Jutta Ahrens

 4.2 Sterne bei 55 Bewertungen
Autor von Der König von Assur, Das flammende Schwert und weiteren Büchern.
Jutta Ahrens

Lebenslauf von Jutta Ahrens

Ich war die überwiegende Zeit meines Lebens in einem Softwarehaus beschäftigt, bin nun aber schon seit Jahren im Ruhestand. Bücher geschrieben habe ich damals in meiner Freizeit, Heute habe ich immer Freizeit, was dem Schreiben natürlich sehr zugute kommt. Mein zweites Hobby ist die Ölmalerei. Außerdem lese ich natürlich gern, besonders historische Romane und historische Krimis. Diese Themen kommen logischerweise auch in meinen Romanen vor. Religiöses aus allen Zeiten und aus aller Welt interessiert mich, obwohl ich selbst Agnostiker bin. Außerdem schreibe ich gern homoerotische Bücher. Privat lebe ich seit über 40 Jahren unverheiratet, aber dennoch glücklich mit meinem Lebensgefährten, einem Griechen, zusammen. Wir haben eine Tochter, eine Enkelin und einen Hund.

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Alle Bücher von Jutta Ahrens

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Der König von Assur

Der König von Assur

 (27)
Erschienen am 01.09.1997
Pestgold

Pestgold

 (3)
Erschienen am 15.12.2014
Lacunars Fluch - Der Auftrag

Lacunars Fluch - Der Auftrag

 (2)
Erschienen am 23.06.2013
Verschwörung der Templer

Verschwörung der Templer

 (2)
Erschienen am 03.07.2014
Schatten eines Gottes

Schatten eines Gottes

 (2)
Erschienen am 04.04.2013
Wiedersehen in Kairo

Wiedersehen in Kairo

 (2)
Erschienen am 18.01.2013
Herr der weißen Hengste

Herr der weißen Hengste

 (2)
Erschienen am 28.12.2015
Lacunars Fluch: Gesamtausgabe

Lacunars Fluch: Gesamtausgabe

 (1)
Erschienen am 16.03.2015

Neue Rezensionen zu Jutta Ahrens

Neu
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Rezension zu "Verschwörung der Templer" von Jutta Ahrens

Spannender, historischer Krimi
Korikovor 2 Jahren

Story:
Deutschland, beginnendes 13. Jahrhundert. Mehrere Kreuzzüge sind gescheitert und haben Tod, Leid und Armut mit sich gebracht. Die Bevölkerung ist müde und hat kaum noch Interesse an den Sorgen der Kirche, die das Heilige Land erobern und die Ungläubigen ausrotten will. Für den angehenden Templer Ocatvien und den Mönch Emmanuel ein untragbarer Zustand. Um das Volk zu motivieren begeben sie sich auf die Suche nach einer Reliquie, die die Templer einst ausgegraben haben sollen und die als neues kirchliches Symbol die Hoffnung wecken soll. Doch was sie finden, ist wesentlich gefährlicher und erschütternder als alles, was sie sich erhofft hatten und zieht sie mitten in eine Intrige, die gegen die Kirche gesponnen wird …

Eigene Meinung:
Mit dem historischen Roman „Verschwörung der Templer“ legt Jutta Ahrens einmal mehr ein gut recherchiertes und aufwendig ausgearbeitetes Werk vor, das nicht geradlinig läuft, sondern sehr vielschichtig und komplex daherkommt, weil es auf mehreren Ebenen abläuft und verschiedenen Charaktere beleuchtet. Wie bei auch bei den anderen Romanen der Autorin lernt man viele verschiedene Figuren und deren Probleme kennen und erhält einen sehr umfassenden Einblick in die historische Epoche des 13. Jahrhunderts.

Die Handlung ist sehr komplex und vielschichtig, so dass man am Anfang nur schwer einschätzen kann, in welche Richtung das Buch geht. Weder kann man vorhersagen, wie das Buch ausgeht, noch welche Charaktere überhaupt den queeren Part ausmachen. Dies ist für Vielleser eine angenehme Abwechslung zu den meisten schwulen Büchern, wo man recht schnell herausfindet, wer mit wem zusammenkommt. Stattdessen muss man sich bei Jutta Ahrens gedulden, bis man erstmals leichte Andeutungen geboten bekommt, die sich letztendlich aber auch in eine explizitere Richtung steigern. Langweilig wird es bis dahin natürlich nicht, denn die Autorin entspinnt eine sehr spannende, komplexe Geschichte, die von einer geheimen Reliquie der Templer, über den Kinderkreuzzug bis hin zu einer geheimen Intrige gegen die Kirche geht. Der Leser ist immer hautnah dabei und erfährt nach und nach, welche Ereignisse zu welchen Ergebnissen führen und welche Konsequenzen all das für die verschiedenen Charaktere hat. Dabei versteht Jutta Ahrens es, die Handlung authentisch und realistisch in Szene zu setzen – sie hat ein Händchen für historische Geschichten, was man an den Beschreibungen der Städte und Dörfer, den Figuren und den historischen Hintergründen merkt. Auch ist der Roman in sich schlüssig und gut durchdacht, so dass alle Ereignisse logisch ineinander greifen und es keinerlei Stolpersteine gibt, die den Leser bei der Lektüre aus dem Konzept bringen. Aufgrund der hohen Spannungskurve und der vielen einzelnen Charaktere kann man „Verschwörung der Templer“ nur schwer aus der Hand legen.

Die Figuren sind ein großer Pluspunkt der Geschichte – sie wirken sehr authentisch und entwickeln sich logisch weiter. Seien es Octavien, der als Adeliger eine ganz eigene Sicht auf die Welt hat und zumeist auf die normale Bevölkerung herabblickt; Emmanuel, der sich in seinem Leben als Mönch nur bedingt zurechtfindet und für den das Anhäufen von Wissen oberste Priorität hat; oder Nicholas, der sich dazu berufen fühlt den Kinderkreuzzug anzuführen und für Gott ins Heilige Land zu ziehen. Sie alle haben ihre Gründe zu handeln, wie sie handeln. Sie wirken sehr menschlich und gut nachvollziehbar – selbst der Attentäter Sinan, der für ein höheres Ziel mordet und für eine neue Religion kämpft.

Stilistisch legt Jutta Ahrens ein gut geschriebenes, sehr umfangreiches Werk vor. Wie von ihr gewohnt, ist auch „Verschwörung der Templer“ im auktorialen Stil verfasst, sprich man muss sich auf viele Perspektivsprünge gefasst machen. Diese sind zu Beginn gewöhnungsbedürftig, doch man kommt sehr schnell in die Geschichte und kann sich gut mit den handelnden Charakteren identifizieren. Die Autorin hat ein Händchen für realistische, gut lesbare Umschreibungen der Umgebung und der Figuren, ebenso von Dialogen und Charakteren. Man kann sich sehr gut in die damalige Zeit hineinversetzen und die komplexen geschichtlichen Ereignisse nachvollziehen.

Fazit:
„Verschwörung der Templer“ ist ein gelungener, sehr gut recherchierter historischer Roman, der durch eine komplexe, gut durchdachte Handlung, authentische Charaktere und einen sehr schönen, stilsicheren Schreibstil besticht. Jutta Ahrens versteht es fiktive Handlungsstränge mit realen historischen Ereignissen zu verknüpfen und daraus spannende, sehr dichte Geschichten zu erzählen. Wer ungewöhnliche historische Romane mag und keinen Wert auf stereotype, queere Charaktere legt, sollte sich „Verschwörung der Templer“ holen – es lohnt sich.

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Rezension zu "Anamarnas Prophezeiung" von Jutta Ahrens

Spannend und komplex
Korikovor 2 Jahren

Story:
Nachdem dem Magier Lukir all seine Kräfte verloren wurden und man ihn aus dem Inselreich Lyngorien verbannt hat, fängt er in Achlad ein neues Leben an. Doch es hält ihn nicht lang bei der einfachen Bevölkerung, wenngleich er sich als Talmane (Heiler) einen Namen gemacht hat. Lukirs Ziele liegen darin, seine Macht zurückzugewinnen und er schreckt auch nicht vor einem riskanten Selbstversuch zurück, der ihn zu einem nachtwandelnden Bluttrinker macht, der fortan nicht mehr altert. Jahrzehnte wandert er durch die Länder und zieht eine Spur aus Leichen hinter sich her, bis er im Kampf den jungen Aryon ebenfalls zu einem Bluttrinker macht. Fortan ist auch Aryon gezwungen in der Nacht zu wandeln, allerdings findet er mithilfe seines Freundes Rymor heraus, dass es Alternativen zum Bluttrinken gibt.

Das Schicksal will es, dass es beide Männer in Khazrak, in die Hauptstadt des Abarranenstammes verschlägt, wo Lukir auf den Magier Taswinder trifft, der ebenfalls auf Lyngorien. Während sich Lukir als Heiler durchschlägt, erhält Aryon den Auftrag sich um die Geisel Merodan zu kümmern – einen verstockten jungen Mann, der jeden als Feind ansieht. Mit der Zeit wird Taswinder zu einem immer größeren Problem, denn den abtrünnige Magier sehnt sich nicht nur nach Unsterblichkeit, er ist auch auf der Suche nach magischen Steinen, die dem Besitzer schier unendliche Macht verleihen. Schon bald müssen Lukir, Aryon, Merodan und Rymor zusammenarbeiten, um dem größenwahnsinnigen Taswinder Einhalt zu gebieten …

Eigene Meinung:
Mit „Anamarnas Prophezeiung“ legt Jutta Ahrens eine knapp 800 Seiten starke Fantasy-Trilogie vor, die ein Spinoff der Fantasy-Saga „Lacunars Fluch“ ist. Beide Geschichten spielen in derselben Welt (die glücklicherweise nicht von den typischen Fantasyrassen – Zwerge, Elfen, Orks – bevölkert wird), allerdings liegt der jeweilige Fokus auf verschiedenen Charakteren, ebenso spielen die Geschichten zu unterschiedlichen Zeiten. Man kann sie also problemlos getrennt voneinander lesen.

Inhaltlich braucht man etwas, um in die Fantasywelt einzutauchen und die verschiedenen Charaktere kennenzulernen. Dementsprechend langatmig erscheint dem Leser der Anfang der Geschichte, in der man Lukir und seine Wandlung in einen Bluttrinker verfolgt. Im Grunde ist dieser Abschnitt lediglich eine Einleitung, denn wirklich spannend wird es erst, als die Charaktere in Khazrak sind und sich Taswinder zunehmend zu einem Problem entwickelt. Erst dann fällt es schwer, das Buch aus der Hand zu legen, da man wissen möchte, wie die unterschiedlichen Figuren gegen die Probleme ankämpfen, die ein größenwahnsinniger Magier mit sich bringt. Hier zeigt sich dann auch die Komplexität der Geschichte, denn Jutta Ahrens begnügt sich nicht mit einfachen Lösungen, sondern versucht viel Abwechslung in Form von überraschenden Wendungen einzubauen. Das gelingt ihr meistens, hin und wieder verliert sie jedoch den roten Faden ein wenig oder widerspricht sich in einigen Dingen, die vorher anders erzählt wurden.
Nichtsdestotrotz ist die Grundidee mit den magischen Steinen spannend, ebenso die Ausarbeitung. Dank der vielen Charaktere, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, erhält man einen guten und umfassenden Überblick und kann sich ein gutes Bild der jeweiligen Situation machen. War es zu Beginn schwierig, die vielen Blickwinkel zu sortieren und die jeweiligen Perspektiven zu lesen, so bietet der auktoriale Erzählstil dem Leser die Möglichkeit alle wichtigen Details mitzubekommen und die Hintergründe komplett zu erfahren. Dabei wird nie zu viel verraten – es bleibt durchweg spannend und actionreich. Leider wirkt das Ende ein wenig gehetzt und irgendwie unvollständig, was daran liegt, dass Jutta Ahrens noch einen Passus eingebaut hat, der in meinen Augen nicht unbedingt notwendig gewesen wäre.

Die Charaktere sind interessant und vielseitig, stimmungsvoll in Szene gesetzt und sehr individuell. Jutta Ahrens gelingt es spannende Stereotypen zu entwickeln, die zwar einem bestimmten Bild entsprechen, aber dennoch für einige Überraschungen gut sind. Ganz besonders Lukir ändert sich im Laufe der Zeit, ebenso Merodan und Aryon. Alle Charaktere handeln in sich logisch und reagieren passend zu den Dingen, die um sie herum vonstattengehen. Da der Leser rund zehn Figuren näher kennenlernt und die jeweiligen Perspektiven mitbekommt, findet schnell seine Lieblinge. Ein wenig schade ist es, dass es fast keine weiblichen Figuren gibt – nur am Rande kommen zwei Frauen vor, die ein wenig mehr ins Gewicht fallen.

Stilistisch ist „Anamarnas Prophezeiung“ zunächst gewöhnungsbedürftig – Bücher in auktorialem Erzählstil sind heutzutage eher selten, so dass man ein wenig braucht, um sich an die beständigen Perspektivsprünge und Personenwechsel zu gewöhnen. Deswegen findet man erst im Laufe der Zeit Zugang zu den Figuren und der komplexen Geschichte. Spätestens dann zeigen sich jedoch die Vorteile von Jutta Ahrens‘ Stils – dank des dreidimensionalen Stils kann man das große Ganze wesentlich besser erfassen und tiefer in die Geschichte eintauchen, als wenn alles nur aus einer Perspektive erzählt worden wäre.
Ansonsten überzeugt Jutta Ahrens mit einem flüssigen, soliden Stil, einem Händchen für Spannung und erotischen Szenen, die manchmal ein wenig hölzern klingen. Dennoch liest sich „Anamarnas Prophezeiung“ flüssig und macht durchaus Lust auf mehr – insbesondere auf „Lacunars Fluch“, insofern man den noch nicht kennt.

Fazit:
„Anamarnas Prophezeiung“ ist eine gelungene Fantasy-Trilogie, die zwar ein wenig Zeit braucht, um anzulaufen und durch die auktoriale Erzählweise zu Beginn ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, jedoch schnell an Spannung und Action aufbaut. Jutta Ahrens überzeugt mit interessanten und logisch handelnden Figuren, einer spannenden Grundidee und einer sehr komplexen Geschichte, die erst durch die vielen Perspektiverträger zum Tragen kommt. Wer ungewöhnliche Fantasyromane ohne die klassischen Rassen sucht und vor dem Umfang nicht zurückschreckt, sollte der Trilogie eine Chance geben – es lohnt sich.

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Rezension zu "Kianusch der Perser - Historischer Kriminalroman" von Jutta Ahrens

Toller, historischer Krimi
Korikovor 2 Jahren

Story:
Der arrogante, selbstverliebte Perser Kianusch fristet ein Dasein in Wohlstand innerhalb der sicheren Mauern Babylons. Das ändert sich, als er von dem Oberpriester Gaumata beauftragt wird, eine Reihe von Morden aufzuklären, die die unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten treffen. Zunächst ist Kianusch überhaupt nicht begeistert, doch mit der Zeit fängt er Feuer für seinen Auftrag. Dabei lernt er den Gaukler Aschkan kennen, ebenso den „König“ von Bit-Charuru Manu – ohne zu ahnen, welch dunklen Geheimnisse die beiden Männer haben. Während sich Kianuschs Verhalten grundlegend ändert und er sich mehr und mehr zu Manu hingezogen fühlt, stößt er nicht nur auf eine Sekte aus Dämonenanbetern sondern auch auf ein weitreichendes politisches Komplott, dass sich bis ins Königshaus erstreckt …

Eigene Meinung:
Wer historische Romane mit schwulen Helden sucht, kommt an Jutta Ahrens nicht vorbei. Bereits in den 90er Jahren erschien mit „Der König von Assur“ ein Roman, der sich in vielerlei Hinsicht von der breiten Masse abhebt. Mit „Kianusch der Perser“ kehrt sie in die vorchristliche Zeit zurück und bringt, basierend auf historischen Dokumenten, einen spannenden Kriminalfall zu Papier.

Inhaltlich legt Jutta Ahrens ein originelles, historisches Buch vor, das durch eine komplexe Handlung und unvorhersehbare Wendungen besticht. Bereits nach wenigen Seiten ist man in die pompöse Stadt der Götter eingetaucht und wandelt mit den Charakteren durch Babylon. Dank der sehr schönen Beschreibungen und der historisch korrekten Hintergründe wird die Zeit um 525 v.Chr. lebendig und lässt einen so schnell nicht mehr los. Auch der Kriminalfall, den Kianusch lösen darf und die Sekte, über die er bei seinen Ermittlungen stolpert, wirken in sich schlüssig und sorgen dafür, dass man den Roman nur schwer aus der Hand legen kann. Am gelungensten ist jedoch das Finale, bei dem sich alle Fragen klären und so manches unvorhergesehene Geheimnis lüftet.

Neben der tollen Geschichte können auch die Charaktere überzeugen. Was der Autorin bereits beim „König von Assur“ vortrefflich gelungen ist, gelingt ihr auch hier – die allmähliche Wandlung von Kianusch von einem oberflächlichen, arroganten Schönling zu einem mitfühlenden und rechtsschaffenden jungen Mann, der für seine Ideale zu kämpfen bereit ist. Dass er dabei erkennt, dass ihm weibliche Gesellschaft nicht liegt, kommt nur am Rande vor und nimmt kaum Platz ein. Gay Historical Leser werden daher vielleicht enttäuscht sein, denn die wachsende Beziehung zwischen Kianusch und Manu findet nur in kleinen Szenen Erwähnung. Schlimm ist das nicht, denn das Hauptaugenmerk bleibt so auf dem Kriminalfall und den abwechslungsreichen Intrigen, was in dem Fall besser ist.
Neben Kianusch treten weitere spannende Figuren auf – der zum Tode verurteilte Meuchelmörder Artembares, der Gaukler Ashkan, Manu und viele Nebencharaktere, die für die Handlung wichtig sind. Sie alle wirken sehr lebendig und handeln in sich schlüssig. Sie machen den Roman erst zu dem was er ist – authentisch und gut nachvollziehbar.

Auch stilistisch kann „Kianusch der Perser“ überzeugen. Zu Beginn braucht man ein wenig, um sich an den auktorialen Erzählstil zu gewöhnen, doch mit der Zeit hat man keine Probleme mehr mit den Perspektivwechseln und den Sprüngen zwischen den Charakteren. Jutta Ahrens gelingt es trotzdem zu überraschen, obwohl man bei den Morden hautnah dabei ist und von Anfang an weiß, wer hinter den Taten steckt. Das liegt vor allem daran, dass der Auftraggeber im Dunkeln bleibt und man einige Nebenstränge erst mit Kianusch gemeinsam entdeckt.
Sehr gelungen sind auch die Dialoge und die Beschreibungen der Stadt, der Menschen und der Götter- bzw. Dämonenwelt. Jutta Ahrens hat ein Händchen für die damalige Zeit und eine bildhafte Darstellung der Welt. Sowohl die Figuren überzeugen, als auch Babylon mit seinem Pomp und seinen dunklen Gassen. Dank des schönen Schreibstils taucht man problemfrei in die vorchristliche Zeit ein und möchte am Ende gerne weitere Abenteuer mit Kianusch und seinen neuen Freunden bestehen.

Fazit:
„Kianusch der Perser“ ist ein gelungener historischer Roman, der durch eine spannende, komplexe Handlung, sympathische Charaktere und einen guten Schreibstil besticht. Wer Jutta Ahrens „Der König von Assur“ / „Der blutige Thron“ mochte, ist mit diesem Buch gut beraten, denn die Autorin erschafft einmal mehr glaubhaft und authentisch eine antike Stadt und entführt den Leser zu einem abwechslungsreichen Kriminalfall. Wer historische Romane aus der Antike mit einem schwulen Helden mag, sollte zugreifen – sowohl Fans queerer Geschichten, als auch solche, die mit dem Thema noch keine Berührung hatten, werden auf ihre Kosten kommen. Zu empfehlen.

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