Julie Lawson Timmer Fünf Tage, die uns bleiben

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Inhaltsangabe zu „Fünf Tage, die uns bleiben“ von Julie Lawson Timmer

Mara, erfolgreiche Anwältin und liebevolle Ehefrau und Mutter, lebt seit einigen Jahren mit einer schrecklichen Gewissheit: Sie leidet an einer unheilbaren Krankheit. Um ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter einen qualvollen Leidensweg zu ersparen und ihnen als glücklicher Mensch in Erinnerung zu bleiben, beschließt sie, sich nach dem Auftreten bestimmter Symptome das Leben zu nehmen. Nun bleiben ihr noch fünf Tage. Fünf Tage, um sich von den Menschen zu verabschieden, die sie am meisten liebt. Fünf Tage, um letzte Spuren in ihren Herzen zu hinterlassen. Fünf Tage, um für immer loszulassen ...

Sehr schönes emotionales Buch. Spannend bis zum Ende.

— LaraIsrael

Unglaublich berührend!

— Luisar

So ergreifend schön.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein unbedingtes Lesemuss für alle, die eine emotionale Achterbahnfahrt erleben möchten!

— nblogt

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  • 5 Tage hoffen und bangen.

    Fünf Tage, die uns bleiben

    gsimak

    01. May 2017 um 10:29

    Meine MeinungKann man sich vorstellen, das eigene Ableben zu planen? Aus "Ein ganzes halbes Jahr" kenne ich das schon. Auch "5 Tage die uns bleiben" ist eine Geschichte, die mich hoffen ließ, dass es zu einem guten Ende kommt.Mara leidet an der Huntington-Krankheit. Chorea Huntington ist eine erblich bedingte Erkrankung, die nicht heilbar ist.  Es ist eine fortschreitende Krankheit des Gehirns, die für die Muskelsteuerung verantwortlich ist. Betroffene können im fortgeschrittenen Stadium ihre Bewegungen und Gesichtsmimik nicht mehr steuern. Im Endstadium kennen sie selbst ihre Ehepartner und Kinder nicht mehr.Es handelt sich hier um zwei verschiedene Schicksale. In einem Forum hat Mara mit anderen Menschen Kontakt. Für Mara die letzte Bastion an Normalität. Sie erzählt jedoch nichts von ihrer Krankheit. Wenigstens ein virtueller Ort, bei dem sie sich noch normal vorkommt.Scott ist Lehrer und kümmert sich gut um seine Schüler. In der Online-Selbsthilfegruppe fühlt er sich verstanden. Besonders von LaksMom. (Mara)! Er hat einen kleinen Jungen für ein Jahr bei sich und seiner Frau aufgenommen. Seine rauschgiftsüchtige Mutter ist erst mal für ein Jahr weggesperrt. Scott liebt den kleinen Curtis wie einen eigenen Sohn. Seine Frau ist nun endlich auch schwanger. Dann erfährt er, dass Curtis Mutter in 5 Tagen entlassen wird. Scott bleiben nur noch 5 Tage mit Curtis.Die Kapitel werden abwechselnd von Mara und Scott in der dritten Person erzählt. Das Augenmerk liegt auf den 5 Tagen, die beiden noch bleiben.Mara hat einen wunderbaren Ehemann. Tom liebt seine Frau wie am ersten Tag. Er hilft ihr, wo er nur kann. Erklärt Mara immer wieder, dass er sie auch dann noch liebt, wenn die Krankheit das Endstadium erreicht hat.Für die erfolgreiche Anwältin ist das jedoch kein Trost. Sie will ihrer kleinen Adoptivtochter und ihrem heißgeliebten Tom nicht zur Last fallen.Mara will keine Hilfe annehmen. Sie ist genervt von ihren Eltern, die stets Essen vorbeibringen und sich nützlich machen wollen. Auch ihre zwei Freundinnen, (Zwei Frauen,) versuchen zu helfen wo es geht. Nach einem Vorfall mit Maras Tochter, steht für Mara fest: NOCH 5 TAGE!!!Als Mara nicht mehr in der Lage ist Auto zu fahren, lernt sie einen Taxifahrer kennen. Die Verbindung zu dem Taxifahrer fand ich sehr emotional. Er brachte sehr viel Geduld für seinen kranken Fahrgast auf. Mara begann zu akzeptieren, dass Hilfe annehmen ihr Leben bereichert.Mara beginnt Hoffnung zu schöpfen. >>Hatte sie vielleicht nicht doch noch zwölf Monate? Noch ein Jahr, in dem sie Schulbrote schmieren und das Mädchen abends duschen konnte. Umarmungen, Tränen, Kichern, Ins Bett bringen.<< (Seite 40 auf dem Reader)Ich habe gehofft, dass Maras Leben noch länger dauert als 5 Tage.Fazit5 Tage lang bei denen man gespannt ist, ob Mara ihr Schicksal annimmt. Die Geschichte ist harte Kost. Die Krankheit HD einfach nur grausam. Ich konnte Mara gut verstehen. Ihr privates Umfeld war einfach tadellos. Freunde, Verwandte und ihr Ehemann Tom, versuchten ihr Rückhalt zu geben. Doch, möchte man anderen zur Last fallen? Kann eine erfolgreiche Anwältin sich damit abfinden? Will eine erfolgreiche Anwältin Hilfe für die ganz normalen Dinge im Alltag? Wie lange kann sie ungläubige Blicke ihrer Mitmenschen ertragen?Was die Geschichte so schlimm macht ist die Tatsache, dass  es keinerlei Heilung gibt. HD schreitet zügig voran. Mara bemerkte oft gar nicht, wie ihre Gliedmaßen verrückt spielten.Mara wunderte sich oft über die Reaktionen ihrer Mitmenschen. Ein sehr emotionaler Roman, der mich traurig gestimmt hat. Ich habe auf Heilung gehofft. War mit Mara verzweifelt. Wollte ihr helfen. Hab ihre Traurigkeit gespürt. Vor allem konnte ich sie gut verstehen.Ich empfehle diese Geschichte all denen, die sich mit der Krankheit Chorea Huntington befassen wollen. Die Mara ein Stück weit begleiten wollen. Die einen Lehrer kennen lernen wollen, der für seine Schüler mit Leib und Seele da ist.Mich hat die Geschichte sehr bewegt und überzeugt.Ich gratuliere Lawson Timmer zu ihrem Debüt und sage Danke.

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  • Fünf herzergreifende Tage in Maras und Scotts Leben

    Fünf Tage, die uns bleiben

    Lese-Krissi

    28. April 2017 um 13:53

    Aufmachung des BuchesIch besitze die Paperback-Ausgabe von „5 Tage, die uns bleiben“ von Julie Lawson Timmer. Auf dem unteren Teil des Covers sieht man in Schattengestalten eine Frau, die ein Mädchen an ihrer Hand hält. Der in grün gehaltene Titel auf weißem Hintergrund nimmt viel Platz auf dem Buchdeckel in Anspruch. Ich finde das Cover schlicht, aber auch gut. Für den Buchinhalt bedarf es kein buntes Cover.Inhalt Mara, Ehefrau und Mutter einer Adoptivtochter, hat eine unheilbare Krankheit, die sich Huntington nennt. Diese schwächt Mara immer mehr und wird sie zu einem Pflegefall machen. Dies möchte sie nicht mehr erleben und plant deshalb in fünf Tagen, an ihrem Geburtstag, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Sie möchte ihrem Ehemann und ihrer Tochter nicht zur Last fallen. In diesen fünf Tagen durchlebt sie gedanklich noch einmal Erlebnisse vor und während ihrer Krankheit. Wird sie ihren Entschluss wirklich in die Tat umsetzen?Scott, Ehemann und Pflegevater von Curtis, muss sich mit dem Gedanken abfinden, dass das Pflegejahr in fünf Tagen vorbei ist und Curtis‘ Mutter aus dem Gefängnis zurückkehrt. Scott liebt Curtis inzwischen wie ein eigenes Kind und für ihn ist schon jetzt die Trennung von dem kleinen Jungen ein unerträglicher Gedanke. Seine schwangere Frau Laurie mag Curtis zwar auch, versteht aber Scotts Vaterliebe nicht wirklich. Schließlich erwarten sie doch endlich ein eigenes Kind. So kommt es zu starken Auseinandersetzungen zwischen den beiden. Wie wird Scott mit dem Abschied von Curtis umgehen? Taschentuchalarm ist in beiden beschriebenen Fällen garantiert.Meine Meinung Schon der Klappentext bereitet den Leser auf eine zum Teil traurige Geschichte vor. Schließlich geht es unter anderem um die Huntington-Krankheit an der die Protagonistin Mara unheilbar erkrankt ist. Was die Inhaltsangabe allerdings nicht verrät, ist die Tatsache, dass das Buch noch eine weitere Handlung beinhaltet. So lernen wir Scott kennen, der vor dem Problem steht Abschied von seinem Pflegesohn Curtis nehmen zu müssen. Die beiden Charaktere Mara und Scott haben scheinbar nichts miteinander zu tun, und doch „kennen“ sie sich durch ein Internetforum. Dort schreiben sie unter Nicknames auch hin und wieder Privatnachrichten und tauschen sich aus. Das ist allerdings die einzige Verbindung in dem Buch, die sie haben. Von der Huntington-Krankheit habe ich zuvor nichts gehört, aber durch das Buch erkennt man ihre Auswirkungen. Mara ist bereits in einem Stadium angelangt, in dem sie viele Körperfunktionen nicht mehr richtig kontrollieren kann. So passieren ihr Dinge, die sie in ihrem Entschluss bestärken sich in fünf Tagen an ihrem Geburtstag das Leben zu nehmen. Vorher möchte sie noch ein paar Dinge erledigen, wie beispielsweise sich von ihrer Familie und Freunde zu verabschieden ohne dass diese bemerken, dass es sich um einen Abschied handelt. Außerdem schreibt sie eine Liste für ihren Ehemann in dem sie ihm Tipps gibt bei der Erziehung ihrer Adoptivtochter. Maras fünf Tage bis zu ihrem geplanten Ableben sind sehr bewegend. Immer wieder kommen ihr Zweifel über ihren Entschluss und dann geschehen Dinge, die sie wieder bestärken. Einerseits wünscht man sich, dass Mara sich anders entscheidet, andererseits erfährt man als Leser, dass die Krankheit unbesiegbar ist und die erkrankte Person letztlich vor dem Tod ein Pflegefall ist. Mara steht somit in der Zwickmühle. Sie möchte kein Pflegefall werden in dem sie keine Möglichkeiten mehr zu agieren hat. So bleibt ihr eigentlich nur der Freitod zum jetzigen Zeitpunkt, da sie noch selbst handeln kann. Als Leser muss man sich hier das Taschentuch bereithalten. Mara liebt ihre Adoptivtochter Laks über alles. Es ist schon traurig zu lesen, dass Mara durch ihre Krankheit auch peinliche Momente vor Laks durchleben muss. Laks ist zu jung um alles richtig zu verstehen. So wendet sich die Kleine auch hin und wieder von ihrer Mutter ab. Da wird es einem beim Lesen schwer ums Herz.Mara war vor ihrer Krankheit eine selbstbewusste Frau, die alles selbst in die Hand genommen hat. Nun fällt es ihr sehr schwer von anderen Hilfe anzunehmen. In den fünf Tagen, in der die Geschichte spielt, lernt sie einen Taxifahrer kennen, bei dem sie endlich auch Hilfe annimmt. Die Art Freundschaft, die sich in der kurzen Zeit zwischen den beiden entwickelt, ist schön mitzuerleben.Scott ist ein weiterer Protagonist des Buches. Auch ihm bleiben noch fünf Tage. Zum Glück, im Vergleich zu Maras Situation, geht es hier aber nicht um eine Krankheit. Scott und seine Frau Laurie haben sich für ein Jahr um den kleinen Curtis gekümmert. Dessen Mutter musste ins Gefängnis und sein Bruder hat sich auf sein Studium konzentrieren müssen. Nun kommt Curtis‘ Mom frei und der Abschied naht. Scott ist zutiefst traurig und möchte noch ganz viel Zeit mit seinem Pflegesohn verbringen. Laurie sieht Scotts Abschiedsschmerz mit gemischten Gefühlen. Sie selbst ist schwanger und kann einfach nicht verstehen, dass Scott sich jetzt nicht auf ihr eigenes ungeborenes Kind richtig freuen kann. Sie selbst mag Curtis, ist aber froh, dass nun das eine Pflegejahr vorbei ist. So kommt es durch die Meinungsverschiedenheiten zwischen Scott und Laurie zu großen Streitigkeiten. Dann passiert noch etwas unerwartetes, so dass die beiden vieles überdenken müssen.Maras und Scotts Geschichten sind sehr emotionsreich. Man leidet mit den beiden Charakteren mit und hofft irgendwie auf ein „gutes“ Ende. Doch vor allem in Maras Fall ist dies eigentlich nicht möglich. Zwei sehr bewegende Geschichten.Der Erzählstil hat mir gut gefallen. Die Kapitel wechseln sich in unterschiedlichen Abständen zwischen Maras und Scotts Geschichten ab. Beide Charaktere sind mir dabei ans Herz gewachsen und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.Dadurch dass die Themen sehr herzergreifend sind, konnte ich nicht am Stück lesen und benötigte doch immer mal eine Lesepause.Mein Fazit Der Roman „Fünf Tage, die uns bleiben“ beinhaltet zwei berührende Geschichten, die nicht viel mit einander zu tun haben. Mir hat das Buch gut gefallen und es bekommt vier Sterne mit Leseempfehlung. 

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  • Traurig aber wunderschön

    Fünf Tage, die uns bleiben

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. April 2017 um 16:14

    Mara, erfolgreiche Anwältin und liebevolle Ehefrau und Mutter, lebt seit einigen Jahren mit einer schrecklichen Gewissheit: Sie leidet an einer unheilbaren Krankheit. Um ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter einen qualvollen Leidensweg zu ersparen und ihnen als glücklicher Mensch in Erinnerung zu bleiben, beschließt sie, sich nach dem Auftreten bestimmter Symptome das Leben zu nehmen. Ich fand dieses Buch einfach wunderbar. Es ist so schön geschrieben , das es einem (zumindest mir) so nahe ging das Tränchen flossen . Sehr interessant dabei die Huntington Krankheit. Habe davor noch nie was von gehört. Der bewusste Abschied von Mara in diesem Buch, bewundere ich sehr. Würde ich es eventuell auch tun ? frage ich mich...... Nach diesem Buch gewinnt man wieder mehr zuschätzen, wie gut es doch einem geht. Nichts ist selbstverständlich... Ein DANKE der Autorin für diese Botschaften die sie mit diesem Buchbewundernswert ,einfühlsam und berührend vermitteln konnte.    

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  • Eine Geschichte, die eigentlich aus zwei Geschichten besteht

    Fünf Tage, die uns bleiben

    roman_tisch_

    19. April 2017 um 17:18

    Maras Diagnose steht fest. Sie hat die Huntington-Krankheit. Eine unheilbare Krankheit, die Bereiche im Gehirn zerstört. Dies hat die Folge, dass Mara immer mehr zu einem Menschen wird, den sie selbst nicht wieder erkennt. Sie hat keine Kontrolle mehr über ihren Körper und es wird mit jedem Tag schlimmer. Aber soweit soll es nicht kommen und deswegen entscheidet Mara, dass sie sich in den nächsten fünf Tagen das Leben nehmen wird…Scott kümmert sich schon seit einem Jahr zusammen mit seiner Frau Laurie um ihr Pflegekind Curtis. Ihnen bleiben noch fünf Tage und dann soll Curtis wieder zurück zu seiner Mutter. Seine Mutter, die gerade frisch aus dem Gefängnis kommt und sich noch nie sonderlich gut um Curtis gekümmert hat. Bei diesem Wissen zerreißt es Scott das Herz, aber die letzten fünf Tage sind gekommen und es wird Zeit Abschied zu nehmen…  Eine Geschichte, die eigentlich aus zwei Geschichten besteht. Mara und Scott. Und beide haben eines besonders gemeinsam, die Liebe zu ihren Kindern. Mara liebt ihre Tochter Laks über alles und es bricht ihr das Herz, dass sie ihre süße kleine Laks nicht aufwachsen sehen kann. Doch an ihrer Diagnose lässt sich nichts ändern und es treten immer mehr Symptome auf, die ihr die Steuerung ihres eigenen Körpers nicht mehr ermöglichen. Immer wieder kommt es zu vielen beschämenden Situationen, in die Mara durch ihre Krankheit gerät. Viele dieser Momente passieren unter den Augen ihrer Tochter, die mit ihren fünf Jahren kein Blatt vor den Mund nimmt, um ihre Trauer, ihren Ekel und ihre Wut, zu verbergen.Bevor ich dieses Buch gelesen habe, hatte ich noch nie etwas über die Huntington-Krankheit gehört und ich kann fast nicht mehr dazu sagen, als das mir die Worte fehlen. Die Krankheit wird in dem Buch wirklich sehr gut beschrieben, sodass es also keinerlei Problem darstellt wenn man sich zu Beginn nichts darunter vorstellen kann. Vor dem Lesen, dachte ich, dass es eher darum gehen wird, was Mara in ihren letzten fünf Tagen alles erleben will und wie sie sich von ihrer Familie und ihren Freunden verabschieden möchte. Dies war nicht der Fall. Diese letzten fünf Tage waren für den Leser ein Einblick, wieso Mara sich das Leben nehmen will und eine Bestätigung für sie, dass ihre Symptome weit genug fortgeschritten sind. Über die Geschichte von Scott erfährt man nichts laut dem Klappentext, dennoch finde ich, dass es sehr interessant ist, zwischen den beiden Geschichten hin und her zu springen. Von mir bekommt dieses Buch 4 Sterne. Die Geschichte hat mich wirklich sehr berührt. Sowohl Maras als auch Scotts Schicksal werde ich nicht so schnell vergessen. Zwischendurch hat es der Geschichte meiner Meinung nach ein bisschen an Spannung gefehlt, dennoch würde ich diese Geschichte nicht missen wollen, da sie sehr tiefsinnig ist und einfach zeigt, wie das Leben manchmal spielt.

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  • Fünf Tage die uns bleiben

    Fünf Tage, die uns bleiben

    Sweetybeanie

    14. April 2017 um 19:04

    Zum Inhalt: Mara ist eine erfolgreiche Anwältin, Mutter einer kleinen Adoptivtochter und glücklich verheiratet mit der großen Liebe ihres Lebens. Zuerst schiebt sie es auf den Stress, als sie anfängt, Dinge zu vergessen. Doch es wird nicht schlimmer, im Gegenteil: immer öfter vergisst sie auch sehr wichtige Dinge… Irgendwann kann Mara es nicht mehr leugnen: irgendetwas stimmt nicht mit ihr. Die Diagnose zieht ihr den Boden unter den Füßen weg: Chorea Huntington. Doch Mara will sich ihr Leben nicht von der Krankheit diktieren lassen, sie beschließt, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Treten bestimmte Symptome auf, wird sie ihr Leben selbstbestimmt an ihrem nächsten Geburtstag beenden. In fünf Tagen ist es soweit. Mara beginnt Abschied von ihren Lieben zu nehmen. Doch wie verabschiedet man sich von den Menschen, die man über alles im Leben liebt? Meine Meinung: Ich finde es gerade etwas knifflig, meine Meinung zu diesem Buch in Worte zu fassen. Der Schreibstil ist gut, die Geschichte ist flüssig geschrieben, man findet gut in die Geschichte rein. Das Cover ist wunderschön gestaltet. Es geht im Buch nicht ausschließlich um Mara und ihre Familie, ein zweiter Handlungsstrang handelt von einem jungen Pärchen namens Scott und Laurie, die für ein Jahr ein Kind aus desolaten Familienverhältnissen aufnehmen. Mara und Scott verbindet eine Emailfreundschaft aus einem Forum für Eltern, die ihre Kinder nicht auf natürlichem Weg bekommen haben. Die beiden tauschen sich nachts oft aus. Mara war vor der Diagnose eine Karrierefrau. 70 Stunden pro Woche im Büro waren keine Seltenheit. Die kleine Lakshmi wird nach der Schule meist von den Großeltern betreut. Mara – immer unabhängig – eine Powerfrau, hat große Probleme damit, sich damit abzufinden, plötzlich sehr oft Hilfe von anderen Menschen zu benötigen. Und bevor es dazu kommt, dass sie tatsächlich wirklich und endgültig auf andere Menschen angewiesen ist – fremdbestimmt – beschließt sie, die Krankheit nicht gewinnen zu lassen und selbstbestimmt aus dem Leben zu scheiden. In den nächsten 5 Tagen organisiert sie, nimmt Abschied von Freunden und Familie, ohne dass diese wissen, dass es ein Abschied ist. Und sie hadert mit ihrer Entscheidung, ob es richtig ist, zu gehen, ihren Mann und ihre kleine, über alles geliebte Tochter jetzt schon zurückzulassen. Doch so sehr die Geschichte auch ans Herz geht, so grausam das Schicksal ist, das Mara und ihre Familie erwartet– ich bin mit Mara leider nicht wirklich warm geworden und konnte mich kaum in sie hineinversetzen beim Lesen. Es fühlte sich immer irgendwie distanziert an. Meine Rezension findet Ihr auch unter www.buchspinat.wordpress.com

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  • Emotionale Achterbahnfahrt rund um das Thema Abschied

    Fünf Tage, die uns bleiben

    nblogt

    15. January 2017 um 20:39

    Ich bin bereits im vorletzten Jahr auf das Buch (damals noch in der broschierten Augabe mit anderem Cover) aufmerksam geworden. Ich kann gar nicht mal sagen, warum ich es mir damals nicht besorgt habe. Vor ein paar Wochen habe ich es dann in der Taschenbuch gekauft und nun gelesen. Direkt als ich anfing das Buch zu lesen habe, ich mich gefragt, warum ich es nicht damals bereits getan habe. Das Buch zieht einen von Beginn an in seinen Bann und lässt einen nicht mehr los.7Das Buch ist voller emotionaler Höhen und strotzt nur so vor Dramatik und Spannung. Obwohl ich eigentlich eher Schnellleserin bin, konnte ich diesen Roman nicht so schnell lesen. Vielmehr musste ich mehrfach innehalten und mich in den Darstellungen vertiefen. Dies ist in jedem Fall ein Buch, dass einem beim Lesen keinesfalls kalt lässt. Es verpackt ein sehr trauriges Thema (im Grunde sogar zwei) in eine, wie ich finde, sehr tolle Rahmenhandlung und schickt die Leser auf eine Reise voller Emotionen.  Im Mittelpunkt des Geschehens steht zum Einen Mara, die an einen fortgeschrittenen Stadium der Huntington Krankheit, kurz HK genannt. Sie musste bereits das Arbeiten aufgeben und die körperlichen Symptome machen sich immer mehr bemerkbar. Da sie ihrem Mann und ihrer Tochter einen qualvollen Leidensweg ersparen möchte, beschließt sie ihrem Leben eigenständig ein Ende zu setzen, damit die beiden (und auch alle anderen Menschen um Mara herum) sie in guter Erinnerung behalten. Das Datum hat sie bereits vor längerer Zeit gesetzt. Nun bleiben ihr nur noch fünf Tage bis zu ihrem "Todestag". Fünf Tage, die sie für die Vorbereitung nutzt und in denen sie ihre Entscheidung immer wieder hinterfragt. Einen weiteren Handlungsstrang nimmt die Erzählung rund um Scott und seiner Frau Laurie ein, die sich für ein Jahr um den achtjährigen Curtis gekümmert haben und denen in fünf Tagen auch ein Abschied von ihm bevorsteht, da er zurück zu seiner Mutter ziehen soll. Insbesondere Scott hat Curtis so sehr ins Herz geschlossen, dass er sich mit diesem Abschied schwert tut. Die beiden Handlungsstränge laufen zwischendurch immer wieder kurz ineinander, indem Mara und Scott über ein Forum für Adoptiv- und Pflegeeltern immer wieder miteinander kommunizieren, ohne allerdings ihre wahren Namen zu kennen, geschweige denn sich zu begegnen.  Das Buch, dass vom Thema Abschiednehmen handelt, begegnet diesem mit einer solchen Genauigkeit und Einfühlsamkeit, dass es schon fast beängstigend ist. Ich musste zwischendurch immer wieder beim Lesen innehalten und die Handlung richtig in mich aufsaugen. Dieser Roman lässt einem als Leser immer wieder Raum für die eigenen Gedanken. Bei den Vorgehensweisen der einzelnen Figuren gibt es kein richtig oder falsch. Vollkommen wertfrei lässt die Autorin ihre Figuren agieren. Gerade dadurch, dass sämtliche Figuren zwar sehr willensstark sind, jedoch gleichzeitig auch immer wieder mit sich und der Situation hadern, lässt sie lebendig und real erscheinen. Man hat beim Lesen das Gefühl, dass die Handlung live vor einem abläuft. Selbst wenn hauptsächlich Maras und Scotts Gedanken in diesem Roman zur Sprache kommen, kann man die Gefühle der restlichen Charaktere alleine von ihren Handlungen und Dialogen nicht nur erahnen, sondern ist sich denen auch sehr sicher. Ich könnte noch viel mehr zu diesem Roman schreiben, aber ich finde jeder, und damit meine ich wirkliche JEDER, sollte diesen Roman gelesen und erlebt haben!  Fazit: Für mich ist dieser Roman in jedem Fall ein absolutes Lesemuss! Allerdings rate ich jedem beim Lesen eine Packung Taschentücher bereit zu legen und sich im Klaren darüber zu sein, dass man hier eine emotionale Achterbahn fährt. 

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  • Fünf Tage

    Fünf Tage, die uns bleiben

    Pelikanchen

    16. October 2016 um 00:15

    Mara, eine Frau die bisher ein glückliches Leben hatte, verheiratet und eine Adoptivtochter, bekommt plötzlich die Diagnose Chorea Huntington. Die Diagnose ist ein Todesurteil, denn an der Krankheit stirbst du jeden Tag ein bisschen mehr. Ich habe vor kurzen erst ein interessantes Buch darüber gelesen, daher kann ich mir wirklich vorstellen, wie schlimm die Krankheit ist. Der zweite Erzählstrang geht um Scott, der mit seiner Frau das erste Kind erwartet und sich zuvor aber ein Jahr auf ein Pflegekind eingelassen hat, bis seine Mutter wieder aus dem Gefängnis kommt. Scotts Frau ist froh, das das Jahr vorbei ist und träumt von ihrer eigenen Familie, wenn endlich das Kind da ist.Scott und Mara haben sich in einen Forum kennengelernt, in dem man sich über Pflegekinder und Adoptionen austauscht. Fünf Tage verbringen wir mit den beiden Protagonisten und Erfahren mehr darüber wie sie Denken und was sie Fühlen. Das Schicksal von Mara ist wirklich sehr bewegend und die Autorin hat es geschafft, die bedrückende Atmosphäre einzufangen.Ich kann das Buch nur Empfehlen und am besten auch ein paar Taschentücher in die nähe zu legen. Eine ergreifende Geschichte, in der man mit beiden mit bangt.

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  • 5 Tage die uns bleiben

    Fünf Tage, die uns bleiben

    Engelchen07

    05. July 2016 um 20:52

    Ein sehr bewegendes Buch über eine Frau, die am Tag ihrer Diagnose Huntington Chorea beschließt, ihrer Familie einmal nicht zu Lasten fallen zu wollen, falls ihre Symptome sich noch verschlechtern. 5 Tage vor ihrem Geburtstag passiert dann das Unfassbare: das letzte Anzeichen ist gekommen und Mara geht ganz bewußt ihre letzten 5 Tage an. Sie verabschiedet sich von sämtlichen Leuten, managt noch einiges für ihre kleine Tochter und schreibt noch Listen was ihr Mann alles nach ihrem Tod beachten soll. Natürlich alles heimlich. Das Buch ist gut geschrieben. Man fühlt bei jeder Seite mit und kann sich regelrecht in Mara hineinversetzen wie schwer ihr diese letzten Tage fallen.

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  • Wunderschön traurig

    Fünf Tage, die uns bleiben

    Lesemietze

    20. May 2016 um 16:15

    Mara hätte glücklicher nicht sein können in ihren Leben. Sie hat alles erreicht was sie wollte. Einen Mann, den sie über alles liebt und mit dem sie eine Tochter adoptiert hat. Diese ist das ganze Glück der beiden. Doch Mara leidet von tag zu tag mehr unter Vergesslichkeit und Stimmungsschwankungen und schon bald ist ihre Ehe nicht mehr rosa farbend und sie muss ihren Job aufgeben. Ihr Mann überredet Mara endlich zum Arzt zu gehen. Die Diagnose kommt einer Katastrophe gleich. Chorea Huntington.Ich selber habe noch nie viel von dieser Krankheit gehört und auch nicht das sie früher oder später zum Tod führen kann.Scotts Leben könnte nicht anders sein. Er erwartet mit seiner Frau ein Kind und haben zur Zeit ein Pflegekind da, welches Scott am liebsten behalten würde. Damit ist aber seine Frau eher weniger einverstanden.Maras und Scotts Leben kreuzt sich schon eine Weile auch wenn sie das Schicksal des anderen nicht kennen, da sich beide über eine Plattform im Internet kennen gelernt haben.5 Tage begleitet man beide Protagonisten in ihren Leben und mit welchen Gedanken sie sich rum schlagen und welche Entscheidungen sie treffen.Maras Schickasl hat mich sehr bewegt da die Autorin sehr gefühlvolle und realistische Situationen geschaffen hat. Ich habe bei ihr zum Schluß eine wahre Gänsehaut gehabt.Ein Buch das man gelesen haben sollte.

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  • Sehr emotional

    Fünf Tage, die uns bleiben

    Lesemietze

    08. April 2016 um 17:35

    Mara hätte glücklicher nicht sein können in ihren Leben. Sie hat alles erreicht was sie wollte. Einen Mann, den sie über alles liebt und mit dem sie eine Tochter adoptiert hat. Diese ist das ganze Glück der beiden. Doch Mara leidet von tag zu tag mehr unter Vergesslichkeit und Stimmungsschwankungen und schon bald ist ihre Ehe nicht mehr rosa farbend und sie muss ihren Job aufgeben. Ihr Mann überredet Mara endlich zum Arzt zu gehen. Die Diagnose kommt einer Katastrophe gleich. Chorea Huntington. Ich selber habe noch nie viel von dieser Krankheit gehört und auch nicht das sie früher oder später zum Tod führen kann. Scotts Leben könnte nicht anders sein. Er erwartet mit seiner Frau ein Kind und haben zur Zeit ein Pflegekind da, welches Scott am liebsten behalten würde. Damit ist aber seine Frau eher weniger einverstanden.Maras und Scotts Leben kreuzt sich schon eine Weile auch wenn sie das Schicksal des anderen nicht kennen, da sich beide über eine Plattform im Internet kennen gelernt haben. 5 Tage begleitet man beide Protagonisten in ihren Leben und mit welchen Gedanken sie sich rum schlagen und welche Entscheidungen sie treffen.Maras Schickasl hat mich sehr bewegt da die Autorin sehr gefühlvolle und realistische Situationen geschaffen hat. Ich habe bei ihr zum Schluß eine wahre Gänsehaut gehabt. Ein Buch das man gelesen haben sollte

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  • So traurig und doch so schön

    Fünf Tage, die uns bleiben

    Dancun

    29. December 2015 um 15:32

    Zum Inhalt wurde schon so einiges erzählt, daher verzichte ich darauf. Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite berührt. Man fiebert mit den Schicksalen mit. Noch nie sind mir so viele Tränen beim Lesen über die Wange gekullert. Definitiv ein Buch für das gemütliche Sofa zu Hause und nicht für das Lesen in der Öffentlichkeit geeignet. Ich würde 6 Sterne vergeben, wenn es die gäbe. Uneingeschränkt empfehelnswert! Man sollte sich nicht von dem traurigen Inhalt abschrecken lassen (was mir beinahe passiert wäre!)

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  • Zwei Leben, die sich in einer Woche ändern.

    Fünf Tage, die uns bleiben

    Lindenblomster

    20. November 2015 um 18:55

    Es geht im Buch um Mara und Scott. Beiden steht in den 5 Tagen eine shwere Entscheidung bevor. Mara leidet unter einer Nervenkrankheit und will sich das Leben nehmen. Bevor sie ihrem Mann zur Last fällt und ihre kleine Tochter vor Scham vergeht, macht sie lieber Schluss. Scott hingegen hat Curtis in Pflege und in 5 Tagen soll er zu seiner Mutter zurück. Scott fällt der Abschied sehr schwer.  Mara und Scott bereiten ihren Lieben jeden Tag kleine Freuden und versichern sie immer wieder ihrer Liebe. Aber reicht das für den Rest des Lebens. In abwechselnden Kapiteln wird aus dem Leben erzählt. Eine Verbindung zwischen den Beiden besteht durch ein Internetforim, von welchem wir auch einiges lesen. Wir können den Gedanken und Gefühlen sehr gut folgen. Wie kann man einen Menschen auf einen Verlust vorbereiten? Wie würde man selber handeln? Ist es richtig, sich das Leben zu nehmen. Es bleibt dem Leser überlassen, wie er die Handlungen findet. Ich konnte bei gut verstehen.

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  • Das Buch hat mich zu Tränen gerührt

    Fünf Tage, die uns bleiben

    BuecherwurmSteph

    20. September 2015 um 15:46

    Inhalt: Mara ist eine erfolgreiche Anwältin, Anfang 40. Sie hat eine süße Tochter und einen liebevollen Ehemann. Außerdem hat sie Chorea Huntington. Dies ist eine Nervenkrankheit, die Mara nach und nach regelrecht zerfallen lässt. Sie beschließt, wenn die Symptome schlimmer werden, ihrem Leiden ein Ende zu setzen. Sie möchte nicht unnötig leiden und ihrer Familie zur Last fallen. Für diesen Tag hat sie sich ihren nächsten Geburtstag ausgesucht. Doch der Tag kommt viel zu schnell. Sie hat jetzt nur noch 5 Tage. 5 Tage, in denen sie so viel noch erledigen möchte, wie es geht. 5 Tage, die voller Zweifel sind. 5 Tage mit ihrer Familie. In einem Chatroom hat sie Scott kennen gelernt, der von ihrer Krankheit nichts weiß. Er selber muss sich ebenfalls auf einen Abschied vorbereiten. In 5 Tagen soll sein Pflegesohn Curtis wieder zu seiner Mutter gehen. Obwohl Scott verheiratet ist und seine Frau selber ein Kind erwartet, zerreißt es ihm das Herz, wenn er daran denkt, dass Curtis bald weg ist.   Meine Meinung: Das Buch habe ich durch die Aktion Wanderbuch gekriegt und ziemlich schnell durchgelesen. Zwar war es für mich überraschend, dass Mara ihrem Leben selber ein Ende setzen wollte, aber das machte das Buch jetzt nicht weniger traurig. Ich muss ja sagen, ich dachte, es wäre so wie "Die letzten Tage von Rabbit Hayes", wo jeder Angehörige wusste, dass sie sterben wird. Aber egal. Das Buch hier war einfach toll. Ich würde ja fast sagen, wunderschön. Aber SCHÖN passt zum Thema nicht wirklich. Der Schreibstil war wunderbar. So flüssig und leicht zu lesen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Kapiteleinteilung war auch super. Mir haben beide Geschichten sehr gut gefallen. Die von Scott, der sich von einem kleinen Jungen trennen musste und die von Mara. Die sich bewusst von ihrer Familie trennte. Es war unglaublich berührend und traurig. Was mir auch sehr gut gefiel, war, dass man in dem Buch viel über die Huntington Krankheit erfahren hat. Ich selber habe zwar schon von Chorea Huntington gehört, mir war aber nicht so richtig klar, was die Krankheit mit einem Menschen macht. Alles in allem war es ein tolles Buch und ich würde es irgendwann sicher gern noch einmal lesen. Ich vergebe für dieses Buch die vollen 5 Sterne.

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  • 5 Tage die uns bleiben

    Fünf Tage, die uns bleiben

    vormi

    10. September 2015 um 11:54

    Mara hat sich fest vorgenommen, sich in 5 Tagen das Leben zu nehmen. An ihrem Geburtstag. Das hat sie sich schon an dem Tag überlegt, als sie ihre Diagnose erfahren hat - Chorea Huntington. Sie möchte ihren Lieben nicht zumuten, sich um sie zu kümmern, wenn sie nur noch im Rollstuhl sitzen kann und keinen von Ihnen mehr erkennt. Deshalb hat sie sich von Anfang an fest vorgenommen, wenn es immer schlimmer wird und immer mehr Symptome dazu kommen, bzw Körperfunktionen wegfallen, dann wird sie sich an ihrem Geburtstag umbringen. An ihrem Geburtstag deshalb, da an dem Tag ihre Familie und Freunde eh um sie trauern werden. So würde sie ihnen noch einen anderen Tag ersparen, an dem es ihnen schlecht geht. Und so fragt sie sich jedes Jahr wieder - schaffe ich noch ein Jahr? Oder kann ich bald schon meinen Körper nicht mehr unter Kontrolle haben und bin bei allem auf Hilfe angewiesen? Denn dann könnte sie ja nicht mal mehr ihren Plan in die Tat umsetzen... Es ist gar nicht so einfach, sich in Jemanden hineinzuversetzen, der unheilbar krank ist und weiß, daß er nicht mehr lange zu leben hat. Das ist ja schon schlimm genug, aber dabei den Kontrollverlust über seinen Körper zu erleben, das muß echt hart sein. Und nicht nur, wie hier in diesem Buch, für eine erfolgreiche Anwältin. Denn niemand läßt sich gerne, waschen , kämmen und füttern. Apropos füttern wird es in Krankenhäusern nicht genannt, da heißt es "Essen anreichen". Nett gedacht, aber es bleibt trotzdem die Tatsache, daß man gefüttert wird. Ich lag mehrere Monate im Krankenhaus, am Anfang waren meine Arme gelähmt und mir mußte das Essen angereichert werden. Also kenne ich mich dem Thema aus, auch sitze ich im Rollstuhl. Ein Punkt, vor dem Mara immer besonders viel Angst hat. Aber sie setzt, wie viele andere auch,  im Rollstuhl sitzen gleich mit apathisch in der Ecke sitzen. Zum Glück gibt es da noch himmelweite Unterschiede. Auweia, man merkt doch, das Thema berührt mich sehr und ich komme bei ganz vielen von Maras Ansichten echt in Rage. Aber, auch beim Thema sterben und freiwillig sein Leiden beenden gibt es eben auch ganz viele Abstufungen. Auch ich habe mir schon viele Gedanken gemacht, aber ich habe eine Querschnittlähmung, auch wenn meine Lebenserwartung dadurch nicht mehr ganz so hoch ist, habe ich doch hoffentlich noch viele gute Jahre vor mir. Auch beobachte ich meine Körper auch sehr genau, wie Mara auch, aber nicht nur um auf Verschlechterungen zu achten. Trotzdem kann ich sie sehr gut verstehen. Selbstbestimmt möchte jeder von uns Leben.  Und einige möchten so auch sterben. Das Buch ist sehr gut geschrieben.  Und eben nicht nur depressiv. Ich brauchte viel weniger Taschentücher als befürchtet. Auch da es gar nicht nur den Handlungsstrang um Mara gibt, sondern es wurde extrem aufgelockert, da es noch Scott und seine kleine Familie gibt. Sie haben sehr selbstlos einen 8 jährigen Jungen bei sich aufgenommen. Da seine drogenabhängige Mutter für 1 Jahr ins Gefängnis muß. Und Scott hat seinen "Großen", wie er Curtis liebevoll nennt, wahnsinnig ins Herz geschlossen. Und genau wie Mara haben auch Scott und Curtis nur noch 5 gemeinsame Tage, als wir die Familie kennenlernen. Natürlich sind das ganz andere Voraussetzungen,  denn theoretisch können sich die beiden auch nach Ablauf der 5 Tage noch treffen. Trotzdem ist es hart zu wissen, wie schlecht es ihm in seinem richtigen zu Hause gehen wird. Und dabei ist das Problem der regelmäßigen Mahlzeiten noch das kleinste. Der Autorin ist es in beiden Fällen gelungen, die Geschichten von Mara und Scott ohne viel Selbstmitleid zu erzählen. Trotzdem sind beide Geschichten sehr einfühlsam  und eindringlich beschrieben. Beide Protagonisten sind auf ihre Art zerrissen, daß ist sehr eindringlich rübergekommen. Es versteht sich fast von selber, daß die Personen sehr plastisch und real gezeichnet sind. Denn sonst würde das ganze Buch nicht funktionieren. Wer also ein Buch mit und über starke Gefühle lesen möchte, der ist hier genau richtig!

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  • 5 Tage die uns bleiben 2 Familien, 2 Schicksale

    Fünf Tage, die uns bleiben

    Bücherwahnsinn

    05. September 2015 um 16:44

    Das Cover ist mir als erstes aufgefallen, zwischen all den bunten Buchdeckeln ist dieses nahezu neutral. Das hat mir wirklich gut gefallen. Auch der Titel lässt schon etwas vermuten, das eben die Geschichte nicht grade eine ist, die auf ein Happyend zu geht. Doch der Titel ist ein bisschen irreführend, denn in dem Buch geht es um 2 Personen und deren Familie, sie sind zwar durch etwas ganz kleines verbunden aber an sich für sich unabhängig.  Der Schreibstiel von Julie Lawson Timmer ist angenehm und einfach zu lesen. Man kommt schnell in die Geschichte und weiss immer gelich mit welcher Person und bei welcher Geschichte man ist, den die Kapitel werden immer mit dem Namen des jeweiligen Protagonisten angeführt.  5 Tage die uns bleiben ist das Debüt der Autorin und ich kann euch sagen, es hat mich wirklich positiv überrascht. Meist sind die ersten Büchern nicht um bedingt schlecht aber man merkt es ihnen dennoch manchmal an, was man bei dem Buch überhaupt nicht sagen kann. Auch hat Julie Lawson Timmer ein nicht grade einfaches Thema für ihren ersten Roman gewählt.  Da wär Mara, eine junge Mutter, die glücklicher nicht sein könnte. Der Familie fehlt es an nichts. Doch eines Tages bekommt sie ein schreckliche Diagnose gestellt: Huntington-Krankheit. Nach dem ersten Schock wollen sie und ihr Mann so gut es geht weiter zu machen. Doch was niemand weiss, Mara hat sich vorgenommen ihrem Leben ein Ende zu setzen wenn das Leben mit der Krankheit nur noch aus Demütigungen besteht. Und der Tag kommt schneller als ihr Lieb ist. 5 Tage hat sie noch Zeit alles zu regeln, sich zu verabschieden und den letzten Schritt zum selbstbestimmten sterben zu machen. Die Autorin hat wirklich sehr gut recherchiert. Sie hat mit Mara eine wirklich tapfere und starke Frau entstehen lassen die versucht so lange aus dem schlimmsten das beste zu machen. Sie zeigt auf was es bedeutet an dieser genetischen, degenerativen neurologischen Erkrankung zu leiden und es geht einem ans Herz. Man kann sich wirklich in jede Person hineinfühlen. In Mara, in ihren Mann und auch in die der Tochter.  Dann wäre da noch die Geschichte um Scott. Er uns seine Frau haben beschlossen einen jungen als Pflegekind für ein Jahr auf zu nehmen. Doch er lässt sich viel zu sehr auf den Jungen ein, so das es für ihn zum Alptraum wird als er nur noch 5 Tage zeit hat, bis er ihn wieder zu seiner Mutter entlassen muss. Das ganze Jahr war auch für die Ehe kein Zuckerschlecken, und als dann noch was total unvorhersehbares passiert scheint die Ehe schon zum scheitern verurteilt.  Auch hier bin ich wirklich überrascht wie sehr sich die Autorin in die Personen hineinfühlen konnte und diese Konflikte und Gefühle wiederum an uns weiter geben konnte.  Ich kann  das Buch wirklich jedem ans Herz legen. Taschentücher sollten allerdings bereit liegen. Ein Buch welches zum nachdenken anregt und ich hoffe auch für mehr Verständnis sorgt für betroffene.

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