June Opie , Hansjürgen Wille Ich will leben

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Inhaltsangabe zu „Ich will leben“ von June Opie

Wie ich die Kinderlähmung besiegte. . In diesem Buch erzählt June Opie, eine junge Neuseeländerin, die Geschichte der heimtückischen Krankheit, die sie sich auf der Reise von der Heimat nach London, wo sie studieren sollte, geholt hatte: der spinalen Kinderlähmung oder Polio, wie sie heute meist genannt wird. Sie berichtet, wie man sie, ohne zu wissen, was ihr eigentlich fehlte, in eine große Londoner Klinik, das St. Mary Krankenhaus, brachte, wie dort ihre Krankheit in kürzester Zeit den Höhepunkt erreichte und alle körperlichen Funktionen des jungen Mädchens lähmte, bis sie sich nur noch durch das Bewegen eines Augenlids ihrer Umgebung verständlich machen konnte. Es ist ein weiter, ereignisreicher Weg vom Ausbruch der Polio über die Eiserne Lunge und andere Heilmethoden der modernen Medizin bis zu dem Tage, da June Opie wieder gehen konnte. Ein Weg, der trotz unzähliger Rückschläge und Anfälle der Verzagtheit durch ärztliche Kunst und durch die eigene bewußte Mitarbeit June Opies, durch ihren starken Willen »zu leben« zur Genesung führte. Die Autorin läßt ihn den Leser in allen seinen Phasen miterleben: ein zähes Ringen, in dem jeder Fortschritt mühsam errungen werden muß. Sie erzählt die Geschichte ihrer Krankheit auf eine unmittelbare Weise, realistisch und genau in den medizinischen Details und in den psychologischen Fakten, ohne der Versuchung zu erliegen, sentimental und sensationell zu werden. Obwohl sie selbst im Mittelpunkt der Ereignisse steht, hört sie niemals auf, sich für alles Menschliche in ihrer Umwelt zu interessieren. Kritisch und mit Humor erinnert sie sich ihrer schwachen Stunden, erzählt von den menschlichen Beziehungen, die sie im Krankenhaus anknüpft, von den verschiedenen Schicksalen, denen sie begegnet, von den vielen unendlich bemühten und fähigen Menschen, die ihr in ihrem Kampf zur Seite stehen: Ärzte, Schwestern, Freunde, Mitpatienten, Studenten und ganz fremde Besucher, die von diesem tapferen Mädchen gehört haben. So bekommen wir in diesem Bericht - ein Tatsachenbericht im wahrsten Sinne des Wortes - zugleich einen Einblick in den Ablauf eines großen medizinischen Apparates, der, mit den neuesten wissenschaftlichen Entdeckungen und Hilfsmitteln ausgerüstet, den alten Kampf führt gegen Krankheit und Tod. Aber, und das ist die wirkliche Lehre dieses Buches: Wissenschaft und ärztliche Kunst allein genügen nicht. Der Mensch, der Kranke muß mitkämpfen. (Quelle:'Fester Einband/01.01.1959')

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