Jussi Adler-Olsen Selfies

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Inhaltsangabe zu „Selfies“ von Jussi Adler-Olsen

Der siebte Fall für das Sonderdezernat Q
Vizepolizeikommissar Carl Mørck wird zur Aufklärung eines brutalen Todesfalls von der Mordkommission in Kopenhagen hinzugezogen. Wie sich herausstellt, gibt es eine Verbindung zu einem mehrere Jahre zurückliegenden und ausgesprochen brisanten cold case, aus dem sich schwerwiegende Konsequenzen für die aktuellen Ermittlungen ergeben. Ausgerechnet jetzt geht es Carls Assistentin Rose sehr schlecht. Sie wird von grauenhaften Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit heimgesucht. Rose kämpft mit aller Macht dagegen an – und gegen das Dunkel, in dem sie zu ertrinken droht. Welche Rolle spielen die jungen Frauen Michelle, Jasmin und Denise, die sich zu einem starken und hochexplosiven Kleeblatt verbündet haben?

Etwas wirre Story die sich in die Länge zieht - spannungsarm dafür mit einer Prise Humor

— Thommy28

Packend und stellenweise sogar unerwartet humorvoll!

— Pippo121

Auch Teil 7 konnte mich absolut begeistern. Definitiv eine der besten Thrillerreihen mit absolut genialen Charakteren

— mareike91

mehrere verstrickte Fälle, sehr persönlich, gewohnt unterhaltsam

— Vucha

Leider geht der Spannungsbogen durch die Vielzahl der Handlungsstränge etwas unter, für Fans der Reihe aber auf jeden Fall ein Muss.

— SalanderLisbeth

Das Sonderdezernat Q lößt diesmal vergangene und aktuelle Fälle und deckt das persönliche Drama einer Kollegin auf. Gewohnt unterhaltsam.

— jenvo82

Ein etwas schwächeres Buch der Reihe, für Fans aber ein Muss

— Yolande

Interessantes Thema, aber Story etwas zu wirr und unglaubwürdig

— Lilith79

Ich gebe auf. Nach 152 Seiten und mehreren Wochen Mühe gebe ich zu, dieses Buch war für ein Fehlkauf.

— dieSammlerin

Rosen haben Stacheln. Kein Band, mit dem man die Reihe starten sollte. Fans der Reihe werden aber sicher nicht enttäuscht sein.

— Ro_Ke

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  • Adler Olsen - Selfies

    Selfies

    Pokerface

    06. November 2017 um 13:23

    Klappentext: In einem Park in Kopenhagen wird eine alte Frau ermordet aufgefunden. Fast zeitgleich begibt sich ein durchgedrehter Autofahrer auf die tödliche Jagd nach jungen Frauen. Irgendwo da draußen, so hat es den Anschein, werden weitere perfide Morde geplant. Steht all dies womöglich im Zusammenhang mit einem lange zurückliegenden und noch immer unaufgeklärten Verbrechen? Das Management des Polizeipräsidiums in Kopenhagen ist höchst unzufrieden mit der Aufklärungsrate des Sonderdezernats Q. Ausgerechnet Rose soll nun das Ruder herumreißen - doch Rose ist in ihrem aktuellen Zustand weit davon entfernt, diesen Erwartungen gerecht zu werden. Die Wurzeln ihrer desaströsen Verfassung liegen in einem dunklen Kapitel ihrer Vergangenheit: "Zu dem tiefsten inneren Raum in ihrem Dunkel bekamen sie keinen Zutritt, dieser Raum gehörte ihr. Ihr allein." Carl, Assad und Gordon stehen vor ihrer bislang größten Herausforderung, und dass Rose ihren eigenen Kampf kämpft, ist für alle schwer erträglich. Doch Scheitern ist keine Option. Es muss ihnen einfach gelingen, diese schrecklichen Verbrechen in Kopenhagen zu stoppen. Meine Meinung: Hatte ich schon erwähnt, dass ich diese Reihe um Carl Morck liebe? Wenn nicht, dann mache ich das jetzt. Das ist tatsächlich ein Meisterwerk von Herrn Olsen. Ein verstrickter Fall, der sich mit der ermordeten alten Dame aufgetan hat. Wir (die Leser) erleben mit, wie das Team an mehreren Fällen ermittelt. Sicher ist die Geschichte verwoben. In einigen Kritiken konnte ich lesen, dass manche Leser bemängelt haben, dass zu viel Durcheinander und ermitteln an mehreren Stellen zum Abbruch des Lesens geführt haben. Das finde ich persönlich sehr Schade. Denn im richtigen Leben ist es doch genauso. Wir sind doch nicht "nur" arbeiten. Um uns herum passieren doch auch Dinge, mit denen wir mittel- oder unmittelbar in Zusammenhang stehen. Wir erleben doch auch täglich nicht nur eine Geschichte. Gerade das ist es doch, was den unglaublichen Schreibstil von Herrn Olsen ausmacht. Ich finde das toll. Sicher muss man aufpassen und am Ball bleiben. Ist halt kein 08/15-Roman. Zum Glück. Dieses Mal werden wir konfrontiert mit Morden an jungen Frauen die Sozialhilfe beziehen und kein Engagement bei der Arbeitssuche aufweisen. In diesem Fall werden diese als "Sozialschmarotzer" bezeichnet und jemand hat sich entschlossen, entschieden gegen diese vorzugehen. Auf der anderen Seite hält uns die Geschichte um die erschlagene alte Dame auf Trab. Da gibt es Parallelen zu einem früheren Fall. Rose - ja, Rose war ja schon immer ziemlich schräg für mich. Und ehrlich gesagt war ich mehr als überrascht, dass sie wirklich Schwestern hat. Ich habe immer geglaubt, dass sie sich jeweils ihre Schwestern nur ausdenkt und in die jeweilige Rolle hineinversetzt. Richtig Verständnis konnte ich für Rose und ihre Schrägheiten allerdings nie aufbringen. Das hat sich nach diesem Buch geändert. Wir erfahren sehr viel über Roses Kindheit und die schrecklichen Dinge, die ihr psychisch widerfahren sind. Und ich habe atemlos Roses Geschichte im Buch verfolgt. Ich fand das alles ganz Schrecklich. Über Assad gibt es in diesem Teil nichts Neues zu erfahren. Er ist undurchsichtig wie eh und je. Aber ich mag ihn. Gordon scheint sich immer mehr im Team Q zu integrieren. Irgendwie schön. Am Anfang mochte ich ihn nicht. Das hat sich in diesem Teil auch geändert. Fazit: Sehr, sehr tolles Buch. Anspruchsvoll in der Entwicklung - spannend zu lesen. Klare Leseempfehlung und 5 Sterne. Weiter so.

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  • Etwas wirre Story die sich in die Länge zieht - spannungsarm dafür mit einer Prise Humor

    Selfies

    Thommy28

    28. October 2017 um 22:18

    Einen Blick in die Handlung gewährt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:Der Autor erzählt hier aus ganz verschiedenen Sichtweise von mehreren Fällen, mit denen sich das Sonderdezernat Q in diesem Buch beschäftigt.Das bedingt - auch noch auf verschiedenen Zeitebenen - eine Vielzahl von handelnden Personen in den diversen Handlungssträngen. Da verliert der Leser schonmal den Überblick. Mich hat es jedenfalls gestört.Aufgelockert wird das Ganze durch gelegentliche, manchmal recht lustige "Kabbeleien", wobei natürlich Assad besonders hervor sticht.Insbesondere was das Thema "Rose" angeht - der ja in diesem Band ein guter Teil der Handlung gewidmet ist - hat es der Autor für meinen Geschmack etwas übertrieben. Insgesamt hat mich das Buch "nicht vom Hocker gehauen", aber doch gut - mitunter etwas zäh - unterhalten. Gute Thriller Durchschnittskost halt.....! Der Reihenleser (dem die vorher erwähnten Personen natürlich geläufig sind) hat deutlich mehr von dem Buch. Für den Einzelband Leser m.M. nur bedingt zu empfehlen.

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  • Gute, aber doch nicht perfekte Fortsetzung der Reihe

    Selfies

    Luthien_Tinuviel

    25. October 2017 um 23:40

    Mit "Selfies" ist Jussi Adler Olsen eine spannende, aber im Vergleich zu den vorherigen Teilen doch nicht ganz so gute Fortsetzung der Geschichten um Kommissar Mørck gelungen.Inhalt: Anders als in den Vorherigen Teilen befasst sich Mørck in diesem Teil, wie üblich durch Assad und Gordon unterstützt, mit 5 Fällen parallel statt nur mit einem.Anders als sonst sind zudem 2 -3 der Fälle aktuelle Fälle und keine alten Akten. Bei einem der Fälle tauchen Assad und Carl unmittelbar in Roses Vergangenheit ein.Wie immer war der Thriller spannend zu lesen, anders als sonst fiel mir diesmal jedoch der Einstieg schwer. Erst nach 150 Seiten hatte ich überhaupt mal verstanden, was für einen Fall das Dezernat Q überhaupt behandelt. Dazu handeln die ersten 150 Seiten auch primär nicht vom Dezernat Q, sondern viele viele andere Hauptfiguren werden zunächst vorgestellt.Ein weiteres Problem hatte ich damit, dass ich Teil 6 zuvor nicht ganz gelesen hatte und auch Teil 5 der Reihe schon etwas her war. Da das Buch aber unmittelbar an Teil 6 anknüpft, waren Teile der Geschichte nur schwer nachvollziehbar.Hat man aber mal den Einstieg geschafft und in die Geschichte hineingefunden, hat alle Personen und deren Beziehungen zueinander erschlossen, sich auch an die Hauptfiguren und ihre Eigenarten  erinnert, kann man das Buch kaum aus der Hand legen und auch die anfänglichen Probleme werden durch eine komplexe, vielseitige und spannende Geschichte verdrängt.

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  • Zum siebten Mal Spannung

    Selfies

    Levus

    22. October 2017 um 17:29

    Der siebte Fall für Carl Mørck in einer meiner Lieblingskrimireihen — vielleicht an einigen Stellen nicht ganz so brutal und düster wie mancher Vorgänger-Band, aber mindestens ebenso unterhaltsam und spannend. Ein Thriller, wie man ihn von Adler-Olsen erwartet.

  • ein sehr persönlicher Fall für Carl Mørck und sein Team

    Selfies

    Vucha

    03. September 2017 um 22:34

    Zum Inhalt: In ihrem siebten Fall wird es für die Mitarbeiter des Sonderdezernat Q sehr persönlich. Carl Mørck und seine Assistenten Assad, Rose und Gorden sollen helfen einen brutalen Todesfall in Kopenhagen aufzuklären. Jedoch stellt sich schnell heraus, dass es Verbindungen zu einem ungeklärten Verbrechen gibt. Diese beiden Verbrechen bleiben allerdings nicht die einzigen, um die das Ermittlergespann sich kümmern muss. Zudem bereitet auch Rose ihren Kollegen sehr viel Sorge. Ihr Gesundheitszustand hat sich verschlechtert und ihr Vergangenheit scheint maßgeblich dafür verantwortlich zu sein...Meine Meinung:Nachdem der letzte Band dieser Serie mich etwas weniger überzeugen konnte, konnte der Autor mich mit Selfies wieder deutlich mehr in seinen Bann ziehen. Jussi Adler-Olson lässt das Team des Sonderdezernat Q in seinem neuesten Werk insgesamt 5 verschiedene Fälle bearbeiten. DAs mag zeitweise etwas verwirren, aber nach einer Weile findet man sich dann doch gut zurecht und kann dem Geschehen folgen.Teilweise scheinen die Verbindungen zwischen den einzelnen Verbrechen von Beginn an klar zu sein. Andere Verbrechen geben dem Leser deutlich mehr Rätsel auf und scheinen isoliert zu sein und es erschließt sich erst nach und nach, was wirklich passiert ist.Als wäre die Arbeit an diesen ungeklärten Fällen nicht genug, müssen Carl und seine Leute auch noch um das Bestehen ihres Dezernates bangen, das Budgetkürzungen zum Opfer fallen soll.Sehr persönlich wird dieser Band durch die Sorge um Rose. Konnten Carl, Assad und Gordon sich bisher bei ihren Ermittlungsarbeiten immer auf ihre Kollegin verlassen, so müssen sie diesmal erkennen, dass es nun Rose ist, die auf HIlfe angewiesen ist. Die Thematik dieses Bandes ist gut gewählt... die Beweggründe der Täter sind sehr alltagsbezogen und anders als beim letzten Band kann man das Geschehen als Leser wieder besser nachvollziehen.Gut gefallen hat mir auch die Entwicklung der einzelnen Charaktere. Besonders Gordon wird immer mehr zu einem unverzichtbaren Partner für Carl, aber auch Assad macht eine tolle Entwicklung durch. Gerade die Zusammenarbeit zwischen Assad und Carl führt immer wieder zu sehr humorvollen Momenten, in denen auch der Sprachwitz den Leser immer wieder zum Schmunzeln bringt.Mir sind Carl und seine Mitarbeiter inzwischen sehr ans Herz gewachsen, und ich freue mich schon auf den achten Fall des Sonderdezernat Q.

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  • Dezernat Q, die siebte

    Selfies

    mareike91

    03. September 2017 um 18:49

    Inhalt:Vizepolizeikommissar Carl Mørck wird zur Aufklärung eines brutalen Todesfalls von der Mordkommission in Kopenhagen hinzugezogen. Wie sich herausstellt, gibt es eine Verbindung zu einem mehrere Jahre zurückliegenden und ausgesprochen brisanten cold case, aus dem sich schwerwiegende Konsequenzen für die aktuellen Ermittlungen ergeben. Ausgerechnet jetzt geht es Carls Assistentin Rose sehr schlecht. Sie wird von grauenhaften Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit heimgesucht. Rose kämpft mit aller Macht dagegen an – und gegen das Dunkel, in dem sie zu ertrinken droht. Welche Rolle spielen die jungen Frauen Michelle, Jasmin und Denise, die sich zu einem starken und hochexplosiven Kleeblatt verbündet haben?Meine Meinung:Carl Mørck, Assad und Rose ermitteln wieder - in ihrem mittlerweile siebten Fall. Die drei sind inzwischen ein eingespieltes Team, mit denen es nie langweilig wird und immer unterhaltsam ist. Ob Carl mit seiner grummeligen Art, Rose mit ihren verschiedenen Persönlichkeiten oder Assad mit seinem ekelhaften Gebräu und Kamelwitzen... Man muss dir drei einfach ins Herz schließen! Auch Gordon, der neue im Team, hat inzwischen seinen Platz im Dezernat Q gefunden. Er entwickelt sich insbesondere in diesem Teil zu einem echt guten und aufmerksamen Ermittler. Das Dezernat Q steht vor dem aus. Und gerade jetzt wird es der sonst so starken, resuluten unss unkonventionellen Rose einfach zu viel. Der Leser und auch ihre Kollegen erfahren in diesem Teil viel persönliches über sie und ihre psychischen Probleme,die vorallem in ihrer Vergangenheit begründet liegen. Ich fand es sehr interessant, mehr über Rose zu erfahren, die einem im. Laufe der Reihe wirklich ans Herz gewachsen ist.  Neben dem Kampf um Rose müssen Carl, Assad und Gordon aber auch für das Überleben des Dezernats Q kämpfen. Dazu ermitteln sie dieses Mal in aktuellen Fällen des Morddezernats. Die in Verbindungen zu einem alten Fall zu stehen scheinen. Lange bleiben die Zusammenhänge  zwischen den verschiedenen Fällen unklar. Erst ganz am Ende schafft Jussi Adler Olsen gekonnt, alle Fälle miteinander in Einklang zu bringen. Fazit:Auch der siebte Teil konnte mich begeistern! Ich liebe das Dezernat Q mit seiner schrulligen, genialen Besetzung und spannenden Fällen. Definitiv eine der besten Thrillerreihen, die ich kenne. 

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  • Ein Loblied auf den Sozialstaat ;)

    Selfies

    Pippo121

    02. September 2017 um 12:37

    „Das Verlangen, diese Sozialschmarotzerinnen zu beseitigen und der Welt die Augen über sie zu öffnen, war fast größer als die Freude, unerkannt davongekommen zu sein. Das Herrschen über Leben und Tod war fast zu einer Droge für sie geworden.“ (S.334) Carl Mørck und sein Team stehen vor einigen Herausforderungen. So droht der Polizeipräsident mit der Auflösung des Sonderdezernats Q und ausgerechnet zu diesem kritischen Zeitpunkt bricht Rose, ein äußerst wichtiges Glied der Ermittlertruppe, weg. Zu stark wurde die seelische Belastung für die junge Frau, die gegen ihre inneren Dämonen ankämpfen muss. Carl Mørck, Assad und Gordon versuchen also nicht nur, Rose wieder auf die Beine zu helfen, sondern geben gleichzeitig alles, um ihr geliebtes Sonderdezernat am Leben zu halten. Um die Wichtigkeit ihrer Truppe zu beweisen, ermitteln sie mehr oder weniger inoffiziell in den Fällen der regulären Mordkommission und bearbeiten die Morde an zwei Frauen, die hinterrücks erschlagen wurden. Doch wie passen die vielen tödlichen „Unfälle“ mit Fahrerflucht und der Überfall auf eine Diskothek in dieses Bild? Carl Mørck und sein Team spüren, dass es eine Verbindung gibt, doch wird es ihnen auch gelingen, diese aufzugreifen und die Fälle zu lösen? Und welche Rolle spielt Rose in diesem ganzem Chaos?   Meine Meinung: Nachdem ich von dem Vorgängerband „Verheißung“ nur mittelmäßig begeistert war, konnte dieser 7. Teil der Serie mich wieder mehr packen. Adler – Olsen lenkt außergewöhnlich viel Aufmerksamkeit auf das Privatleben der Ermittler, was der Spannung und dem Lesefluss aber keinen Abbruch tut. Es fügt sich alles gut zusammen und bildet eine Einheit, die den Leser in ihren Bann zieht und ihn mitfiebern lässt. Gewohnt bodenständig und reflektiert treiben Carl Mørck und Assad die Handlung stetig voran und auch Gordon bekommt mehr Aufmerksamkeit und übernimmt Verantwortung. Er mausert sich zu einem gewieften Ermittler und überzeugt immer mehr durch selbständiges Handels und ermittlerische Fähigkeiten. Ich finde, dass er einen ganz interessanten Wandel durchlebt hat und vermutlich auch in den Folgebänden eine wichtigere Rolle zugestanden bekommt. Dies wird die Dynamik der Truppe verändern und es wird spannend zu sehen, wie Rose sich an diese veränderte Situation anpassen wird.Das Buch lebt stellenweise von der Sorge um Rose, die ich in den vorherigen Büchern immer sehr zu schätzen wusste. Sie ist brillant und unkonventionell, wird aber leider von ihren psychischen Problemen überrannt. Ihr Zusammenbruch zieht sich als roter Faden durch das ganze Buch und erschüttert Carl, Assad und Gordon tief. Sie tun alles in ihrer Macht stehende, um ihrer Freundin zu helfen und sehr schnell wird ihnen bewusst, dass ihr Trauma bis tief in ihre Kindheit reicht. Während ihrer Nachforschungen erfahren ihr Team und die Leser immer mehr Details aus Roses Vergangenheit, die diese lieber für sich behalten hätte. Die Idee, ein lange zurückliegendes Verbrechen mit einem rezenten Mordfall zu verbinden fand ich sehr interessant und warf viele Fragen auf. Denn lange Zeit war nicht klar, ob und wie die Fälle zusammengehören. So tauchen immer wieder neue Ansätze auf und man riskiert, den Überblick zu verlieren. Immerhin werden fünf Fälle gleichzeitig bearbeitet und miteinander verknüpft, was schon einiges an Handlungssträngen mit sich bringt. Allerdings fand ich es stellenweise etwas zu viel des Guten, zumal ich mich ständig fragte, wie es sein konnte, dass die Polizei die Wohnung des Mordopfers nicht überprüft. Das fand ich irgendwie unlogisch, denn normalerweise wird die doch durchsucht und versiegelt … Ich dachte immer, dass dies Routinearbeit der Polizei in einem Mordfall wäre, doch dies war hier nicht der Fall, was mich sehr wunderte. Insgesamt geht es mit der Reihe wieder bergauf und der gewohnt humorvolle Schreibstil des Autors verspricht auch in Zukunft fesselnde Bücher! Ich bin sehr gespannt, wie es mit Rose weitergeht!

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  • es geht bergauf

    Selfies

    derMichi

    17. August 2017 um 09:16

    Es ist schon beinahe ungewöhnlich: Schon im zweiten Kapitel stehen Mitarbeiter des Sonderdezernats Q im Mittelpunkt des Interesses. Während in anderen Bänden hier noch alte Verbrechen aufgerollt oder andere Thrillerelemente angeschnitten wurden, spart sich Adler Olsen das übliche ausführliche Vorgeplänkel hier weitestgehend und macht damit deutlich, dass es in diesem Buch besonders persönlich wird. Insbesondere Roses Vergangenheit und deren Auswirkungen bis in die Gegenwart erweist sich als erschreckend und verdeutlicht zugleich, dass Missbrauch keinesfalls nur auf körperliche Art geschehen kann. Außerdem lernt man die sonst so taffe Mitarbeiterin von Carl Mørck hier von einer ganz anderen Seite kennen, die in mancherlei Hinsicht an Stieg Larssons Lisbeth Salander erinnert. Auch wenn es am Ende mit der Auflösung ein wenig schnell gehen mag, so muss man doch die virtuose Verflechtung der unterschiedlichen Fälle (mindestens fünf) bewundern. So kompliziert war es für Mørck und Kollegen schon lange nicht mehr. Dennoch lässt sich der Überblick behalten, selbst wenn manche Szene ein wenig zu ausführlich gerät. Dafür werden langjährige Fans mit amüsanten Wortwechseln, insbesondere zwischen Carl und Assad, belohnt und natürlich gibt ersterer seinen Vorgesetzten und Kollegen jederzeit ordentlich Kontra. Neue Einblicke in dessen Gefühls- und Privatleben gibt es nur am Rande, mit Ausnahme von Roses Vorgeschichte bleibt die Handlung immer dicht am Geschehen. Um die Fälle spannend zu machen braucht es dieses Mal weder Geheimbünde noch politische Verwicklungen, Rassismus, Finanzhaie, Sekten oder gar Gaunerbanden. Die Alltäglichkeit der Fälle ist erschreckend genug und offenbart, dass selbst unscheinbare Personen unter den richtigen Umständen schon aus purem Eigennutz und Rachegelüsten zum Mord fähig sind. Hundertprozentig nachvollziehen kann man die Handlungen der Täter zwar nicht immer, Olsen versucht sich hier jedoch auf lobenswerte Weise an einer Milieustudie mit kritischen Untertönen, die in dieser Form nicht nur in Dänemark existieren dürfte. Wenn Selbstgerechtigkeit (der Titel deutet es schon an) zur Lösung für gesellschaftliche Missstände wird, dann fühlt man sich dezent an so manche Schlagzeile der letzten Jahre erinnert. Allzu trocken analytisch wird es jedoch nie und obwohl der Leser über das Geschehen grundsätzlich besser informiert als Carl & Co, gibt es am Ende doch noch eine Handvoll Überraschungen. Insgesamt erweist sich "Selfies" nach mehreren ordentlichen aber nicht außergewöhnlichen Büchern über das Sonderdezernat Q als neues Highlight der Reihe. Ein paar kleinere Längen kann man durchaus verkraften, qualitativ hat Herr Olsen nichts eingebüßt.

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  • Der persönlichste Fall

    Selfies

    SalanderLisbeth

    16. August 2017 um 20:10

    Annelie zog sich aus und legte sich aufs Bett, zitternd und wie berauscht von dem Adrenalincocktail, der ihr durch die Adern schoss, seit sie Michelle im Nordwestviertel überfahren hatte. Für jemanden wie sie, die fast fünfzig Jahre lang als personifizierte Wohlanständigkeit durchs Leben gegangen war, ein völlig neues Gefühl. Woher hätte sie auch wissen sollen, was für einen Kick es einem gab, wenn man sich zum Richter über Leben und Tod aufschwang? Auszug Seite 147 Im bereits siebten Fall von Jussi Adler-Olsens Serie um Kommissar Carl Mørck ermitteln die Beamten des Sonderdezernats Q diesmal rund um einen aktuellen Mord. Eine ältere Dame wird in einem Park erschlagen aufgefunden. Verschieden Aspekte deuten auf einen unaufgeklärten Mordfall an einer Grundschullehrerin vor etlichen Jahren hin, die unter ähnlichen Umständen ums Leben gekommen ist. Des weiteren werden einige junge Frauen überfahren und der Täter beginnt jedes Mal Fahrerflucht. Der Fall Rose Doch im Mittelpunkt dieses Thrillers steht Carls Assistentin Rose. Seit dem Habersaat-Fall im letzten Buch „Verheißung“, bei dem sich das Team einer Hypnose unterziehen musste, wird sie von dunklen Erinnerungen an ihre Vergangenheit heimgesucht. Von Carl und Assad unbemerkt kämpft Rose seit dieser Zeit gegen eine Depression an, kann aber den Zusammenbruch nicht verhindern und landet schließlich in der Psychiatrie. Nach und nach werden die Hintergründe für ihre inneren Dämonen enthüllt. Zu erfahren wie Rose zeitlebens von ihrem sadistischen Vater schikaniert wurde und sich an seinem Tod mitschuldig fühlt, ist sehr emotional. Dieser persönliche Teil hätte für mich noch mehr Raum einnehmen können, geht leider fast in dem unübersichtlichen Gespann von Handlungssträngen unter. Fälle-Wirrwarr Denn es gibt nicht nur mehrere zusammenhanglose Erzählstränge, die man als Leser parallel verfolgen muss. Zu allem Überfluss hat sich auch noch ein aufdringliches Fernsehteam an die Fersen des Q-Teams geheftet und Carl muss sich mal wieder mit seinem Chef herumschlagen, der die Anzahl der aufgeklärten Fälle missinterpretiert und Personal abbauen will. Bei dem Fahrerflucht-Fall weiß man von vorne herein, wer dahinter steckt. Eine Sozialarbeiterin in den mittleren Jahren, Typ „Graue Maus“, die zeitlebens immer sehr korrekt gelebt hat. Nachdem Annelie von ihrer Krebs-Diagnose erfährt, schwillt der schon länger schwelende Hass auf junge, arrogante Frauen an, die sich auf Kosten des Staates ein schönes Leben machen. Aber besonders als sich die „Unfälle“ häufen und ein ums andere Mal wiederholen, nimmt das dem Thriller viel an Suspense. Typisch für den dänischen Autor greift er mal wieder ein sozialkritisches Thema auf. Aber die zwischen den Zeilen und auch mit dem Titel „Selfies“ mitschwingende Kritik an der Selbstdarstellung und Selbstverliebtheit vieler Menschen wird durch die überzeichnete und klischeehafte Darstellung der einzelnen Charaktere wieder zunichte gemacht. Haarsträubend und realitätsfern, als die drei Mädels, die sich auf dem Sozialamt kennen gelernt haben, ihrerseits die Ermordung der verhassten Beraterin planen. Denn völlig überraschend hatte sich ihre Todesangst in den Tagen nach der Diagnose in eine lodernde Wut verwandelt. Eine Wut, die anfangs noch dumpf und diffus war, dann aber sehr schnell ein Ziel gefunden hatte: jene jungen Frauen, die die Gesellschaft so schamlos ausnahmen, sie alle nach Strich und Faden verarschten und Annelie kostbare Zeit und Energie raubten. Auszug Seite 96 Fazit Im Prolog wird die braune Vergangenheit von Roses betagter Nachbarin kurz angerissen und dann erst zum Schluss wieder aufgegriffen. Für meinen Geschmack wurden die einzelnen Handlungsstränge fast gewaltsam zusammengeführt. Da alle Fälle irgendwie miteinander verbunden sind, mussten einige Zufälle herhalten und darunter leidet natürlich die Glaubwürdigkeit. Selfies ist ein solider Thriller, der bei weitem nicht so düster daherkommt wie vorhergehende Bände der Reihe. Trotz einiger Längen und der aufgeführten Kritikpunkte habe ich ihn gerne gelesen, denn Adler-Olsen kann mitreißend schreiben und verfügt über viel Ideenreichtum. Auch der Wortwitz zwischen Vizekommissar Carl Mørck, laut seinem Chef „ein echt sturer und bissiger Hund, den wir da in der Meute haben“ und seinem muslimischen Sidekick Assad hat mich wieder gut unterhalten. Für Fans der Reihe ein Muss, aber Adler-Olsen hat schon mit besseren Plots überzeugt. In diesem Fall leidet der Spannungsbogen durch die Vielzahl der zerklüfteten Handlungsstränge und mich hat auch die einseitige Darstellung der „Sozialhilfeempfänger“ gestört. Political Correctness sieht anders aus. Zehn Bände Sonderdezernat Q Die Reihe ist auf zehn Bände angelegt und der Autor verriet, dass in den nächsten beiden Bänden jeweils Assad und Carl im Mittelpunkt stehen werden und es dann ein finales Werk geben wird. Jussi Adler-Olsen wurde 1950 in Kopenhagen geboren. Er studierte Medizin, Soziologie, politische Geschichte, Filmwissenschaften und war unter anderem als Koordinator der dänischen Friedensbewegung tätig. Der Vater eines Sohnes lebt in der Nähe von Kopenhagen, wo er seinem Hobby, das Renovieren von alten Häusern nachgeht. Bekannt ist, dass sein Vater Psychiater war und Jussi in mehreren Anstalten aufwuchs. Er erzählt oft, dass die Anstalten mit ihren Serienkillern und Psychopathen die Schule seines Lebens waren. Hier lernte er auch einen Herrn Mørck kennen, einen Totschläger, der ihm mal ein Kätzchen schenkte und der ihm für seine Figur des Serienermittlers nicht nur den Nachnamen lieferte.

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  • Der Sozialbetrug und seine tödliche Strafe

    Selfies

    jenvo82

    15. August 2017 um 11:52

    „Von überall her starrten Gesichter sie an: „Schlag das Kreuzzeichen über uns, wenn du dem Bösen den Weg versperren willst“, schrien sie.“ Inhalt Nachdem die kompetente Mitarbeiterin Rose Knudsen ihre Arbeit im Sonderdezernat Q im Kellergeschoss der Kopenhagener Polizeistation niedergelegt hat und wutentbrannt davon gestürmt ist, droht durch eine falsche Übermittlung der Daten bald schon eine Stellenkürzung in der Abteilung, die sich mit längst vergangenen Fällen beschäftigt. Doch Carl Mørck und sein beherzter Kollege Assad wissen das zum Glück aufzuhalten, indem sie möglichst schnell Licht in verschüttete Fälle bringen. Doch diesmal stoßen sie auf eine interessante Verbindung zwischen einer aktuellen Unfallserie, die augenscheinlich das Werk eines Serienmörders ist, der junge, hübsche Frauen mitten auf der Straße zu Tode fährt und einem ungeheuerlichen Coup auf eine Diskothek, in der mehrere Tausend Kronen gestohlen wurden. Die Verbindung führt sie direkt in Roses Haus, zu deren Nachbarin und ihrer Familie. Doch Rose selbst kann nicht mehr mitwirken, denn sie wurde aus der psychiatrischen Klinik entlassen und in ihrer Wohnung findet sich ein Abschiedsbrief. Was wusste sie wirklich und wird das Sonderdezernat Q rechtzeitig kommen, um sie zu retten und den Täter dingfest zu machen? Meinung Auch in seinem 7.Fall ermittelt das Team um Carl Mørck auf gewohnt gewiefte und realitätsnahe Art und Weise, wie immer mit einer guten Prise Humor, die sich besonders in der Interaktion zwischen dem Vizepolizeikommissar und seinem ausländischen Teamkollegen zeigt. Das interessante an dieser Reihe sind gar nicht mehr die einzelnen Fälle und ihre Zusammenhänge, sondern in erster Linie die Hauptprotagonisten und deren bewegtes Leben. Mittlerweile fiebert der Leser regelrecht mit, wie es der akkuraten, schillernden Persönlichkeit Rose denn wirklich gehen wird und welche Leichen in ihrem Keller verborgen liegen. Interessant finde ich hier auch den Aspekt, der sich diesmal darauf konzentriert die „Cold Cases“ der Vergangenheit mit den aktuellen Ermittlungen in Verbindung zu bringen und Parallelen zwischen Gestern und Heute aufzuzeigen. Allerdings bleibt Fall 7 etwas hinter meinen Erwartungen zurück, was daran liegt, das die Kerngeschichte eher stiefmütterlich behandelt und mit der Sensationsgier der Presse aufgehübscht wird. Das Verbrechen der Vergangenheit tritt zugunsten des aktuellen Geschehens in den Hintergrund, obwohl es mir andersherum besser gefallen hätte. Nichtsdestotrotz ereignen sich viele glückliche Zufälle und andererseits traurige Begebenheiten, die dem Gesamtkomplex nichts von seiner Besonderheit nehmen. So kämpft unsere liebgewonnene Rose um ihre Rehabilitierung, während der seit 11 Jahren gelähmte Hardy vielleicht endlich wieder ein Lebenszeichen in seinem tauben Körper spürt. Fazit Ich vergebe gute 4 Lesesterne für diesen Klassiker aus der Reihe um den Sonderermittler der dänischen Polizei Carl Mørck. Sicher nicht der spannendste der bisher erschienenen Bände aber doch eine gute Fortsetzung. Für Fans sicherlich kein Problem, wenn es auch mal etwas ruhiger zugeht und das Leben der Ermittler im Vordergrund steht, wer den Autor aber kennenlernen möchte, sollte zu einem der ersten Bände greifen, allein schon wegen der Chronologie der Ereignisse. Mir hat das Buch gut gefallen und ich erwarte die Fortsetzung gespannt.  

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    • 6
  • Ein bisschen zuviel des Guten

    Selfies

    Yolande

    12. August 2017 um 14:25

    "Selfies" ist der 7. Band der Krimireihe des dänischen Autors Jussi Adler-Olsen um das Sonderdezernat Q der Kopenhagener Polizei und seinen kauzigen Kommissar Carl Mørck.Inhalt (Klappentext): In einem Park in Kopenhagen wird eine alte Frau ermordet aufgefunden. Fast zeitgleich begibt sich ein durchgedrehter Autofahrer auf die tödliche Jagd nach jungen Frauen. Irgendwo da draußen, so hat es den Anschein, werden weitere perfide Morde geplant. Steht all dies womöglich im Zusammenhang mit einem lange zurückliegenden und noch immer unaufgeklärten Verbrechen?Das Management des Polizeipräsidiums in Kopenhagen ist höchst unzufrieden mit der Aufklärungsrate des Sonderdezernats Q. Ausgerechnet Rose soll nun das Ruder herumreißen - doch Rose ist in ihrem aktuellen Zustand weit davon entfernt, diesen Erwartungen gerecht zu werden. Die Wurzeln ihrer desaströsen Verfassung liegen in einem dunklen Kapitel ihrer Vergangenheit: "Zu dem tiefsten inneren Raum in ihrem Dunkel bekamen sie keinen Zutritt, dieser Raum gehörte ihr. Ihr allein."Carl, Assad und Gordon stehen vor ihrer bislang größten Herausforderung, und dass Rose ihren eigenen Kampf kämpft, ist für alle schwer erträglich. Doch Scheitern ist keine Option. Es muss ihnen einfach gelingen, diese schrecklichen Verbrechen in Kopenhagen zu stoppen.Leider ist dieses Buch ein etwas schwächeres der Reihe. Der alte Fall aus der Vergangenheit kommt völlig zu kurz und die Verknüpfung von sage und schreibe 5(!) Fällen gleichzeitig, ist meines Erachtens dann doch etwas zuviel des Guten.Durch die Probleme von Rose und ihre Auswirkungen ist der Grundton der Geschichte auch düsterer und nicht ganz so humorvoll wie gewohnt. Spannung ist durchaus vorhanden, allerdings ist dieses Mal die Aufklärung der meisten Fälle nicht so spektakulär, wie es bereits in anderen Fällen vorkam.Fazit: Als Fan der Reihe nimmt man auch mal ein schwächeres Buch hin, aber für Neueinsteiger könnte es vielleicht enttäuschend werden. 

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  • Interessantes Thema, aber Story etwas zu wirr und unglaubwürdig

    Selfies

    Lilith79

    10. August 2017 um 14:35

    Nachdem ich den Vorgängerroman "Verheissung" der Krimi-Reihe rund um Carl Morck und sein unkonventionelles Ermittlerteam überdurchschnittlich gut gelungen fand, hab ich mich auf den neuen Fall "Selfies" auch wieder sehr gefreut. Allerdings wurden meine Erwartungen hier nur teilweise erfüllt. Auf den ersten Blick ist der Plot des Romans sehr spannend, eine Autofahrerin überfährt mit dem Auto junge Frauen, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben, außer dass sie alle von Sozialhilfe leben. Außerdem wird eine ältere Frau in einem Park brutal erschlagen, für das Team von Carl Morck stellt sich die Frage ob dieser Mord etwas mit einem anderen Mordfall von vor einigen Jahren zu tun hat, bei dem eine junge Lehrerin erschlagen wurde.Parallel zu den Kriminalfällen dreht sich ein Großteil des Buches außerdem noch um Carls Mitarbeiterin Rose, die von den Ereignissen im Vorgängerroman immer noch schwer traumatisiert ist und deren labile Psyche mehr oder weniger komplett zusammengebrochen ist, weil der letzte Mordfall die Erinnerungen an ihren grausamen Vater und dessen mysteriösen Tod wieder voll in ihr Bewusstsein gerückt haben. Neben den Ermittlungen in den Mordfällen müssen Carl und Assad als auch noch herausfinden, was mit Roses Vater eigentlich wirklich passiert ist, um ihr zu helfen.Insgesamt also eigentlich alles gute Zutaten für einen spannenden und komplexen Roman, allerdings ist das auch etwas das Problem des Buches gewesen, es gibt einfach zu viele Handlungsstränge und zu viele Zufälle, die alle Handlungen miteinander verbinden...spätestens als auch noch Roses Story sich mit dem aktuellen Kriminalfall verflechtet wird es dann doch etwas abstrus. Dadurch liest sich das ganze Buch etwas zu wirr und unglaubwürdig, weswegen ich es als eines der schwächeren Bücher der Reihe einordnen würde.

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  • Enttäuschung

    Selfies

    dieSammlerin

    10. August 2017 um 07:50

    Auf dem Buchrücken steht : Adler-Olsen hat ein sein Meisterwerk geschrieben  ( Zitat Berlingske Tidende) . Für mich nicht. Ein Mord, eine frustrierte Sozialarbeiterin und Rose aus dem Sonderdezernat Q, die auch irgendwie ausflippt. Es ist mir zu viel Drama, zu oft werden die Schauplätze gewechselt. Ich finde keinen Zusammenhang. Alle ist dunkel und trüb. Ich kam beim Lesen nicht in Fahrt und das verleidet mit das Buch.

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  • Selfies

    Selfies

    aly53

    08. August 2017 um 03:05

    Ich muss ehrlich gestehen jeden Band um Carl Mørck und seine Crew habe ich nicht gelesen.Meines Erachtens ist es auch nicht zwingend notwendig.Der 7. Band hat aufgrund des Klappentextes mein Interesse geweckt und vor allem der Titel hatte es mir angetan.Besonders die Abbildung fand ich sehr passend gewählt.Interessant war hier die Grundthematik und wie sie ausgearbeitet wurde.Einen großen Teil nimmt Rose ein. Besonders sie hat mich wirklich von der ersten Sekunde an gefesselt und während des Lesens immer wieder beschäftigt. Es ist schwierig und hat mir wirklich wehgetan, was mit ihr geschah. In dem Punkt wurde der Spannungsbogen ganz geschickt aufgebaut.Dadurch das aber nicht nur ein “Fall” mit einfließt, kam ich stellenweise immer wieder aus dem Tritt.Weswegen mich das Buch wochenlang beschäftigt hat.Leider hatte ich zwischendurch das Gefühl, ich komme nicht mehr vorwärts. Denn aufgrunddessen, dass sich eine spürbare Schwere durch das Buch zog, war es wirklich keine leichte Kost, wodurch sich leider auch Längen eingeschlichen haben .Die Charaktere fand ich etwas schwierig.Sie sind nicht sympathisch und doch haben Sie mir ein Stück weit leid getan. Ein Umstand, den ich überhaupt nicht wollte, der sich aber von ganz allein einstellte.Man fühlt mit Ihnen, würde Ihnen gern mal einen Schubs verpassen. Aber dann gab es wirklich auch Momente, wo ich ihre Handlungen nicht verstehen konnte.Es hat etwas eindringliches, verlorenes und einsames an sich, dem man sich einfach nicht entziehen konnte.Aber doch sind da auch die Kälte und die Abgründe sehr klar spürbar.Die Dunkelheit nahezu greifbar und entsetzlich.Stellenweise ist es überzeichnet und erdrückt einfach auch, aber gerade den psychologischen Aspekt empfand ich als gut ausgearbeitet.Es geht um Vergangenheit und Gegenwart, um Schmerz und Zerrissenheit.Sehr geschickt verbindet der Autor alles miteinander und es wird rund.Schlussendlich ein Thriller der sich zwar etwas zieht, aber gleichzeitig auch beschäftigt und unter die Haut geht.Das Innerste wird nach Außen gekehrt und offenbart so einiges.Der Spannungsbogen ist gegeben, flacht jedoch auch immer mal wieder ab.Man erfährt hier verschiedene Perspektiven, je nachdem wer gerade im Zentrum des Geschehens liegt. Dadurch entwickelt es mehr Tiefe und die Charaktere werden greifbar.Der Schreibstil des Autor ist angenehm und flüssig zu lesen.Er zeichnet viele Details wodurch man tiefer unter die Oberfläche vordringt und sich demzufolge auch vieles besser vorstellen kann.Fazit:“Selfies” ist nicht einfach. Ich empfand es als etwas drückend und gerade von der emotionalen und psychologischen Seite her sehr schwer.Es hat mich lange beschäftigt und letztendlich war es vielleicht etwas über überzeichnet.Aufgrund der greifbaren Charaktere und der komplexen Handlung, hat es mich gut unterhalten.© magischemomentefuermich.blogspot.de

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  • Buchverlosung zu "Briefe an die grüne Fee" von Salih Jamal

    Briefe an die grüne Fee

    diewortklauberin

    Auf den Schwingen der grünen Fee Wie auch die einst berühmten Absinth-Trinker wie Ernest Hemingway, Edgar Allan Poe oder Oscar Wilde begibt sich der Ich-Erzähler in "Briefe an die grüne Fee" auf Sinnsuche und verhandelt die großen Fragen des Lebens, die die Menschen umtreiben: Liebe, Leidenschaft, Freiheit, Glück und Vergänglichkeit. Salih Jamal legt mit "Briefe an die grüne Fee" ein überzeugendes Debüt vor, das das Genre des Briefromans neu erfindet. Wir verlosen 25 Exemplare des Buches!Mehr über das BuchHoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche: eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat. In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen erzählt er von seiner Affäre und von den Menschen, die ihm begegneten. Er schildert seinen Blick auf die Welt, seinem Weg aus Leichtigkeit und Unbekümmertheit in die Fesseln der Verantwortung und dem Versuch, dieser Gewissenhaftigkeit zu entfliehen. Dabei sucht er melancholisch, wütend und fragend das Wesen der Liebe, um an den Kern der menschlichen Seele vorzudringen. In seinen Gedanken dealt er deshalb mit dem Teufel. Eine Geschichte aus lustigen, tragischen und unverschämten Anekdoten, erzählt in einer flapsigen und teilweise vulgären Sprache, und tiefgründigen, poetischen Gedanken über die Welt, in der Männer wie vergessene Turnbeutel in der Tinnef-Abteilung bei IKEA darauf warten abgeholt zu werden, oder in der versucht wird die Zeugen Jehovas an der Haustüre zu einem Dreier zu überreden."Ein Briefroman. Ein neuer Werther in einer neuen Zeit. Poetisch und vulgär." >> Hier geht's zur Leseprobe!Mehr zum AutorIch wurde weit entfernt von dort geboren, wo ich hingehörte. So suchte ich zeitlebens meinen Weg nach Hause und gleichzeitig hinfort. Ein langer, ungewisser und wohl unmöglicher Weg, der mich zu Jobs im Fast-Food-Restaurant, in die Herrenabteilung eines Modehauses auf der piekfeinen Düsseldorfer Königsallee, als Rosenverkäufer in Bordellen oder als Kurierfahrer, der das Kanzleramt belieferte, geführt hat. Neugierig geworden? Dann macht mit beim Gewinnspiel und sichert euch die Chance auf eines von 25 Exemplaren von "Briefe an die grüne Fee" von Salih Jamal! Klickt auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:Welches Buch hat dich in diesem Jahr am meisten berührt?Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen.Viel Glück!Nicht verpassen!Unter allen Lesern, die bis zu 28.08. eine Rezension schreiben, werden zusätzlich 5 Tassen zu "Briefe an die grüne Fee" verlost!

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    • 481

    Zelot

    06. August 2017 um 15:55
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