Jurek Becker Bronsteins Kinder

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Inhaltsangabe zu „Bronsteins Kinder“ von Jurek Becker

<p>Damals, 1973, lebte Hans zusammen mit seinem Vater. Mit Martha, der Frau, die er liebte, fuhr er häufig zu dem Häuschen des Vaters vor der Stadt. Eines Tages fand Hans das Haus besetzt. Dies war der Beginn einer Geschichte, die sein Leben veränderte: In dem Haus wurde ein Mann gefangengehalten.</p>

Leicht geschrieben - mit Tiefang uns Raffinesse

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Goldbesen

Ein bewegender Roman von einem großartigen Erzähler.

— Buchliese
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    Bronsteins Kinder
    Buchliese

    Buchliese

    31. December 2014 um 17:06

    Vor einem Jahr kam mein Vater auf die denkbar schwerste Weise zu Schaden, er starb. Das Ereignis fand am vierten August 73 statt, oder sagen wir ruhig das Unglück, an einem Sonnabend. Ich habe es kommen sehen. Hans ist 17 Jahre alt und sucht mit seiner Freundin Martha die traute Zweisamkeit im Wochenendhaus des Vaters am Rande Berlins. Eines Tages steht vorm Haus ein Auto, im Haus befinden sich vier Männer. Der Vater und zwei seiner Freunde halten einen ehemaligen KZ-Aufseher gefangen. Fast 30 Jahre nach Ende des Krieges nehmen sie Rache an einem Mann, den sie zu Zeiten des Krieges nie begegnet sind. Hans gerät in eine große emotionale Bedrängnis. Wer trägt jetzt Schuld? Ist der Schuldige von damals jetzt schuldlos? Ein Jahr später erzählt Hans seine Geschichte. Nach dem Tod des Vaters haben ihn Marthas Eltern aufgenommen. Für ihn ist auch das eine Qual, die Liebe längst zerbrochen. Doch langsam kommt Hans im Leben wieder an und erzählt seine Geschichte. Jurek Becker, weltbekannt sein Roman "Jakob der Lügner", erzählt abwechselnd die Geschichte von damals und heute. Einfühlsam lässt er Hans von seinen Sorgen und Nöten erzählen. Seiner Liebe Martha kann er sich im Glauben, ihre Beziehung schwer zu belasten, nicht anvertrauen. Seine verzweifelten Versuche, den starrsinnigen Vater von seinem Vorhaben abzubringen, entfernen die Männer immer weiter voneinander. Übrig bleiben Hans und seine Geschichte. Ein bewegender Roman von einem großartigen Erzähler.

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  • Rezension zu "Bronsteins Kinder" von Jurek Becker

    Bronsteins Kinder
    olgica

    olgica

    26. May 2010 um 11:21

    "Darf einer, der mit dreißig Jahren geschlagen wurde, mit sechzig zurückschlagen?" Der 19jährige Hans Bronstein lebt im Jahre 1973 zusammen mit seinem Vater, seine doppelt so alte Schwester wurde während des Krieges weggegeben, da die Familie jüdischen Glaubens ist. Die Schwester ist seither geistig verwirrt und lebt in einem Heim, wo sie regelmäßig von Hans besucht wird. Als Hans sich mit seiner Freundin Martha zu einem romantischen Stelldichein in der Waldlaube seines Vaters treffen will, macht er dort eine schockierende Entdeckung: Sein Vater und zwei weitere Männer, halten dort einen Mann gefangen und scheinen ihn auch zu foltern. Der Mann war im Krieg Aufseher in einem Konzentrationslager und die drei Juden möchten sich nun rächen. Jurek Becker verwebt geschickt zwei Zeitebenen miteinander. Der Ich-Erzähler berichtet abwechselnd aus seinem jetzigen Leben und dem von vor einem Jahr, als er das Geheimnis seines Vaters entdeckte. Mit einer lebendigen Sprache werden die Ereignisse und Gedanken unterhaltsam geschildert. Leider bleibt jedoch einiges im Dunkeln was mich noch interessiert hätte, z.B. woran Hans' Vater gestorben ist oder warum seine Beziehung zu Martha gescheitert ist. Aber das ist wohl nebensächlich, denn der Roman behandelt zentral zwei grundsätzliche Problematiken; Dürfen sich Kriegsopfer an ihren Peinigern rächen? und Darf ein Geheimnis unter keinen Umständen verraten werden? Zu letzterer Frage ist der Gefühlszwiespalt von Hans sehr gut beschrieben und man kommt nicht umhin sich zu fragen, wie man selbst in dieser moralischen Zwickmühle verfahren würde. Die Frage der Rache wird weniger ausführlich besprochen, doch steht sie stets im Raum. Handelt es sich doch fast um eine Grundfrage der Menschheit, die bereits mit dem Zitat "Auge um Auge, Zahn um Zahn" im Alten Testament aufgeführt wird, dem Buch woran Juden und Christen gleichermaßen glauben.

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  • Rezension zu "Bronsteins Kinder" von Jurek Becker

    Bronsteins Kinder
    Denise93

    Denise93

    11. February 2010 um 19:00

    Eine spannende Geschichte, interessant gegliedert. Das Gefühl was man tun soll, ob man ein Geheimnis verraten soll oder nicht, kenn ich nur zu gut aber bei ist es nicht mal ansatzweise so schlimm wie bei Hans. In dem Buch war noch eine kurze Biographie des Autors, wodurch ich festgestellt habe, dass der Roman viele autobiographische Teile hat.

  • Rezension zu "Bronsteins Kinder" von Jurek Becker

    Bronsteins Kinder
    UteSeiberth

    UteSeiberth

    28. November 2009 um 19:27

    Ich habe dieses Buch nach vielen Jahren nochmals gelesen und bin erstaunt, wie sehr ich gleich wieder in diese Situation hineingezogen wurde.Die Geschichte spielte in der ehemaligen DDR um 1973 und ein junger Mann erlebt durch Zufall,wie sein jüdischer Vater mit zwei ebenfalls jüdischen Freunden versucht sich persönlich an einem früheren Lageraufseher zu rächen.Mich haben die Skrupel des jungen Mannes,eine persönliche Abrechnung durchzuführen,sehr angesprochen,denn er kann die Situation des Vaters nicht nachvollziehen,weil über diese Zeit nie gesprochen wurde.Die Arbrechnung sollte in einem alten Gartenhäuschen stattfinden,wohin der Aufseher unter falschen Vorwand gelockt worden ist.Er wird von den Männern traktiert und gefesselt und der Sohn möchte diese schreckliche Situation ohne Wissen des Vaters beenden und den Gefangenen freilassen.Bei der Befreiung findet er seinen Vater tot in der Hütte,der wahrscheinlich von lauter Aufregung einen Herzinfarkt bekommen hatte.Dem jungen Mann bleiben nur die ungeklärten Fragen über die Vergangenheit seines Vaters und das belastet ihn sehr,weil er mit dem Vater nicht mehr darüber sprechen konnte.Um sich von dieser Geschichte zu befreien beginnt er eines Tages, sie zu erzählen.Ich finde das eine großartige Sache von dem jungen Mann,dass er diesen schrecklichen Konflikt seines Vater mit seiner Vergangenheit so friedlich lösen will.Das finde ich wirklich beeindruckend.

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  • Rezension zu "Bronsteins Kinder" von Jurek Becker

    Bronsteins Kinder
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    01. June 2009 um 09:04

    Bei der Thematik des Buches hatte ich sicherlich wesentlich mehr Tiefgang erwartet. Beim Lesen hat man hier allerdings das Gefühl, die Gedankengänge werden nur kurz angetickt und dann wird man als Leser allein gelassen, auch das Ende war verblüffend, weil es so viel offen ließ. Natürlich kann man sich das meiste selbst zusammenreimen und seine eigenen Gedanken zu finden und zu formulieren ist ja durchaus nichts schlechtes, aber hier hat es mich irgendwie gestört. Absolutes Plus trotz des Klassikerstatus ist dies ein sehr lesbares und verständliches Buch, wenn sich auch viel zwischen den Zeilen abspielt, passiert doch auch noch genug auf den Zeilen, um zu unterhalten. Ich bin zwiegespalten in der Bewertunge einerseits, fand ich das wirklich gut, andererseits fehlte mir doch sehr vieles...

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  • Rezension zu "Bronsteins Kinder" von Jurek Becker

    Bronsteins Kinder
    sassi

    sassi

    20. July 2007 um 12:47

    dieses buch hat mich wirklich überrascht! zuerst war ich etwas unschlüssig, ob ich es wirklich lesen will. "nicht schon wieder was über den holocaust!", dachte ich, aber es kam dann wirklich anders. es war in einer gewissen weise spannend & fesselnd, es gab keine längen & war wirklich gut zu lesen. vor allem die zeitsprünge machen das buch interessant. ich bin richtig begeistert & würde es jedem weiter empfehlen.

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