Julie von Kessel

 3,7 Sterne bei 66 Bewertungen
Autorin von Altenstein, Als der Himmel fiel und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Reporterin und Schreiberin: Julie von Kessel arbeitet bereits seit mehreren Jahren als Journalistin beim ZDF. Ihre Familie lebte bereits an vielen Orten, weswegen sie in Helsinki, Wien, Zagreb und anderen Städten aufwuchs. Ihre Schwester, die Schauspielerin Sophie von Kessel, ist in Mexiko-Stadt geboren. Julie von Kessel lebt heute in Berlin. Neben ihrer journalistischen Arbeit ist sie auch als Schriftstellerin tätig. Ihr Debütroman „Altenstein“ erschien 2017.

Alle Bücher von Julie von Kessel

Cover des Buches Altenstein (ISBN: 9783499272516)

Altenstein

 (47)
Erschienen am 15.12.2017
Cover des Buches Als der Himmel fiel (ISBN: 9783499273940)

Als der Himmel fiel

 (18)
Erschienen am 16.06.2020
Cover des Buches Die andern sind das weite Meer (ISBN: 9783961611973)

Die andern sind das weite Meer

 (0)
Erscheint am 28.08.2024
Cover des Buches Altenstein (DAISY Edition) (ISBN: 9783839852972)

Altenstein (DAISY Edition)

 (1)
Erschienen am 22.06.2017

Videos

Neue Rezensionen zu Julie von Kessel

Cover des Buches Altenstein (ISBN: 9783463406770)
rose7474s avatar

Rezension zu "Altenstein" von Julie von Kessel

Geschichte einer Adelsfamilie
rose7474vor 4 Jahren

Der Inhalt des Romans wurde hier bereits oft geschildert, so dass ich mich auf meine Meinung beschränke. 

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht so leicht, da ich mich erstmal an die vielen Zeitsprünge gewöhnen musste. Die Geschichte war spannend und der Schreibstil gefiel mir gut obwohl er etwas distanziert und nüchtern war. 

Durch die vielen Zeitsprünge wurde der Lesefluss für mich etwas erschwert. Doch ich fand die Geschichte spannend und es konnte mich fesseln war aber nicht so leicht zu lesen. 

Ich vergebe 4 Sterne und empfehle das Buch gerne weiter. 

Cover des Buches Altenstein (ISBN: 9783499272516)
EmiliAnas avatar

Rezension zu "Altenstein" von Julie von Kessel

Alte Heimat
EmiliAnavor 5 Jahren


Julie von Kessel skizziert in ihrem Roman die Geschichte einer adligen Familie, die ihre Heimat Ostpreußen in den letzten Kriegswochen verlassen muss und über einen weiteren Familiebesitz, Altenstein in Brandenburg, schließlich in den Westen gelangt und im Rheinland ansässig wird.






Der Erzählbogen spannt sich vom Jahr 1943 bis 2005, doch geschieht dies nicht chronologisch, sondern findet auf mehreren unterschiedlichen Zeitebenen in ungeordneter Reihenfolge statt.


So ungewöhnlich der Aufbau des Romans ist, was den Lesefluss erheblich behindert und dem Leser ein gewisses Maß an geistiger Flexibilität abverlangt und durchaus zu manchen Verwirrungen und Unklarheiten führt, so klar und gewählt ist jedoch die Sprache der Autorin, die sich auf hohem Niveau bewegt.


Nie auch verliert sie sich im Dramatischen, nie in dessen Gegenteil. Daduch wird es dem Leser nicht leicht gemacht, sich den Charakteren des Buches zu nähern. Diese bleiben seltsam blaß, was sich auch bis zum Ende der Geschichte nicht ändert.






Und sie sind überdies von komplizierter, sperriger Natur, allen voran Agnes, das Oberhaupt der Familie von Kolberg, die die Flucht tatkräftig und effizient organisiert wie auch den folgenden Neubeginn im Westen. Sie nötigt dem Leser zwar Respekt ab, gewinnt aber kaum seine Zuneigung, da sie von rigoroser Natur ist und trotz aller Bemühungen für ihre Kinder sich selbst immer am nächsten ist.


Die Kinder selbst sind natürlich durch diese dominante Mutter und all die Erlebnisse auf der Flucht geprägt und ihr Leben als Erwachsene nimmt Verläufe, die von unheilbarer Zerrissenheit sprechen.


Julie von Kessel konzentriert sich hauptsächlich auf die beiden jüngsten Sprösslinge der Kolbergs, längst nicht auf alle, was auch in Ordnung ist, denn deren Lebensläufe bewegen sich eher unauffällig und in weniger dramatischen Bahnen.






Viel Schweres und Trauriges kommt zur Sprache, das manchmal beinahe unerträglich wird.


So geschieht es, dass Konrad, das jüngste Kind der Familie, der eigentlich nie richtig ins Leben gefunden hat, der vieles ausprobiert, aber im Grunde untüchtig ist, beschließt, nach der Wende den Besitz in Brandenburg, Altenstein, zurückzuerhalten.


Dabei schätzt er nicht nur die Gesetzeslage zur Rückgabe konfiszierter Ländereien und Besitze falsch ein, sondern auch die Bereitschaft seiner Geschwister, seine Bemühungen mitzutragen oder zu unterstützen. Und so kommt es, wie es kommen muss - und der Leser muss mitansehen, wie eine Familie, die so viel Schweres miteinander durchgestanden hat in den schlimmen Zeiten, in den guten langsam auseinanderfällt....






Nein, ein leichtes und gefälliges Buch ist "Altenstein" gewiss nicht! Kein am Ende versöhnliches und auch keines, das man nach dem Lesen befriedigt beiseite legt. Unbeantwortete Fragen schweben im Raum, unwillkürlich auch stellt man Vergleiche an zu anderen Romanen, die man zu dem Thema Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg gelesen hat. Eindringlichere Romane, solche, die nicht so spröde daherkommen, bei deren Lektüre man nicht der stille Beobachter ist, der sich an die Geschichte und ihre Handlungsträger nicht annähern möchte, auch nicht kann, sondern die den Leser sofort in ihren Bann ziehen. Dies vor allem vermisse ich bei Julie von Kessels Werk - es berührt mich nur oberflächlich, geht nicht tiefer, wird ständig überlagert von eben jenen zitierten Büchern anderer Autoren zum selben Thema. Und daran kann auch die geschliffene Sprache zu meinem Bedauern nichts ändern!


Cover des Buches Als der Himmel fiel (ISBN: 9783463407005)
eulenmatzs avatar

Rezension zu "Als der Himmel fiel" von Julie von Kessel

Zwei Cousine auf ihrem Weg
eulenmatzvor 5 Jahren

INHALT:

Die Cousinen Ophelia und Franka wachsen zusammen am Rhein auf, seit ihrer Kindheit sind sie beste Freundinnen. Bei aller geteilten Freude verbindet sie ein dunkles Geheimnis, das Franka nur Ophelia anvertraut hat und keinem anderen Menschen auf der Welt.
Nach der Schule erhält Ophelia die Chance, in Yale Violine zu studieren. Franka hingegen hangelt sich von Praktikum zu Praktikum, von Affäre zu Affäre. Immer wieder braucht sie Ophelias Trost. Als sie einen Job in einer New Yorker Galerie findet, ist sie froh, endlich wieder in ihrer Nähe zu sein.
In New York überschlagen sich die Ereignisse. Ophelia hat einen schweren Unfall. Zur gleichen Zeit fliegen Attentäter gekaperte Flugzeuge ins World Trade Center. Und zwischen den rauchenden Türmen häufen sich die Anzeichen dafür, dass Ophelia Frankas Geheimnis verraten hat...

MEINUNG:

Als der Himmel fiel ist mein erster Roman von Julie von Kessel gewesen. Ich war besonders neugierig darauf, weil es hier einen Bezug zu den Ereignissen von 9/11 gibt.

Franka und Ophelia sind Cousinen und seit ihrer Kindheit unzertrennlich. So folgt Franka Ophelia auf die andere Seite des Atlantiks als Ophelia das Angebot bekommt in Yale von einem sehr bekannten Musiker in Violine unterrichtet zu werden. Die beiden Cousinen sind sehr unterschiedlich: Franka, die Wilde, die nichts wirklich durchhält, extrovertiert und sehr sprunghaft ist und Ophelia, die eher introvertiert und sehr zielstrebig ist und mit viel Ernst an ihrer Karriere als Violinistin arbeitet. Trotzdem verbindet die beiden sehr viel und sie verstehen sich auf einer Ebene, auf der es nur sie beide gibt.

In Neuengland suchen nur beide ihr Glück. Franke geht Ophelia eher nach und bei Ophelia spürt, dass sie sich eigentlich eher endlich mal von Franka abnabeln möchte, denn gefühlt geht es immer nur nach Frankas Willen. Ophelia wirkt nicht vollends untergraben, aber sie ist sich dessen bewusst und auch nicht so recht glücklich über dieses Ungleichgewicht. Ophelias Glück ist es, dass New York und New Haven ein paar Zugstunden trennt, so dass sich beide erst einmal ein eigenes neues Leben aufbauen können. Über allem schwebt ein Geheimnis von Franka, welches Ophelia kennt, aber nicht der Rest der Familie. Ich muss sagen, dass mich das Geheimnis diesmal nicht sonderlich interessiert hat und eigentlich auch erstmal keinen großen Stellenwert hat. Am Ende ist natürlich klar, dass Franka davon vielleicht genau so ist, wie sie ist, aber die Handlung hätte für mich auch ohne dieses Geheimnis funktioniert.

In der Geschichte passieren zwei große prägende Ereignisse. Für Ophelia ist es ein schwerer Unfall, der sie fast das Leben gekostet hat und für Franka ist 9/11, dass sie hautnah miterlebt. Beide Frauen machen durch diese beiden einschneidenden Erlebnisse eine enorme Entwicklung durch, auch ein stückweit durch die Traumatisierung, was vor allem für Franka gilt. Franka, die mir manchmal fast ein wenig zu viel des Guten war und die ihren Platz im Leben noch nicht so richtig gefunden hat, sieht die Welt plötzlich anders und wird reifer, ja auch nachdenklicher. Züge, die eigentlich eher Ophelia innehat.

Die Beziehung zwischen Ophelia und Franka läuft auch nicht ganz konfliktfrei ab und man entzweit sich, was zu erwarten war. Ich finde diese Entwicklung zu beobachten eigentlich das wirkliche Schöne an diesem doch sonst recht ruhigen Roman. Das Geheimnis hätte es nach meinem Empfinden gar nicht geben müssen.

 FAZIT:

Als der Himmel fiel ist für mich die Geschichte zweier Cousinen auf dem Weg zu sich selbst zu finden und dabei diesen Weg gemeinsam zu gehen, auch wenn das nicht immer reibungslos läuft. Manchmal wirkte die Geschichte nicht ganz rund, aber ich habe sie sehr gerne gelesen und mochte auch den Schreibstil der Autorin sehr.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.



 

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Zusätzliche Informationen

Julie von Kessel im Netz:

Community-Statistik

in 111 Bibliotheken

auf 17 Merkzettel

von 3 Leser*innen aktuell gelesen

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