Justin Halpern Noch weniger Sex und ich wäre ein Pandabär

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Inhaltsangabe zu „Noch weniger Sex und ich wäre ein Pandabär“ von Justin Halpern

Das lustigste Buch des Jahres – nie war kein Sex so umwerfend komisch Als Justin Halpern beschließt, seiner Freundin einen Heiratsantrag zu machen, gibt ihm sein Vater den Rat, einen Tag über diese Entscheidung nachzudenken. Und so lässt Justin seine Annäherungsversuche an das andere Geschlecht Revue passieren. Es ist eine Geschichte voller Missverständnisse und spektakulärer Niederlagen. Von ersten missglückten Flirtversuchen in der Grundschule über die verwirrende Zeit des Heranwachsens, die verzweifelten Versuche, endlich seine Unschuld zu verlieren, bis zu dem Tag, an dem er seiner großen Liebe begegnet – und sie durch seine Unbeholfenheit fast wieder verliert. Ein hinreißend komisches und absolut ehrliches Buch über das Leben und die Liebe, gespickt mit den aufmunternden Ratschlägen von Justins Vater Sam.

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    Noch weniger Sex und ich wäre ein Pandabär
    Kittyzer

    Kittyzer

    24. September 2013 um 00:39

    Dann machte ich das Licht aus, und wir hatten etwa anderthalb Minuten lang Sex. In meinen vielen tausend Fantasien war es immer nur darum gegangen, exakt eine Person zu befriedigen: mich selbst. Doch erst, als ich jetzt auf ihr herumrobbte wie ein Zombie, der sich anschickt, einen schlafenden Camper zu zerfleischen, wurde mir klar, was für Komplikationen der Sex zu zweit so mit sich brachte. Ich musste versuchen, die Sache für sie genauso angenehm zu gestalten wie für mich. Ich trug Verantwortung. Und spätestens, als mir klar wurde, dass der Spaß nicht allzu lange dauern würde, musste ich mir eingestehen, dass ich keinen Schimmer hatte, wie ich das anstellen sollte. -- INHALT: Justin Halpern möchte seiner langjährigen Freundin Amanda einen Heiratsantrag machen - und bittet seinen Vater um Rat. Dieser sagt ihm, er solle über all die Frauen seines Lebens nachdenken und entscheiden, ob diese nun die Eine sei. Und so macht sich Justin auf und tritt eine Reise in die Vergangenheit an. Eine Reise, die ihn jedes einzelne seiner Fettnäpfchen noch einmal durchleben lässt. MEINE MEINUNG: Justin Halpern wurde 2009 mit seinem Twitter-Account "Shit My Dad Says" bekannt, in dem er all die Weisheiten seines Vaters festhält. Nach dem gleichnamigen Buch folgt nun der neuste Streich des jungen Mannes: "Noch weniger Sex und ich wäre ein Pandabär" [dieser Satz taucht im Buch übrigens nicht auf] fasst seine Erfahrungen mit den Frauen, die ihm schon immer ein wenig Angst gemacht haben und sowieso eher wenig von ihm wollten, auf sehr humoristische Weise zusammen. Ob nun alles den Tatsachen entspricht, kann ich nicht beurteilen - absolut witzig ist das Ganze aber in jedem Fall. Der Autor beschreibt sich und seine Freunde/Familie/Bekannten selbst, und das so realistisch, dass man in vielen Belangen wirklich glauben kann, dass diese genau so existieren und sich die Geschehnisse mit diesen auch genau so zugetragen haben. Er selbst lässt wirklich keine Peinlichkeit aus, hat eine unstillbare Sehnsucht nach Frauen [schließlich bekommt er einfach selten eine ab], aber leider gleichzeitig auch irgendwie Angst vor ihnen. Und viel schlimmer: Erfahrung hat er ebenso wenig. Da steht ihm natürlich sein Vater zur Seite, der ihm immer wieder verbal eine runterhaut, um ihn auf den Boden zurückzuholen. Aber auch die anderen Figuren haben so ihre ein oder anderen genialen Aussagen auf Lager, und ob diese nun wirklich auf diese Weile gefallen sind oder nicht, ist irgendwie auch egal - sie sind einfach super witzig. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal bei einem Buch so gelacht habe. Die Absurditäten, die dem Protagonisten hier geschehen, gepaart mit den trockenen und sarkastischen Kommentaren des Vaters sowie der völligen Ignoranz der Frauen ist das ein oder andere Mal wirklich zum Schreien komisch. Und das sage ich als weibliche Leserin! Dazu muss aber auch gesagt werden, dass man Humor rund um Sexualität mögen muss, denn diese macht den größten Teil des Werkes aus. Justin klaut Pornos, erlebt sein erstes Mal , wird von seinem Vater mehr oder weniger aufgeklärt und erhält reihenweise Körbe von Frauen - aber er kämpft sich weiter und versucht, seinen Traum zu leben, und das muss man ihm dann doch irgendwie anrechnen. Man kann also sagen, dass der Roman nicht nur ungemein gut unterhält, sondern auch noch eine schöne Botschaft verbreitet: Egal, wie viel schief läuft, irgendwann klappt es. Schließlich will der Erzähler, und das ist die Ausgangssituation, der Frau seines Lebens einen Antrag machen. Auf dem Weg dort hin gibt es sicherlich ein paar kleinere Längen, letztendlich gelangt der Autor jedoch mit Bravour zu einem urkomischen und gut schließenden Ende, das einen hinterher fast schon zwingt, sich sofort einen Twitter-Account zu erstellen und ihm erst einmal zu folgen. FAZIT: "Noch weniger Sex und ich wäre ein Pandabär" ist, darüber muss man sich im Klaren sein, so etwas wie eine kleine Biographie über Justin Halperns Leben mit den Frauen. Das Ganze ist aber in kurze Geschichten unterteilt, die man schnell weglesen kann, und dabei so witzig, dass ein lautes Lachen an der einen oder anderen Stelle unvermeidlich ist. Leser, die nach einem richtig humorvollen Buch suchen, sind hier definitiv an der richtigen Stelle! 4,5 Punkte von mir.

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