Juri Rytchëu Traum im Polarnebel.

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Inhaltsangabe zu „Traum im Polarnebel.“ von Juri Rytchëu

Nach einem Unfall wird der Kanadier MacLennan auf einem Hundeschlitten durch die eisige Tundra, im äußersten sibirischen Norden, zu einer rettenden Schamanin gebracht. Bei seiner Rückkehr zur Küste ist sein Schiff längst in See gestochen. Er muss als einziger Weißer unter dem Volk der Tschuktschen überwintern. Aus einem Winter wird ein ganzes Leben.

Intensiv, informativ und interessant - ein starkes Stück Abenteur aus Sibirien

— Callso

Abenteuer eines gestrandeten Kanadiers beim Naturvolk der Tschuktschen- tolles Buch, das einen die menschlichen Werte überdenken lässt

— Kuelwalda

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  • Die Reise in eine ferne, fremde Welt - ein feines Abentuer!

    Traum im Polarnebel.

    Callso

    26. March 2017 um 21:31

    Es gibt so Romane, die so ganz anders sind. Die inhaltlich und auch sprachlich ordentlich aus der Reihe tanzen. "Traum im Polarnebel" ist ein solches Werk, das mit bisherigen Romanen, die ich gelesen habe, nur wenig gemeinsam habe.Eis, Kälte, Liebe, Familie, Zusammenhalt, jagen, frieren und vor allen Dingen überleben. Das Leben in den Jahren zwischen 1910 und 1920 hat an der Nordostküste Sibiriens Shwerpunkte, die unsereins absolut fremd sind. John ist Kanadier und auf Expedition in der Nähe von Alaska, als er unverhofft bei einem Stamm der Tschuktschen strandet. Er lernt dort deren Sprache, deren Bräuche und deren bescheidene Lebensform. Aus John wird ein ganz anderer Mensch, der das Jagen und Überleben lernt. Auch die Tatsache, dass seine Hände sehr früh verstümmelt und nahezu unbrauchbar sind, hindert ihn nicht, bei den Fremden anerkannt zu sein. Auch dort gründet er eine Familie, wenn sich auch einige Rückläge ereignen. Autor Juri Rytcheu entführt uns in dem Roman in eine andere, ferne und fremde Welt. Wir frieren und hoffen mit den Protagonisten, wir jagen mit ihnen und freuen uns mit ihnen über mildere Winter, an denen mal nicht minus 40 Grad vorherrschen.Die packenden und seltenen Einblicke lassen und bedenkllich und nachdenklich zurück, da das Leben der Eskimos wahnsinnig reduziert und einfach ist, die Familien indes äußerst freundlich, spendabel und zufrieden wirken. Ein kaltes Buch, das sehr viel Wärme ausstrahlt. Ein großes Abenteuer, das erstklassige Unterhaltung bietet. Nur der Buchtitel, der passte für mich weniger.Der Satz des Buches: "Das Glück kommt  nur zu dem, der ihm entgegengeht."

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  • Rezension zu "Traum im Polarnebel." von Juri Rytchëu

    Traum im Polarnebel.

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. June 2012 um 18:52

    In Enmyn im hohen russischen Norden legt eines Tages, Anfang des 20. Jahrhunderts, ein Schiff an, das vom Packeis getrieben und festgesetzt vorerst keine Chance hat, wieder auf Fahrt gehen zu können. Nach einigen Tagen wachsender Ungeduld bessert sich schließlich die Wetterlage. Um endgültig freizukommen wird John, einer der Matrosen, losgeschickt, um Sprengungen durchzuführen und so eine Fahrtrinne zu haben. Und dabei geschieht das Unglück: John wird stark verletzt, insbesondere an den Händen. Der Kapitän ersucht die Einheimischen, John mit Hundeschlitten zum nächstgelegenen Krankenhaus zu fahren und ihn zu retten. Weder John selbst noch die Einheimischen sind zunächst begeistert, doch Geschenke (für die Einheimischen) und Versprechen nicht vor der Rückkehr abzureisen (an John) lassen die Stimmung kippen und so macht sich John zusammen mit einigen Tschuktschen auf die Reise. Obwohl John von dieser Reise schneller als gedacht (allerdings ohne Finger) wieder in Enmyn zurück ist, muss er feststellen, dass seine Kameraden den Anker bereits gelichtet haben ... ... und so wird John schließlich gezwungen, seine Abneigungen und Vorurteile gegen diese Wilden zu überwinden, um den Winter in Enmyn zu überleben. Toko wird sein Lehrer, der ihm beibringt, ohne die verlorenen Hände zu leben - und zu jagen. Insbesondere dieser erste Teil hat mir gut gefallen, da Juri Rychteu den Aufeinanderprall der beiden Kulturen nachvollziehbar und ohne zu überdramatisieren beschreibt. Diese ruhige Erzählweise zieht sich im gesamten Buch durch, manchem (emotional veranlagten) Leser ist sie vielleicht sogar etwas zu distanziert. Im restlichen Buch beschreibt Rychteu wie John sich (teilweise mühsam) in die Gemeinschaft der Tschuktschen integriert und damit auch über das typische Leben in einer Tschuktschen-Siedlung, das auf den ersten Blick primitiv und wenig anziehend erscheint. In der zweiten Hälfte des Buches geht es dann verstärkt um den Einfluss der Weißen auf das Leben der Tschutschken, sowohl durch neue Konsumgüter und technische Neuerungen als auch dem altbekannten Streben nach Macht und Gold. Das Ende hätte meiner Meinung nach weniger dramatisch ausfallen können, aber nun gut.

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  • Rezension zu "Traum im Polarnebel" von Juri Rytchëu

    Traum im Polarnebel.

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. May 2011 um 11:55

    Wir schreiben das Jahr 1911. Der junge John MacLennan wird von einer grossen Abenteuerlust gepackt und beschliesst vom heimatlichen Ontario nach Alaska aufzubrechen und von dort mit einem Schiff ins Eismeer zu reisen. In Nome trifft er den Kapitän Hugh Grover, der ihn mitnimmt. Weil der Kapitän allerdings weder auf den Kalender noch auf das Wetter achtet, wird die Belinda vor der tschuktischen Küste vom Eis eingeschlossen. Bei dem Versuch das Schiff frei zu sprengen, wird John schwer verletzt. Kapitän Grover engagiert drei Tschuktschen, damit sie John zu einem Arzt fahren. Bis zu dessen Rückkehr würde das Schiff in der Bucht auf ihn warten. Doch auf dem Weg zum russischen Arzt bekommt John Wundbrand. Die Tschuktschen bringen John zur Schamanin Kelana, die ihm das abgestorbene Fleisch amputiert. Glücklich überlebt zu haben fährt John mit den Tschuktschen zurück in die Siedlung Enmyn, doch die Belinda ist fort. Sobald das Eis aufgebrochen war, ist Hugh Grover zurück nach Nome gefahren ohne auf John zu warten. Zu tief verletzt und enttäuscht bleibt John nichts anderes übrig als bei den Tschuktschen zu überwintern. John kommt bei Toko und dessen Frau Plymau unter. Das anfängliche Misstrauen und der Ekel gegenüber der tschuktischen Lebensweise, weichen allmählich einer starken Faszination. Mit Hilfe von Toko und Orwo, der für John lederne Fingerprothesen hergestellt hat, lernt John von neuem Jagen, Schiessen und Schreiben. Immer besser findet sich John in dem fremden Volk zurecht, er erlernt Sprache und Bräuche und schliesst Freundschaft mir Orwo und Toko. Nach einem tragischen Jagdunfall bei dem Toko stirbt, beschlisst John dessen Frau Plymau zu heiraten und für immer bei den Tschuktschen zu bleiben. Traum im Polarnebel ist ein wundervolles Buch über Toleranz, Freundschaft und eine Liebeserklärung an das einfache Leben im arktischen Norden. Es beschreibt eindrücklich wie ein Mensch zu sich selbst findet, sich verändert und Vorurteile zu überwinden lernt. Einfach nur wundervoll!

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  • Rezension zu "Traum im Polarnebel" von Juri Rytchëu

    Traum im Polarnebel.

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. June 2010 um 08:22

    Die Heimat der Tschuktschen ist die russische Arktis, und ihr Leben spielt sich im überschaubaren Raum zwischen ihren Zelten am Ufer und dem küstennahen Meer ab, im Rhythmus der Jahreszeiten. Was ziemlich langweilig klingt, hat sich als sehr reizvoll erwiesen, und Jury Rytcheu ist es mit dieser schönen Erzählung gelungen, mir sein Volk näherzubringen. An der Seite des Kanadiers John McLennan, der wegen eines Unfalls anfangs erzwungen bei ihnen lebte, lernte ich die Tschuktschen und ihre einfache Lebensweise kennen und habe nachvollziehen können, warum er später nicht mehr auf dieses Leben verzichten wollte. Besonders schön herausgearbeitet fand ich den "Zusammenprall der Kulturen", zum einen das gegenseitige Befremden über die Eigenarten der jeweils anderen und zum anderen das Erstaunen der Tschuktschen über Errungenschaften der Weissen wie etwa Seife, die teils durch John und teils ohne sein Zutun ihren Weg ins tschuktschische Dorf fanden.

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  • Rezension zu "Traum im Polarnebel" von Juri Rytchëu

    Traum im Polarnebel.

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. November 2009 um 09:35

    Im Jahr 1911 zog es John MacLennan, der bisher in der Nähe des Ontariosees in Kanada lebte, in die Ferne. Er lernte den Kapitän des Walfangschiffes „Belinda“, Hugh Grover, kennen. Gemeinsam träumten sie davon als erste bis zur Mündung des sibirischen Stromes Kolmya vorzustoßen. Auf der Fahrt durch das Eismeer achteten sie weder auf das Wetter noch auf den Kalender und blieben im Eis vor der nordostsibirischen Küste stecken. Beim Versuch, das Schiff freizusprengen, erlitt John einen folgenschweren Unfall. Die nächste Krankenstation war 30 Tagesfußmärsche entfernt. Die eingeborenen Tschuktschen sollten helfen und John mit dem Hundeschlitten zum Arzt fahren. Kapitän Grover versprach ihnen Winchesterbüchsen und Orwo, Toko und Armol machten sich mit John auf den Weg. Als sie feststellten, dass John der Wundbrand befallen hatte, brachten sie ihn zu Kelena, der Schamanin. John sieht einer ungewissen Zukunft entgegen. Was hatten die Wilden, die er misstrauisch und vorurteilsbehaftet betrachtete, mit ihm vor? Zwangsweise musste er bei dem fremden Volk mit den für ihn unbekannten Traditionen überwintern. Aber diesem einen Winter folgten viele weitere. „Traum im Polarnebel“ ist ein Roman der ganz besonderen Art. Ganz schlicht und leise erzählt Juri Rytchëu die Geschichte des Kanadiers John MacLennan, dem nach seinem schweren Unfall die Hilfe der Tschuktschen zuteil wurde. Er berichtet von gegenseitigem Misstrauen und vorhandenen Vorurteilen, aber auch von tiefer Freundschaft. Dieser Roman kommt ohne jede Actionszene und Effekthascherei aus, dafür besticht er durch beeindruckende Naturbeschreibungen. Rytchëu, selbst Tschuktsche und Kenner beider Kulturen, schildert das Leben seines Stammes im Einklang mit der unberührten Natur, er erzählt von der „Weißen Frau“, der Urmutter aller Tschuktschen, beschreibt Bräuche und Sitten. Aber er romantisiert das Leben im Polarklima nicht, er zeigt in seinen Alltagsbeschreibungen deutlich auch die Härte des Lebens und die Nachteile gegenüber der „zivilisierten“ Lebensweise. Die Sprache des Autors ist einfach, ruhig und einfühlsam, aber die Gedanken gehen sehr tief. An John MacLennans Schwierigkeiten, in der neuen Umgebung klar zu kommen, wird der Unterschied zwischen den verschiedenen Lebensformen sichtbar. Die Frage nach den wahren Werten im Leben des Menschen wird unausweichlich. Ich kann nun meinen Lieblingsbüchern ein weiteres hinzufügen und freue mich auf weitere Bücher dieses Autors.

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  • Rezension zu "Traum im Polarnebel" von Juri Rytchëu

    Traum im Polarnebel.

    melli.die.zahnfee

    08. October 2009 um 08:33

    Nach einem Unfall wird der Kanadier MacLennan auf einem Hundeschlitten durch die eisige Tundra, im äußersten sibirischen Norden, zu einer rettenden Schamanin gebracht. Bei seiner Rückkehr zur Küste ist sein Schiff längst in See gestochen. Er muss als einziger Weißer unter dem Volk der Tschuktschen überwintern. Aus einem Winter wird ein ganzes Leben. Ein tolles Buch. Hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Hatte es aus der Bücherei geliehen und bin schwer beeindruckt. Eine tolle Beschreibung des Lebens in Eis und Schnee am Polarmeer, und dabei nie langweilig. Sehr ruhig erzählt und dennoch spannend. Ein echter Geheimtip !

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  • Rezension zu "Traum im Polarnebel" von Juri Rytchëu

    Traum im Polarnebel.

    seoulinfo

    06. November 2008 um 13:21

    Schilderung des harten Lebens einer fast vergessenen Volksgruppe in poetischen Worten. Obwohl schon 1991 erschienen immer noch ein Geheimtipp. Unbedingt lesenswert.

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