"Die Brücke von London" wird aus der Sicht von verschiedenen Personen aus unterschiedlichen Schichten erzählt:
- eine Tuchhändlerin, die nach dem Tod Ihres Mannes das Geschäft weiterlaufen lassen muss und dabei einige Steine in den Weg gelegt bekommt
- einen Straßenjungen, der durch einen glücklichen Zufall bei der Tuchhändlerin unterkommt und ihr zusammen mit weiteren Straßenkindern hilft, das Geschäft zu retten
- und einen Bauarbeiter, der frisch im Bridgehaus angestellt wird und dort dafür sorgen muss, dass sich die Brücke in einem guten Zustand befindet und alle Geschäfte ordnungsgemäß betrieben werden.
Der Autor verknüpft all diese Schicksale gekonnt miteinander, sodass ein spannender Plot entsteht. Zeitlich angesiedelt ist die Geschichte zur Zeit des Jakobiter-Aufstandes, der den Fans der Outlander-Serie bekannt sein sollte. Ich fand es nach der Serie sehr spannend eine Geschichte aus derselben Epoche zu lesen.
Zusätzlich wird parallel ein Handlungsstrang aus der Bauzeit der Brücke eingebaut, wo die Kirche viel Einfluss hat und auch Themen wie die Hexerei ein großes Thema sind.
Bis zum Schluss hat sich mir nicht erschlossen, wie dieser Handlungsstrang zu dem Haupt-Plot passen soll. Am Ende ergibt aber alles Sinn. Wobei die Auflösung meiner Meinung nach mehr Seiten in Anspruch hätte nehmen und einige Dinge mehr erklärt hätten werden können.
Insgesamt ein spannendes zeitgenössisches Werk, welches mich beim Lesen in die jeweiligen Epochen zurückversetzt hat. Die Charaktere waren toll ausgearbeitet und man hat sie gern gehabt und gerne von ihnen gelesen.











