Und so verlierst du sie

von Junot Díaz 
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Und so verlierst du sie
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Flapsig, ehrlich, ernst, berührend, locker und offen. Gelungene Kunzgeschichten darüber, wie man eine Beziehung gegen die Wand fährt.

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Inhaltsangabe zu "Und so verlierst du sie"

Der Pulitzerpreisträger Junot Díaz erzählt von der Liebe – von Leidenschaft und Verirrung, von Betten, in denen man nicht landen, und Herzen, die man nicht brechen wollte. Díaz‘ Held Yunior taumelt durch sein Leben zwischen Karibik und New Jersey, er liebt mit aller Kraft und wird im Klammergriff des Machismo doch immer wieder schwach. Ein berührend witziges und bestürzend ehrliches Buch über das Dilemma zwischen Aufbruch und Ankommen – in der Liebe wie im Leben. Nach seinem Welterfolg ›Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao‹ meldet sich Díaz fulminant zurück – er ist die Stimme des jungen Amerikas.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783100139221
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:S. FISCHER
Erscheinungsdatum:26.09.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    katzenminzes avatar
    katzenminzevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Flapsig, ehrlich, ernst, berührend, locker und offen. Gelungene Kunzgeschichten darüber, wie man eine Beziehung gegen die Wand fährt.
    Scheitern auf Dominikanisch

    Scheitern auf Dominikanisch
    Nachdem ich vor Jahren „Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao“ gelesen und furchtbar geliebt habe, habe ich es nun endlich geschafft das (meines Wissens) einzige weitere Werk von Junot Diaz zu lesen. In diesem Buch sind einige Kurzgeschichten versammelt, die Diaz über die Jahre im New Yorker veröffentlicht hat. Der rote Faden dieser Geschichten ist, dass sie sich alle um Yunior oder seine Familie drehen. Und natürlich darum, wie man eine Beziehung vollkommen gegen die Wand fährt.


    Die Erzählperspektiven fand ich dabei sehr gut gewählt. Denn neben den Titelgebenden scheiternden Beziehungen erfährt man auch viel aus dem Leben Yuniors. Über die Beziehung seiner Eltern zum Beispiel, über ihre Immigration in die USA oder über den Tod seines Bruders. Jede Geschichte gibt einen kurzen Einblick in verschiedene Leben, verschiedene Beziehungen, verschiedene Sorgen. Die Geschichten waren für mich alle „rund“, trotzdem hätte ich jeweils noch seitenlang weiterlesen können. Über Yuniors Mutter zum Beispiel, hätte ich gerne noch mehr erfahren.


    Diaz hat eine sehr flapsige, offene, lockere aber auch vulgäre Sprache, die perfekt zu seinen machohaften männlichen Charakteren passt. „Streetwise“, nennt der Klappentext sie. Und das passt.


    „Dann siehst du sie an mit einem Lächeln, das dein Heuchlergesicht nie vergessen wird, solange du lebst. Süße, sagst du, Süße, das gehört zu meinem Roman.
    Und so verlierst du sie.“

    S. 69


    Sehr schade fand ich, dass es hier keine Übersetzung der vielen spanischen Wörter und Sätze gab. Nachdem ich „Oscar Wao“ gelesen hatte, konnte ich dank des umfangreichen Glossars spanisch Fluchen. Hier hätte man sich alles selbst „ergoogeln“ müssen. Da ich dazu keinen Nerv hatte und den Lesefluss nicht unterbrechen wollte, ist mir inhaltlich einiges entgangen.


    Die Geschichten leben alle von einer Diaz eigenen Mischung aus flapsig und berührend. Sie sind zum Schmunzeln, Kopfschütteln und Mitfühlen gleichermaßen geeignet. Ich fand es toll wie Yunior liebt. Wie sehr und wie viel und wie ehrlich. Und trotzdem versaut er es immer und immer wieder auf ähnlich dämliche Art und Weise.


    Insgesamt war es ein schönes Buch, das leider viel zu schnell ausgelesen war. Man muss Diaz Ton mögen aber auch wenn es mal sprachlich zu derb daherkommt, entschädigen die einfühlsamen Passagen über Liebe, Verlust und die Innensicht seiner Charaktere allemal. Ich hoffe sehr, dass Diaz ganz bald noch einen weiteren Roman schreiben wird.

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    ju_theTrues avatar
    ju_theTruevor 5 Jahren
    Khornes avatar
    Khornevor 5 Jahren

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    Pressestimmen

    So ehrlich, lustig und sexy können nur wenige über den ganz normalen Alltag schreiben. […] Ein Vergnügen.

    berührend, komisch und gnadenlos ehrlich

    ein wilder, vitalistischer Spaß.

    Kempers Übertragung dieses […] kunstvoll gebauten Buchs enthält alle wichtigen Zutaten: lässigen Humor, unfehlbaren Rhythmus und ein scharfes Ohr für die Nuancen des Schimpfens und Fluchens.

    Für Yunior hat Díaz eine unverwechselbare Sprache geschaffen, eine Mischung aus mit Spanisch durchsetztem Slang, Poesie und funkelnder Anschaulichkeit, hochartifiziell und authentisch zugleich.

    Das Wesen der Prosa von Junot Díaz besteht vielmehr darin, […] dass sie psychologisch von einer geradezu gespenstischen Genauigkeit ist.

    Der beste amerikanische Schriftsteller der Gegenwart wurde in der Dominikanischen Republik geboren.

    Díaz ist intensiv und direkt und öffnet seinen dominikanisch-amerikanischen Kosmos in aller epischen Schönheit, kurz angerissen, Funken, Fetzen, lyrische, brutale Liebe.

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