Juri Andruchowytsch , Andrzej Stasiuk Mein Europa

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Inhaltsangabe zu „Mein Europa“ von Juri Andruchowytsch

Zwei Essays über das sogenannte Mitteleuropa nennen Juri Andruchowytsch und Andrzej Stasiuk ihr literarisches Doppelportrait einer Landschaft, die sie gemeinsam durchreist haben. Zu Fuß und im Auto zwischen den Beskiden und der Bukowina unterwegs, auf polnischem, slowakischem, tschechischem, ungarischem, rumänischem und ukrainischem Territorium, erschaffen sie – Ethnographen, Kartenleser, Reporter und Dichter zugleich – ein neues Gelände: das literarische Mitteleuropa. Während Andruchowytsch den Spuren seines deutschen Urgroßvaters folgt, der vor dem Ersten Weltkrieg aus Böhmen nach Galizien kam, und die versunkene Geschichte der kleinen Metropolen entdeckt, tritt Stasiuk als wahrnehmungsbesessener, mit einem magischen Auge begabte Landvermesser auf. Ihre »Geopoetik« ist ein unentbehrlicher Beitrag zur Entdeckung des neuen Europas und zur Überwindung jener Grenze, die mit der Erweiterung der EU im Mai 2004 Polen und die Ukraine voneinander zu trennen droht.

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    Mein Europa
    Makollatur

    Makollatur

    06. October 2015 um 15:27

    Dieses in deutscher Sprache im Jahre 2004 erschienene Bändchen beinhaltet zwei Essays mit dem thematischen Schwerpunkt Mitteleuropa. Während sich auf der einen Seite der Ukrainer Juri Andruchowytsch mit Hilfe einer Reminiszenz an seine eigene Familiengeschichte diesem Problem nähert, beschreibt der polnische Intellektuelle Andrzej Stasiuk Europa aus der Sicht des Reisenden, der überall und nirgends zu Hause ist und aus der Ferne einen philosophischen Blick auf seine Heimat wirft. Beiden gemein ist, dass sie das geographische Mitteleuropa eher im östlichen Teil des Kontinents verankern, beschränkt durch die Nachbarschaft zu Deutschland im Westen und Russland im Osten. Aus beiden Essays wird die Verbundenheit der Autoren zu ihrer Heimat deutlich; die westlichen oder östlichen Gebiete erscheinen eher als Fantasiegebilde, die sich in ihrer Anonymität stark ähneln. Dadurch wird die Einzigartigkeit der scheinbar unendlichen Weiten Polens und der Ukraine hervorgehoben. Es wird aber nicht, wie möglicherweise zu erwarten wäre, der Versuch einer intentionalen Betonung des Ostens und damit verbunden eine Abwertung des Westens unternommen. Vielmehr widmen sich die Autoren auch den Fragen nach den Gemeinsamkeiten und der Zukunft Europas. Der Band ist insgesamt betrachtet eine reizvolle und zum Nachdenken anregende Arbeit. Knapp zehn Jahre nach seinem Erscheinen hat er nichts an seiner Aktualität eingebüßt. Die Problematik der Identität Europas, der Andruchowytsch und Stasiuk sich widmen, begleitet die Menschen unseres Kontinents heute ebenso stark, wenn nicht stärker, als noch zu früheren Zeiten.

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