Julya Rabinowich Dazwischen: Ich

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Inhaltsangabe zu „Dazwischen: Ich“ von Julya Rabinowich

Das Los der 15-jährigen Madina teilen viele Flüchtlingskinder: Sie alle sind Brückenbauer zwischen ihren Familien und dem neuen Leben in der westlichen Welt. Nach einer beschwerlichen Flucht vor dem Krieg in ihrer Heimat ist Madina endlich angekommen, in einem Land, das Sicherheit verspricht. Doch nicht allen in ihrer Familie fällt es leicht, Fuß zu fassen. Und so ist es an Madina, Mittlerin zu sein zwischen ihrer Familie im Flüchtlingsheim und dem unbekannten Leben außerhalb. Sie nimmt das Schicksal ihrer Familie in die Hand und findet in Laura eine Freundin, die für sie in der Fremde Heimat bedeutet. Eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Migration und das Erwachsenwerden in Zeiten von Krieg und Verfolgung – authentisch erzählt.

In Tagebuchform geschriebene Geschichte eines Flüchtlingsmädchen in DE. Ich habe mit Madina gefiebert, und war am Ende sehr stolz auf sie ..

— Bogenstahl
Bogenstahl

Schönes, berührendes Buch, das zum Nachdenken anregt

— KatiesBookshelf
KatiesBookshelf

Authentisch und poetisch. Ein Jugendbuch, das zum Nachdenken anregt.

— tomatenjohnny91
tomatenjohnny91

Poetisch, klug & berührend: Dieses Buch ist ein kleines Juwel für Jugendbuch-Liebhaber. Und alle anderen.

— TinaLiest
TinaLiest

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  • Ein Goldstück der authentischen Jugendliteratur

    Dazwischen: Ich
    Damaris

    Damaris

    29. December 2016 um 08:31

    Julya Rabinowich hat für ihren ersten Jugendroman ein brandaktuelles Thema gewählt. Sie erzählt von Madina, einem 15-jährigen Flüchtlingsmädchen, das mit seiner Familie in einem sicheren Land angekommen ist. Die Familie ist erleichtert, wird aber gleichzeitig vor ganz neue und ungewohnte Herausforderungen gestellt. Und die Autorin muss es wissen, denn sie ist als kleines Mädchen ebenfalls mit ihrer Familie emigriert. Wie authentisch und empfindsam Madinas Geschichte erzählt wird, hat mich während des Lesens immer wieder auf's Neue überrascht.Aus welchem Land Madina und ihre Familie stammen, weiß der Leser nicht. Man kann es sich aber (leider!) sehr bildlich vorstellen. Auch das Ankunftsland wird nicht namentlich erwähnt, nur, dass es sich um ein sicheres Land in Europa handelt. Anhand von Kleinigkeiten in der Geschichte, wie eine Bergwanderung, Behördengänge oder den Schulalltag, kann man sich aber auch hier schnell festlegen.Erzählt wird die Geschichte von Madina selbst. Wie ihre ganze Familie freut sie sich in Sicherheit zu sein, möchte für immer bleiben und sieht in dem neuen Land ihre Zukunft. Darum lernt sie fleißig die fremde Sprache, um sich gut verständigen zu können. Damit sind die Probleme aber nicht gelöst. Denn Madina erfährt nicht nur Ablehnung und Ungerechtigkeiten, sie wird auch verantwortlich für die gesamte Kommunikation ihrer Familie gegenüber Behörden und im Alltag. Obwohl sie positiv in die Zukunft schauen will, bleiben ihre Eltern hinter ihr zurück. Der Vater schottet sich frustriert ab, die Mutter schweigt hilflos und das Verhältnis zu ihrem kleinen Bruder ist konfliktreich.Alle warten hier. Niemand hat etwas anderes zu tun. Bis der Startschuss zum Hierbleiben fällt. Dieses Warten ist so schwerelos wie Gegenstände im Weltraum. Kein Boden. Kein Oben, kein Unten. Die Erwachsenen kreisen um sich selbst, weil einfach nichts anderes da ist. Alle die noch nicht volljährig sind, haben es leichter. Wir dürfen etwas. Wir tun etwas. Die Erwachsenen kreisen um sich selbst, und wir sind Kometen, die zwischen Schule und Kindergarten und dem großen Warten hin- und herziehen. Das hilft. - S. 29Im Buch geht es nicht nur um die offensichtlichen Schwierigkeiten einer Flüchtlingsfamilie nach ihrer Ankunft. Es geht um Ängste, die Verarbeitung von großem Leid, und um das Bewusstsein kultureller Unterschiede zwischen zwei völlig unterschiedlichen Ländern. Vor allem aber geht es um Madinas Ansichten, um ihre Gefühle. Sprachlich einzigartig und wunderbar speziell, entwickelt sich die Geschichte überraschend, vielleicht nicht immer verständlich, und auch tragisch. Madina wird regelrecht gezwungen über sich hinauszuwachsen und sich vom konventionellen Denken ihrer Familie zu lösen. Das Ende ist zielgerichtet und willensstark. Es stimmt nachdenklich und lässt das Buch noch lange nachklingen.Fazit"Dazwischen: ich" ist ein Goldstück der authentischen Jugendliteratur. Das Buch öffnet die Augen für Dinge, die oft außerhalb der persönlichen Komfortzone liegen. Um die sich Menschen wie du und ich keine Gedanken machen müssen. Die Geschichte ist sehr bewegend, mit großartigem Ausdruck und in einer exzellenten Sprache erzählt. Dabei ist sie nicht wertend und lässt Raum für eine eigene Meinungsbildung.

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  • Ja, das Buch macht Mut, aber es macht auch nachdenklich

    Dazwischen: Ich
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    30. November 2016 um 14:06

    In ihrem ersten Jugendbuch hat die selbst als Kind emigrierte Schriftstellerin Julya Rabinowich die Geschichte eines Flüchtlingsmädchens erzählt.Sie heißt Madina und ist aus einem Land im Krieg zusammen mit ihrer Familie nun endlich in einem Land angekommen, das ihnen Sicherheit verspricht. Sie fühlt sich wohl, hat mit Laura aus ihrer Klasse eine Freundin gefunden, die für sie mitten in der Fremde so etwas wie Heimat ist. Dennoch ist sie wie zerrissen:„Ich war einerseits ganz glücklich und andererseits traurig. Hier kann Damals einfach nicht ersetzen. Gegenwart kann die Vergangenheit nur abschwächen, sie verschleiern, sie überdecken. Dann spürt man sie nicht mehr so tief und schneidend. Aber sie ist dennoch da.“Madina, die ihre Geschichte selbst erzählt, ist diejenige, die bei den ermüdenden Behördengängen, in dem sie Dutzende Male immer wieder ihre Geschichte erzählen müssen, für die Familie übersetzt. Ihre Eltern und ihre fast stumme Tante Amina tun sich sehr schwer. Sie tragen etwas mit sich aus ihrer Vergangenheit in der Heimat, was Madina zunächst nur spürt, dann aber, als sie es herausbekommt, fast zerreißt. Aber es ist nicht nur ihre Freundin Laura, die sie unterstützt, auch Frau King, die Lehrerin, die ihr Nachhilfe gibt und Frau Wischmann von der Schulsozialarbeit helfen ihr, wo sie können.Als Madinas Vater aus Gründen, die hier nicht verraten werden, in seine Heimat zurückwill, weil Ehre und Werte es von ihm fordern, muss Madina eine schwerwiegende Entscheidung treffen…„Dazwischen Ich“ ist eine bewegende und auch Mut  machende Geschichte. Ihre Arbeit mit Flüchtlingen hat der Autorin sehr geholfen dabei, eine authentische Erzählung zu schaffen, die dem Leser einen vertieften Einblick zu geben vermag in die vergangene und aktuelle Lebenswelt von Flüchtlingen und wie beide sich vermengen.Ja, das Buch macht Mut, aber es macht auch nachdenklich angesichts der vielen Probleme – hier im Buch sind es vor allem familiendynamische und psychosoziale Konflikte- denen sich Flüchtlinge hier bei uns gegenüber sehen.

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  • "Dazwischen: ich" von Julya Rabinowich

    Dazwischen: Ich
    TinaLiest

    TinaLiest

    13. September 2016 um 21:41

    Kennt ihr das, wenn ihr in der Buchhandlung ein Buch entdeckt, das ihr noch nicht 100x irgendwo gesehen habt? Das auch noch gut klingt und ein wirklich hübsches Cover hat? Dann muss man doch einfach zuschlagen, oder? So ist es mir im August mit „Dazwischen: ich“ von Julya Rabinowich ergangen. Ich habe es gesehen, den Klappentext gelesen und ich habe es in mein heimisches Bücherregal einziehen lassen, unwissend, welches Juwel ich da in Händen hielt.„Dazwischen: ich“ ist ein Jugendroman, geschrieben aus Sicht des 15-jährigen Flüchtlingsmädchens Madina, die mit ihrer Familie aus ihrer kriegsgeplagten Heimat geflohen und nach Deutschland gekommen ist – nicht ohne Grund, denn ihr Vater hat als Sanitäter Verwundeten beider Fronten geholfen, weswegen ihm nun der Tod in der Heimat droht. Madinas Tagebuch, das man als Leser des Romans liest, ist Zeuge ihrer kleinen und großen Probleme – Probleme, die mit der Flucht und dem Leben im Flüchtlingsheim in einem fremden Land einhergehen, aber auch Probleme, die jeder Teenager kennt. Vom Streit mit dem kleinen nervigen Bruder über die strengen Regeln des Vaters bis hin zu den Schikanen im Flüchtlingsheim ist alles dabei. Es geht um Familie, um Ehre, um Freundschaft und um Integration. Um die Zerrissenheit zwischen zwei Welten, zwischen zwei Kulturen, um Freiheit und um das Erwachsenwerden. Was jedoch das Besondere ist: Es wird dabei keinesfalls zu sehr auf die Tränendrüse gedrückt, das Leserherz wird aber gerade dadurch besonders gerührt.Julya Rabinowich findet für Madinas Geschichte genau die richtigen Worte, emotional, leise, klug und stark. Sie trifft den richtigen Ton für ein wichtiges Thema, verpackt einen zerstörerischen, elenden Hintergrund in wunderschöne Worte und eine bildhafte Sprache, der man die Fantasie, die Träume von Madina anmerkt. Die Worte passen zu einer 15-Jährigen, sie unterstreichen die Situation – egal ob Leichtigkeit oder Trauer gefragt ist – und sie treffen irgendwo zwischen Bauch, Herz und Hirn genau die richtige Ecke der Gefühle.Doch ich will gar nicht mehr verraten, sondern hiermit eigentlich nur neugierig machen auf ein Buch, das noch sehr viele Leser finden sollte. Lest es. Es lohnt sich.Hier geht's zur Rezension auf meinem Blog.

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