Julya Rabinowich Herznovelle

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Inhaltsangabe zu „Herznovelle“ von Julya Rabinowich

Eine Frau wird von ihrem Mann ins Krankenhaus gebracht, zu einer Herzoperation. Die beiden wirken wie Schlafwandler, keiner scheint den anderen wahrzunehmen. Nach einer erfolgreichen Operation kehrt sie schon nach wenigen Wochen nach Hause zurück. Doch schon bald plagen sie Träume, in denen sie mehr lebt als in ihrem realen Leben. Sie findet in den Alltag vor ihrer Operation nicht mehr zurück. Im Krankenhaus begibt sie sich auf die Suche nach dem Herzspezialisten, ihrem Lebensretter, der ihr Herz berührt hat. In der deutschsprachigen Literatur der Gegenwart ist Julya Rabinowich eine neue Stimme, die aufhorchen lässt. "Herznovelle" ist ein Text über die große Sehnsucht nach einem Leben vor dem Tod.

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  • Rezension zu "Herznovelle" von Julya Rabinowich

    Herznovelle
    nw0783

    nw0783

    26. December 2012 um 17:37

    Langweilig und ohne wirkliche Handlung ! Obwohl das Thema interessant wäre wurde es meiner Meinung nach sehr schlecht verpackt !

  • Rezension zu "Herznovelle" von Julya Rabinowich

    Herznovelle
    leserin

    leserin

    24. August 2012 um 13:03

    Ich habe das Buch zwar gelesen, aber irgendwie hat es micht überzeugt.

  • Rezension zu "Herznovelle" von Julya Rabinowich

    Herznovelle
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    21. November 2011 um 08:31

    Mit einem literarisch etwas höherwertigen Arztroman haben einige Kritiker das neue Buch von Julya Rabinovich etwas abschätzig verglichen, die mit ihrem Roman „Spaltkopf“ eben jene Kritiker schwer begeistert hatte. Ich kann mich dieser negativen Kritik nicht anschließen. Die kleine Novelle, deren in kurze Absätze gefasste Abschnitte immer wieder mit Gedichten aufgelockert werden, erzählt die Geschichte eine Frau. Ohne einen eigenen Namen zu besitzen, erzählt sie in der Ich-Form. Zunächst von ihrem doch sehr gefühllosen Verhältnis zu ihrem Mann Bernhard, der sie eines Tages zu einer wohl schon länger geplanten Herzoperation ins Krankenhaus bringt. In einer Situation, in der die beiden Beistand und Trost bräuchten in ihrer jeweiligen Angst vor dem Eingriff, begegnen sie sich wie Schlafwandler, haben sich nichts zu sagen. Ob dieses trostlose Schweigen schon länger andauert, wissen wir nicht, doch wir vermuten, dass es erheblich dazu beiträgt, dass sich die Frau in den Chirurg, der sie operiert, der ihr „Herz berührt“, verliebt. Obwohl dieser Arzt ihr sehr sachlich und distanziert in der Klinik gegenübertritt, kann sie – wieder zu Hause – nicht von den Gedanken an ihn lassen. Es sind vor allen Dingen ihre Träume, in denen ihr Leben sich verändert, in denen es so wird, wie sie es sich wohl schon lange erträumt. Obwohl die Operation gut verlaufen ist, kommt sie in ihr Leben, das sie vor der OP geführt hat, nicht mehr zurück. Denn da hat jemand ihr Herz berührt, und das hat alles verändert. Sie täuscht einen Herzanfall vor, um wieder in die Klinik zu kommen. Dort macht sie sich auf die Suche nach dem Mann, der ihr Leben gerettet hat. Er, so ist sie fest überzeugt, wird sie verstehen. Er, der doch ihr Herz berührt hat, kennt sie besser als jeder andere. Bei ihm wird sie ankommen, leben und geliebt werden. Die fortlaufende Erzählung wird immer wieder von Traumsequenzen und lyrischen Passagen unterbrochen in einer Novelle, die nicht anderes tut, als in dramatischen Worten die große Sehnsucht zu formulieren nach einem glücklichen und sinnvollen Leben vor dem Tod.

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  • Rezension zu "Herznovelle" von Julya Rabinowich

    Herznovelle
    adelheid

    adelheid

    27. March 2011 um 21:54

    Ein schräger Text - eine schräge Szenerie - eine schräge Frau. Die Novelle hat was, die lyrischen Elemente zwischendrin haben poetische Kraft, die weibliche Hauptfigur ist skurrill und spannend. Die Vermischung von Realem und Irrealem, von Wirklichkeit und Vorstellung führt zu einer interessanten Irritation. Wie die Hauptfigur selbst, so könnte man meinen, weiß man oft nicht, in welcher Dimension man sich gerade befindet. Aber dennoch bleibt man irgendwie ratlos zurück - gerade, da das Ende so harmlos ist. Eine Frau, die Kreide gefressen hat?

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  • Rezension zu "Herznovelle" von Julya Rabinowich

    Herznovelle
    Mirka

    Mirka

    27. March 2011 um 13:27

    Ein bisschen auf die Nerven gegangen ist sie mir ja schon, die namenlose Ich-Erzählerin, die Julya Rabinowich uns in „Herznovelle“ vorgesetzt hat. Sie ist unzufrieden, anstrengend, vielleicht sogar gestört, entwickelt sich im Verlauf der Geschichte immer mehr zur Stalkerin, überschreitet eigene Grenzen, aber auch die des guten Geschmacks. Alles beginnt damit, dass eine nicht mehr ganz so junge Frau, besagte Ich-Erzählerin, sich am Herzen operieren lässt, da ihr Herz unregelmäßig schlägt, hin und wieder aussetzt. Sie wird von ihrem Mann Bernhard, von Rabinowich als Langweiler und Spießer karikiert, dem seine Frau nach und nach, mit zunehmendem Wahnsinn, über den Kopf wächst, ins Krankenhaus gebracht und nach der Operation ist nichts mehr wie zuvor. Der Arzt, der ihr das Leben gerettet hat, geht ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf – er hat „ihr Herz berührt“. Erst verfolgt er sie nur in ihre Träume, dann kann sie ihn auch im wachen Zustand nicht mehr loslassen, muss ihn kennen lernen, will ihm nah sein, verfolgt, zwingt sich ihm auf. Ihre Obsession geht so weit, dass sie ihre Tabletten nicht mehr nimmt, um erneut Herzprobleme zu haben und von „ihrem“ Arzt behandelt zu werden. In ihr altes Leben, ein Leben, in dem sie längst nicht mehr glücklich gewesen zu sein scheint, findet sie nicht mehr wirklich zurück, es erscheint ihr schal und ohne Sinn und Zweck – befreit von ihrer Krankheit will sie diese große Mehr; oder zumindest: ein Anders. An einigen Stellen ist es nicht ganz einfach zu unterscheiden, ob wir es mit einer Traumpassage zu tun haben oder mit etwas, das tatsächlich geschieht, die Übergänge sind hier sehr fließend und weich gewählt. Dass, wie angepriesen, Herznovelle „ein Text über die große Sehnsucht nach einem Leben vor dem Tod“ ist, kann ich nur bedingt unterstützen. Die Hauptprotagonistin mag diese Sehnsucht haben, aber sie unternimmt letztlich nichts, um sich von den Fesseln ihres Lebens zu befreien, stattdessen führt sie sich auf wie eine verblende, verliebte Teenagerin, die ihrem großen Idol in Hotellobbies auflauert. Lobenswert hervorzuheben ist allerdings Rabinowichs Schreibstil: Sehr bildhaft, sehr drastisch, dem überzogenen Verhalten der Hauptprotagonistin mit ausufernden Satzkonstrukten angemessen. Sehr schön sind auch die lyrischen Passagen, die eingeflochten sind in die Erzählungen der Kranken. Was mich hauptsächlich gestört hat, waren die Stellen, an denen die Hauptprotagonistin sich in solche Extreme bewegte, dass mir, als Leser, die Geschichte regelrecht konstruiert vorkam, zu überzeichnet, zu unzeitgemäß. Die Ich-Erzählerin wird so unemanzipiert dargestellt, ihr Glück wird so sehr auf einen Mann projiziert, dass es mir, als emanzipierter, moderner Frau ganz schlecht wird. Auch das Ende, dem man immerhin zugestehen muss, dass es recht offen formuliert ist, bricht daraus nicht aus, im Gegenteil: Die Ich-Erzählerin verharrt weiterhin, wartend, dass das Leben zu ihr kommt. Sich selbst aufzurütteln, von der Passivität zu befreien, das scheint nichts für sie zu sein. Sie steckt fest und tut nichts dagegen. Eine abschließende Empfehlung zu formulieren fällt mir nicht ganz leicht. Es gab Passagen, durch die ich mich förmlich durchquälen musste, vor allem, als die Obsession der Hauptprotagonistin immer offensichtlicher und kindischer wurde, Anfang und Ende habe ich hingegen am Stück weggelesen, haben mir auch zum größten Teil gefallen. Wer experimentelle Bücher mag, Bücher, die ein Abbild sind von unserem Scheitern und unseren Abgründen, wer auch Bücher mit unsympathischen Hauptprotagonisten zu schätzen weiß, der soll sich an „Herznovelle“ versuchen und wird es mögen. Wer mit solchen Büchern auf Kriegsfuß steht, sollte sich lieber für etwas Positiveres entscheiden. Ich selbst gehöre eigentlich zur Gruppe ersterer, habe mich aber am dargebrachten Frauenbild – obwohl von einer Frau verfasst! – gestoßen, was meiner Faszination für die schöne Sprache aber keinen Abbruch getan hat.

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  • Rezension zu "Herznovelle" von Julya Rabinowich

    Herznovelle
    Ninawer

    Ninawer

    06. February 2011 um 19:56

    Ergreifende und gleichzeitig kühl geschilderte Geschichte einer Obsession... Sehr berührend, aber auch tragikomisch. Zum Weinen, Lachen und Mitfühlen...Wenn Sie mal in der Haut einer Stalkerin stecken wollten- go for it.