Der Gymnasiast. Roman. Erster Band der Romantrilogie "Felix Hanusch".

von Jurij Brězan 
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Der Gymnasiast. Roman. Erster Band der Romantrilogie "Felix Hanusch".
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Die Jugend eines sorbischen Jungen in den schwierigen 20er und 30er Jahren - emotional und aufwühlend, wirklich lesenswert.

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B003D94VMI
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Berlin: Verlag Neues Leben
Erscheinungsdatum:01.01.1962

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    c_osterburgs avatar
    c_osterburgvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Die Jugend eines sorbischen Jungen in den schwierigen 20er und 30er Jahren - emotional und aufwühlend, wirklich lesenswert.
    Jurij Brězan – Der Gymnasiast

    Die Kindheit von Felix Hanusch, Angehöriger der sorbischen Minderheit in der Gegend von Bautzen, ist geprägt von Entbehrungen der Armut und der drückenden Last der allgemenen Wirtschaftskrise der 20er Jahre. Schon früh muss er die Familie mit seiner Arbeit auf den eigenen Feldern und denen des Gutsherren unterstützen, der Vater streng und ihm fremd, das Leben ist alles andere als unbeschwert. Der Junge ist hell im Kopf, und so verwehrt ihm die Familie den höheren Bildungsweg am Gymnasium in Bautzen nicht, ein Stipendium macht es finanziell überhaupt erst möglich. Der reifende Jugendliche erlebt eine stürmische Zeit – sowohl, was neue Freundschaften und erste Liebschaften angeht, als auch draußen auf den Straßen, auf denen in den frühen 30er Jahren heftige Konflikte zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten toben. Zur allgemeinen pubertären Sinnkrise kommt nun noch der Druck von außen hinzu, einem der verfeindeten Lager loyal zu werden. Den Nazis kann Felix nichts abgewinnen, da sie die Sorben klar als niedere Rasse abwerten, mit den Kommus wird er aber auch nicht so recht warm, obwohl er sich einer ihrer Rotfront-Kämpferinnen hingezogen fühlt. Die Macht geht letztlich auf die Nationalsozialisten über und der politische Druck wird größer, so manche Freundschaft wird jetzt arg auf die Probe gestellt. Zur Suche nach einer eigenen Position kommt noch die Suche nach dem privaten Glück, was das Leben von Felix nicht gerade leichter macht.

    Jurij Brězan gelingt es, mit eindrücklichen prosaischen Bildern, die umwälzenden Zeiten des Niedergangs der Weimarer Republik und des nationalsozialistischen Aufstiegs aus Sicht eines jungen Menschen, der mit inneren und äußeren Konflikten ringen muss, der Entscheidungen treffen muss und dabei menschlich bleiben will, lebendig werden zu lassen und anschaulich-emotional mitzuerleben.

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