Inhaltsangabe: "Mo stammt aus einer Familie mit muslimischen Wurzeln. Als er eine Friseurlehre in einem Wiener Nobelsalon beginnt, taucht er ein in eine glamouröse Welt. Eines Abends wird er hinter den Kulissen des Wiener Opernballs eingesetzt und verliebt sich – ausgerechnet in Moritz, einen Jungen aus einer jüdischen Familie. Mo schwebt auf Wolke sieben – und bekommt gleichzeitig kalte Füße: Was, wenn seine Familie davon erfährt? Wird er jemals zu Moritz und seiner Liebe stehen können? Julya Rabinowich erzählt in Mo & Moritz eine Liebesgeschichte von heute, ganz nah dran an den Träumen und Hoffnungen Jugendlicher!"
Dieser Jugendroman ist irgendwie besonders, die Sprache der Autorin ist speziell und ich musste mich erstmal einlesen, aber auch das Thema und das Setting ist außerordentlich und das hat mir wirklich gut gefallen.
Mo, der Protagonist mit muslimischen Wurzeln, hat mich von Anfang an begeistert, er ist sympathisch und als er von der Schule fliegt geht er in eine Friseurlehre. Auch der Friseursalon ist besonders, mit außergewöhnlichen Kunden, aber auch dem empathischen und extravaganten Lehrmeister Herr Franz, der in Mo etwas spezielles sieht und ihm eine Chance gibt. Als Mo auf Moritz trifft und er sich auch noch in ihn verliebt gerät seine Welt komplett aus den Fugen, denn Mo`s Eltern würden niemals eine homosexuelle Beziehung gut heißen. Doch da ist auch noch Mo`s älterer Bruder Faris, der ihm das Leben schwer macht und der selbst mit dem Leben in Deutschland nicht so wirklich klar kommt...
Tatsächlich konnte ich das Buch ab der Mitte nicht mehr aus der Hand legen, ich wollte unbedingt wissen wie es mit Mo & Moritz weiter geht, aber auch ob sich die Probleme um Mo auflösen. Aber Mo ist so ein Kämpfer, obwohl er noch so jung ist. Ich hätte gerne noch viel mehr über ihn erfahren...aber gut das Ende ist eher offen, aber es gibt Hoffnung.
Fazit: Ein toller Jugendroman, in den ich mich zwar erst einlesen musste, der aber auch absolut besonders war und mir lange im Gedächtnis bleiben wird. Der Protagonist, Mo, muss zwar erst lernen für sich einzustehen, aber man merkt durchaus eine Wandlung, was mir richtig gut gefallen hat. Auch die Nebenprotagonisten sind hier stark gezeichnet, vor allem der Friseurmeister Herr Franz und seine Kundin, die von allen die "blaue Fee" genannt wird. Solche Menschen braucht irgendwie jeder in seinem Leben.
























