Juri Rytchëu Wenn die Wale fortziehen

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Inhaltsangabe zu „Wenn die Wale fortziehen“ von Juri Rytchëu

Nau ist die Urmutter des Menschengeschlechts. Aus Liebe zu ihr wird Rëu, der Wal, zum Menschen und zeugt mit ihr Waljunge und Menschenkinder. Nach dieser Schöpfungslegende der Tschuktschen sind Menschen und Wale Brüder. Rëu stirbt, ebenso seine Kinder, Enkel und Urenkel, alle folgenden Generationen. Nur Nau überlebt sie, gibt das Wissen von der Abstammung des Menschen und von der Verehrung der Wale weiter. Doch die Achtung vor ihr und vor den Meeresriesen schwindet. Niemand nimmt mehr diese steinalte Frau und ihre unglaublichen Geschichten ernst. Eines Tages brechen die Männer zum Walfang auf. Die Wale ziehen davon, der Todestag der Urmutter Nau naht, Menschen voller Eroberungs- und Machtgelüste stehen vor einem leeren Meer, das einst von Lebewesen brodelte. Diese poetische Schöpfungslegende der Tschuktschen von der ursprünglichen Gemeinschaft von Mensch und Wal, von der Einheit von Mensch und Natur, ist zugleich eine Vorahnung der Fragen und Probleme unserer Zeit.

Wort- und bildgewaltige Geschichte über den Schöpfungsmythos der Tschuktschen.

— wakinyan

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  • Und wenn der Mensch vom Wal abstammt?

    Wenn die Wale fortziehen

    wakinyan

    22. March 2017 um 13:16

    In "Wenn die Wale fortziehen" beschreibt Juri Rytcheu, selbst im Polarkreis geboren, die Schöpfungslegende der Tschuktschen. Das Volk, welches der Kälte trotzt und vom Meer lebt, glaubte von den Walen abzustammen. Durch die große Liebe eines Wales zu einer Menschenfrau verwandelte sich der Wal in einen Mann und zeugte mit Nau, der Urmutter, schließlich Menschenkinder. "Es gibt nichts Schöneres als die eigene Heimat, die heimische Erde, wo du das Licht der Welt erblickt hast, wo deine Verwandten und Bekannten leben, wo die vertraute Sprache erklingt und die von frühester Kindheit an bekannten, uralten Legenden erzählt werden ... ." (S. 79)Viele Jahre sah das Volk die Wale als seine Brüder an und lebte zufrieden im Einklang mit der Natur und den Tieren. Doch immer wieder wurden Menschen geboren, denen Zweifel kamen. Sie konnten die alte Geschichte nicht mehr glauben und begaben sich auf die Suche. Noch lebte die Urmutter unter ihnen, aber sie wurde immer schwächer, je mehr sich die Menschen von ihrem Ursprung entfernten. Und so nimmt auch diese Geschichte eine dramatische Wendung, als der egozentrische Armagirin meint, die ganze Welt müsste ihm Untertan sein. Wortgewältig zeichnet der Autor das Bild der Polarlandschaft und knüpft die Sorgen, die Gedanken und die Weisheit des Polarvolkes hinein - eine Poesie, die im klaren, kalten Licht des arktischen Winters Wärme zu spenden vermag. Traurig schön!

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  • Rezension zu "Wenn die Wale fortziehen" von Juri Rytchëu

    Wenn die Wale fortziehen

    KreaMaBuecherwelt

    06. February 2012 um 19:14

    Eine poetische Schöpfunggeschichte die unter die Haut geht. "Die Wale und Menschen sind ein Volk! Sind Brüder des Meeres, der Erde! Und geboren zur ewigen Freundschaft!" So wird es von Generation zu Generation weitergegeben. Alle Bewohner des "Kaps der Kiesel" werden von der "großen Liebe" getragen, die sich einst auftat zwischen der Menschen-Frau Nau und dem Wal-Mann Reu. Doch dann zerstört ein Nachkomme die Harmonie zwischen Natur und Mensch. "Armagirgin behauptete, das ganze Glück des Menschen bestehe in seiner Kraft, der Mensch könne alles, und ihm sei alles erlaubt." "Über allem stehe ich auf dieser Welt! Niemand überbietet meine Kraft! In Meerestiefen und auf Himmelshöhen - Wohin ich will, gelange ich!" Das Küstenvolk macht sich auf, einen Wal zu töten, und löst die Bruderschaft zwischen Mensch und Wal...

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  • Rezension zu "Wenn die Wale fortziehen, Großdruck" von Juri Rytchëu

    Wenn die Wale fortziehen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. February 2009 um 19:53

    Kann mich der obigen Rezension nur anschließen! Ein sehr interessantes, außergewöhnliches Buch, das mythische Kraft vermittelt, ohne kitschig zu sein, und auch noch einen aktuellen Bezug hat.

  • Rezension zu "Wenn die Wale fortziehen, Großdruck" von Juri Rytchëu

    Wenn die Wale fortziehen

    FlorianTietgen

    03. February 2008 um 12:59

    Egal, ob man nun gläubig ist oder nicht, diese Schöpfungslegende aus der Liebe eines Wals zu Nau, der Urmutter des Menschengeschlechts, ist einfach schön. Und sie landet auf poetische Weise auch bei den Problemen der heutigen Zeit.

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