iris Gasper

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    Testsphaeres avatar
    Testsphaerevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Zu langatmig und nicht das was ich erwartet habe. Dazu noch mit nicht wirklich überzeugenden und sympathischen Hauptcharakteren.
    Mrs. Saints Geheimnis

    Markie, frisch geschieden und bislang von allen Widrigkeiten des Lebens verschont geblieben muss mit ihrem Teenager-Sohn Jesse einen Neuanfang wagen.
    Weit weg von ihrem vorher glamourösen Leben, in einem kleinen Häuschen, neben einer Nachbarin, mit dem bezeichnenden Namen Mrs. Saint, die die verschiedenste Leute und Charaktere um sich versammelt hat und die sich auch permanent in Markie Leben einmischt. Das was zunächst als nervig und penetrant von Markie wahrgenommen wird, soll ihr letztendlich zum Glück verhelfen.
    Als ich den Klappentext las, hatte ich eine romantische Liebeskomödie erwartet mit viel Humor und lustigen Verwicklungen. Um es vorneweg zunehmen, das bringt der Roman nicht.
    Handwerklich solide geschrieben und bestimmt mit der ein oder anderen überraschenden Wendung und auch lustigen Szene, aber insgesamt ist das Buch sehr zäh.
    Das liegt insbesondere an dem Hauptcharakter Markie, wer Wut auf den betrügenden Ehemann, auf die übermächtigen Eltern und auf die ständig sich in alles einmischende Nachbarin erwartet, der ist fehl am Platz. Markie, aus deren Sicht das Buch auch geschrieben ist ergeht sich in Selbstmitleid und will sich komplett von der Außenwelt abkapseln und erzählt permanent darüber wieso das so wichtig für sie ist. Mir war das zu überzogen und machte sie eigentlich ziemlich früh ziemlich unsympathisch.
    Der einzige Charakter für den ich wirklich aufrichtite Sympathie empfand ist ihr Sohn Jesse, der in den meisten Punkten reifer, mitfühlender und zu sozialen Interaktionen eher fähig ist als seine Mutter.
    Auch die Wendung am Schluß (ich möchte nicht spoilern), die Einblick in die Vergangenheit von Mrs. Saint gibt ist für mich total aus dem Zusammenhang gerissen und war für mich von der Thematik einfach nicht passend. Und, dass ausgerechnet Mrs. Saint mit ihrem Hintergrund andere Menschen als "Mängelexemplare" (auch mit der Intention ihnen helfen zu wollen) geht gar nicht und relativiert für mich die Botschaft, die der Roman vielleicht versteckt hält komplett.
    Insgesamt kann ich nur drei sehr wohlmeinende Sterne geben, der Schreibstil insgesamt ist flüssig und handwerklich gut, die Idee an sich ist bestimmt auch nicht schlecht, aber dann sollte man auf jeden Fall den Klappentext anders halten. Und ein Sternchen gibt es für Jesse, der das Buch einigermaßen unterhaltend macht.

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    YH110BYvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Nichts Besonderes!
    Ein halbes Jahr zum Glück

    Markie ist Mitte Vierzig und zieht nach der Scheidung von ihrem untreuen Mann mit ihrem 14jährigen Sohn Jesse in einen kleinen Vorort. Schon beim Einzug stürzt gleich eine alte Frau aus dem Nachbarhaus und dirigiert ihre Angestellten dazu ab, Markie und ihrem Sohn zu helfen. Mrs. Saint ist sehr resolut und mischt sich in alles ein. Markie möchte jedoch am liebsten ihre Ruhe haben und suhlt sich in ihrem Selbstmitleid. Auch zu ihrem Sohn hat sie momentan keinen guten Draht, er nimmt ihr übel, dass er umziehen musste und schottet sich immer mehr von ihr ab. Als Jesse einen großen Fehler begeht, muss er eine größere Geldsumme bezahlen und arbeitet dafür im Haus von Mrs. Saint. Durch seine Arbeit und dem Hund, den Mrs. Saint ihm mitgebracht hat, verändert sich sein ganzes Wesen und er lernt auch Mrs. Saints Angestellten, ihre Mängelexemplare kennen...Ich muss sagen, dass ich etwas ganz anderes von diesem Buch erwartet hatte. Ich habe damit gerechnet, dass Markie eine neue Liebe findet und endlich mal ihre Einstellung zum Leben ändert. Doch am Ende war es Jesse, der sich total zum Positiven verändert hat und Markie blieb weiterhin ziemlich lethargisch. Insgesamt war mir ihr Charakter auch nicht besonders sympathisch, ihr Sohn Jesse dagegen schon. Mrs. Saint versteckte sich die ganze Zeit hinter ihren Geheimnissen, deren Auflösung mich am Ende ziemlich überrascht hat. Das Buch hat mich dann etwas ratlos zurückgelassen. Es war nicht schlecht, aber auch nichts Besonderes für mich.

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