Julie Sarkissian

 4.7 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Liebe Lucy und Dear Lucy.

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Julie SarkissianLiebe Lucy
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Liebe Lucy
Liebe Lucy
 (6)
Erschienen am 11.03.2014
Julie SarkissianDear Lucy
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Dear Lucy
Dear Lucy
 (0)
Erschienen am 25.04.2013

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MelEs avatar

Rezension zu "Liebe Lucy" von Julie Sarkissian

Liebe Lucy
MelEvor 4 Jahren

"Liebe Lucy" sieht auf den ersten Blick auf das Cover sehr zart aus, bietet für uns als Leser aber eine schmerzliche Geschichte, die sich erst nach und nach offenbart. Zarte Eierschalen und eine Feder wirken für mich zerbrechlich, aber es täuscht, denn die Story die sich im Buch offenbart ist eher bewegend und nachdenklich stimmend.

Julie Sarkissian erzählt eine Geschichte, in der ich mich zwar sehr wohlfühlte, die mich aber auch erschüttert. Für mich ist nicht ganz klar, in welcher Zeit die Story spielt, denn heute würde sicherlich einiges anders verlaufen. Ein Kind mit Behinderung würde heute genügend Förderung bekommen, damit Lucy die Worte die ihr fehlen lernen könnte. Samantha müsste ihre Schwangerschaft nicht verbergen und niemand würde mit dem Finger auf sie zeigen, da sie ungewollt schwanger geworden wäre. Selbst für Missus wäre es vielleicht möglich, ein Kind zu bekommen. Ihr Denken, Sex wäre nur dazu da, um Kinder zu bekommen kam mir sehr veraltet vor.

Da die Story aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt wird, bekommt sie erst nach und nach einen Sinn. Zuerst sehen wir nur drei weibliche Personen, die der Geschichte nach und nach einen Rahmen geben. Mal aus recht kindlicher, naiver Sicht, dann aus der Sicht eines schwangeren Teenagers und dann aus der Sicht einer Erwachsenen Frau, der es verwehrt wurde ein Kind auszutragen.

Lucy wirkt naiv und es klingt hervor, dass sie eine Behinderung haben muss, derer sich ihre Mutter schämt. Lucy bringt sie in unmögliche Situationen und daher wird aus ihr Lucy - auf - der Farm. Abgeschoben, damit ihre Mutter sich ein besseres Leben aufbauen kann? In ihr Leben passt Lucy nicht hinein. Auf der Farm verbringt Lucy ihre Zeit damit kleine Hilfsdienste zu erledigen. Sie ist für mich diejenige, die am authentischsten dargestellt wurde, denn wie sich im Nachhinein rausstellt, haben Missus und auch Samantha jede Menge Geheimnisse. Das Lügengespinst um die beiden herum gerät ins Wanken.

Insgesamt bietet "Liebe Lucy" viel Raum für eigene Spekulationen und bleibt dabei sehr spannend. Der Schreibstil ist eigen, aber dennoch leicht zu lesen. Ein wunderbares Buch, welches aufzeigt, dass wir Menschen Wärme und Geborgenheit benötigen und diese auf unsere individuelle Art und Weise suchen. Im Nachhinein ist das Buch eher traurig, da der Schmerz der drei Protagonisten deutlich wird, dennoch bietet es auch viel Schönes, da Lucy einfach nur wunderbar ist und auch das "Liebe Lucy" einen Sinn ergibt.


Gerne eine Leseempfehlung für ein sehr außergewöhnliches Buch, welches anders war als erwartet, aber mich mehr als nur begeistert zurücklässt.


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lenasbuecherwelts avatar

Rezension zu "Liebe Lucy" von Julie Sarkissian

Ein außergewöhnliches Buch
lenasbuecherweltvor 4 Jahren

Lucy lebt nicht bei ihrer Mutter, sondern auf der Farm von Mister und Missus, denn sie ist anders  und hält sich an keine Regeln. Auf der Farm trifft Lucy Samantha, die ihre einzige Freundin wird. Samantha ist ungewollt schwanger, doch als ihr Baby nach der Geburt verschwindet, macht Lucy sich mit ihrem Hühnerküken Jennifer auf die Suche nach dem Baby und lüftet dabei nicht nur das dunkle Geheimnis der Farm, sondern findet auch ihre eigene Mutter wieder.


„Liebe Lucy“ ist ein sehr außergewöhnliches Buch. Der Leser sieht die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von der Hauptperson Lucy, von Samantha und von Missus. Dadurch wird die Geschichte interessanter und abwechslungsreicher. Lucy ist einzigartig und anders, trotzdem habe ich sie schon nach den ersten Seiten in mein Leserherz geschlossen. Lucy kennt viele Wörter nicht und so drückt sie sich meist auf die einfachsten Art und Weisen aus. Sie lebt in ihrer eigenen Welt und lebt meistens nach ihren Regeln, auch wenn sie andere liebgewonnene Personen nicht enttäuschen will. Sie ist zweifellos auch schwierig, und das ist der Grund warum sie nicht bei ihrer Mutter lebt. Lucys Begleitung ist das Hühnerküken „Jennifer“, die sie immer mit sich trägt. Die beiden unterhalten sich in ihren Gedanken und ihre Unterhaltungen sind oft sehr lustig. Samantha ist Lucys beste-und einzige-Freundin, sie ist ungewollt schwanger und ihre Vergangenheit ist nicht leicht hinnehmbar für sie. Samantha vertraut sich keinem an und der Leser erfährt nach und nach, warum sie auf der Farm leben muss. Missus und Mister gehört die Farm. Missus hätte liebend gerne ein Kind, doch kann keines bekommen, was sie zu anderen Mitteln greifen lässt… „Liebe Lucy“ ist ein außergewöhnliches Buch. Lucy ist anders und versteht nicht immer alles, so kommt es, dass der Leser meist vor Lucy versteht, was sie für Entdeckungen macht. Da Lucy „Wörter fehlen“ sind ihre Gedankengänge oftmals komisch und da Lucy die meiste Zeit ihre Geschichte erzählt, muss sich der Leser daran erstmal gewöhnen. Der Schreibstil ist sehr kindlich und einfach, doch trotzdem ist das Buch tiefgängig und keine leichte Kost. Das Buch hat mich berührt, Samantha und Lucy sind beide auf der Suche nach Geborgenheit und Familie. Ob sie dies kriegen? Lest selbst!

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Moenas avatar

Rezension zu "Liebe Lucy" von Julie Sarkissian

Eine Geschichte über Familie, Freundschaft und Zusammenhalt
Moenavor 4 Jahren

Leider verhält sich Lucy nicht immer so, wie andere es von ihr erwarten. Deshalb lebt sie nicht bei ihrer Mutter, sondern auf der Farm von Mister und Missus, einem älteren Ehepaar. Hier lebt auch Samantha, ein schwangeres Mädchen und Lucys einzige Freundin. Als Samanthas Baby nach der Geburt verschwindet, verspricht Lucy, es zu finden – und sie wird ihr Versprechen halten, denn ein Versprechen darf man niemals vergessen! Mit ihrem frisch geschlüpften Hühnerküken Jennifer in der Tasche begibt sich Lucy deshalb auf eine abenteuerliche Suche, bei der sie nicht nur Samathas Baby und ihre eigene Mutter findet, sondern auch das schockierende Geheimnis der Farm.

Als mir »Liebe Lucy« ins Haus flatterte, war ich sehr gespannt auf das Buch. Der Klappentext hatte mich neugierig gemacht und auch das Cover fand ich in seiner Schlichtheit sehr ansprechend. Was sich hinter der unschuldig-weißen Eierschale versteckt, hat mich dann aber doch ziemlich überrascht.

Der Roman lässt den Leser abwechselnd aus drei verschiedenen Perspektiven miterleben. Allen voran ist da natürlich Lucy, die mir innerhalb weniger Seiten ans Herz wuchs. Als Protagonistin ist sie ziemlich einzigartig, denn sie lebt in ihrer eigenen Welt und meistens fällt es ihr schwer, die Absichten oder auch nur das Gesagte anderer Menschen zu verstehen. Ihr selbst ›fehlen viele Wörter‹, weshalb sie ihre Gedanken meist auf einfachste Weise ausdrückt.
Besonders skurril, aber dadurch umso liebenswerter ist Jennifer, das Hühnerküken, das Lucy in ihrer Tasche bei sich trägt. In Gedanken unterhalten sich die beiden und Jennifer übernimmt dabei meist den Part der Vernunft, der Lucy so oft fehlt – und dann auch wieder das komplette Gegenteil.

Neben Lucy kommen auch Samantha und Missus zu Wort. Samantha ist die einzige, die sich wirklich mit Lucy beschäftigt und sich so ausdrückt, dass Lucy sie verstehen kann. Sie ist ungewollt schwanger und dem Leser wird schnell klar, dass Samantha selbst Lucy gegenüber nie die ganze Wahrheit über ihre Vergangenheit erzählt. So kann man sich auch schnell zusammenreimen, warum Samantha vor der Geburt ihres Kindes auf der Farm lebt und weiß im Gegensatz zu Lucy, wohin ihr Baby verschwindet.

Mit »Liebe Lucy« ist Julie Sarkissian ein sehr außergewöhnlicher Debütroman gelungen, in dem kaum etwas so ist, wie es anfangs scheint. Lucy deckt auf ihrer Suche nach Samanthas Baby ein düsteres Geheimnis auf, ohne es selbst zu verstehen – ganz anders als der Leser. So kommt Lucy in Situationen, die mal amüsant, mal völlig schockierend sind und manchmal sogar beides gleichzeitig. Immer wieder wirft der Roman damit Fragen auf, deren Antworten unscharf und verschwommen bleiben: deutlich genug, um entsetzt zu sein, undeutlich genug, um sich das Schlimmste auszumalen. Obwohl man als Leser viel mehr versteht als Lucy, entsteht dadurch eine Spannung, die mich das Buch schon nach den ersten Kapiteln nicht mehr aus der Hand legen ließ.

Mit Lucy als Erzählerin muss man sich anfreunden. Ihr Erzählstil ist gewöhnungsbedürftig, sie wiederholt sich und denkt sehr einfach und kindlich, obwohl die Handlung des Romans alles andere als leichte Kost ist. Mir wuchs Lucy aber sehr schnell ans Herz. Ich mag ungewöhnliche Protagonisten und Erzähler, die die Welt anders sehen als die meisten Menschen, und die nicht ganz das sind, was wir allgemein als ›normal‹ bezeichnen. So habe ich es auch hier geliebt, die Welt durch Lucys Augen zu sehen und in ihre Gedankenwelt einzutauchen.

Am Ende ist »Liebe Lucy« eine erschreckende, aber gleichzeitig berührende Geschichte über die Bedeutung von Freundschaft, Familie und Zusammenhalt. Denn im Grunde ist jede der drei Protagonistinnen nur auf der Suche nach Familie, nach Glück, nach Geborgenheit. Jede aus ihrem eigenen Grund – und mit ihren eigenen Mitteln.

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