Erbarmen

von Jussi Adler-Olsen 
4,2 Sterne bei3,960 Bewertungen
Erbarmen
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Positiv (3182):
Summerdances avatar

Ein toller Auftakt zu einer genialen Reihe

Kritisch (169):
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Leider kam ich mit den Zeitsprüngen überhaupt nicht klar.

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Inhaltsangabe zu "Erbarmen"

Der erste Fall für Carl Mørck vom Sonderdezernat Q in Kopenhagen: Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: "Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?" Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten. Wer sind die Täter?
Was wollen sie von dieser Frau? Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423212625
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.02.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.11.2009 bei Der Audio Verlag erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Summerdances avatar
    Summerdancevor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein toller Auftakt zu einer genialen Reihe
    Einer der besten Debütromane seit langem

    Das erste Werk von Jussi Adler-Olsen, der erste Fall von Carl Morck und seinem Assistenten Assad. Das Buch war unglaublich spannend, ich konnte es zum Ende hin kaum mehr aus den Händen legen und nach nur 2 Tagen hatte ich es komplett gelesen. Die Spannung kommt wohl auch daher, dass Abwechselnd aus der Perspektive des Opfers und von Carl erzählt wird. Auch der Schreib- und Erzählstil von Adler-Olsen ist toll, er schreibt sehr eindringlich, man fiebert und leidet mit den Figuren mit. 

    Die beiden Ermittler sind ein tolles Duo. Morck, der eigentlich gar keine Lust hat und Assad, der gute Laune und viel Motivation mitbringt. Andeutungsweise erfährt man von beiden immer wieder etwas aus ihrer Vergangenheit. 

    Der erste Band ist ein toller Einstieg, ich habe die weiteren auch schon gelesen und kann sagen: das Niveau bleibt hoch!

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    AnnBees avatar
    AnnBeevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht das beste Buch der Reihe
    Manchmal spannend, manchmal unglaubwürdig

    Der erste Fall für Carl Moerck und Co. Eine Frau wird entführt und lange Zeit in einem Bunker gefangen gehalten. Was ist das Motiv der Täter? Und wird es gelingen, sie rechtzeitig zu finden?


    Das ist zwar durchaus spannend, lebt aber meines Erachtens zu sehr von den grausamen Einzelheiten zu Meretes Qualen. Die Auflösung der Story und insbesondere das Motiv dieser Entführung finde ich zudem ziemlich unglaubwürdig.

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    Petzi_Mauss avatar
    Petzi_Mausvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein ungewöhnliches Ermittlerteam macht dieses Buch so interessant
    Ein vielversprechender Reihenauftakt

    Kurz zum Inhalt:
    Carl Mørck wird nach einem missglückten Einsatz in die neu erfundene Abteilung Q versetzt, wo e r in Fällen ermitteln soll, die bisher nicht gelöst werden konnten. Er bekommt einen Kollegen, Assad, vor die Nase gesetzt.
    Und die beiden ermitteln in einem Fall, in dem vor Jahren eine Frau spurlos verschwand und keine Leiche gefunden wurde... 
     

    Meine Meinung:
    Der Untertitel "Die Frau im Bunker", der auf dem Cover meiner Ausgabe (jedoch anscheinend nicht auf allen) ersichtlich ist, gibt schon einen groben Hinweis, worum es in diesem Thriller geht.
    Der Schreibstil ist nach kurzer Zeit gut und flüssig zu lesen, und auch das ungewöhnliche Ermittlerteam gefällt mir extrem gut. Mørck ist der typische skandinavische Ermittler mit privaten Problemen und sein Kollege Assad, der Syrer ist und eigentlich als Fahrer eingestellt wurde, beweist Köpfchen und hilft beim Ermitteln.


    Fazit:
    Mir hat der spannende Reihenauftakt sehr gut gefallen und ich vergebe 4,5 Sterne.

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    FrauSchafskis avatar
    FrauSchafskivor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Dieser Thriller überzeugt vor allem durch sein ungewöhnliches Ermittlerteam
    Der Auftakt für ein ungewöhnliches Ermittlerteam

    Der erste Fall für Carl Mørck und Assad und gleichzeitig auch mein erster Jussi Adler-Olsen. Im Laufe des Buchs musste ich allerdings feststellen, dass ich schonmal die Verfilmung im Fernsehen gesehen hatte, ohne dass mir das bewusst war. Das tat dem Lesevergnügen zum Glück keinen Abbruch, auch wenn der Fall nicht mehr ganz so interessant war.

     

    Aber der Fall an sich ist auch nicht das eigentlich reizvolle an diesem Thriller, auch wenn er durchaus ungewöhnlich und zeitweise sehr, sehr schauderhaft ist. (Ich komme überhaupt nicht gut klar mit Szenen, in denen irgendwas mit Zähnen passiert, die muss ich jedes Mal überspringen.) Nein, was hier so reizvoll ist, sind die beiden Ermittler Mørck und Assad. Selten gab es so eine merkwürdige Personenkonstellation, die aber vom Spannungsfeld ihrer unterschiedlichen Charaktere und Kulturen lebt. Denn Assad ist Syrer und muslimischen Glaubens, seine kulturellen Gepflogenheiten bringt er natürlich auch mit ins Polizeidezernat, was zur ein oder anderen lustigen Situation führt. Und obwohl Assad eigentlich nur zum Aufräumen, Putzen und Fahren eingestellt wurde, beweist er Köpfchen und jede Menge Ermittlerinstinkt. Dadurch wird er zum interessanteren Charakter, dessen Vergangenheit ein großes Rätsel bleibt.

     

    Mørck hingegen ist mal wieder der einsame harte Hund, der von seiner Frau getrennt lebt, aber nicht den Arsch in der Hose hat, sich scheiden zu lassen und weiterhin brav für ihre Kapriolen blecht. Als Einzelgänger und unzugänglicher Kollege ist er im Polizeipräsidium ein „schwieriger Fall“ und wird daher mit Freude zum Leiter des Sonderdezernats Q ernannt - außer ihm und Assad gibt es dort nämlich keine Mitarbeiter. Das ist nichts Neues, knurrige Ermittlerfiguren hat das Genre schon zuhauf gesehen. In diesem Fall ist es das Zusammenspiel von Mørck und Assad, das den Thriller wirklich lesenswert macht.

     

    Fazit: Ist etwas hinter meinen Erwartungen zurück geblieben, insgesamt jedoch ein spannendes und kurzweiliges Lesevergnügen, das vor allem von den beiden Protagonisten profitiert. Dafür gibt’s vier Sterne.

     

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    JuleBebiehs avatar
    JuleBebiehvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein gelungener Auftakt zur Reihe um Carl Mørk und dem Sonderdezernat Q. Mit authentischen Charakteren & einem spannenden 1 Fall.
    spannender Auftakt zu einer großartigen Reihe

    Nachdem ich oft im Internet über den Autor "Jussi Adler-Olsen" gestolpert bin und viele meiner Freunde große Fans des Autors sind. Kam ich einfach nicht drum herum endlich mal eins seiner Bücher zu lesen und ich muss sagen ich habe es nicht bereut. Meine Freunde hatten absolut recht. Die Reihe um Carl Mørck und das Sonderdezenat Q ist ein großartiger Auftakt zu einer großartigen Reihe. Das Buch lässt sich wirklich flüssig lesen und auch der Wechsel zwischen den Handlungssträngen stört wirklich kein bisschen. Der Schreibstil des Autors ist einfach zu lesen und die Charaktere sind wirklich gut ausgearbeitet und authentisch. Das Zusammenspiel zwischen Mørk und Assad ist einfach schön zu lesen. Ich war einfach nicht in der Lage das Buch aus der Hand zu legen.

    Mein Fazit zu dieser Reihe: Ich wurde direkt im ersten Teil der Reihe vom Autor überzeugt und es war ganz bestimmt nicht mein letztes Buch dieser Reihe.

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    Samaires avatar
    Samairevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend bis zur letzten Seite!
    Spannend bis zur letzten Seite

    Carl Mørck beginnt als Leiter des neu gegründeten Sonderdezernat Q. Nach einem schief gelaufenen Einsatz kehrt er als gebrochener Polizist zurück und wird von seinem Vorgesetzten aufs Abstellgleis gestellt. Er soll in Fälle ermitteln, die bisher nicht gelöst werden konnten. Mit seinem Assistenten Assad begibt er sich auf die Suche nach einer jungen Politikerin, die spurlos auf der Überfahrt von Rødby nach Puttgarden verschwand.

    Ich bin mal wieder spät zur Party, aber nicht minder begeistert. Selten hat mich ein skandinavischer Krimi so gefesselt, wie Adler Olsens „Erbarmen“.Selbst als der Täter schon enttarnt war, war das Buch noch immer ein Pageturner deluxe. Ich konnte es schlicht nicht mehr aus der Hand legen. Natürlich ist Carl Mørck, wie es sich für den klassische skandinavischen Krimi gehört, ein durch und durch gebrochener Mann (wann kommt der erste glückliche Kommissar, frage ich mich an diesem Punkt immer wieder). Ist nun nicht wirklich neu, funktioniert aber immer wieder. Sein Assistent/Putzmann Assad hingegen hat das Zeug zu meinen Lieblingscharakter. Ich bin gespannt, wie es in den Folgebänden mit ihm weitergeht.

    Ich kann „Erbarmen“ nur zu 100% empfehlen. Spannung pur und ein wirklich raffinierter Fall. Wer bisher keinen wirklichen Einstieg in den skandinavischen Krimi gefunden hat, sollte Adler Olsen definitiv eine Chance geben. Ich für meinen Teil habe Teil zwei schon im Anschlag und bin mehr als freudig gespannt.

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    TheSilencers avatar
    TheSilencervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Mehr davon!
    Der erste Mørck

    Hätte nicht ein Vollpfosten auf einer anderen Plattform die Lösung niedergeschrieben, wäre das Buch für mich noch spannender gewesen. 
    Carl Mørck ist dänischer Polizist. In einer Routineermittlung handelt er für Sekunden falsch. Ein Kollege verliert sein Leben, ein anderer ist querschnittsgelähmt.
    Genug Gründe für Mørck, aufzuhören. Mit allem.

    Er tut es nicht und tritt nach einigen Wochen seinen Job wieder an. Nur: für die dänische Polizei ist er nicht länger tragbar, ist sein neuer Zynismus doch alles andere als harmoniefördernd.
    Mit einem vermeintlichen Trick meinen seine Vorgesetzten ihn aus der Schußlinie seiner Kollegen nehmen zu können: sie stampfen eine Fantasieabteilung aus dem Boden, die niemand braucht und setzen Mørck als einzigen Ermittler in diese. Nebenbei können sie die Spezialabteilung Q der Politik auch als längst überfällige Lösung für unaufgeklärte Fälle präsentieren und das Jahresbudget in die Höhe treiben.

    Mørck ist sich des Abschiebens in den Keller bewußt und arrangiert sich - mit Zeitungslesen und Kreuzworträtselraten. 

    Bis ihm ein syrischer Assistent namens Assad auf's Auge gedrückt wird. Der hat zwar keinerlei polizeilische Befugnisse, will aber doch seinen Job sinnvoll ausfüllen und ignoriert die Beschränkung. Und ermittelt drauf los.

    Mehr oder weniger als Assads Vorgesetzter dazu gedrängt, teilt Mørck irgendwann Assads Neugierde auf diesen Fall, in dem vor Jahren eine Frau verschwandt. Keine Leiche, keine Spur. Aber jede Menge Ungereimtheiten. 

    Adler-Olsens erster Mørck überzeugt durch Lesefluß, Spannung und beißenden Sarkasmus. 

    Lt. eines Zeitungsinterviews plant Adler-Olsen 10 Folgen um Mørck. Nur zu. Einen Stammleser mehr hat er in mir.
    Für alle Berliner oder Berlin-Besucher sei übrigens das Theater-Stück nach diesem Buch im Berliner Kriminaltheater  ans Herz gelegt. Unfaßbar, aber das Ensemble schafft es, diese Handlung auf die Bühne zu bekommen. Fesselnd und spannend.

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    Nelly87s avatar
    Nelly87vor 9 Monaten
    Ein vielversprechender Reihenauftakt, der aber noch etwas verhalten daher kommt

    Carl Mørck hat als Polizist das erlebt, wovor sich wohl jeder Beamte fürchtet. Bei einem Einsatz wird auf ihn und seine zwei Kollegen geschossen. Ein Streifschuss in die Schläfe setzt den Polizisten über Wochen außer Gefecht. Doch seine beiden Kollegen trifft es noch schlimmer. Einer stirbt und der zweite ist seither gelähmt ans Bett gefesselt. Dieses Ereignis hat Mørck den Lebensmut genommen und ihn zum Zyniker werden lassen. Seine Rückkehr in den aktiven Dienst gestaltet sich daher dementsprechend schwierig. Mit ihm ist einfach nicht zusammenzuarbeiten. Carl ist mittlerweile mehr der einsame Wolf, also muss eine Lösung her. Seine Vorgesetzten richten das Sonderdezernat Q ein, in dem Carl nicht nur der Chef sondern auch einziges Mitglied ist. Seine Aufgabe wird es sein, alte unaufgeklärte Fälle wieder aufzurollen und wenn möglich, auch zu lösen.

    Ein ungewöhnliches Ermittlerduo startet durch

    Zur Seite gestellt wird ihm lediglich der muslimische Assad, der allerdings lediglich Kaffee kochen und putzen sollte. Doch der scheint sich, im Gegensatz zu seinem Chef, wirklich für den Fall zu interessieren, für den sich Carl entschieden hat. Merete Lynggaard verschwand vor Jahren spurlos von einer Fähre, auf der sie mit ihrem behinderten Bruder unterwegs war. Es tauchte nie eine Leiche oder ein Lebenszeichen von ihr auf. Ist die junge aufstrebende Politikerin von Bord gegangen und ertrunken? Oder wurde ihr Gewalt angetan? Carl macht sich gemeinsam mit Assad auf die Suche nach Antworten und merkt schnell, dass die Geschichte tiefer geht als zuerst gedacht.

    Erbarmen ist der Auftaktband der Sonderdezernat Q-Reihe. Und bei der spalten sich die Meinungen, die ich bisher so gehört habe. Viele Blogger schwören auf Adler-Olsen und können es kaum erwarten, das neuste Werk aus der Buchhandlung zu holen. Privat wurde mir aber eher immer abgeraten bzw. mir wurde zumindest gesagt, dass die Storys nicht sooo toll sind. Klar, dass ich da neugierig wurde. Aber so richtig schlau bin ich auch hinterher noch nicht.

    Tatsächlich konnte mich Adler-Olsen mit der Idee seines Kriminalfalles total überzeugen. Kein Mord, kein Totschlag und trotzdem Spannung ohne Ende. Das gelingt nur den wenigsten Thrillerautoren. Interessant war auch einmal der etwas andere Einstieg in ein Buch dieses Genres. Meist bekommt man als Leser ja zunächst einen eher verschwommenen Einblick, wie das Opfer dem Täter zum Opfer fällt oder was dieser mit seiner Beute in Gefangenschaft anstellt. Zu dem Zeitpunkt, in dem man als Leser hier hinzutritt, ist das Verschwinden von Merete schon Monate her. Das ist eindeutig ein Pluspunkt auf der Haben-Seite.

    Dem stand allerdings stellenweise die Komplexität entgegen. Versteht mich nicht falsch, ein Thriller darf gerne vielschichtig sein. Es darf gerne verstrickt und ein bisschen kompliziert sein. Jussi Adler-Olsen packt hier aber eine Vielzahl von Charakteren in seine Geschichte, die kaum bis gar nicht auftreten, nachher den Namen ändern, sich als andere ausgeben… Ist man da nicht komplett bei der Sache, verliert man schnell den Anschluss.

    Erschwert wird ein Durchblick auch dadurch, dass, wie gesagt, viele Personen gar nicht aktiv auftreten, sondern nur in der Schilderung des Buches oder während Dialoge zwischen zwei anderen Personen erwähnt werden. Mir viel es da schwer, ein Bild zu erhalten, was mir eine Zuordnung erleichtert hätte.

    Allgemein hatte ich oft das Gefühl, als würde man ein Geschehen nicht wirklich miterleben, sondern nur erzählt bekommen. Da Erbarmen mein erstes Adler-Olsen Buch war, kann ich nicht sagen, ob das ein charakteristischer Schreibstil von ihm ist, aber damit hat er sich auf jeden Fall von der Masse seiner Kollegen abgesetzt.

    Das Buch besticht allerdings durch ein sehr skurriles Ermittlerduo. Carl Mørck ist ein typischer Querschläger, der immer links geht, wenn alle anderen rechts wollen. Sein Chef möchte ich nicht sein, denn nicht nur, dass er kaum mit den Kollegen zusammen arbeiten kann, auch Beförderungen und Lehrgänge lehnt er kategorisch ab. Assad dagegen ist die Motivation auf zwei Beinen. Obwohl er von Polizeiarbeit scheinbar gar keine Ahnung hat, drängt er Carl immer wieder voran. Die Putzhilfe bringt sich und seine Kultur dabei auch immer wieder gerne ein, wenn es vielleicht nicht so gewünscht ist. Diese beiden vergisst man so schnell auf keinen Fall.

    Fazit

    Der Auftaktband der Sonderdezernat Q-Reihe bleibt einem auf jeden Fall im Gedächnis, egal, ob man das Buch gut fand oder nicht. Ein eigenwilliger Schreibstil, ein sehr ungewöhnliches Ermittlerduo und eine mitreißende Story sorgen dafür. So richtig vom Hocker reißen konnte mich Erbarmen nicht, aber gut unterhalten gefühlt habe ich mich auf jeden Fall. Neugierig auf die Nachfolger bin ich trotzdem, da die Idee des Dezernat Q mit seinen bereits kalten Fällen viel Potenzial bietet. Schändung, Teil 2 der Reihe, wird definitiv bei mir einziehen.

    © Nellys Leseecke

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    N
    nati51vor 10 Monaten
    Warum

    Warum verschwindet Merete Lynggaard, Shooting Star auf der politischen Bühne und Powerfrau, spurlos von einer Ostsee-Fähre? Zurück bleibt nur ihr Auto. Ihr behinderter Bruder Uffe, mit dem sie die Reise angetreten hat, wird einige Tage später von der Polizei auf Fehmarn aufgegriffen. Doch er ist der Polizei keine Hilfe, da er nicht spricht. Es gibt keine Anhaltspunkte für einen Selbstmord, Mord bzw. Unfall. Die Nachforschungen der Polizei bringen kein Ergebnis.
    Fünf Jahr später. Carl Morck, Vize-Polizeikommissar, fühlt sich schuldig, nach dem bei seinem letzten Einsatz ein Kollege aus seinem Team getötet wurde und der andere schwerverletzt im Krankenhaus liegt. Nach einer Pause soll er wieder die Polizeiarbeit aufnehmen, doch keiner möchte mit dem brummigen Carl zusammen arbeiten. Kurzer Hand wird er weggelobt und übernimmt die Leitung des neugegründeten Sonderdezernats Q. Dieses Ressort soll sich um ungelöste Fälle kümmern. Als erstes wird der Fall von Merete Lynggaard neu aufgerollt. Als einzigen Mitarbeiter erhält Carl eine Hilfskraft zu geteilt, den syrischen Einwanderer Assad, der sich um die Reinigung des Büros und um Kopierarbeiten kümmern soll. Doch Assad entwickelt unerwartete Fähigkeiten.
    Keiner ahnt, dass Merete Lynggaard noch lebt. Seit fünf Jahren wird sie in einer Druckluftkammer unter grausamen Bedingungen gefangen gehalten. Und jedes Jahr an ihrem Geburtstag wird ihr eine Frage gestellt. Doch diese kann sie nicht beantworten und somit wird der Druck in der Kammer erhöht.
    Absolut faszinierend fand ich die Schilderung wie Merete mit ihrer Isolationshaft fertig wird und verhindert, dass sie den Bezug zur Außenwelt verliert.
    Das Buch ist flüssig geschrieben. Ab der ersten Seite spannend geschildert, gleichzeitig eine ungewöhnliche Story, die an die Nieren geht, doch ab und zu kann man sich ein schmunzeln nicht verkneifen. Das sympathische mit Ecken und Kanten behaftete Ermittler-Duo Carl und Assad bietet noch großes Entwicklungspotential, auf das man sich im nächsten Band dieser Serie freuen kann. Ein absolut lesenswerter Krimi.

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    ulrikerabes avatar
    ulrikerabevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mal was von der Backlist: spannend bis zum Schluss
    Grausam und spannend, würdiger Auftakt für das Sonderdezernat Q

    Merete Lynggard ist junge aufstrebende Politikerin in Dänemark. So kompetent und ehrgeizig sie in ihrem politischen Leben auftritt, so zurückgezogen und geheimnisvoll gestaltet sich ihr Privatleben. Mit Gründen. Doch auf einer Überfahrt mit der Fähre von Dänemark nach Deutschland, unterwegs zu einem Urlaub mit ihrem Bruder nach Berlin, verschwindet sie spurlos. Unfall, Mord, Selbstmord, als alle möglichen Fragen unbeantwortet bleiben, wird der Fall schließlich zu den Akten gelegt. Niemand ahnt, dass sich die Frau in der Gewalt von sadistischen Entführern befindet, die sie über Jahre hinweg gefangen halten und einem geheimnisvollen Racheplan verfolgen.

    Fünf Jahre später, Carl Mørck, Vizepolizeikommissar, kehrt wieder zum Dienst zurück. Bei seinem letzten Einsatz selbst verwundet, wurde ein Partner erschossen und einer so schwer an der Halswirbelsäule verletzt, dass dieser irreversibel gelähmt bleibt. Resigniert, unmotiviert, zynisch rechnet Carl nicht damit, zum Leiter des neu gegründeten Dezernats Q hochgelobt zu werden, eine Abteilung für ungelöste Fälle von besonderer Bedeutung, die einzig und allein aus politischem Kalkül eingerichtet wurde. Selbst ein alter Hase, weiß Carl, wie in der Polizeipolitik selbiger läuft und verschafft sich so einige Annehmlichkeiten und hofft seine Tage mit Arbeitsvermeidung herum zu bekommen. Doch seine Hilfskraft Hafez el-Assad, syrischer Immigrant, hat wesentlich mehr drauf, als starken Kaffee zu kochen und die Böden zu wischen und motiviert ihn mit penetranter Liebenswürdigkeit So nimmt sich Carl des Falls der verschwundenen Politikerin an. Bald ist Carls kriminalistischer Sinn geweckt.

    Der Thriller wird in zwei Erzählebenen geschildert, die gegenwärtigen Ermittlungen sowie in Rückblenden die Geschichte der Entführung und Gefangenschaft Meretes. Dadurch hat der Leser natürlich einen Vorteil gegenüber den Ermittlern. Schon bald sind die Motive der Entführer klar, während Carl Mørck und Assad noch nicht einmal ahnen, dass Merete noch am Leben ist. Trotzdem ist der Thriller rasant spannend. Die Story ist dicht, packend und atmosphärisch und ließ mich nur so über die Seiten fliegen. Ich jedenfalls habe enormen Aufholbedarf bekommen an den weiteren Bänden über das Sonderdezernat Q.

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    mrsapplejuiices avatar
    Da ich demnächst Geburtstag habe, habe ich mir gedacht ich beschenke alle meine Leser mit ein paar Büchern. 

    Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müsst ihr nur ein klitzekleines Kommentar auf meiner Gewinnspielseite hinterlassen und schon landet ihr im Lostopf. http://bellezza-ribelle.blogspot.de/2015/01/geburtstagsgewinnspiel.html
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    Red-Sydneys avatar
    Hallo,

    ich verlose zuerzeit auf meinem Blog ein Paket aus Jussi Adler-Olsens Bestseller Erbarmen, Jean-Christophe Granges Die purpurnen Flüsse und Carlos Ruis Zafons Der Schatten des Windes. Bis zum 11.03.2014 könnt ihr mitmachen und die drei Bücher gewinnen. Wer also die Romane gerne kennenlernen will oder schon lange auf seinem Wunschzettel stehen hat, der hat nun die Gelegenheit dazu! Besucht dazu einfach die Gewinnspielseite auf meinem Blog: http://worldwidebookz.blogspot.de/2014/02/bloggeburtstagsgewinnspiel-teil-3.html
    Dort findet ihr dann Näheres zu dem Gewinnspiel und den Teilnahmebedingungen!
    Ich wünsche euch auf alle Fälle schon mal viel Glück!
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