Julius Fischer

 4 Sterne bei 31 Bewertungen

Lebenslauf von Julius Fischer

Bekannt für kontroverse Aussagen: Der deutsche Künstler, Kabarettist und Schriftsteller Julius Fischer wurde 1984 in Gera geboren. Nach seinem Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität Leipzig, begann er ab 2004 auf Bühnen zu stehen und Poetry-Slam zu machen. Sehr schnell wurde er auch erfolgreich und war in deutschen, österreichischen und schweizerischen Wettbewerben anzutreffen. 2008 hat er die Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz mitgegründet. Seit 2014 hat er mit Christian Meyer eine eigene Fernsehshow namens Comedy mit Karsten im Mitteldeutschen Rundfunk. Zu den bekannteste schriftstellerischen Werken von Fischer zählen "Ich hasse Menschen" und "Die schönsten Wanderwege der Wanderhure", wobei die letzte Veröffentlichung für viele Kontroversen gesorgt und zu einem Gerichtsstreit geführt hat. Wenn er nicht an einem neuen Buch schreibt oder auftritt, spielt er in der Band The Fuck Hornisschen Orchestra. Mit Olaf Schubert ist er außerdem seit 2018 in der ARD-Show Olaf macht Mut zu sehen.

Alle Bücher von Julius Fischer

Julius FischerDie schönsten Wanderwege der Wanderhure
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Die schönsten Wanderwege der Wanderhure
Die schönsten Wanderwege der Wanderhure
 (13)
Erschienen am 02.10.2013
Julius FischerIch hasse Menschen
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Ich hasse Menschen
Ich hasse Menschen
 (8)
Erschienen am 17.03.2018
Julius FischerIch will wie meine Katze riechen
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Ich will wie meine Katze riechen
Ich will wie meine Katze riechen
 (8)
Erschienen am 01.02.2011
Julius FischerIch hasse Menschen. Eine Abschweifung
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Ich hasse Menschen. Eine Abschweifung
Ich hasse Menschen. Eine Abschweifung
 (2)
Erschienen am 20.07.2018
Julius FischerDie schönsten Wanderwege der Wanderhure
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Die schönsten Wanderwege der Wanderhure
Die schönsten Wanderwege der Wanderhure
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Erschienen am 01.06.2015
Julius FischerJulius Fischer - Aspekte der Tiefe
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Julius Fischer - Aspekte der Tiefe
Julius Fischer - Aspekte der Tiefe
 (0)
Erschienen am 01.03.2009

Neue Rezensionen zu Julius Fischer

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Daniel_Allertseders avatar

Rezension zu "Ich hasse Menschen. Eine Abschweifung" von Julius Fischer

Einfach großartig!
Daniel_Allertsedervor 2 Monaten

„Ich hasse Menschen“ ist nicht nur eine Abschweifung, der Roman von Julius Fischer ist mehr als eine Abschweifung, eigentlich eine Hommage an die vielen idiotischen Menschen dieser Welt und die unumgänglichen Alltagssituationen, die man so hasst. Julius Fischer – ein bewundernswerter junger Künstler aus Dresden – hat genau das erkannt und ausformuliert, was Vielen unter uns ebenfalls stört: Unsere Zeitgenossen, unsere Mitmenschen, jene von der schlimmsten Sorte.

In diesem toll gestalteten Booklet befinden sich vier ganz besondere CDs. Vier CDs, die die Live-Lesung von Julius Fischer beinhalten – eine Lesung, die auch ein Schauspiel sein könnte, eine Rede, ein Appell; „Mensch, verhaltet Euch doch nicht so dumm“, Julius Fischers Gedanken und Meinungen zur Gesellschaft, zu seinen Mitmenschen um ihn. Denn „Ich hasse Menschen“ ist sprichwörtlich ein Gedicht über Julius verstärkte Sicht auf die Personen, die sich in seinem Sonnensystem bewegen, über die latenten Hassgefühle, die in ihm schlummern. Doch wer kennt diese typischen Situationen nicht? Man sitzt im Zug, und der Gegenüber kaut genüsslich an einer Möhre oder verschlingt ein übel riechendes Mettbrötchen. Oder auch die laut telefonierende junge Dame, die keinesfalls Rücksicht auf andere, vielleicht arbeitende Menschen gibt. Oder der Seniorenclub, der lauthals diskutiert, und die alle komische Namen haben. Ja, Julius Fischer sitzt in einem Zug, Sie haben es richtig erkannt, und während dieser schier endlos scheinenden Zugfahrt philosophiert Julius Fischer über die wohl zahlreich existierenden Deppen in diesem Zug. Doch das keinesfalls als Hassrede; Julius Fischer hat mit einer gehörigen Portion Humor und viel Witz seine Gedanken zu den zu hassenden Menschen ausgeführt, und das als Hörbuch, erschienen bei DAV. Eine Live-Lesung ist etwas ganz anderes; das Publikum ist involviert, Gelächter hört man stetig – kein Wunder, denn Julius Fischer hat eine gehörige Portion Respekt verdient, denn was sein Werk an Komik und Witz enthält, ist kaum in Worte zu fassen. Meisterhaft liest er aus seinem Buch und erklärt uns seinen Hass auf Menschen – woher kommt dieser Hass, was hat ihn verstärkt – dies alles im Zusammenhang mit seinem Künstler- und auch Privatleben. Was er erlebt hat formuliert er gekonnt humorvoll aus und präsentiert uns ein wahrhaftig kurzweiliges Hörvergnügen, welches die Lachmuskeln permanent beansprucht. Während dem Hören ist mir eigentlich der Auslöser dieses Menschenhasses klargeworden: Julius fokussiert seine Gedanken und Gefühle, wenn er unterwegs ist, sehr stark auf die Menschen um ihn. Er studiert und analysiert sie und entdeckt ohne Ausnahme bei jedem etwas, was er hasst. Selbstverständlich gibt es jene Sorte Mensch, die von Natur aus rücksichtslos und provozierend ist – diese Sorte Mensch thematisiert Julius Fischer auch. Der Autor spricht uns aus der Seele, so viel sei gesagt. Ich als Hörer habe mich in den verschiedensten Alltagssituationen, in denen nervige Menschen vorkommen, wiedergefunden und habe mit Julius Fischer gefühlt, gelacht und bin mit ihm verzweifelt.

Ein wirklich großartiges Hörbuch, beziehungsweise eine humorvolle und überaus lustige Lesung aus „Ich hasse Menschen“ – literarische Comedy, grandios inszeniert von Julius Fischer!

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katha_dbnos avatar

Rezension zu "Ich hasse Menschen" von Julius Fischer

Kurzweilige, bisweilen auch ernstere Satire im typischen Julius-Fischer-Stil
katha_dbnovor 6 Monaten

Bei Julius Fischers Textbändchen werden sich höchstwahrscheinlich die Geister scheiden: Schon der Titel macht ihn bei einigen sicherlich nicht unbedingt sympathisch, bei anderen wiederum rennt er offene Türen ein. Ich gehöre zur letzteren Kategorie, denn mir spricht er mit diesem Satz aus der Seele. Ob nun Supermärkte, Buchmessen oder volle Einkaufsstraßen: Bei größeren Menschenaufläufen stoße ich an meine Grenzen und mein Geduldsfaden ist zum Zerreißen gespannt. Es ist irgendwie beruhigend zu wissen, dass ich damit nicht alleine bin.

Man könnte jetzt schnell denken, "Ich hasse Menschen" sei eine reine Hasstirade, ein Affront gegen die gesamte Menschheit, aber ganz so durchweg menschenverachtend ist es gar nicht. Es ist nicht so, als würde Julius Fischer tatsächlich jeden einzelnen Menschen hassen. Es ist eher der Mensch im öffentlichen Kollektiv, das, wie er meint, die schlechtesten Eigenschaften der Individuen hervorbringt. Und da gebe ich ihm völlig recht. Ob intendiert oder nicht, in "freier Wildbahn" verkommen sie zu hirnlosen Primaten und/oder benehmen sich, als wären sie allein auf der Welt. Das Gute ist: Julius Fischer nimmt sich selbst nicht davon aus und genau das macht es mehr oder weniger in Ordnung, wenn er sich über andere aufregt. Wir alle haben nervtötende Eigenschaften, aber solange man sich dessen bewusst ist und diese mit Humor nehmen kann, kann man durchaus mal schriftlich Dampf ablassen. Zumindest ist das ein besseres Ventil als gewalttätig zu werden.

Wie darf man sich das Buch nun vorstellen? Im Prinzip handelt es sich um mehrere Einzelepisoden, die in einen erzählerischen Rahmen - eine Zugfahrt, bei der dem erzählerischen Ich ein Mann gegenübersitzt, der eine Möhre nach der anderen sehr laut und sehr langsam isst - eingebettet sind. Die einzelnen Geschichten variieren thematisch und hängen nicht wirklich miteinander zusammen. Der einzige rote Faden ist, dass sie immer darauf hinauslaufen, dass er irgendeine Sorte Mensch nicht besonders gut leiden kann. Der ein oder andere Auszug ist einigen regelmäßigen Poetry-Slam-Followern sicherlich schon bekannt, was sie aber nicht weniger unterhaltsam macht. Die Texte sind meistens zum Lachen, es sind aber auch diverse Abschnitte dabei, die einen etwas ernsteren Unterton haben - und das ist auch gut so! In beiden Fällen kann ich mich mit seiner Sicht- und Denkweise identifizieren. Das ist der Hauptpunkt, warum mir dieses Buch so gut gefallen hat.

Wichtig anzumerken wäre, dass man den Text unbedingt so lesen sollte, wie Julius Fischer ihn bei einem Live-Auftritt vortragen würde: mit passenden Tempowechseln und Betonungen und vor allem mit einem sarkastischen bzw. zynischen Unterton. Ansonsten fühlt man sich zum einen früher oder später mal beleidigt, zum anderen ist es dadurch einfach amüsanter und lebendiger. Ich würde also jedem raten, sich vorher wenigstens eine seiner Performances anzusehen, bevor man die Novelle liest.

Fazit
Auch wenn der Titel anderes suggeriert, ist "Ich hasse Menschen" keine reine Hasstirade, sondern in erster Linie eine pointiert und amüsant geschriebene, gelegentlich auch ernstere Töne anschlagende Betrachtung des menschlichen Verhaltens. Man kann sich hier auf den Schlips getreten fühlen, muss es aber nicht. Ich für meinen Teil habe mich ausgesprochen gut mit dem erzählerischen Ich identifizieren können. Das Buch ist vor allem für Fans von Julius Fischer empfehlenswert, für Leute, die schnell von ihren Mitmenschen genervt sind oder perfekt geeignet für eine etwas längere Zugfahrt ;-)

Rezension auf Buntes Tintenfässchen

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rkuehnes avatar

Rezension zu "Die schönsten Wanderwege der Wanderhure" von Julius Fischer

Live ist anders
rkuehnevor 2 Jahren

Ich mag Julius und geh auch gern zu Poetry Slams und mag diese Art von Texten und Kultur, allerdings ist es in gelesener Form, auch wenn man sich den Autor dazu vorstellt, immer noch etwas anderes. Einige Texte waren in der Tat sehr lustig, vieles wiederholt sich aber und vor allem die Art und Weise der Texte ist immer ähnlich und irgendwann etwas ermüdend. Deswegen mit Mühe – gutgemeinte drei Sterne.

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