Julie Maroh

 4.3 Sterne bei 47 Bewertungen
Autorin von Blau ist eine warme Farbe, Blue is the Warmest Color und weiteren Büchern.
Julie Maroh

Lebenslauf von Julie Maroh

Preisgekrönte Comics: Die 1985 geborene französische Autorin hat am Institut Saint-Luc und der Académie royale des beaux-arts in Brüssel Bildende Kunst und Lithographie studiert. Ihr literarisches Debüt „Le bleu est une Couleur chaude“ erschien 2010. Zwei Jahre später wurde die deutsche Übersetzung „Blau ist eine warme Farbe“ veröffentlicht. Beim Festival International de la Bande Dessinée d’Angoulême 2011 wurde das Werk über die Liebe der 15-jährigen lesbischen Schülerin Clémentine zu einer Studentin mit dem Publikumspreis ausgezeichnet und auch die Verfilmung aus dem Jahr 2013 erhielt bei den Filmfestspielen von Cannes die Goldene Palme für den besten Langfilm. Julie Maroh bezeichnet sich selbst als lesbisch, queer und feministisch.

Alle Bücher von Julie Maroh

Blau ist eine warme Farbe

Blau ist eine warme Farbe

 (42)
Erschienen am 01.02.2016
Blue is the Warmest Color

Blue is the Warmest Color

 (4)
Erschienen am 12.09.2013
Le bleu est une couleur chaude

Le bleu est une couleur chaude

 (1)
Erschienen am 02.10.2013
Skandalon

Skandalon

 (0)
Erschienen am 09.09.2014

Neue Rezensionen zu Julie Maroh

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Rezension zu "Blau ist eine warme Farbe" von Julie Maroh

Bewertung zum Buch
Literaturcocktailvor einem Monat

Ich habe den Film nach circa vier Jahren wieder geschaut und war begeistert. Das Bedürfnis kam auf auch die originale Version erneut zu lesen.

An den Inhalt vom Buch bzw die Unterschiede konnte ich mich nicht mehr erinnern.

Es geht um Clementine, die homosexuelle Gefühle zu einer Studentin mit blauen Haaren entwickelt. Sie gehen eine besinnliche Beziehung ein. Ihr Umfeld kommt damit nicht zurecht und sie kämpfen mit sich selber und aufkommenden Problemen. Eine Coming-Out Geschichte mit autobiografischen Merkmalen der Autorin.

Mit dem Buch hatte ich anfangs leichte Schwierigkeiten, weil die Namen unterschiedlich sind, aber das hatte ich schnell im Griff und war im Fluss.

Der Inhalt ist an einigen Stellen anders als im Film. Ich fand es angenehm, nicht genau das gleiche zu lesen. Es hat mich weder gestört noch aufgeregt.

Das Buch ist genauso eindrucksvoll wie der Film, ich wollte es nicht aus der Hand legen und die Charaktere sind mir im Buch genauso sehr ans Herz gewachsen.

Trotz Unterschiede habe ich die Geschichte im Film noch besser verstanden und konnte mehr nachfühlen.

Ein großartiges Debüt, ich bin überwältigt.

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Rezension zu "Blue is the Warmest Color" von Julie Maroh

Oh, the Drama!
Mizuirovor 2 Monaten

Beim Lesen hatte ich immer wieder zusätzliche Bilder vor Augen. Das ist zwar nichts Schlechtes, in diesem Fall waren es aber leider Bilder aus der Verfilmung dieser Graphic Novel.

Und die fand ich leider… doch, ja. Eher schlecht.
Durch den Vergleich von Buch und Film könnte ich hier eine NOCH schlechtere Rezension des Filmes oder eine NOCH bessere Rezension des Originals schreiben. Aber der Film ist schon eher lang her, für Interessierte möchte ich nur diese kurze Anmerkung machen: Der Film ist viel ausführlicher und langatmiger als das Original, es passiert eigentlich wenig und das, obwohl einiges dazu erfunden wurde. Während der Film alles unerträglich in die Länge zieht und die eigentliche Rahmenhandlung dafür ausspart ist die Graphic Novel eine sehr schöne und traurige Umsetzung einer Liebesgeschichte.

Was mich an Blue is the warmest color besonders begeistern konnte war das Spiel mit der Farbgebung. Durch die verwendeten Farben (Größtenteils schwarz, weiß mit ein bisschen blau) wird sehr viel Stimmung und Bedeutung transportiert.
Die Charaktere sind für dieses Genre auch erstaunlich gut herausgearbeitet, finde ich.
Die Handlung als ganzes mag vielleicht eine Spur zu dramatisch sein, aber – tut mir leid – ich mag sowas.

Thematisch ist es übrigens eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen in einem Umfeld, gegen dessen Druck und Vorurteile sie sich zur Wehr setzen müssen. Am Anfang ist die Protagonistin Clem noch sehr jung, was der Geschichte ein bisschen Teenie-Drama-Charme verleiht. Aber sowohl der Teenie-Charme als auch die Figuren verändern sich, sodass mir das Gesamtwerk sehr gut gefallen hat.

Mit Zeichenstilen kenne ich mich ja nicht so gut aus, prinzipiell haben mir die Zeichnungen in Blue is the warmest color aber gefallen. Im Vergleich übrigens (ja, jetzt doch wieder) zur Filmversion, in der ich beide Hauptdarstellerinnen irgendwie nur schwer aushalten konnte (die eine war mir zu kindlich, die andere zu unsympathisch). Ja, und es war eben sehr schade, dass mir immer wieder diese Filmszenen im Kopf herumgeflattert sind, denn: Das Original hier ist viel besser als die Film-Version! So!

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Rezension zu "Blau ist eine warme Farbe" von Julie Maroh

"Alles in meinem Kopf hat nur einen Namen. Emma."
katzenminzevor einem Jahr

Endlich mal wieder eine Graphic Novel! Und dann noch eine so schöne: Es geht hauptsächlich um Clementine, die zu Beginn der Geschichte 15 Jahre alt ist. Jungs sind in dem Alter ja ein großes Thema, aber obwohl der allseits beliebte Thomas auf sie steht, sie später sogar aufrichtig liebt, kann sie sich nicht völlig auf ihn einlassen. Das allein lässt sie schon an sich selbst zweifeln, doch als sie dann auch noch eine junge Frau mit blauem Haar auf der Straße sieht, gerät ihr Selbstbild völlig ins wanken. Die Unbekannte verfolgt sie in ihre Träume und lässt sie Dinge denken, die sie - ihrer Meinung nach - eigentlich nicht denken dürfte. Einige Zeit später, trifft sie die Frau, Emma, in einer Homokneipe wieder und Clementines Gefühlschaos ist perfekt.

Inhaltlich hat mir die Mischung aus Coming-Out, Lovestory und Selbstfindung gut gefallen. Nur hätte sie an manchen Stellen gerne ausführlicher sein können. Ich habe zwar jeweils verstanden welche Zweifel und Ängste Clementine plagten, aber manchmal wirkte sie recht wechselhaft und bockig, weil dem Problem das sie beschäftigte nicht genug Raum gegeben wurde. Das lag aber ausschließlich an der Umsetzung. Generell fand ich all ihre Reaktionen sehr nachvollziehbar. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Autorin selbst Homosexuell ist und eben solche Probleme kennt, wie sie Clementine im Buch hat.

Die hauptsächlich in Aquarell angefertigten Zeichnungen mochte ich sehr gerne! Auch wie Maroh damit spielt und bei manch ernsteren Szenen mehr zum Stift greift – den Zeichnungen also mehr Härte gibt - ist schön. Die Szenen die in der Vergangenheit spielen, sind in schwarz/weiß gehalten. Nur mit blau wurden Akzente gesetzt. Das hat mir sehr gut gefallen und hätte von mir aus gerne noch mehr ausgereizt werden dürfen. Alles, was in der Gegenwart spielt ist farbig gestaltet, aber sehr leicht und fließend - typisch Aquarell eben.

Beim Zeichenstil bin ich ja superpingelig. Ich habe schon verworfen die eine oder andere Graphic Novel überhaupt zu lesen, nur weil mir der Stil nicht gefiel. Hier habe ich nichts zu meckern. Maroh sind zum Teil wunderschöne Bilder der beiden Frauen gelungen um die sich die Geschichte dreht.

Insgesamt ist Blau ist eine warme Farbe eine traurig schöne, berührende und lesenswerte Liebesgeschichte, die von Maroh sehr hübsch umgesetzt wurde.

Kommentare: 3
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