Jurij A. Treguboff Die blutige Ikone

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Inhaltsangabe zu „Die blutige Ikone“ von Jurij A. Treguboff

Im Mittelpunkt dieser Erzählung steht eine in der einzigen offenen Kirche eines kleinen russischen Städtchens hängende Ikone von hohem künstlerischem Wert, geliebt und verehrt von den Gläubigen, für die sie das Heiligste verkörpert, das ihr trübseliges, graues Dasein erhellt. Die mystische Wirkung dieser Ikone, auf der die Muttergottes und der Heilige Sergius von Radonesch abgebildet sind, wird noch dadurch verstärkt, daß sie in all den Jahren der Kirchenverfolgungen der Vernichtung entgehen konnte. Plötzlich wird sie zum Zentrum des Interesses und zur Triebfeder des Schicksals vieler Menschen. Der reiche Grieche Agathon Teramenes sammelt Ikonen, deren künstlerische Schönheit er voll begreift, ihre wahre Bedeutung aber bleibt ihm verschlossen. Mit Hilfe zwielichtiger Geschäftemacher erreicht er, daß die Ikone aus der Kirche geraubt und in den Westen gebracht wird, was jedoch nicht ohne Komplikationen verläuft: ein Milizionär wurde erschlagen. Befreundet ist Teramenes mit einem exponierten Vertreter der weltlichen Macht, dem auf der Insel Elba lebenden Milliardär Sir Nikanor Afanasiev, mit dem er während einer Diskussion den Entschluß faßt, experimentell die Frage zu beantworten, ob plötzlicher Reichtum einem kleinen Mann Verderben bringt oder Glück. Sir Nikanor trägt ihm auf, sechs normal verdienende Menschen ausfindig zu machen, denen er jeweils zwei Millionen Mark zuspielen wird, und zwar auf solch eine Weise, daß sie an Zufall glauben. Für dieses Experiment sucht Teramenes gerade jene Leute aus, mit denen er im Zusammenhang mit dem Raub der Ikone in Berührung gekommen ist. Die beiden Themenkreise des Romans verschmelzen miteinander und beeinflussen sich gegenseitig. Eine neue Entwicklung tritt ein, als ein Außenstehender, Aristarch Trofimowitsch Jermolow, zufällig von dem Raub der Ikone erfährt und alle Hebel in Bewegung setzt, um sie dorthin zurückzubringen, von wo sie gewaltsam entfernt worden war. Es gelingt ihm, die Leute, die die Ikone geraubt haben, zu überzeugen. Sie erfüllen seine Bitte, hierbei wird ein zweiter Mensch umgebracht, was das Interesse sowjetischer Dienststellen an Jermolow erweckt, in dem sie einen undefinierbaren Feind sehen, den sie sich näher anschauen wollen und daher zu entführen versuchen. (Siehe auch die vorangegangenen Romane: "Die wundersamen Erlebnisse des Aristarch Trofimowitsch Jermolow" und "Der große Einsatz") * Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.04.1988: "Phantasie ist vielleicht nichts anderes als eine Ansammlung von Erfahrungen und Beobachtungen, die aus dem Keller der Seele wieder ans Tageslicht hervorgekramt werden, um aus ihnen, wie aus Ziegelsteinen, ein neues Gebäude zu errichten, wobei längst in Vergessenheit geraten ist, wie das ursprüngliche Gebäude ausgesehen hatte, dessen Steine zu dem Neubau verwendet wurden." - Dies steht im Nachwort zum achten Roman des Russen, der in den fünfziger Jahren nach Frankfurt kam. Mit all den Jahren hat er, der immer noch russisch denkt und seine Bücher auf einer Schreibmaschine in Russisch tippt, sein "Wunschziel" erreicht: "In einer Reihe von Büchern die historische Epoche zu beschreiben, die 1917 angefangen hat und bis in unsere Tage hineinreicht." Wolfgang Bittner in der Reihe "Frankfurter Gesichter"
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