Justus Pfaue Die Kirschenkönigin

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Inhaltsangabe zu „Die Kirschenkönigin“ von Justus Pfaue

1913: Schon mit achtzehn weiß Ruth genau, was sie will. Die Bankierstochter möchte nicht in der Hauptstadt die Grande Dame spielen, sondern Landfrau sein, entgegen allen Konventionen den eigenen Boden bewirtschaften. Sie beginnt, Kirschen zu züchten - mit großem Erfolg. Doch dann ändern sich die Zeiten, die Jüdin Ruth muss sich verstecken. Aber die aufrechte, starke Frau lässt sich nicht beugen.

Anstrengend, ermüdend und verwirrend

— MrsFoxx
MrsFoxx

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  • Die Kirschenkönigin

    Die Kirschenkönigin
    Svarta

    Svarta

    Inhalt: "1913: Schon mit achtzehn weiß Ruth genau, was sie will. Die Bankierstochter möchte nicht in der Hauptstadt die Grande Dame spielen, sondern Landfrau sein, entgegen allen Konventionen den eigenen Boden bewirtschaften. Sie beginnt, Kirschen zu züchten - mit großem Erfolg. Doch dann ändern sich die Zeiten, die Jüdin Ruth muss sich verstecken. Aber die aufrechte, starke Frau lässt sich nicht beugen..." Also dieses Buch hat mich erst einmal mit seinem Cover aufmerksam gemacht... irgendwas hat es an sich, das ich es unbedingt lesen musste. Und auch der Klappentext klang sehr vielversprechend, so dass ich einen emotionalen und mitreissenden Roman erwartet habe. Doch nun, nach Beendigung des Buches, ist mein Fazit doch eher ernüchternd... das Buch war so gar nicht wie ich es mir vorgestellt hatte... Ich hatte schon Anfang etwas Probleme in die Geschichte hineinzufinden, die vielen Namen, dann die seltsame Ausdrucksweise (auch bei Dialogen), die mich ständig stutzig gemacht haben beim Lesen und ich mich ständig gefragt habe: Wer redet oder denkt denn bitte so?! Es war mir kaum möglich wirklich eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen, der Autor hat für mich persönlich eher Distanz als Nähe geschaffen. Ich hatte keinen Charakter in den ich mich wirklich hineinversetzen, mit dem ich mitfühlen und mitfiebern konnte... Es kam vor das wirklich wichtige und geliebte Personen starben, aber ich als Leser fühlte mich nicht betroffen. Auch die Reaktionen der Personen kam eher gleichgültig rüber. Der Autor hat mich, was seine Protagonisten angeht, leider nicht erreichen können. Das Buch war generell ganz gut zu lesen und auch interessant, vor allem die Schilderungen rund um den Wiederaufbau des Gutes und die Bemühungen von Ruth um den Hof auf Vordermann zu bringen. Aber irgendwann wird das zur Nebensache und die Geschichte plätscherte nur so vor sich hin, ich wusste eigentlich während des Lesens nicht worauf der Autor denn überhaupt hinaus will. Ich habe die ganze Zeit auf das große Ereignis, den Höhepunkt überhaupt gewartet... aber irgendwie kam nichts und das Buch endet einfach so. Vor allem die letzten 100 Seiten waren für mich eine Herausforderung, da musste ich mich selbst schon sehr zum weiterlesen motivieren. Fazit: Eigentlich ein schönes Buch, welches sich größtenteils gut Lesen lässt... allerdings konnte es mich emotional nicht erreichen und es war hin und wieder etwas zäh. Deshalb vergebe ich letztendlich 6 Punkte (3 Sterne).

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    • 4
    Floh

    Floh

    02. March 2015 um 11:10
  • Der Traum vom Landleben

    Die Kirschenkönigin
    MrsFoxx

    MrsFoxx

    Die junge Jüdin Ruth will Landwirtin werden. Mit den Gesellschaften und Bällen im Vor-Kriegs-Berlin möchte die gutmütige Frau mit dem grünen Daumen nichts am Hut haben. Ihren Gatten sucht sie daher nicht nach seinem Geldbeutel sondern nach seinem Landsitz aus. Vertieft in die Perfektionierung ihrer Schattenmorellen übersieht sie die Ausmaße des Nazi-Regimes und ist gezwungen sich zu verstecken. Wer hier einen schönen und mitreißenden Roman über eine starke junge Jüdin erwartet wird sicher enttäuscht werden.  Zu der anstrengenden und verwirrenden Erzählweise kommen noch eine naive und gutmütige Hauptprotagonistin und diverse unsympathische Nebendarsteller hinzu. Für die vielen unbekannten (jüdischen) Ausdrücke wäre sicher eine Übersetzung am Ende des Buches hilfreich gewesen, die man aber vergeblich sucht.  Der Schreibstil des Autors ist langatmig und konzentrationsraubend. Die langen Kapitel und die nicht vorhandene Spannung machen das Lesen dieses Buches zu einem Kampf, bei dem ich irgendwann die Weiße Fahne geschwenkt habe. Zu ermüdend war das Ganze für mich. Fazit: Den einen Punkt gibts nur für die vielversprechende Idee. Das Buch war leider nichts. Keine Leseempfehlung von mir.

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    • 3
    joleta

    joleta

    14. July 2014 um 18:19
  • Selten so unsympathische Hauptpersonen gehabt

    Die Kirschenkönigin
    Krimifee86

    Krimifee86

    Inhalt: Schon mit 18 Jahren weiß Ruth genau, was sie will. Und sie will Landfrau werden. Folgerichtig heiratet sie Albert von Roll, einen verarmten Gutsherrn, dem sie in den armseligen Ort Bleichrode am Rande des Harzes folgt. Dort wird die Landwirtschaft ihr Lebensinhalt, und das Veredeln der gemeinen Sauerkirsche zur Schattenmorelle bringt ihr viel Geld ein. Glückliche Zeiten, insbesondere, weil Ruth den aus Kalkül gewählten Ehemann bald zärtlich liebt. Doch politische Entwicklungen und persönliche Schicksalsschläge lassen das Glück nicht von Dauer sein. Die Zeiten ändern sich und die Jüdin Ruth muss sich verstecken. Aber die aufrechte, starke Frau lässt sich nicht beugen... Cover: Für mich leider fast schon das Beste an dem Buch, da ich es wirklich total schön finde. Natürlich dürfen hier die Blüten eines Kirschbaumes nicht fehlen, das passt total zum Roman. Dann das Amulette, ich vermute es ist das, mit Alberts Foto, sowie Postkarten und Briefe, die Ruth immer so gerne schreibt. Ich finde das Cover wirklich toll und es passt auch perfekt zum Buch. Schreibstil: Leider, leider war der Schreibstil so gar nicht meins. Ich hatte stellenweise das Gefühl eine historische Abhandlung, als einen Roman in den Händen zu halten. Aufgrunddessen bin ich auch mit den Personen überhaupt nicht warm geworden. Es gab keine Person, die ich wirklich mochte, naja, die Weidlers und Otto Pfreimel vielleicht noch, aber insbesondere Ruth konnte ich überhaupt nicht leiden und auch Elisabeth nicht. Auch das hat das Lesevergnügen leider erheblich gemindert. Die Story: Tja, was war nun eigentlich die Story? Ruths Leben? Der erste und der zweite Weltkrieg? Irgendwie habe ich es nicht so ganz verstanden. Für mich war es einfach eine historische Abhandlung von Ereignissen, ohne Zweifel an manchen Stellen sehr interessant und spannend, aber an vielen anderen dann doch eher langweilig. Fazit: Das Buch ist alles andere als leichte Lektüre. Man muss sich darauf gefasst machen, dass man viel über die Ereignisse im zwanzigsten Jahrhundert erfährt. Wer sich einfach berieseln lassen möchte, ist mit der Kirschenkönigin definitiv nicht richtig bedient.

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    • 2
    Sabine17

    Sabine17

    24. April 2014 um 22:18
  • Rezension zu "Die Kirschenkönigin" von Justus Pfaue

    Die Kirschenkönigin
    sarahsbuecherwelt

    sarahsbuecherwelt

    17. February 2012 um 20:53

    „Die Kirschenkönigin“ ist nicht nur ein Buch, welches bei Amazon über zahlreiche positive Kritiken verfügt, sondern auch als Verfilmung erfolgreich ist. Meine Gefühle bei dem Buch sind jedoch eher gemischt. Es beginnt schon mit der Tatsache, dass hier die Geschichte auf einem Klischee beruht, dass Juden reich sind. In diesem Fall kommt der Reichtum von einem riesigen Geldgewinn bei einer Lotterie und nicht aus übertriebenen Handel, aber trotzdem fand ich damit ein Klischee hervorgerufen. Abgesehen von diesem Klischee muss ich persönlich sagen, dass mir die Protagonisten nicht sehr sympathisch erschien. Für die damalige Zeit zur Weimarer Republik ist es sicherlich beispielhaft. Mich konnte diese Naivität und das Verständnis gegenüber ihrer rotzfrechen Schwester nicht überzeugen. Ihre sonst starke Seite geht durch diese empfindsame Seite unter. Auch später wirkte sie eher wie das behütete Mädchen, dass von der kalten, brutalen Welt die Augen verschließt. Wobei es damals einige Juden gab, die sicherlich bis zum letzten Moment die Augen verschlossen haben. Ruth knuddelte Käthe. „Ich verspreche dir, dass du nicht vom Dach springst, Käthe, du dumme Socke! Natürlich verzeih ich dir nicht! Ich habe die Vögel nicht gerade geliebt, aber ich habe fünf Jahre lang gebraucht, um sie zu züchten...“ (Zitat S. 30) Der Stil selbst ist auf der einen Seite ungewöhnlich, da er stellenweise sehr sachlich wirkt und trotzdem so voller Details und Emotionen steckt. Dabei ist es eine einfache Wortwahl, die gerade durch ihre Leichtigkeit und Sprüche, wie zum Beispiel „Dumme Socke“ so herrlich kindlich wirken. Dieser Kontrast zu den sachlichen Beschreibungen in der Familienordnung sind so unterhaltsam, dass es sich trotz mancher langatmiger Strecken angenehm flüssig und leicht zu lesen ist. Spannend ist das Buch im Verlauf auf seine ganz eigene Art und Weise. Man zittert trotz der Naivität der Protagonistin und hofft, dass sie das Nazi-Regime überleben wird. Dadurch ist es in einer gewissen Art und Weise spannend, auch wenn kein Mord oder ähnliches passiert. Der historische Aspekt des zweiten Weltkrieges jedoch fand ich persönlich nicht so besonders gut umgesetzt. Landschaften und andere Schauplätze sind einwandfrei beschrieben, sodass man sich sogar von Ortschaften, wo man noch nie war, ein klares Bild machen kann. Jedoch hätte ich die Hintergründe des zweiten Weltkrieges oder gar den Verlauf nicht 100% nachvollziehen können. Für mich wichtige Details werden einfach außen vor gelassen. Das liegt vielleicht daran, dass ich schon zahlreiche Werke aus dieser Zeit gelesen habe, und ich mir einfach etwas mehr erhofft habe. Nichtsdestotrotz ist das Buch durchweg interessant, durch seine Schicksalsschläge, seine Überraschungen. Aus diesem Grund kann ich das Buch auch empfehlen, obwohl es mich nicht gänzlich überzeugen konnte.

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  • Rezension zu "Die Kirschenkönigin" von Justus Pfaue

    Die Kirschenkönigin
    Kitsune87

    Kitsune87

    30. June 2009 um 23:23

    Eine Geschichte über eine junge Jüdin und Bankierstochter, die das elterliche Haus verlassen möchte, um Landwirtin zu werden. Aus diese Grunde verlässt sie Berlin für einen heruntergekommenen Hof eines fast bankrotten Barons und wirtschaftetet diesen (sowohl Hof als auch Baron :) ) wieder auf. In Zeiten des ersten Weltkrieges und der harten Winter ist der Hof und das dazgehörige Dörfchen Bleichrode trotzharter Zeiten eine Art Oase. Ein paar Tage vor der Geburt von Ruths Tochter stirbt der Baron allerdings und sie muss sich fortan alleine durchs Leben schlagen. Künstler aller Art halten Einzug aug den Rollchen Hof und dieser floriert, besonders dank der Schattenmorrellenernte, noch mehr. Bis zum Auftakt des zweiten Weltkrieges und der Judenverfolgung... Das große Plus dieses Buches ist sein Schreibstil: als ob er genau in dieser Zeit geschrieben worden ist. Einziges Manko: Die Geschichte entwickelt sich zu schnell und in die Hauptperson Ruth kann man sich m.E. schlecht hineinversetzten.

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