Julie Otsuka

 4.2 Sterne bei 166 Bewertungen
Autor von Wovon wir träumten, Wovon wir träumten und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Julie Otsuka

Julie Otsuka, geboren 1962 in Kalifornien, lebt heute in New York City. 2002 erschien in den USA ihr Debütroman "When the Emperor Was Divine". Sie war Guggenheim-Stipendiatin und wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. "Wovon wir träumten" ist ihr zweiter Roman und der erste, der auf Deutsch erscheint. Er wurde 2012 mit dem PEN / Faulkner Award ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Als der Kaiser ein Gott war

 (1)
Neu erschienen am 02.09.2019 als Hardcover bei Lenos.

Alle Bücher von Julie Otsuka

Cover des Buches Wovon wir träumten (ISBN:9783442479689)

Wovon wir träumten

 (146)
Erschienen am 17.03.2014
Cover des Buches Als der Kaiser ein Gott war (ISBN:9783857874994)

Als der Kaiser ein Gott war

 (1)
Erschienen am 02.09.2019
Cover des Buches Wovon wir träumten (ISBN:9783869741413)

Wovon wir träumten

 (9)
Erschienen am 30.11.2012
Cover des Buches Wovon wir träumten (ISBN:9783869747156)

Wovon wir träumten

 (3)
Erschienen am 30.11.2012
Cover des Buches The Buddha in the Attic (ISBN:9780307744425)

The Buddha in the Attic

 (7)
Erschienen am 20.03.2012
Cover des Buches When the Emperor Was Divine (ISBN:0606295577)

When the Emperor Was Divine

 (0)
Erschienen am 01.11.2003
Cover des Buches When The Emperor Was Divine (ISBN:0739320963)

When The Emperor Was Divine

 (0)
Erschienen am 01.03.2005

Neue Rezensionen zu Julie Otsuka

Neu

Rezension zu "Wovon wir träumten" von Julie Otsuka

Viele Schicksale, eine Geschichte
GrauerVogelvor einem Jahr

Ein Schiff voller japanischer Frauen steuert auf die amerikanische Westküste zu, wo sie ihre Ehemänner treffen werden - die sie bisher noch nie gesehen haben. Die meisten erwartet ein hartes, entbehrungsreiches Leben, sei es in der Landwirtschaft oder in der Stadt. 


Das Besondere an diesem kurzen Buch ist, dass es konsequent in der Wir-Form gehalten ist. Es gibt nicht die eine Protagonistin, sondern alle Frauen erzählen die Geschichte als eine Gruppe. Vereinzelt fallen einmal Namen, immer wieder gibt es Zitate, aber nie hebt sich eine dominant aus der Gruppe hervor. Weite Teile des Buches sind Aufzählungen, die verschiedene Entwicklungen zusammenfassen.

Die meisten Frauen landen nach ihrer Ankunft in einer unglücklichen Ehe. Sie schuften in der Landwirtschaft und leben in Armut, einige leben im japanischen Viertel irgendeiner Großstadt und haben kleine Läden oder sind als Hausangestellte beschäftigt. Ringsum begegnet ihnen Rassismus, jedoch fällt auf, dass sie auch selbst einen gewissen Rassismus mitbringen, beispielsweise gegenüber Chinesen. Später bekommen die meisten viele Kinder, die sich dann einem eher amerikanischen Lebensstil zuwenden, von denen manche jung sterben oder die selbst Erfahrungen mit Rassismus in der Schule sammeln müssen.

Schließlich kommt der zweite Weltkrieg und alle japanischen Einwanderer fallen unter Generalverdacht Spione zu sein. Sie werden noch stärker ausgegrenzt und diskriminiert und schließlich zu tausenden von der Westküste deportiert. Von letzterem hatte ich vor dem Lesen dieses Buches noch nie etwas gehört und war darüber sehr schockiert.

All diese Schicksale erwecken in einem viel Mitleid und Mitgefühl, aber auch Bewunderung dafür, das alles aushalten und durchstehen zu können.

An den Wir-Schreibstil und die endlosen Aufzählungen muss man sich gewöhnen und sie sind sicherlich nicht für jeden etwas. Dies ist wieder so ein Buch, das man wegen des Inhalts liest, aus Interesse an der Thematik, aber nicht zur reinen Unterhaltung.

Ungewöhnliche aber gelungene Umsetzung, die auf wenig Seiten viele Einblicke ermöglicht. Phasenweise ist es vielleicht etwas langatmig, aber wer sich für das Einwanderer-Thema und/oder die Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts in Amerika interessiert, der wird hierin eine interessante und lesenswerte Abbildung des Zeitgeschehens vorfinden. 

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Rezension zu "Wovon wir träumten" von Julie Otsuka

Japanische Schicksale in den USA
Nymphevor einem Jahr

Inhalt:
Das Buch erzählt von japanischen Einwanderinnen am Anfang des 20. Jahrhunderts, die über Heiratsvermittler an Japaner vermittelt wurden, die in den USA leben. Während auf dem Schiff noch große Aufregung herrscht, folgt an Land die große Ernüchterung. Die Männer sind alle älter als auf ihrem Bildern und die meisten Frauen haben ein Leben voller harter Arbeit vor sich. Das Buch berichtet von der weiteren Entwicklung der Frauen: Kinder, Erfolge und Niederlagen und endet mit der Internierung nach Pearl Harbor. Dabei ist stets der (unterschwellige oder auch sehr offensichtliche) Rassismus in dieser Zeit ein Thema.


Bewertung:
Das Buch ist immer aus der Perspektive mehrerer Frauen geschrieben, wie in diesem kurzen Ausschnitt:
„Auf dem Schiff waren die meisten von uns Jungfrauen. Wir hatten langes schwarzes Haar und flache, breite Füße, und wir waren nicht sehr groß. Einige von uns hatten als junge Mädchen nichts als Reisbrei gegessen und hatten leicht krumme Beine, und einige von uns waren erst vier zehn Jahre alt und selbst noch junge Mädchen.“
Die Sprache des Buches ist unheimlich schön. Ich konnte zwar die Namen nicht alle auseinander halten, aber da hier eine Art kollektives Schicksal geschildert wird, störte mich das auch nicht. Der Text ist trotzdem unheimlich ergreifend. Das Buch regt dazu an, sich weiter mit den Frauen und ihren Familien zu beschäftigen. Ich habe jetzt schon viel über die realen Verhältnisse zu dieser Zeit nachgelesen und werde mich auch weiter informieren.


Fazit: Ein wunderschönes Buch mit echten Schicksalen --> Unbedingte Leseempfehlung

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Rezension zu "Wovon wir träumten" von Julie Otsuka

so viele Schicksale...
mangomopsvor 2 Jahren

Inhalt: "Auf dem Schiff waren die meisten von uns Jungfrauen." So beginnt die berührende Geschichte einer Gruppe junger Frauen, die Anfang des 20. Jahrhunderts als picture brides von Japan nach Kalifornien reisen, um japanische Einwanderer zu heiraten. Bis zu ihrer Ankunft kennen sie ihre zukünftigen Männer nur von Fotos, und auch sonst haben sie äußerst vage Vorstellungen von Amerika. Aus eindringlicher Wir-Perspektive schildert Julie Otsuka ergreifend die unterschiedlichen Schicksale der Frauen.

Meine Meinung: Viele Schicksale. Recht Interessant. Leider aber in der Wir Perspektive nicht so meins. Die vielen Aufzählungen hintereinander kamen mir endlich vor. Sicher wären einzelne Geschichten von ein paar Familien ein besserer Roman gewesen. 

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