Altenstein

von Julie von Kessel 
3,3 Sterne bei3 Bewertungen
Altenstein
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miau0815s avatar

Interessante Familiengeschichte. Ich hatte mir von den Charakteren jedoch mehr erwartet.

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eigenwillig, spannend - sehr guter Debütroman

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Inhaltsangabe zu "Altenstein"

Im Winter 1945 sitzt ein Kind in einem überfüllten Personenzug von Königsberg nach Westen. Sehnsüchtig blickt der kleine Konni hinaus in den Schnee - seine Mutter ist nicht mitgekommen. Gräfin Agnes von Kolberg wird ihren zehn Kindern erst später auf das Gut Altenstein in Brandenburg folgen, der Vater fällt im Kampf um Ostpreußen. Doch auch ihren Sommersitz muss die Familie auf der Flucht vor der Front verlassen. Die Geschwister wachsen in ärmlichen Verhältnissen bei Bonn auf. Die traumatischen Ereignisse ihrer frühen Kindheit und der Umgang mit der selbstherrlichen Matriarchin Agnes schweißt sie eng zusammen. Besonders Konni und seine nächstältere Schwester Nona unterstützen sich lebenslang, durch die Höhen und Tiefen ihrer Ehen, Scheidungen, Geldnöte und Beziehungen hindurch. Doch dann kommt die Wende - und Konni wittert seine Chance. Er möchte Gut Altenstein in den Familienbesitz zurückholen. Das Geld dafür muss er sich bei einer seiner Schwestern leihen. Zwischen den Geschwistern entbrennt ein erbitterter Streit um das Gut, der viele Fragen aufwirft: politische, gesellschaftliche, Fragen nach alten Wunden und Loyalitäten, Fragen nach dem eigenen Selbstverständnis.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783644316416
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:432 Seiten
Verlag:Rowohlt E-Book
Erscheinungsdatum:10.03.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.03.2017 bei Argon erschienen.

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    Gartenkobolds avatar
    Gartenkoboldvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: eigenwillig, spannend - sehr guter Debütroman
    spannend und eindrucksvoll

    Julie von Kessels Roman "Altenstein" erzählt die Geschichte der Adelsfamilie von Kolberg von den Wirren der letzten Kriegswochen in Ostpreußen bis in das Jahr 2005. Im Winter 1944/45 geht es ums nackte Überleben, und wenn man, wie Agnes von Kolberg, gleich zehn Kinder aus drei Ehen allein durchfüttern muss, dann ist es mit Liebe und Fürsorge nicht getan, denn ihr Mann ist gefallen und sie muss sich alleine mit den Kindern durchschlagen. So bildet Agnes die Bezugsperson, sie strahlt eine schon fast unheimliche Macht aus, die ihre Kinder über den Tod hinaus vereinnahmt. Die Familie flüchtet in den Westen, muss das Gut Altenstein aufgeben und hat es nicht leicht, wieder Fuß zu fassen. Agnes, dominant und sehr fordernd, manchmal auch recht arrogant, beeinflusst das Leben ihrer Kinder sehr stark, besonders Konrad, ihr jüngster Sohn tut sich sehr schwer im Leben….
    Der Roman ist flüssig geschrieben, die verschiedenen Handlungsstränge der Vergangenheit und Gegenwart wechseln einander ab, jeder der handelnden Personen hat einen eigenen sehr individuellen Charakter, verschiedene Perspektiven wechseln einander ab, der Leser erfährt immer so viel, dass er sich in die Person hineinversetzen kann. Zum Ende laufen die Handlungsstränge eigenwillig aber dennoch harmonisch ineinander und der Leser erlebt den langsamen aber stetigen Niedergang derer von Kolbergs hautnah mit.
    Für einen Debütroman sprachlich sehr ausgefeilt und sicherlich nicht unbedingt leicht zu lesen aber spannend und aus dem Leben erzählt.

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    friederickesblogs avatar
    friederickesblogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gefallen hat mir, dass ich auf das Leben einer adligen Familie, die alles verloren hat, blicken konnte.
    Eine herausfordernde Familiengeschichte

    Klappentext:

     

    Die Geschichte einer alten Adelsfamilie, die an ihrem Erbe fast zerbricht.

    Im Winter 1945 sitzt ein Kind in einem überfüllten Personenzug von Königsberg nach Westen. Sehnsüchtig blickt der kleine Konni hinaus in den Schnee – seine Mutter ist nicht mitgekommen. Gräfin Agnes von Kolberg wird ihren zehn Kindern erst später auf das Gut Altenstein in Brandenburg folgen, der Vater fällt im Kampf um Ostpreußen. Doch auch ihren Sommersitz muss die Familie auf der Flucht vor der Front verlassen.

    Die Geschwister wachsen in ärmlichen Verhältnissen bei Bonn auf. Die traumatischen Ereignisse ihrer frühen Kindheit und der Umgang mit der selbstherrlichen Matriarchin Agnes schweißt sie eng zusammen. Besonders Konni und seine nächstältere Schwester Nona unterstützen sich lebenslang, durch die Höhen und Tiefen ihrer Ehen, Scheidungen, Geldnöte und Beziehungen hindurch.

    Doch dann kommt die Wende – und Konni wittert seine Chance. Er möchte Gut Altenstein in den Familienbesitz zurückholen. Das Geld dafür muss er sich bei einer seiner Schwestern leihen. Zwischen den Geschwistern entbrennt ein erbitterter Streit um das Gut, der viele Fragen aufwirft: politische, gesellschaftliche, Fragen nach alten Wunden und Loyalitäten, Fragen nach dem eigenen Selbstverständnis.

    Altenstein handelt vom Zerfall einer adligen Familie und einem exemplarischen Stück deutscher Geschichte. In klarer Sprache und mit großer Unmittelbarkeit erzählt Julie von Kessel von Charakteren, die so ungewöhnlich und lebendig sind, dass man sie lange nicht vergisst.

     

     

    Die Autorin:

     

    Julie von Kessel ist Journalistin und arbeitet seit mehr als zehn Jahren beim ZDF. Sie wuchs in Helsinki, Wien, Zagreb, Bonn und Washington D.C. auf und lebt mit ihrer Familie in Berlin.

     

     

    Das Cover:

     

    Das Cover zeigt eine Blüte, die ihre Blätter verliert. Ein einladendes Motiv, das mit dem Klappentext gut harmoniert. Den tieferen Sinn versteht man, wenn man das Buch gelesen hat.

     

     

    Die Geschichte:

     

    Die Autorin erzählt die Geschichte der adeligen Familie Kolberg, die ein Gut in Ostpreußen und ein weiteres in Brandenburg hatte. Beide verliert sie nach dem Krieg.

    Nach der Wiedervereinigung wird in Teilen der Familie überlegt, das Gut in Brandenburg wiederzubekommen, aber im Leben der Familie ist zu vieles passiert. Zunächst war da die Flucht aus Ostpreußen, die nur am Rande der Erzählung eine Rolle spielt. Dann findet die Familie Unterschlupf bei Verwandten, um irgendwann in Bonn sesshaft zu werden. Agnes von Kolberg, die Witwe, führt ein strenges Regiment nach den Regeln des Adels, die in Zeiten der Armut allerdings eine Herausforderung sind.

    Außerdem geht es um ihre Kinder, die in diesem Buch auf ihrem zum Teil schwierigen Lebensweg begleitet werden. Vieles wird vor allem aus der Sicht von Konrad, des Jüngsten, betrachtet, der es im Leben überhaupt nicht leicht hatte.

    Das Buch deckt die Zeitspanne von 1943 bis 2005 ab.

     

     

    Meine Meinung:

     

    Das Buch ist nicht ganz leicht zu lesen. Die vielen Figuren haben manchmal zusätzlich einen Spitznamen, der auch noch bei dem einen oder der anderen eine völlig andere Abwandlung hat (Marie-Elisabeth ist Nona oder Isolde genannt Bobby). Man muss ganz schön konzentriert herangehen, da auch noch von zehn Kindern die Rede ist, die allerdings nicht alle im Buch eine Rolle spielen. Und im Laufe der Jahre kommen natürlich auch Ehemänner und eigene Kinder dazu, die mit ihren Vor- und Zunamen auch noch aufgenommen werden wollen.

    Außerdem wird der Lesefluss an verschiedenen Stellen eingebremst, weil die Autorin das Buch so aufgebaut hat, dass man zwischen einzelnen Stationen und Lebensabschnitten zeitlich unsortiert hin- und herspringt, was an der einen oder anderen Stelle Verwirrung stiftet.

    Das Buch ist in einer sehr anspruchsvollen und mit gewissem Abstand von außen hineinblickenden und nicht von Emotionen getragenen Sprache geschrieben. Die Figuren ließen mich daher natürlich nicht sehr nahe an sich heran und blieben auch ein wenig farblos.

    Gefallen hat mir, dass ich auf das Leben einer adligen Familie, die alles verloren hat, blicken konnte. Auf eine Familie, deren Leben in schonungsloser Art und Weise, schnörkellos und in all seinen Facetten erzählt wird und die nach und nach auseinanderfällt.

    Wie gesagt, es ist kein ganz einfaches Buch, aber ein Buch, das mich gefesselt hat und das ich durchaus weiterempfehlen kann.

     

     

    Friedericke von „friederickes Bücherblog“

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    miau0815s avatar
    miau0815vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Interessante Familiengeschichte. Ich hatte mir von den Charakteren jedoch mehr erwartet.
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