Juliet B. Schor Wahrer Wohlstand

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Inhaltsangabe zu „Wahrer Wohlstand“ von Juliet B. Schor

Wer möchte das nicht, weniger arbeiten und besser leben? Mit großer sprachlicher Leichtigkeit präsentiert die US-amerikanische Soziologin Juliet Schor einen intelligenten Weg aus dem sich immer schneller drehenden Hamsterrad. An seinem Ende stehen nicht allein veränderte Konsummuster und gesteigertes Umweltbewusstsein, sondern das befriedigende Gefühl, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

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  • Ausgereifte „Alternative“ zum herkömmlichen ökonomischen Denken und Handeln

    Wahrer Wohlstand

    michael_lehmann-pape

    09. May 2016 um 13:24

    Ausgereifte „Alternative“ zum herkömmlichen ökonomischen Denken und HandelnStatt „Wachstum um jeden Preis“ setzt Juliet B. Schor mit ihrem bereits 2010 verfassten Werk auf „Effizienz und Wohlbefinden“. Und dies nicht aus dem „hohlen Bauch heraus“ oder aus einem rein ideologisch verhafteten „alternativem Denken“, sondern im großem Ernst entfaltet sie ihre Gedanken angesichts der „Dauerkrise“, die spätestens, aber letztlich nicht erst seit 2008 die globalisierte Welt erschüttert.Erschüttert in Hinsicht auf die ökologischen Verhältnisse und Probleme (sattsam bekannt), auf die ökonomischen Probleme (das Aufrechthalten des Systems allein durch unendliches „Hineinpumpen“ von „frischem Geld“) und auf die sozialen Konflikte (Flüchtlinge, Ungleichheit, aber auch der immer höhere Zeitaufwand für den Einzelnen, ökonomisch „mit zu halten“,Sachlich, ruhig und fundiert argumentierend setzt Schor dabei ihre nachhaltigen Gedanken eines „Plentitude-Systems“ differenziert vor die Augen des Lesers. Immer (und vielleicht zu optimistisch) davon ausgehend, dass es „intelligentes Verhalten ist….,was dazu führen wird, dass es den Menschen, den anderen Lebewesen und dem Planeten wieder besser geht“.Wobei kritisch anzumerken bleibt, dass diese Grundlage (und eher Hoffnung) als Voraussetzung in Teilen auch deutlich „gegen den Augenschein“ gesetzt wird, denn die Interessen der handelnden ökonomischen Mächte lassen in diesem Handeln in den letzten Jahren kaum erkennen, dass irgendetwas an nachhaltiger Veränderung wirklich eine Chance haben könnte. Aufbegehren und selbst Wahlen in „andere Richtung“ wurden (und werden) umgehend zur „Räson“ gebracht.Dennoch, überzeugend stellt Schor ein in sich geschlossenes und passend wirkendes System aus vier (zu ändernden) Grundverhaltensweisen vor.Das erste Grundprinzip bildet dabei ein „neues Bewusstsein für Zeit“ und damit eine neue Zeitkultur. Statt immer mehr von der Zeit für „den Markt“ aufwenden zu müssen (eine Entwicklung der letzten zwanzig Jahre), plädiert Plentitude für ein mehr an Zeit in Richtung eines selbstversorgenden und beziehungsreichen Lebens. Dort ist die Zeit besser investiert und nachhaltiger wirksam, als im reinen „Abstrampeln“ für das „Business as usual“.Verkürzung der Arbeitszeit als „Eintauschen gegen mehr Zeit“, was natürlich auch bedeutet, ökonomisch „zurückzufahren“ und damit gegen jeden Haupt-Trend der Gegenwart steht.Das zweite Grundprinzip besteht in einer stärkeren Zuwendung zur Selbstversorgung, Schor sieht hier die Möglichkeiten vor allem im technischen Fortschritt was kleine, auch privat handhabbare landwirtschaftliche Maschinen und eine zumindest in Teilen eigene Energieversorgung angeht.Eine Entwicklung, die einhergeht mit dem dritten Grundprinzip, einem „wahren Materialismus“, der auf nachhaltige Qualität, Reparatur und sorgfältige Auswahl exzellenten Materials beruht.Womit diese drei ersten Grundprinzipien letztlich einmünden in das vierte(und fast als das eigentliche Ziel zu bezeichnende) Grundprinzip, der „Wiederentdeckung“ und Stärkung der sozialen Beziehungen und der Gemeinschaft, die durch die ökonomischen Zwänge und die gesteigerte Notwendigkeit der Mobilität der letzten Jahrzehnte enorm gelitten haben.Alle diese Grundprinzipien, die Notwendigkeit eines anders gelagerten ökonomischen Diskurses und die einzelnen Schritte innerhalb dieser Grundprinzipien führt Schor in sich geschlossen und überzeugend aus, kann aber letztendlich den Eindruck einer sehr idealistischen Herangehensweise nicht vom Tisch nehmen. Ob tatsächlich eine genügende Anzahl von Menschen sich intellektuell überzeugen lässt und, vor allem, die eigenen Lebensbahnen einer teils doch starken Veränderung stellen würde, muss dahin gestellt bleiben und klingt zu optimistisch im Buch.Zumindest die „Gegenbewegungen“ der 70er Jahre mit ihren vielfachen Ansätzen auch zur Selbstversorgung hatten keinen unbedingt nachhaltig verändernden Einfluss auf das ökonomische Erscheinungsbild in den letzten 40 Jahren und sind vielfach tatsächlich auch aneinander gescheitert.So verbleiben kluge und überzeugend argumentierte Prinzipien, die zum Nachdenken anregen und vielleicht zu zunächst einzelnen, persönlichen Veränderungen führen. Was zumindest in der materiellen Ausrichtung auf Qualität hin wichtig und möglich wäre.

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