Justin Evans

 3.8 Sterne bei 9 Bewertungen

Alle Bücher von Justin Evans

Weißer Teufel

Weißer Teufel

 (9)
Erschienen am 21.01.2013
The White Devil

The White Devil

 (0)
Erschienen am 10.07.2012

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Gospelsingers avatar

Rezension zu "Weißer Teufel" von Justin Evans

Wunderbar gruselig
Gospelsingervor 6 Jahren

Andrew wird verbannt. Wegen seiner Drogenprobleme ist sein Zugang zu den angesehenen amerikanischen Universitäten gefährdet, und sein Vater setzt ihm die Pistole auf die Brust: Andrew bekommt eine letzte Chance, sich zu bewähren, und zwar in einem traditionsreichen englischen Internat. Schafft er es nicht, sich vernünftig zu benehmen, sagt seine Familie sich von ihm los.
Im Internat erleidet Andrew zunächst einen Kulturschock. Regeln über Regeln, altmodische Bezeichnungen, eine ebenso altmodische, äh, zeitlose Schuluniform und vor allem die Tatsache, dass es sich um eine reine Jungenschule handelt, setzen ihm zu.
Aber damit nicht genug. Gleich am ersten Tag beobachtet Andrew einen Mord. Offiziell hat er allerdings nur die Leiche des Jungen gefunden, denn er kann niemanden erzählen, wie der Mörder aussah, ohne sich lächerlich zu machen. Denn der Mord wurde von einem Geist begangen.
Andrew hat noch weitere unangenehme Begegnungen mit diesem Geist. Liegt es daran, dass Andrew eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Dichter Lord Byron hat, der ebenfalls Schüler dieses Internats war? Was ist zu dessen Zeit in der Schule vorgefallen?
Als ein zweiter Schüler stirbt und weitere schwer erkranken, spitzt sich die Situation zu. Andrew muss sich näher mit dem Leben von Lord Byron beschäftigen und ein tödliches Geheimnis lüften, um den wütenden Geist zu stoppen…
Das Buch fängt harmlos an, aber dann wird es immer spannender und wunderbar gruselig. Beim Lesen konnte ich die Präsenz des Geistes fast spüren, so atmosphärisch dicht ist die Geschichte geschrieben. Bis zum verstörenden Finale konnte ich diesen Roman nicht aus der Hand legen.
Und dieses Buch hat mir zusätzliche wundervolle Momente beschert, weil ich alle darin zitierten und genannten Gedichte von Lord Byron nachgelesen habe.
Ich empfehle, diese in bester viktorianischer Tradition geschriebene Gruselgeschichte, die einem das Leben und die Werke Byrons so schön nah bringt, nachts zu genießen…
(Und ja, ich weiß, dass Byron nicht in der viktorianischen Ära gelebt hat, aber viktorianische Autorinnen und Autoren waren stark von ihm beeinflusst.)

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Katzenpersonal_Kleeblatts avatar

Rezension zu "Weißer Teufel" von Justin Evans

Können Geister morden?
Katzenpersonal_Kleeblattvor 6 Jahren

Als Andrew Tayler nach England auf die Harrow School kommt, weiß er, dass es seine letzte Chance ist, einen Abschluss zu bekommen. In den USA wollte ihn keine Schule mehr aufnehmen, nachdem bekannt wurde, dass er mit Drogen zu tun hatte.
Es ist, bis auf eine Ausnahme, eine Schule für Jungen. Die Ausnahme ist Persephone, die Tochter eines Hausvaters.
Gleich zu Beginn wird ihm auch von einem Hausgeist erzählt, das dort umgehen soll.
Persephone, die in ihm als erste die Ähnlichkeit mit dem ehemaligen Schriftsteller und Schüler der Schule Lord Byron feststellt, fragt ihn, ob er nicht in dem Stück mitspielen will. Piers Fewkes, ebenfalls ein Hausvater, hat ein Stück über Lord Byron geschrieben, das demnächst aufgeführt werden soll. Auch er ist überrascht über die Ähnlichkeit zwischen Lord Byron und Andrew.
Aber nicht nur den beiden ist die Ähnlichkeit aufgefallen, auch dem Geist, der in den Mauern wandelt, hat diese bemerkt.
Als Andrew eines Tages einen seltsamen Mord an einem seiner Mitschüler beobachtet, traut er sich nur Piers Fewkes gegenüber zu gestehen, was er gesehen hat, dass dieser nämlich von einem Geist getötet wurde.
Wer ist dieser Geist und warum tötete er? Piers und Andrew sind auf der Suche nach der Identität des Geistes und wollen ihn stoppen, denn dessen Rachedurst scheint noch nicht gestillt zu sein ...

Der Autor Justin Evans hat seine Geschichte an einen Ort spielen lassen, den er selber während seiner Schulzeit für ein Jahr lang besucht hat.
Die Beschreibung der Schule und ihrer Örtlichkeiten macht es für den Leser leicht, sich dort zurechtzufinden, man hat förmlich das Gefühl, man hätte es mit eigenen Augen gesehen.
Er erzählt eine Geschichte, in der ein Geist seit fast 200 Jahren in dem Haus "lebt" und der sich seinerzeit durch Lord Byron, seiner großen Liebe ungerecht behandelt fühlte. Als Andrew Tayler an die Schule kommt und große Ähnlichkeit mit dem Dichter aufweist, kann der Geist nicht zwischen Vergangenheit und Gegenwart unterscheiden und fängt an, Rache zu nehmen.

Einerseits weiß jeder über den Geist bescheid, andererseits wird an die Existenz von Geistern nicht geglaubt. So glaubt sich auch Andrew anfangs nicht selbst, ob er nun bei dem Mord einen Geist gesehen hat oder nicht. Die Gegenwart des Geistes ist auch immer in Begleitung mit Beklemmungen und dunkle Ahnungen. Der Einzige, der ihm glaubt, ist Piers Lewkes, ein Hausvater, der weniger seine Arbeit tut, dafür aber mehr an der Flasche hängt. 

Der Autor versteht es, die beklemmende Stimmung dem Leser nahezubringen. Man bangt mit den Protagonisten mit und hofft, dass sie in der Lage sind, den Geist aufzuhalten.

Anfangs hatte ich ein wenig zu tun, in die Geschichte hineinzufinden. Ein Grund war, dass einige Gespräche in Kursivschrift geschrieben wurden. Ganz bin ich hinter das System nicht gekommen, aber ich habe mich damit abgefunden, auch wenn es den Lesefluss ein wenig störte.
Die Story an sich lässt sich gut lesen und ist logisch aufgebaut.
Nachdem ich mich eingelesen hatte, hat sie mich auch gepackt und nicht mehr losgelassen. Nun wollte ich nur noch wissen, wer, warum und kann man ihn stoppen.
Die Geschichte als Geistergeschichte zu bezeichnen finde ich ein wenig übertrieben, denn der Geist trat nur am Rande auf.
Es ist ein Roman mit mystischem Einschlag, ein wenig kriminalistischem Spürsinn und einem Hauch Liebe.

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Manja82s avatar

Rezension zu "Weißer Teufel" von Justin Evans

Rezension zu "Weißer Teufel" von Justin Evans
Manja82vor 6 Jahren

Kurzbeschreibung:
Tod und Teufel
Von seinem Vater wird Andrew auf ein englisches Internat geschickt, weil er zu Hause in den USA in Drogenprobleme verstrickt war. Aber der Ärger beginnt für ihn erst richtig, kaum dass er die Harrow School betreten hat. Er beobachtet, wie ein Schüler auf seltsame Weise stirbt, und wird sofort verdächtigt, mit diesem Tod etwas zu tun zu haben. Außerdem sieht er Lord Byron ähnlich, dem berühmtesten Schüler des Internats. Deshalb soll Andrew auch in einem Stück über den Dichter die Hauptrolle spielen. Nach und nach wird er in das Leben des Dichters hineingezogen – und erkennt, dass er ein tödliches Geheimnis aus der Vergangenheit ans Licht bringen muss.
(Quelle: Aufbau Verlag)

Meine Meinung:
Andrew wird wegen Drogen- und Alkoholproblemen an die berühmte Harrow School in England geschickt. Dies ist seine letzte Chance um seinen Eltern zu beweisen, dass er etwas drauf hat.
Die Harrow School ist eine reine Jungenschule mit sehr strengen Regeln. Zuerst fühlt Andrew sich nicht so wohl dort, er lebt sich aber nach und nach ein.
Das einzige Mädchen, die Tochter des Direktor Persephone, bemerkt als eine der ersten die verblüffende Ähnlichkeit Andrews mit Lord Byron, einem der berühmtesten Schüler der Schule. Da an der Schule ein Theaterstück über den Dichter aufgeführt werden soll bekommt Andrew die Hauptrolle, die des Lords. Obwohl Andrew noch nie Theater gespielt hat lässt er sich darauf ein.
Von nun an geschieht etwas Merkwürdiges mit ihm und er bekommt des Öfteren Visionen von einem Geist. Dieser Geist begeht wenig später einen Mord an Andrews Zimmernachbarn. Bis auf Piers Fewkes, Andrews Hausvater und Schreiber des Theaterstücks, glaubt niemand Andrews Geschichte.
Doch nach und nach wird klar, die Jungs der Harrow School schweben in großer Gefahr und allein Andrew ist der Schlüssel des Ganzen …

Der Roman „Weißer Teufel“ stammt aus der Feder des Autors Justin Evans und wurde im Januar im Aufbau Taschenbuchverlag veröffentlicht. Ich kannte den Autor bisher nicht und bin vollkommen unvoreingenommen an das Buch heran gegangen.

Der Protagonist Andrew ist 17 Jahre alt und wird aufgrund von Drogen- und Alkoholproblemen an die Harrow School nach England geschickt. Dort soll er beweisen, dass er mehr drauf hat als nur Partys feiern. Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme mit Andrew warm zu werden aber nach ein paar Seiten ging es recht gut. Er macht während der Handlung auch eine ziemliche Entwicklung durch und kam mir am Ende vernünftiger vor als noch zu Beginn.
Das einzige Mädchen an der Jungenschule Persephone ist die Tochter des Direktors. Sie bemerkt als eine der ersten die Ähnlichkeit Andrews mit einem der berühmtesten Schüler der Schule, Lord Byron. Die überredet Andrew auch dazu im Theaterstück über Byron mitzuspielen. Andrew entwickelt Gefühle für Persephone und auch sie ist ihm gegenüber nicht abgeneigt, gerade auch weil er anders ist als die anderen.
Piers Fewkes ist der Hausvater vom Lot, Andrews Zuhause. Er schreibt das Theaterstück und nimmt sich schließlich Andrew an. Piers hat eine extreme Schwäche für Alkohol.

Die Nebenfiguren im Roman bleiben alle samt hinter den Protagonisten zurück. Man erfährt kaum etwas über sie, da die Handlung auf Andrew ausgerichtet ist.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und leicht lesbar. Man kommt wirklich gut durch die Seiten.
Die Handlung ist an und für sich recht spannend gehalten. Zu Beginn wird das Tempo rasch angezogen bis zum ersten Mord, dann verliert es sich ein wenig. Das Theaterstück rückt in den Mittelpunkt. Doch schon bald wird es wieder erhöht und der Roman wird erneut spannend. Immer wieder gibt es Wendungen die überraschen.
Das Ende kam für mich ein wenig zu abrupt und hat mich zudem etwas frustriert zurückgelassen. Ich hatte mit etwas anderem gerechnet. Es war irgendwie zu einfach.

Fazit:
„Weißer Teufel“ von Justin Evans ist ein wirklich gutes Buch auf das man sich aber auch einlassen muss.
Den Leser erwartet eine spannende Geschichte angereichert mit ein wenig Grusel.
Wer allerdings einen echten Thriller erwartet wird enttäuscht sein.
Alle anderen sollten hier genauer hinschauen.

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