Juliet Hall Das Leuchten des Safrans

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Inhaltsangabe zu „Das Leuchten des Safrans“ von Juliet Hall

Seit Generationen baut Nells Familie in Cornwall Safran an. Nun, mit dem Tod ihrer Mutter, wird die Tradition enden, denn Nells Mann drängt sie, die Farm zu verkaufen. Nell ist zutiefst traurig, fühlt sich entwurzelt. Auch eine Reise nach Marokko kann sie nicht trösten. Dann aber lernt sie die Fotografin Amy kennen, die im Auftrag ihrer Galerie das Land bereist. Gemeinsam begeben sie sich auf den Safranweg - auf die Suche nach Amys verschwundenem Cousin und auf die Suche nach sich selbst ...

Tolle exotische Schauplätze und zwei Frauen, die ein Familiengeheimnis umgibt. Hat mir gut gefallen!

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Sehr atmosphärisch und wirklich angenehm zu lesen. Eintauchen in ein fremdes Land.

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  • Exotik, Familiengeheimnisse und eine Prise Romantik

    Das Leuchten des Safrans
    ConnyKathsBooks

    ConnyKathsBooks

    31. January 2017 um 13:39

    "Es war einmal eine junge Frau, die liebte Safran. Sie liebte seine Geheimnisse, das Mysterium, das ihn umgab." (S. 6)Cornwall, 2013: Seit Generationen wird in Nells Familie Safran angebaut, doch nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter fällt die Ernte zum ersten Mal aus. Ein Kochkurs in Marokko soll Nell daher helfen, den Kopf wieder freizubekommen, denn auch in ihrer jungen Ehe kriselt es bereits. In Marokko angekommen freundet sich Nell mit der Fotografin Amy an, welche ihren verschollenen Großcousin Glen sucht und schon bald kommen überraschende Dinge ans Tageslicht. "Das Leuchten des Safrans" ist ein gelungener Love & Landscape Roman aus der Feder von Juliet Hall, der alles bietet was das Frauen-Leserherz begehrt: Tolle exotische Schauplätze, etwas Romantik, Familiengeheimnisse, eine vielschichtige Handlung und wunderbare Charaktere. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen gleich zwei sympathische Frauen, die sich zusammen auf eine spannende und überraschende Spurensuche quer durch Marokko entlang des Safranpfades begeben. Denn beide wollen ein Geheimnis lösen und sind zudem auf der Suche nach sich selbst. Da ist zum einen die 34jährige gelernte Köchin Nell, die noch sehr unter dem Verlust ihrer Mutter leidet. Ihr Ehemann Callum will die Safranfarm ihrer Mutter möglichst schnell verkaufen, doch Nell ist einfach noch nicht bereit dazu, sind doch noch einige Fragen betreffs ihrer Mutter offen. War es vielleicht sogar Selbstmord? Warum hat sie ihren Vater nie erwähnt? Und welche Bedeutung hatte der Safran tatsächlich für sie? In Marokko versucht Nell, Antworten darauf zu finden und ihrem Leben wieder ein Ziel zu geben. Denn schon lange träumt sie von einem eigenen Restaurant. "Aber so war das Leben nun einmal. Es entfaltete sich und entwickelte sich, es ermunterte einen, neue Pläne zu schmieden - ständig." (S. 363) Zum anderen lernen wir die selbstbewusste Fotografin Amy aus Lyme Regis in Dorset kennen, die im Auftrag einer Galerie Marokko bereist. Gemeinsam mit dem attraktiven Eventmanager Jake soll sie ein Marokko-Event vorbereiten, was Amy zunächst überhaupt nicht passt, arbeitet sie doch lieber allein. Und dann ist da auch noch die Suche nach ihrem Ende der 1960er Jahre verschollenen Großcousin Glenn. Sie würde ihrer geliebten 85jährigen Großtante Lillian gerne die Freude machen und etwas über deren Sohn herausfinden. Doch der einzige Anhaltspunkt ist eine alte Ansichtskarte mit dem Foto einer Tür. Das Ganze spielt hauptsächlich in Marokko, insbesondere in Marrakesch und Essaouira. Eine exotische und sinnliche Welt, welche die britische Autorin hier sehr anschaulich, detailliert und informativ beschreibt, manchmal sogar schon etwas zu ausschweifend. Man möchte am liebsten gleich selbst nach Marokko reisen, den Duft von exotischen Gewürzen wie Kreuzkümmel und Zimt riechen, die marokkanische Küche mit ihren leckeren Tajines genießen, Gnawa-Musik hören, die überwältigende Architektur bewundern oder die lilafarbenen Safranfelder durchstreifen. Eine tolle Atmosphäre, in der ich mich gleich wohlfühlte und viele interessante Dinge erfahren habe, wie z.B., dass für 1 g Safran 150 Blüten notwendig sind und damit das Gewürz teurer ist als Gold. "Man wandert, man kommt an einen Kreuzweg und entscheidet sich für einen Pfad. Nicht für Richtig oder Falsch, sondern für seinen eigenen Weg." (S. 466) Vier verschiedene Perspektiven sorgen dabei für Abwechslung: Nell, Amy, deren Großtante Lillian, die Schuldgefühle wegen ihrer Schwester plagen und Glenn, dessen Handlung 1973 einsetzt. Glenn, der als Pazifist gegen den Vietnam - Krieg demonstrierte und später die USA verlassen musste. Alle Figuren sind authentisch dargestellt und jeder hat seine individuelle Rolle zu spielen und Geschichte zu erzählen. Man fühlt und fiebert mit ihnen mit, bis das Schicksal ihre Wege verbindet und die Geheimnisse schließlich gelüftet werden. Wobei ich hier schon eine kleine Ahnung hatte, die sich in einer sehr berührenden Passage auch bestätigte. Das Ende hat mir ebenfalls gut gefallen. Vielleicht etwas kitschig und mit den üblichen Verwicklungen, aber dennoch schön. Amy und Nell haben endlich ihren Weg gefunden und sind in ihrem Leben angekommen. Insgesamt kann ich daher "Das Leuchten des Safrans" sehr empfehlen. Ein wundervoller Marokko-Familiengeheimnis-Frauen-Roman, der beste Unterhaltung bietet. Ich freue mich schon auf weitere Werke der Autorin. 5 Sterne von mir.

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