Julie Orringer Die unsichtbare Brücke

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Inhaltsangabe zu „Die unsichtbare Brücke“ von Julie Orringer

Ein bewegendes Familienepos und die Geschichte einer großen Liebe Die unsichtbare Brücke erzählt die ergreifende Geschichte der ungarisch-jüdischen Familie Lévi vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs. Paris und Budapest sind die Schauplätze dieses mitreißenden, lang erwarteten ersten Romans von Julie Orringer, in dessen Zentrum eine außergewöhnliche, immer wieder gefährdete Liebe steht.Budapest 1937. Voller Hoffnung besteigt der junge Andras Lévi den Zug nach Paris, um dort Architektur zu studieren – und entdeckt eine Stadt der Theater und der Kunst, der Studentenpartys und politischen Revolten. Als er die neun Jahre ältere Claire Morgenstern kennenlernt, beginnt eine leidenschaftliche Amour fou, die überschattet wird von einem dunklen Geheimnis aus der Vergangenheit der Ballettlehrerin. Es ist der Beginn einer großen, immer wieder Prüfungen unterworfenen Liebe. Auch Tibor und Mátyás, Andras’ Brüder, versuchen in dieser bedrohten Zeit ihr Glück zu finden. Als der Krieg die Brüder Lévi in Budapest zusammenführt, ist das keine Heimkehr, sondern der Beginn einer Odyssee mit ungewissem Ende: Ein Kampf ums Überleben beginnt – gegen Hunger, Verfolgung und einen Schatten aus Claires früherem Leben, der trotz aller Bemühungen unüberwindbar zu sein scheint.In großartigen Bildern lässt Julie Orringer eine untergegangene Welt wiederauferstehen, schildert die prächtige Architektur und glanzvolle Bühnenkultur der beiden Metropolen vor Kriegsbeginn und führt uns mitten hinein in den Horror des Zweiten Weltkriegs, der trotz aller Brutalität die Bande zwischen Claire und Andras und seiner Familie nicht zerreißen kann.  

Um es mit einem Wort zu beschreiben: langatmig!

— CorinnaSmiles

Von der ersten Seite an fesselnd, macht dieses Buch traurig und glücklich zugleich

— SteffiWausL

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  • Rezension zu "Die unsichtbare Brücke" von Julie Orringer

    Die unsichtbare Brücke

    AllesSchwarz

    07. May 2011 um 13:00

    Zuerst schreckten mich die über 800 Seiten etwas und ich stellte mir die Frage, ob mich das Thema dieses Buches wirklich so viele Seiten fesseln würde, aber dann habe ich es doch gewagt und ich muss gestehen, ich habe es nicht eine Seite lang bereut. Es geht um die jüdisch-ungarische Familie Levi mit ihren 3 Söhnen, zum ende der 30er Jahre. Der mittlere Sohn Andras geht nach Paris um dort Architektur zu studieren. Er hat es nicht leicht, da sein Stipendium nach kurzer Zeit eingefroren wird, weil Juden nicht mehr unterstützt werden. Durch einige glückliche Fügungen kann er dann doch weiterstudieren, muss aber neben dem Studium arbeiten und er scheut keine Arbeit. Dann lernt er die ein paar Jahre ältere Claire Morgenstern kennen, die ein Geheimnis mit sich herumträgt und diese Liebesgeschichte ist alles andere als unkompliziert. Andras älterer Bruder kann durch ein Stipendium nach Italien, um dort Medizin zu studieren. Und auch er findet seine große Liebe, die auch von anfänglichen Verwicklungen geprägt ist. Dann greifen die Einschränkungen, denen Juden unterworfen wurden, wurden immer schwerwiegender, so dass sie wieder zurück nach Ungarn müssen, in der Hoffnung schnell wieder nach Paris bzw. Italien zurückzukönnen, was sich als Trugschluß erweist. Dann begleitet man die Familie weiter durch den ungarischen Teil des Krieges und leidet mit den einzelnen Personen, freut sich mit ihnen, wenn sich wieder mal etwas glücklich fügt und ist entsetzt, zu was manche Menschen in so einer Situation fähig sind. Die Geschichte ist ausführlich, allerdings nie zäh oder langweilig, sondern interessant geschrieben. Sie stellt den menschlichen Aspekt sehr in den Vordergrund aber beleuchtet die Hintergründe sehr gut, so dass man auch neue Erkenntnisse gewinnen kann. Die Autorin erzählt hier die Geschichte ihrer eigenen Familie und sie macht es so toll, dass sie mit Recht mit diesem Buch auf der Bestsellerliste der New York Times stand.

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  • Rezension zu "Die unsichtbare Brücke" von Julie Orringer

    Die unsichtbare Brücke

    Monsignore

    17. April 2011 um 18:36

    Das gibt es nur noch selten: Ein 820-Seiten-Roman, der stilsicher gebaut, gründlich recherchiert und in seinen Figuren und Zeiten vorstellbar geschrieben ist! Großes Kompliment an die junge amerikanische Autorin, die tief in die Vergangenheit ihrer eigenen Familie gegangen ist. Ihr ungarisch-jüdischer Großvater steht im Mittelpunkt, seine wenigen leichten Jahren als hochbegabter Architekturstudent in Paris und dann seine lebensbedrohlichen Jahre während des 2. Weltkrieges. Für mich war es mehr als eine bewegende Familiengeschichte mit historischem Kontext -vieles aus der sorgsam ausgebreiteten ungarischen Geschichte war mir unbekannt, die Rolle des ungarischen Volkes als Verbündeter Nazideutschlands hatte ich nie richtig wahrgenommen. Wer hier Puszta & Paprika-Gemütlichkeit sucht, wird sehr enttäuscht sein.

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  • Rezension zu "Die unsichtbare Brücke" von Julie Orringer

    Die unsichtbare Brücke

    Clari

    19. February 2011 um 16:00

    Ungarn zu Ende der dreißiger Jahre. Das dritte Reich und der zweite Weltkrieg kündigen sich an. In Ungarn werden Juden zunehmend diskriminiert. Die Brüder Lévi machen sich auf, in anderen Ländern einen Studienplatz zu finden. Andras geht zum Architekturstudium nach Paris; Tibor wird mit einem Stipendium nach Italien gehen, um Medizin zu studieren. In Budapest, wo sie sich zuletzt mit Aushilfsarbeiten verdingt haben, sehen sich die beiden zum letzten Mal, bevor sie das Schicksal trennt. Auf abenteuerlichen Wegen gelangt Andras nach Paris. Er schlägt sich wacker durch, bis er der neun Jahre älteren Claire Morgenstern begegnet, die eine Ballettschule betreibt. Im Künstler und Theatermilieu angesiedelt erlebt Andras das Leben von einer ganz anderen Seite, als er es aus seinem Geburtsort Konya in Ungarn kennt. Der Roman führt uns auf dem Umweg über eine besondere Amour fou zwischen Andras und Claire Morgenstern zurück nach Budapest und zum Beginn des Zweiten Weltkriegs. Alle Familienmitglieder werden mit dem Antisemitismus konfrontiert, der beängstigende Formen annimmt. Stringent und konsequent führt die Autorin Julie Orringer den Roman durch die Jahre des Zweiten Weltkriegs, der uns noch einmal die unmäßigen Qualen der Menschen durch die Vernichtungsmechanismen vor Augen führt. Man gewinnt Sympathien für einzelne und sieht mit Schrecken, wozu Menschen sich in ihrer Grausamkeit hinreißen lassen. Die Liebesgeschichte zwischen Andras und Claire Morgenstern enthält dunkle Geheimnisse, die ebenfalls in die Anfänge der Judenverfolgung zurück reichen. Weit verzweigt sind die Bindungen, ist der Familienzusammenhalt und der Schutz, den sich einzelne zu geben versprechen! Breit gefächert ist die Handlung, die in einem ausführlich angelegten Epos am Beispiel einer Familie die schweren und von Vernichtung bedrohten Zeiten der Vergangenheit heraufbeschwört. Liebe, Trennungen und Schmerz sind in diesem Zusammenhang unausweichlich. Nie erlahmt das Interesse oder kommt etwa Langeweile auf bei dieser verzwickten und gut konstruierten dynamischen Geschichte. Wer sich zunächst von dem achthundert Seitenroman abschrecken lassen könnte, der wird bald eines Besseren belehrt. Die Handlung vermag unaufhörlich zu fesseln. Fein gegliedert, gut durchdacht und von einer Finesse zu anderen sich steigernd, kann man den Roman nicht aus der Hand legen. Julie Orringer lebt in New York. Sie gehört zu den großartigen Erzählerinnen amerikanischer Provenienz. Ihr Roman stand lange auf der Bestsellerliste der New York Times. Das ist die richtige Ferienlektüre!

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