Justus Bender , Jan Philipp Burgard Glauben Sie noch an die Liebe?

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Inhaltsangabe zu „Glauben Sie noch an die Liebe?“ von Justus Bender

Prominente sprechen über die Liebe 'Liebe findet nicht zwischen den Beinen statt, sondern zwischen den Ohren.' Nicht nur Rainer Langhans, Altkommunarde und Symbolfigur für zügellosen Sex, erzählt Unerwartetes über die Liebe. Justus Bender und Jan Philipp Burgard haben Prominente aus Politik, Showgeschäft und Kultur aufgefordert: Lassen Sie uns über Liebe reden – und das Ergebnis ist so amüsant wie intim, so überraschend wie nachdenklich. Wenn Menschen, egal, ob berühmt oder mächtig, über Liebe sprechen, zeigen sie sich verletzlich, geben etwas von sich preis. So entstehen Momentaufnahmen, in denen bekannte Zeitgenossen überraschend viel von sich zu erkennen geben. Gespräche mit Hannelore Elsner, Franz Müntefering, Roger Willemsen, Gloria von Thurn und Taxis, Rolf Eden, Sonya Kraus, Guido Knopp, Claudia Roth, Jürgen Großmann, Franziska Knuppe, Michel Friedman, Eckart Witzigmann, Margarete Mitscherlich, Eckart von Hirschhausen und anderen.

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  • Rezension zu "Glauben Sie noch an die Liebe?" von Justus Bender

    Glauben Sie noch an die Liebe?
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    15. November 2012 um 12:33

    Vielfache persönliche Haltungen zur Liebe „Ich würde immer empfehlen, treu zu sein“, sagt die Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich. Und das wohl nicht nur in einem der Kapitel des Buches. Wobei sie durchaus keinen Widerspruch darin sieht, diese dem Menschen wohl ureigene Hoffnung, dass der Partner immer treu wäre, zunächst einmal zu „entzaubern“. „Es gibt wahrscheinlich keinen Menschen, der nicht untreu ist. Zumindest in der Fantasie“. Das „Ideal der reinen, aufrichtigen Liebe“ (und um die Liebe geht es den Autoren ja), das kann so einfach und platt in Bezug auf die auch innere körperliche Treue nicht verstanden werden. Meint Mitscherlich. Und das durchaus überzeugend im Buch. Vor allem, da gerade bei „Liebeskranken“ immer eher die Sehnsucht nach der engen, symbiotischen Verbindung zur Mutter vorrangig im Raume steht, nicht eine (erwachsene) Haltung zu einem anderen, erwachsenen Partner. Und dennoch kann es das geben, dauerhafte Liebe. Wofür aber die Grundlage nicht ein „juchzendes“ Gefühl ist, sondern ein verstehen der Partner untereinander. Nicht Untreue, sondern „Fremdheit“ zerstört die Beziehung und auch die Liebe. Interessante Gedanken, welche die 94jährige im Gespräch mit den Autoren äußert. Nicht romantisch, aber durchaus lebensklug, kann man sagen. Und nur einen von 18 Stimmen, die in diesem Buch einen breit gespannten „Chor der Liebe“ darstellen. Gerade diese Breite ist es, die hoch interessanten Einblick gibt in die Vielzahl gegenwärtiger „Liebesformen“ und damit natürlich auch Lebensformen. Franz Müntefering und seine „Entscheidung für die Liebe und gegen die Macht“, leise, durchaus anrührende Töne des sonst eher rau wirkenden Politikers. Liebe als Hingabe bis zum Schluss. Und daneben er noch ältere Rolf Eden, von ganz anderem Schlag und Lebensentwurf. Wer hätte gedacht, dass hier die Liebe durchaus eine Rolle im Leben spielte und spielt, aber völlig losgelöst wird von dem, was anderen so wichtig erscheint, sexuelle Treue ist oder Sex gleich zu setzen mit Liebe, das sieht Eden ganz anders. Und wieder als Ggenpol Roger Willemsen, der den symbolischen Akt als wesentlich „dauerhafter“ kennzeichnet als den körperlichen Akt. Immer die wesentlichen Fragen sind es, welchen die Autoren nachgehen mit ihren vielfachen Gesprächspartner im Buch. Was Liebe eigentlich ausmacht. Wie wesentliche sexuelle treue, überhaupt das Sexuelle für die Liebe ist. Welche Verbindungen zwischen Menschen tatsächlich mit dem Begriff „Liebe“ beschreibbar sind und wo der Begriff letztliche einfach auch falsch verstanden und nur „behauptet“, statt gelebt wird. Ohne zudringlich zu werden fragen die Autoren durchaus klar und direkt und erhalten tatsächlich ebenso klar und direkt wirkende Antworten. Von sehr unterschiedlichen Menschen, was das Alter und den Hintergrund angeht. Müntefering und die ehemalige Porno Darstellerin Michaela Schaffrath, Ursula von der Leyen als „Kopfmensch“ und Eckart Witzigmann als „Bauchmensch“, Claudia Roth und Sonya Kraus. Das Buch liest sich flüssig und gut und schaut, trotz des vertraulich-konversativen Tonfalls durchaus auch „hinter die Fassaden“, allerdings zum Glück ohne sich im Tiefsinn festzufahren. Und auch ohne voyeuristisch Impulse kommt das Buch aus. Wer meint, von Michaela Schaffrath „handfeste“ Nachhilfe in Sachen Liebe zu erhalten, sollte dieses Buch doch eher nicht erwerben. Ein Reigen interessanter, sehr verschiedener Ansätze und Haltungen zur „Liebe“ im unprätentiösen, direkten Gespräch dargestellt. Eine durchaus anregende Lektüre.

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  • Rezension zu "Glauben Sie noch an die Liebe?" von Justus Bender

    Glauben Sie noch an die Liebe?
    Clari

    Clari

    12. November 2012 um 16:42

    Ja, das Leben und die Liebe....... Wer meint, er/sie hätte es hier mit einer Lektüre a la Boulevard zu tun, der irrt gewaltig! Die beiden Autoren, Journalisten von Beruf, hatten die glänzende Idee, bekannte Persönlichkeiten auf die "Liebe" anzusprechen. Auslöser für die Idee war eine Taxifahrt, in der sie mit bekamen, wie der Taxifahrer mit seiner Frau im Zorn sprach und sich anschließend über seine Erfahrungen mit der Liebe/ Ehe ausließ. Diese Geschichte klingt sehr ermunternd, sich mit den weiteren Personen und ihren Vorstellungen über die Liebe zu befassen. Die beiden Freunde machten sich auf und interviewten zahlreiche Gesprächspartner von Rang und Namen. Darunter befanden sich die Grünenvorsitzende Claudia Roth, Roger Willemsen, Michel Friedman, Ursula Von der Leyen und viele andere mehr. Die so entstandenen Kurzbiographien bieten uns Einblicke in das Leben von Menschen, von denen wir schon immer gerne mehr wissen wollten. Man erfährt Allgemeines und Privates. Rolf Eden und Roger Willemsen offenbaren sich mit ihrer jeweils individuellen Lebensgestaltung ebenso wie Michel Friedman und Gloria von Turn und Taxis. Es werden aufrichtig und ehrlich Fragen des menschlichen Miteinanders behandelt und diskutiert. Ein jeder beantwortet in den Interviews Fragen nach der Liebe unterschiedlich. Der eine spricht über die Liebe persönlich und aus eigener Erfahrung, der andere geht auf die Liebe zwischen Eltern und Kindern ein, wieder ein anderer lässt allgemeine Fragen zum Thema Liebe anklingen. Die beiden Autoren gehen behutsam und einfühlsam mit ihren Gesprächspartnern um. Sie sind diskret und stellen sich auf ihr Gegenüber ein ohne streng insistierend zu sein. In klugen Zwischentexten vermitteln sie ihre eigenen Eindrücke und Gedanken zu den Gesprächen. Verständnisvoll, einsichtig und fragend reflektieren sie das Gesehene und Gehörte. Margarete Mitscherlich bildet den Schlusspunkt der Gesprächsserie mit ihrer klaren und unumwunden artikulierten Weltsicht, zu der natürlich auch die Liebe gehört. Justus Bender und Jan Philipp Burgard enden das ganze Buch mit einem Fazit über die Liebe, um die es doch immer und ewig bei allen Menschen geht. Ein höchst lebendig zu lesendes, unterhaltsames und kultiviertes "Gesprächsbuch" ist den Autoren Justus Bender und Jan Phillipp Burgard mit ihrer Arbeit gelungen.

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