Juliette Gréco So bin ich eben

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Inhaltsangabe zu „So bin ich eben“ von Juliette Gréco

Die Grande Dame des französischen Chansons erzählt ihr Leben Juliette Grécos Leben ist ein Roman. Als sie 16 ist, werden ihre Mutter, ein Mitglied der Résistance, und ihre Schwester ins KZ deportiert. Juliette kommt »nur« in ein Frauengefängnis. Alle drei überleben. Nach dem Krieg geht sie nach Paris. Sie wird Schauspielerin. Im Café de Flore trifft sie auf die Dichter und Philosophen von Saint-Germain: Boris Vian, Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir. Sie begegnet Charlie Parker und Miles Davis. Mit ihnen lernt sie wieder zu lachen. Sartre animiert sie zum Singen, schreibt ihr erstes Chanson. Jacques Prévert, Françoise Sagan, Jacques Brel, Charles Aznavour, Serge Gainsbourg, alle erliegen ihrem Charme und lieben ihren Look - ganz in Schwarz mit blassem Teint und Pagenkopf. Die Stil-Ikone der Existenzialisten ist geboren. Die Gréco tourt durch Europa und die USA. Sie dreht Filme in Hollywood. Sie hat ein ausschweifendes Liebesleben und bleibt doch immer ihrer ersten Liebe treu: dem Chanson.

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  • Rezension zu "So bin ich eben" von Juliette Greco

    So bin ich eben
    Glimmerfee

    Glimmerfee

    18. October 2012 um 13:30

    Juliette Gréco hatte ein bewegtes, aufregendes und vor allem selbstbestimmtes Leben. Sie lehnte sich immer auf, wenn ihre Freiheit bedroht wurde und ließ sich nie den Willen eines anderen aufzwingen. Das macht sie zu einer bemerkenswerten Sängerin, Schauspielerin und Frau. Diese Biografie konnte mich, trotz der interessanten Persönlichkeit hinter den Seiten, leider nicht begeistern. Im Zentrum des Buches steht sie selbst, was sicherlich sinnvoll bei einer Biografie ist, doch dennoch empfand ich ihre Beschreibung oftmals als zu Selbst-Bezogen. Sie stellte sich, in meinem Augen, zu sehr ins Zentrum der Welt und gibt sich ohne Fehl und Tadel. Für ein solch bewegtes Leben hatte ich mehr Gedankengänge und Selbstreflexionen erwartet. Das Mantra ‚Man kann mich nicht zähmen‘ taucht immer wieder auf uns wird besonders hervorgehoben. Auch der Schreibstil konnte mich nicht begeistern, denn oftmals sind die Sätze sehr kurz und wirken seelenlos. Sie schaffte es nicht die Vergangenheit für den Leser lebendig und greifbar zu machen. Auch die Personen, denen sie in ihrem langen Leben begegnet ist, bleiben zweidimensional auf dem Papier liegen und wollen nicht so recht Formen annehmen. Mehr als einmal wirkte es wie ein Katalog aus Namen, dessen Zauber sich wohl nur entfaltet, wenn einem diese Namen bereits geläufig waren. Am Ende des Buches findet man ein Alphabet ihres Lebens, dort schreibt Juliette Gréco ihre Gedanken zu bestimmten Stichwörtern wie Hunde, Lachen, Stille ... In der Mitte befinden sich viele Fotos der Sängerin. Das Buch dürfte ein Muss für alle Fans sein, doch wer lediglich ein Fan von Biografien ist, der wird wohl weniger Freude an diesem Werk haben. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch, doch letztlich fehlte mir Tiefgang.

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  • Rezension zu "So bin ich eben" von Juliette Greco

    So bin ich eben
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    05. October 2012 um 11:28

    Lebensrückblick Sängerin, Schauspielerin, Femme fatale, Muse, Geliebte, emanzipiert Liebende, vor allem aber ein Mensch, der zu Beginn ihres Lebens an einen (gezwungenermaßen) anderen Lebensweg zu gehen hatte. Nun, im 85. Lebensjahr, blickt Juliette Gréco zurück. Auf die schwierigen Kinderjahre quasi ohne Mutter, die zum einen für die Resistance kämpfte (wie Juliette selbst und eigentlich die ganze Familie), die aber zum anderen aber auch ihre Rolle als Mutter nie wirklich annahm. Von Bedrängung und Verhaftung im Krieg, davon, wie sie als 16jährige auf sich gestellt beginnt, in Paris Fuß zu fassen. Bald schon ist sie im Umfeld der „Existentialisten anzutreffen“, hat Umgang mit Künstlern wie Sartre (einer ihrer Entdecker gar) und entdeckt ebenso früh, dass ihr eigentliche Wellt die Bühne ist. Ein „Leben um zu singen“, das ist ihr Weg. Und ein Leben, in dem sie den Mund nicht halten wird, die durchaus mit dem Kopf durch die Wand manches Mal zu gehen versucht, die nicht klein beigibt. „Das Publikum zu erobern ist nicht einfach“, sagt sie in ihren Erinnerungen lapidar und gibt dem Leser Einblick darin, dass es für ein „hübsches Ding, frech und respektlos“ zur damaligen Zeit eine eher frostige Atmosphäre beim Publikum gab und nicht unbedingt einen warmen Empfang. Wo sie „ein paar Mal von der Bühne flüchten musste“. Nicht unbedingt Anzeichen einer beginnenden großen Karriere, die dennoch von Grèco mit Durchhaltevermögen erreicht wurde. Im Übrigen nicht zuletzt durch eine Reihe von Rollen in Filmen, die ihr Gesicht durchaus mehr und mehr bekannt machten Eine Karriere, die von einer Vielzahl von Affären mit bekannten Männern begleitet wurde, Miles Davis und Michel Piccoli, aber auch Philippe Lemaire (der Vater ihrer Tochter). Einerseits chronologisch erzählt Gréco von ihrem Leben (beginnend im Buch mit der Kindheit), versteht dies aber eher als „losen Faden“, denn später sind die Kapitel im Buch eher thematisch geordnet. Von „wunderbaren Begegnungen“ spricht sie (auffällig, dass sich Grèco anscheinend nur an prominente Menschen „erinnert) von den „Lieben“, vom „Singen und Spielen“ sie. So teilt sich das Buch in einen chronologisch aufgebauten Teil und thematische Blöcke auf. Die Lektüre hinterlässt einen leicht gemischten Eindruck. Einerseits sind die vielen Internas von Kunst und Kultur gerade der 50er und des Beginns der 60er Jahre in Paris interessant zu lesen, ebenfalls nötig die Gradlinigkeit der Grèco Respekt ab. Andererseits ist sicherlich das Wort, das im Buch am Häufigsten vorkommt das Wort „Ich“ in Verbindung mit den Wichtigkeiten, vor allem „den Wichtigen“ ihrer Szene und ihrer Zeit. Ein mangelndes Selbstbewusstsein kann man Juliette Gréco wahrlich nicht unterstellen („Ich hätte noch in einigen großen Produktionen mitspielen können, aber dieses Metier und ich, wir sind nicht füreinander gemacht“. So wirken doch so manche Darstellungen wie die eines sehr starken, ungehemmt ausgelassenen Egos, was die Autorin menschlich nicht unbedingt immer sympathisch erscheinen. In der Sprache ist das Buch einfach zu lesen, hier und da gar ein wenig plump im Ausdruck. Dennoch verbleibt nach der Lektüre ein durchaus befriedigender Eindruck einer Lebensschau auf einen besonderen, emanzipierten, zu Beginn nicht mit einem leichten Schicksal versehenen Lebensweg, der das Lesen lohnt.

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