Julie Peters Das Lied der Sonnenfänger

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Inhaltsangabe zu „Das Lied der Sonnenfänger“ von Julie Peters

Im Land der Maoris - die große Familiensaga aus Neuseeland Die Familie O'Brien flieht 1894 vor Hunger und drohender Not aus Irland ans andere Ende der Welt, nach Neuseeland. Auch dort bleibt das Leben schwer. Emily, die Tochter, überhört den Ruf ihres Herzens und geht eine Ehe ein, die sie fast ins Verderben stürzt. Kann sie der Dunkelheit entkommen, die sich auf ihr Gemüt senkt? Ihre Schwägerin Siobhan fürchtet sich vor dem unbekannten Land - vor der Wildnis, vor ihrem Ehemann, vor den Eingeborenen. Dann begegnet sie dem Maori Amiri, der tiefe Gefühle in ihr weckt. Doch ihre Leidenschaft beschwört eine Katastrophe herauf.

Eine großartige, mitreißende Familiensage im Neuseeland der Jahrhundertwende!

— Sarista
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Hat mich leider nicht so ganz überzeugt. Die Geschichte plätscherte für meinen Geschmack einfach zuviel dahin.

— MerlinundPaula
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  • Eine großartige, mitreißende Familiensage im Neuseeland der Jahrhundertwende!

    Das Lied der Sonnenfänger
    Sarista

    Sarista

    29. August 2016 um 15:15

    "Das Lied der Sonnenfänger" von Julie Peters spiel in Neuseeland und beginnt im Oktober 1894. Die Handlung folgt über die nächsten zehn Jahre der Familie O'Brian, die von Irland nach Neuseeland übergesiedelt ist und nun versucht sich dort ein neues Leben aufzubauen. Der Fokus liegt insbesondere auf den Frauen Siobhan und Emily, aber auch die Schicksale der anderen Familienmitglieder werden beleuchtet. Dabei wird die Handlung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven erzählt, sodass man einen umfassenden Einblick erhält. Die Geschichte entwickelt sich ruhig, aber doch stetig und immer wieder fesseln kurze Spannungshöhepunkte den Leser. Mich hat das Schicksal der beiden Frauen sofort in Bann geschlagen und ich flog nur so durch die Seiten. Der Schreibstil von Julie Peters ist der Zeit angemessen, lässt sich aber problemlos und angenehm lesen. Sie fokussiert stark auf die Personen, gibt dem Leser aber auch von der Landschaft ein so anschauliches Bild, dass man sich die Welt und das Leben damals vorstellen kann. Das Buch wirkt sehr gut recherchiert und hat mich voll und ganz überzeugt.Das Ende ist an sich abgeschlossen, lässt aber die Zukunft der Charaktere offen. Mit "Im Land der Feuerfalken" ist eine Fortsetzung erschienen, die sich wohl vorrangig um zwei Töchter der Familie drehen wird. Ich werde auf jeden Fall einen Blick riskieren, denn nach "Das Lied der Sonnenfänger" bin ich sehr gespannt, wie es mit den liebgewonnenen Charakteren weitergeht.

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  • Neue Chancen für alle?

    Das Lied der Sonnenfänger
    Dunkelblau

    Dunkelblau

    05. March 2014 um 08:26

    Der Ire Edward O’Brien träumt von einem Neuanfang als Schafzüchter in Neuseeland. Das Kapital für seinen Traum erhält er durch die Heirat seines ältesten Sohnes Walter mit der vermögenden Siobhan und so wandert die komplette Familie 1894 von Irland nach Neuseeland aus. Die Rollen im zukünftigen Leben sind klar verteilt: Edward und Walter sind die Familienoberhäupter und kümmern sich um das Geschäft, Mutter Helen ist ewig besorgt um den Anstand und Ruf der jüngsten Tochter Emily  und Schwiegertochter Siobhan ist die vorbildliche Ehefrau mit großem Kinderwunsch. Doch nicht alle fügen sich problemlos in die neue Situation ein. Dem jüngsten Sohn Finn wird es schnell zu eng und er verlässt die Familie auf der Suche nach großen Abenteuern. Siobhan liebt Walter sehr, doch dieser kann ihrer Zärtlichkeit nur mit Gewalt begegnen. So flüchtet sie sich in die Arme des Maori Amiri, was nicht ohne Folgen für die ganze Familie O’Brien bleibt. Auch Emily findet kein Glück. Sie verschließt die Augen vor ihrer eigentlichen Liebe und heiratet den falschen Mann. Kurz vor der Hochzeit kommt es noch zu einem verhängnisvollen Treppensturz, dessen Folgen sie in die Heroinsucht treibt. Ihr Talent zu Schreiben verdrängt Emily dabei komplett. Wie es sich für eine „Familiensaga“ gehört, haben die O’Briens also einige Probleme in ihrer neuen Heimat und die beiden weiblichen Hauptfiguren versuchen ihr Glück zu finden und emanzipieren sich langsam. Aus diesen Zutaten ist Julie Peters ein schöner Roman gelungen, an dessen Ende schon die ersten Vorzeichen für den 2. Band rund um die Familie O’Brien zu erkennen sind.

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  • Rezension zu "Das Lied der Sonnenfänger" von Julie Peters

    Das Lied der Sonnenfänger
    bookmouse

    bookmouse

    04. June 2012 um 18:11

    Eigentlich dachte ich, dass historische Bücher nicht mehr so zu meiner bevorzugten Lektüre gehören. Doch da hatte ich noch nichts von Julie Peters gelesen. Ich muss meine Meinung aber ganz klar noch einmal gründlich überdenken, denn mit “Das Lied der Sonnenfänger” hat sie einen so faszinierenden und lebendigen Roman geschrieben, der sowas von großartig ist. Ich habe ihn regelrecht verschlungen, bin eingetaucht in die Geschichte, in das Land und konnte mir die Bilder so lebhaft vorstellen, als wäre ich selbst ein Teil der Geschichte. Ich muss aber sagen, dass ich sehr froh bin, in so einer Zeit nicht gelebt zu haben. Den Traum eines anderen leben? Macht das Sinn? Im Jahr 1894 wandert die Familie O´Brien von Irland nach Neuseeland aus, um sich dort der Schafzucht zu widmen. Es ist Edward O´Briens Traum und die ganze Familie muss nun seinen Traum leben. Doch die Kinder haben eigene Träume. Emily träumt vom Schreiben, Siobhan von einem anderen Mann, Finn von der großen Freiheit und Helen, Edwards Frau, nicht vom Windeln wechseln. Doch in einer Zeit, in der dieser Roman spielt, ist der Körper einer Frau nicht mehr als ein Gefäß. Sie sorgt dafür, dass ihr Körper gesund bleibt, um Kinder gebären zu können. Das klingt hart, ist aber im 19. Jahrhundert wahre Realität. Ein Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte. Mein Buchtipp des Monats Juni.

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  • Rezension zu "Das Lied der Sonnenfänger" von Julie Peters

    Das Lied der Sonnenfänger
    Anni---

    Anni---

    10. May 2012 um 18:38

    Das Buch lässt sich sehr leicht lesen. Es werden sehr viele Informationen über das Leben in dieser Zeitgeschichte preisgegeben. Mein Interresse blieb bis zuletzt erhalten.

  • Rezension zu "Das Lied der Sonnenfänger" von Julie Peters

    Das Lied der Sonnenfänger
    kira35

    kira35

    03. May 2012 um 08:56

    Im Jahre 1894 wandert die Familie O`Brien von Irland nach Neuseeland aus. Sie wagen das Abenteuer um der drohenden Not und dem Hunger in Irland zu entgehen. Durch die Heirat von Walter O`Brien mit Siobhan erhält die Familie das benötigte Geld dafür. Doch auch in Neuseeland wird das Leben nicht leichter. Emily, die einzige Tochter der O`Briens heiratet den falschen Mann, sie hört nicht auf ihr Herz und ihr Leben verändert sich von Grund auf. Finn, der Abenteurer der Familie verliert im Burenkrieg fast sein Leben. Siobhan, die ängstliche Ehefrau von Walter wird von ihm geliebt und misshandelt. Sie verliebt sich in den Eingeboreren Maori Amiri und nichts ist mehr wie es war..... Ein mit Leidenschaft erzählter Neuseelandroman, voller Romantik und Abenteuer. Flüssig geschrieben, gut zu lesen - läßt Fernweh aufkommen.

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  • Rezension zu "Das Lied der Sonnenfänger" von Julie Peters

    Das Lied der Sonnenfänger
    Scaramouche89

    Scaramouche89

    08. January 2012 um 17:49

    Eine Geschichte, die im wunderbaren Neuseeland spielt, mit Figuren, die einem sofort ans Herz wachsen.
    Einzig die vielen Zeitsprüngen verwirren leicht und das Ende kam was abrupt... Freue mich auf die Fortsetzung!

  • Rezension zu "Das Lied der Sonnenfänger" von Julie Peters

    Das Lied der Sonnenfänger
    Granuaile

    Granuaile

    04. August 2011 um 16:55

    Dieses Buch habe ich innerhalb von drei Tagen durchgelesen. Es ist flüssig und durchgehend spannen geschrieben. Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Was mich aber nicht gestört hat, normalerweise mag ich das nicht so gerne. Aber hier war das genau richtig. Im Vordergrund stehen aber die Geschichten von Siobhan, der Schwägerin und Emily, die Tochter der Familie. Siobhan, die erstmal erkennen muss was sie alles kann um stark zu werden. Und die intelligente Emily, die nicht genügend Gefördert wird und daran Verzweifelt. Ich möchte nicht näher auf den Inhalt eingehen, damit es für andere Leser genauso spannend bleibt wie für mich. Glatte 5 Sterne. Ich hoffe die Autorin schreibt ein weiteres oder auch mehr weitere Romane wie diesen hier. Die werde ich dann gleich kaufen.

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  • Rezension zu "Das Lied der Sonnenfänger" von Julie Peters

    Das Lied der Sonnenfänger
    nic

    nic

    29. May 2011 um 20:05

    Familie O´Brien ist aus Irland nach Neuseeland ausgewandert. Im Buch wird allerdings klar, dass sie nicht, wie in der Kurzbeschreibung erwähnt, aus Not ihr Heimat verlassen haben. Sie gehörten da zum sog. Kleinadel, wollten aber höher hinaus und sahen in der Schafzucht eine neue Chance. Die Geschichte beginnt nicht in Irland, die Auswanderer sind bereits in ihrer neuen Heimat angekommen. Hauptsächlich geht es in der Geschichte um das Leben von Siobhan und Emily. Emily, die einzige Tochter der O´Briens, handelt gegen ihr Herz und ihren Verstand und heiratet, Siobhan ist mit Walter, dem ältesten Sohn verheiratet, der im Bett nur Leistung zeigt, in dem er seine Frau verprügelt und sie Hure nennt. Es kommt, wie es kommen muss, Siobhand verliebt sich in einen Maori, verlässt ihren Sadomaso- Ehemann aber nicht, dass Emily die falsche Wahl getroffen hat, ist auch gleich klar. Ich habe beim Lesen den Fehler gemacht, das Buch mit den Neuseeland-Romanen von Sarah Lark zu vergleichen. Natürlich kann "Das Lied der Sonnenfänger" da aber nicht mithalten. Weder von der Landschaftsbeschreibung, die fast komplett fehlt, noch von den Charakteren, die nicht vielschichtig genug sind oder vom Verlauf der Geschichte, der einfach fad ist und vorhersehbar. Man kann das Buch schnell weglesen, keine Frage, aber es wird nicht nachwirken und nicht in Erinnerung bleiben.

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  • Rezension zu "Das Lied der Sonnenfänger" von Julie Peters

    Das Lied der Sonnenfänger
    Fabella

    Fabella

    07. May 2011 um 10:21

    Inhalt: Neuseeland, Ende des 19. Jahrhunderts. Erzählt wird die Geschichte der Familie O'Brien, die von Irland nach Neuseeland auswandern. Das Buch hat zwei Hauptcharaktäre, einmal Emily - die Tochter der Familie O'Brien und Siobhan - ihre Schwägerin. Im großen und ganzen dreht sich das Buch um das Leben der Beiden - eng verbunden mit der ganzen Familie und die, die dazu gehören. Sowohl Emily als auch Siobhan haben mit schweren Schicksalen zu kämpfen, die das Leben in der damaligen Zeit und dem Land mit sich bringen. Emily ist eigentlich verliebt in Aaron, auch wenn sie selbst das nicht so richtig weiß. Doch ihrer Mutter paßt diese Verbindung nicht, denn Emily steht vom Rang her über Aaron, der auf der Farm der O'Briens arbeitet. So treibt sie von Anfang an einen Keil zwischen die Beiden. Hinzu kommt noch, daß Aaron viel zu schüchtern ist, um sich Emily zu erklären. Und als dann auch noch Will auftaucht und ihr den Kopf verdreht und Aaron die Flucht ergreift ist Emily so verwirrt, daß sie ohne groß nachzudenken Wills Werben um ihre Hand nachgibt. Doch mit dieser Ehe geht von Anfang an alles schief, denn ihre Schwiegermutter verachtet sie und noch vor der Hochzeit kommt es zu einem folgenschweren Unfall, der Emily ihr Leben lang nicht mehr los läßt. Trotzdem geht sie die Heirat ein - in einem Nebel von Medikamenten - und versucht dann ihr Schicksal zu tragen. Siobhan dagegen vergöttert ihren Mann Walter. Sie haben kurz vor der Auswanderung geheiratet und eigentlich nur die Hochzeitsnacht miteinander verbracht, die für Siobhan alles andere als schön war. Walter vergöttert Siobhan, aber nur tagsüber. Nachts zeigt er sein wahres Gesicht und haßt sich dafür selbst. Siobhan ist verstört und völlig verängstigt von diesem neuen Land, dem neuen Leben und ihrem Ehemann. Und dann taucht auch noch ein Maori auf, der sie anfangs ängstigt, dem sie aber immer mehr verfällt und eine Leidenschaft in ihr weckt, die große Probleme mit sich bringt. Meine Meinung: Ein wundervolles Buch, das leicht zu lesen ist. Es entführt einen in die Wildnis Neuseelands und bringt einem den Zauber dieses Landes näher. Die Charaktäre in diesem Buch reissen einen mit. Sie sind so unterschiedlich und vielseitig, daß es eine Freude ist, ihnen Zeit zu schenken. Emily und Siobhan sind mir im Laufe der Geschichte sehr ans Herz gewachsen. Ich litt mit ihnen, ängstigte mich mit ihnen, schüttelte aber manches Mal auch den Kopf über sie. Aber es ist halt auch immer ein bißchen schwer nachzuvollziehen, wie Menschen vor so langer Zeit gelebt haben, wie sie reagierten ohne die Freiheiten, die wir heutzutage genießen. In der heutigen Zeit wären solche Zwänge denen die Beiden unterliegen für unsere moderne Zivilisation gar nicht mehr denkbar. Ich fand Siobhan mit ihrer Liebe zu dem Maori sehr mutig und auch wie sie mit den Problemen, die aus dieser Liebe entstanden, umging. Trotz allem tat mir auch Walter sehr leid, der scheinbar nicht aus seiner Haut konnte und sich selbst für seine Taten so haßte. Ich hätte auch ihm ein bißchen mehr Freude gegönnt. Emily erschütterte mich am meisten. Diese fröhliche unbändige Mädchen, daß so schnell erwachsen werden mußte und so tief fiel. Ich wünschte manches Mal, ich könnte ihr aus ihrem Tief heraushelfen und konnte mal wieder sehen, was die Medizin heutzutage für ein Segen ist, denn heute hätte Emily nicht leiden müssen, wie sie das Ende des 19. Jahrhunderts mußte. Ihren Mann Will(iam) dagegen mochte ich nicht sonderlich gerne. Ein ziemlich leichtlebiger, berechnender Mensch mit einer grauenvollen Mutter, der ich gerne manches Mal den Hals umgedreht hätte. Was zwei Menschen eine andere Person antun können ist wirklich unfaßbar. Aber es spielen noch weitere interessante Charaktäre mit. Helen (Emilys Mutter), von der ich nie wußte, ob ich sie mag oder nicht, da sie so wankelmütig in ihrem Charakter war. Edward (Emilys Vater), den ich für eine Seele von einem Mensch hielt, allerdings mit einer schwachen Persönlichkeit. Flinn (Emilys Bruder), der so eine bezaubernde Leichtigkeit an den Tag legte und der nie zur Ruhe kam in seiner Abenteuerlust. Und noch einige kleinere Rollen, die dieses Buch vervollständigten. Ein wirklich toller Roman, der ans Herz geht und den ich nur empfehlen kann!

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  • Rezension zu "Das Lied der Sonnenfänger" von Julie Peters

    Das Lied der Sonnenfänger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. March 2011 um 19:01

    Aufbruch in ein neues Leben Wenn man den Fernseher einschaltet und durchs Programm schaltet, stößt man immer wieder auf Auswanderershows. Dabei schaut man irgendwelchen Menschen, die weniger der oberen Schicht angehören, zu, wenn sie ihre Sachen packen und auf der anderen Seite der Welt ein neues Leben starten. Doch wer denkt, dass das Auswandern erst seit einigen Jahrzehnten hip ist, der irrt. Schon im 19. Jahrhundert wanderten Europäer aus, nämlich nach Australien und Neuseeland. Und in dem vorliegenden Buch, folgen wir der irischen Familie O’Brien nach Neuseeland, genauer gesagt auf die Südinsel, nach Kilkenny. In Irland hatten sie nie großes Glück und wollen deswegen neu starten, wieder bei null anfangen – und diesmal glücklich werden! Edward O’Brien, das Familienoberhaupt, will in Neuseeland mit einer Schafsherde reich werden und auch wenn der Rest der Familie diesem Plan sehr skeptisch gegenüber stehen, lenken sie ein, denn Edward ist das Familienoberhaupt, was er sagt wird gemacht. Also packt die Familie ihre Sachen und reist nach Neuseeland. Und auch wenn der Anfang sehr beschwerlich ist, schafft es die Familie, ein neues und besseres Leben zu beginnen. Doch dann kommt alles anders als gedacht: die Familie treibt auf den Ruin zu und sie droht unterzugehen. Muss sie zurück nach Irland? Oder können sie noch einmal die Kurve kriegen? In dem Roman „Das Lied der Sonnenfänger“ geht es vor allem um die Frauenschicksale zweier Frauen der O’Briens. Zum einen ist da die Schwiegertochter Siobhan und zum anderen die Tochter Emily. Siobhan ist mit Walter, dem ältesten Sohn der Familie verheiratet, und nicht glücklich mit ihrem Leben, denn ihr Ehemann schläft nicht mit ihr und sie wünscht sich über alles andere ein Kind von ihm, und vor lauter Frust und Trauer stürzt sie sich in eine Affäre mit einem Einheimischen. Und Emily ist viel zu intelligent, um nur Hausfrau und Mutter zu sein, und vor lauter Verzweiflung lässt sie sich auf eine Ehe ein, die sie ins Unglück stürzen wird. Das Buch wollte ich nur wegen dem Cover! Die Inhaltsangabe habe ich mir eigentlich gar nicht richtig durchgelesen, weil ich das alleine schon wegen dem Cover haben wollte, der Rest war mir egal. Und als ich dann zu lesen begann, dachte ich mir, dass es vermutlich besser gewesen wäre, wenn ich das Buch niemals gesehen hätte. Der Anfang war sehr langatmig und leider Gottes hat sich das während der gesamten Handlung nicht verändert. Generell kam es mir so vor, dass sich die Handlung auf langen Stücken nur sehr wenig oder kaum weiterentwickelt und stehenbleibt. Die Charaktere entwickeln sich, aber immer nur schubweise: sie bleiben mal auf einem Level und machen dann einen plötzlichen Sprung. Die Charaktere bieten sehr viel Stoff, gerade die Frauen, denn bei ihnen habe ich das Gefühl, dass sie viel detaillierter ausgearbeitet sind, was ja auch nicht schlimm ist, aber irgendwie mussten die Männer dabei leiden. Für mich wirkt es so, dass die Männer hier nur als Mittel dienen, als Mittel um zu zeigen, wie arm Frauen dran sind/waren. Allerdings muss ich auch sagen, dass man merkt, dass Peters mit Herz über die Frauenschicksale geschrieben hat. Beim Lesen habe ich mich schon mittendrin gefühlt und habe mit den Frauen gefiebert, weil sie mir so sehr ans Herz gewachsen sind, auch wenn sie die Männer verdrängt haben. Insgesamt ein netter Roman, mit einigen Schwächen, aber dennoch sollte sich niemand von meiner Rezension dazu bewegt fühlen, das Buch nicht zu lesen. Vielleicht hat es mir auch einfach nicht gefallen, weil es eher ein Roman für Frauen ist. Am besten selbst lesen und eine Meinung bilden! Erstveröffentlichung: http://literaturecosmos.wordpress.com/

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  • Rezension zu "Das Lied der Sonnenfänger" von Julie Peters

    Das Lied der Sonnenfänger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. March 2011 um 12:23

    Dieses Buch war mein erster Neuseelandroman und ich bin mehr als begeistert. Als erstes ist mir dieses wunderschöne Buchcover aufgefallen. Das Buch ist eine Broschur, was das Lesen dieses 500 Seiten Buches sehr angenehm macht. Er liegt im Gegensatz zu einem Hardcover-Buch leicht in der Hand und die Seiten lassen sich weit öffnen ohne, dass man Angst haben muss, den Buchrücken durch Knicke zu beschädigen. So viel erstmal zu meinem Gesamteindruck. Anfangs war ich etwas skeptisch, wie sich das Buch lesen lässt, da ich vorher noch keine Familiengeschichte gelesen hatte und ich mir von Anfang an bewusst gesagt habe, dass es sicherlich nicht mit der Spannung eines Thrillers mithalten kann - doch ich wurde sehr positiv überrascht! Der Schreibstil der Autorin ist leicht, lebendig und flüssig zu lesen, daher fliegen die Seiten nur so vor sich hin und ehe ich mich versah, hatte ich in drei Tagen die 500 Seiten durch. Die Geschichte handelt von einer Familie aus Irland die den weiten Weg nach Neuseeland auf sich nimmt, um den Geldprobleme die sie in Irland hatten zu entfliehen und sich in Neuseeland mit einer Schaffarm ein neues Leben zu ermöglichen. Die Mitglieder der Familie sind sehr schön gestaltet und so lernt man jedes Familienmitglied mit seinen Stärken und Schwächen kennen und findet sich selbst leicht in dem ein oder anderen Charakterzug wieder. Die einzelnen Personen sind vom Wesen her komplett unterschiedlich und gerade das macht es so interessant im Verlauf der Geschichte mit den Personen mitzuwachsen und ihre Entwicklungen verfolgen zu können. Die beiden Hauptprotagonisten sind die Schwägerinnen Emily und Sihoban die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch schließt man die beiden schnell in sein Herz und ist traurig, wenn die Geschichte zu Ende ist und man die beiden wieder "loslassen" muss. Im Wesentlichen begleitet man in diesem Buch die Erfolge und Misserfolge der Familie O´Brien und nimmt Teil an ihrem Leben. Doch auch das Leben und die Arbeiten auf einer Schaffarm sowie die finanziellen Probleme nehmen einen Teil des Buches sein, sind jedoch keinesfalls schleppend zu lesen. Das einzig Negative, was mir an der Geschichte ein wenig "gefehlt" hat, waren die sehr spärlichen Informationen über das Leben des Ureinwohner Neuseelands, den Maori obwohl in diesem Buch ebenfalls zwei Charaktere Maori sind und ich gerne ein wenig mehr Hintergrundinformationen erhalten hätte. Dennoch bin ich von diesem Buch sehr begeistert und hoffe, dass es eine Fortsetzung mit den beiden Schwägerinnen gibt, da das Ende auf eine Weiterführung der Geschichte hoffen lässt. Ein wunderschöne Geschichte die einen auf eine Neuseelandreise mitnimmt!

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  • Rezension zu "Das Lied der Sonnenfänger" von Julie Peters

    Das Lied der Sonnenfänger
    Neyasha

    Neyasha

    11. March 2011 um 21:59

    Neuseeland gegen Ende des 19. Jahrhunderts: Die irische Familie O'Brien versucht, sich hier neues Leben als Schafzüchter aufzubauen. Doch fern ihrer Heimat haben sie alle mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen: Der älteste Sohn Walter und seine Frau Siobhan führen nur scheinbar eine gute Ehe, den jüngeren Sohn Finn treibt die Abenteuerlust weit von seiner Familie weg und die Tochter Emily geht eine Verbindung ein, die ihr kein Glück bringt. Und auch das Wollgeschäft läuft nicht so gut wie erhofft ... Mit diesem Buch bin ich gewissermaßen ein bisschen zu meiner Jugend zurückgekehrt. Mit etwa 15/16 Jahren habe ich nämlich begeistert Familiensagas verschlungen, die meist in Australien angesiedelt waren. In den letzten Jahren habe ich kaum mehr etwas aus diesem Genre gelesen, aber es hat Spaß gemacht, wieder einmal dahin zurückzukehren. Und mit "Das Lied der Sonnenfänger" habe ich einen wirklich lesenswerten Roman erwischt. Der Schreibstil ist angenehm, und die Figuren sind liebevoll gezeichnet. Vor allem die ängstliche Siobhan durchlebt eine große Entwicklung und erwies sich als viel sympathischer und energischer als ich anfangs gedacht hätte. Sie ist eine der lebendigsten Figuren des Romans - fernab von Klischees und immer glaubwürdig. Auch mit Emily und deren Freund Aaron hat Julie Peters zwei wunderbare Charaktere erschaffen, die alles andere als perfekt sind. Leider habe ich mir mit einigen anderen Figuren etwas schwerer getan. Vor allem Walters Motivationen konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen und er wurde als Charakter für mich nicht ganz greifbar. Auch der Maori Amiri blieb leider ein wenig blass - dabei hätte ich gerrn mehr über ihn erfahren. Es ist aber erfreulich, dass Julie Peters weitgehend auf schwarz-weiß-Malerei und Klischees verzichtet. So wird man von manchen Figuren oft (positiv) überrascht. Man kann in den Roman schnell eintauchen, und er verfügt über keine wirklichen Längen. Dennoch konnte er mich stellenweise nicht völlig fesseln. Das liegt wohl an den längeren Zeiträumen, die zwischendurch immer wieder vergehen. So eine Struktur ist natürlich bei Familiensagas durchaus üblich, aber ich habe da oft ein Problem, mich nach Zeitsprüngen wieder in die Situation einzufinden und die Entwicklung der Figuren gänzlich nachvollziehen zu können. Das war allerdings nur an wenigen Stellen der Fall - sonst hat mir der Roman von der Handlung her sehr gut gefallen. Manches kann man erahnen, aber trotzdem wurde ich immer wieder von unvorhersehbaren Wendungen überrascht. Trotz kleiner Schönheitsfehler ist "Das Lied der Sonnenfänger" ein empfehlenswerter Roman, der wunderbar die Schwierigkeiten einer Familie, die in der Fremde ein ganz neues Leben beginnen möchte, einfängt. Auch das Umfeld wird sehr anschaulich beschrieben, und der zeitliche Hintergrund scheint gut recherchiert zu sein. Ich kenne mich nicht so gut mit dieser Epoche in Neuseeland aus, aber man hat nicht das Gefühl, dass moderne Menschen von heute einfach in eine andere Zeit gesteckt wurden. Wegen der kleinen Schwächen gibt es 4 Sternchen und eine Leseempfehlung für diesen Roman, der gerade das richtige für verregnete Wochenenden ist.

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  • Rezension zu "Das Lied der Sonnenfänger" von Julie Peters

    Das Lied der Sonnenfänger
    Ati

    Ati

    25. February 2011 um 11:41

    Auswanderergeschichten sind ja grundsätzlich nichts Neues, dennoch lese ich sie immer wieder gerne und mit den über 500 Seiten halte ich mit Peters Debütroman etwas in Händen, das mich sofort neugierig macht. Die Umschlaggestaltung (eine Küstenlandschaft in beruhigendem blaugrün, relativ dunkel gehalten, auf der Vorderseite der Bug eines Segelschiffes, das darauf hindeutet, bald anzulanden), die ausführliche Inhaltsangabe im Klappentext, dazu ergänzend auf Seite 6 eine Karte, die die Gegend, in der der Roman spielt, zeigt, all das lässt die Vorfreude auf das Buch wachsen und ich stellte mich auf eine lange Lesenacht ein. Gleich vorab: Sie wurde sehr lang – ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und wurde dank Julie Peters in eine Zeit entführt, in der Freude und Leid, Abenteuer und die Sehnsucht nach Beständigkeit eng beieinanderliegen. Ihre anfangs eher schemenhaft gezeichneten Figuren gewinnen rasch und zunehmend an Kontur, an Tiefe und Farbe und verführen dazu, weiterzulesen, um am Traum eines Mannes teilzuhaben, für den ihm seine ganze Familie in ein neues Leben folgt. Dabei ist völlig nebensächlich, dass er gar nicht über die finanziellen Mittel verfügt, um seinen Traum zu realisieren. Vielmehr greift er dafür auf das Geld seiner Schwiegertochter zurück, die sich anfangs klaglos und ohne nachzudenken in ihr Schicksal fügt. In dieser einen Lesenacht durfte ich die Familie O’Brian über einen Zeitraum von mehreren Jahren begleiten, mitfiebern, mitleiden. Schon bald kristallisieren sich zwei Figuren im Vordergrund heraus. Da ist zum einen Siobhan – auf den ersten Blick glücklich verheiratet, jagt ihr dieser Aufbruch ins Ungewisse dennoch Angst ein. Das liegt nicht nur daran, dass ihr Mann, tagsüber zärtlich und zuvorkommend, sich in den Nächten bisweilen in etwas verwandelt, dass er selbst hasst. Es liegt auch daran, dass ihr weder das Land noch die Ureinwohner ganz geheuer sind. Doch genau einer dieser Ureinwohner ist es, der ihr Leben schon bald lebenswert macht. Und dann ist da Emily – ein träumender Wildfang. Büchervernarrt verfasst sie Gedichte und Geschichten und hegt den ihrer alten Heimat gänzlich unerfüllbaren Wunsch, eine Universität zu besuchen. Für sie kommt dieser Aufbruch gerade recht. Eine Ehemann passt eigentlich nicht so gut in ihr Weltbild, doch um dem Rollenverständnis ihrer Mutter gerecht zu werden, die ihr Siobhan immer wieder als leuchtendes Beispiel vor Augen führt, stürzt sie sich letztlich doch in eine Ehe. Die verändert schon bald auf sehr nachhaltige Weise ihr Leben. Beide Frauen müssen ihr neues Leben meistern und drohen daran zu zerbrechen. Erschwerend kommen die weltweite Wirtschaftskrise und der 1. Weltkrieg dazu, der Emilys Bruder beinahe das Leben kostet. Zusammen mit der eigensinnigen, patriarchischen Art des Familienoberhauptes sorgt all dies dafür, dass das anfangs blühende Unternehmen der Auswanderer in ernsthafte Schwierigkeiten gerät und der ursprüngliche Traum zu platzen droht. Lediglich der Kraft der Frauen ist es zu verdanken, dass die Familie nicht völlig zerbricht. Peters versteht es nicht nur das Leben der beiden Frauen ins Schlaglicht zu rücken, sie greift auch ihre Mitstreiter und Nebenfiguren erfreulich lebensecht und klar auf. Dass es in so einer Geschichte nicht nur gute Menschen geben kann, ist völlig klar. Dass sie für Turbulenzen und Verwirrungen sorgen, auch. Beide Seiten haben ihre Träume und Wünsche, Hoffnungen und Ängste, erleben Traumata, verspüren neben Glück auch Wut und Trauer. Die Dialoge, die sie führen, ihr Handeln – all das verleitet einen fast dazu, sie aufhalten zu wollen, wenn sie fast sehenden Auges in ihr Verderben laufen. Da man das nicht kann, hofft man darauf, dass sie mit einem blauen Auge davonkommen. Während aus der lebenslustigen, neugierigen Emily zunehmend ein lebensuntüchtiges Wrack zu werden droht, gewinnt Siobhan konsequent an Stärke und Mut, den sie im letzten Abschnitt des Romans auch zwingend braucht. Dank Peters Schreibstil geschieht dies keinen Moment langatmig oder unglaubwürdig, verkitscht oder auf Happy End getrimmt. Fazit Ein wundervoller Roman, für den es einfach nur fünf von fünf Punkten geben kann. Ein Roman, der auf eine Fortsetzung hoffen lässt und den ich garantiert ein weiteres Mal lese. Einfach, weil die darin vorkommenden Figuren, die enthaltene Dramatik und Leidenschaft, die Wünsche, Träume und Hoffnungen und das Unglück so authentisch und fein abgewogen sind, dass alles stimmig ist. Ich bin auf weitere Werke der Autorin gespannt. Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)

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  • Rezension zu "Das Lied der Sonnenfänger" von Julie Peters

    Das Lied der Sonnenfänger
    fraunike

    fraunike

    10. February 2011 um 10:11

    http://www.amazon.de/gp/pdp/profile/AIY7GLJXCPWZJ/ref=cmcrpr_pdp

  • Rezension zu "Das Lied der Sonnenfänger" von Julie Peters

    Das Lied der Sonnenfänger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. February 2011 um 07:49

    Die Familie O´Brien, macht sich Ende des 19. Jahrhunderts von Irland auf, um am anderen Ende der Welt, in Neuseeland als Schaffarmer ihr Glück zu finden. Verarmter Kleinadel ist nichts, womit sich Familienoberhaupt Edward zufrieden geben würde, und so ordnen sich die Familienmitglieder unter, versuchen, am Wakatipusee ihr persönliches Glück zu finden. Allen voran Emily, jüngster Sproß der Familie, und ihre Schwägerin Siobhan. Emily ist ein Wildfang, ganz undamenhaft träumt sie davon eine Universität zu besuchen, Gedichte und Geschichten zu schreiben. Die traditionelle Frauenrolle, damit kann sie sich nicht anfreunden. Ganz anders Siobhan. Aus gutem Hause, hat sie mit ihrer Mitgift den Neuanfang der O´Briens erst möglich gemacht. Sie hat Angst vor der Fremde und vor den Maoris, und möchte nur mit ihrem Mann Walter eine glückliche Ehe führen. Die Träume der beiden Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein, und doch lassen sie sich so einfach nicht verwirklichen. Um dem Rollenverständnis der Mutter gerecht zu werden, flüchtet Emily in eine unglückliche Ehe, in der sie zu zerbrechen droht. Siobhan flieht vor ihrem Ehemann, der seine Liebe zu ihr nur in Gewalt zeigen kann, in die Arme eines Fremden. Und während die Frauen versuchen, ihre Leben zu meistern, droht die Wirtschaftskrise die Familie in den neuerlichen Ruin zu treiben. Ein tolles Buch. Ein Buch, welches einen von der ersten Seite in seinen Bann zieht. Behutsam führt die Autorin den Leser in die Geschichte ein, gibt ihm Zeit, die unterschiedlichen Figuren kennenzulernen. Und es sind liebenswerte Figuren, deren Charakterzüge aufs wunderbarste gezeichnet sind. Man hat beim Lesen sofort ein Bild vor Augen, kann sich in jede Figur hineinversetzen, versteht ihre Ängste, Sorgen und Hoffnungen, versteht, warum sie so handeln müssen, wie sie es tun. Dies gelingt Julie Peters nicht nur bei den „Guten“, sondern auch bei den „Bösen“. Auch deren Handlungsmotivationen erschließen sich einem, es ist häufig nicht ausschließlich pure Bosheit. In ihrer verdrehten Welt von Recht und Unrecht, da kann ich auch diese Handlungen irgendwie verstehen. Man sieht, wie die Figuren, jede auf ihre Weise, in ihr Unglück rennen, und möchte ihnen sagen: „Tu´s nicht.“, „Siehst du das denn nicht?“ Sie hören einen nicht, und so begleitet man die Familie O´Brien und alle andere Figuren auch durch das dunkelste Tal. Die Geschichte lebt von ihrem Personal. Die Figuren arbeiten und leben nicht einfach nur vor sich hin, haben einen Schicksalsschlag, stehen davon wieder auf, und feiern am Ende ein rauschendes Fest. Nein, diese Menschen machen sich Gedanken, führen Gespräche, haben Träume denen sie nachhängen und die man so wunderbar teilen kann. Die Geschichte wird nie unglaubwürdig kitschig, was nicht zuletzt daran liegt, dass Julie Peters sich nicht nur der Sonnenseite des Lebens widmet. Sie zeigt auch die dunklen Charakterzüge die sich auftun, wenn Menschen allzu verzweifelt sind. Dabei gibt sich die Autorin nicht mit einem rosa-watte-flausch-Happy-End zufrieden. Das würde auch gar nicht passen! Julie Peters hat einen wunderbaren Roman geschrieben, der nicht den Blick durch eine rosarote Brille verfälscht, sondern die Menschen so zeigt wie sie sind. Mit ihren Träumen und Hoffnungen, mit Lachen und Freude, aber auch mit Angst, Wut und Trauer.

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