Juliette Morillot Die roten Orchideen von Shanghai

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Inhaltsangabe zu „Die roten Orchideen von Shanghai“ von Juliette Morillot

Die ebenso schonungslose wie bewegende authentische Geschichte einer jungen Koreanerin, die der Hölle entkam.<br>Behütet wächst die Koreanerin Sangmi Kim in den dreißiger Jahren in einer angesehenen Familie in Seoul auf. Bis sie im Alter von vierzehn Jahren in die Fänge der japanischen Besatzer gerät und fortan unzähligen Soldaten ihren Körper darbieten muss. Von Seoul nach Shanghai, von Singapur nach Hiroshima führt Sangmi eine jahrelange, mörderische Odyssee, und nur wie durch ein Wunder wird es der jungen Frau gelingen, der Finsternis zu entkommen.

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  • Rezension zu "Die roten Orchideen von Shanghai" von Juliette Morillot

    Die roten Orchideen von Shanghai
    Bokmask

    Bokmask

    01. September 2008 um 17:39

    Meine Meinung: Nach dem ich dieses Buch beendet hatte, wusste ich lange nicht was ich schreiben sollte. Wie drücke ich meine Meinung, meine Empfindungen zu dem aus , was ich dort gelesen hatte. Ja was habe ich als Frau empfunden? Wut, Ohnmacht und gar Hass. Ein nicht verstehen, wie ein Mensch das alles ertragen kann, ohne verrückt zu werden! Immer wieder musste ich das Buch weglegen um erstmal wieder zur Ruhe zu kommen. Sangmi hat für mich schier unmögliches ertragen und überlebt. Der japanische Krieg der mit solch einer Grausamkeit und Willkür von den Obersten geführt wurde, war ja schon ein starkes Joch für jeden Menschen der damit in Kontakt kam. Aber als 13 jährige verschleppt zu werden und als Militäreigentum mit einer Nummer versehen zu werden ging mir nicht in den Kopf. Jeder Mann vom kleinsten Soldaten an konnte mit ihr tun was er wollte. Bis zu 40 mal am Tag vergewaltigt zu werden. Hure zum Wohle der Einheit. Trostfrau gelinde ausgedrückt. Mir wurde nur noch schlecht. Die ständige Deportierung, Hunger, eisige Kälte und Todesangst. Wie kann ein so junger Mensch das über Jahre ertragen. Viele werden sagen das man abstumpft mit der Zeit, weil der Überlebensdrang stärker sein wird. OK das mag sein, aber was ist mit der Seele? Eines steht für mich fest, die Geschichte ist nichts für schwache Nerven. Die Leser sollten nicht alt zu jung sein und es besteht große Tiggergefahr für Frauen die sehr schlechte Erfahrungen hinter sich haben. Dies Buch werde ich so schnell wohl nicht vergessen. Der Schreibstil ist schön flüssig und das Glossar am Ende des Buches hilft einem sehr schön mit den unbekannten Worten und Bezeichnungen zurecht zu kommen. Am Anfang und am Ende ist eine Karte ausgeführt, die einem die lange Reise von Sangmi vor Augen führt. Die Hauptprotagonistin wächst einem sehr schnell ans Herz. Der Leser erfährt eine Menge von ihr. Auch ihre Gedanken werden einem schonungslos und toll formuliert preisgegeben. Die Nebenfiguren kommen nicht so gut weg, aber bei dieser Flut an Menschen mit denen Sangmi zusammentrifft wäre das auch gar nicht machbar. Und ich denke der Hauptaspekt soll auch bei Sangmi liegen. Der berühmte Rote Faden findet keine Ecken um hängen zu bleiben und Längen sucht man hier vergebens. Das Ende ist teils erfreulich, teils auch wieder nicht, aber in meinen Augen ein würdiger Abschluss. Dies Buch erhält 5,5 von 6 Sternen von mir!

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