Jutta Ahrens

 4,1 Sterne bei 58 Bewertungen
Autor*in von Der König von Assur, Das flammende Schwert und weiteren Büchern.
Autorenbild von Jutta Ahrens (©)

Lebenslauf

Ich war die überwiegende Zeit meines Lebens in einem Softwarehaus beschäftigt, bin nun aber schon seit Jahren im Ruhestand. Bücher geschrieben habe ich damals in meiner Freizeit, Heute habe ich immer Freizeit, was dem Schreiben natürlich sehr zugute kommt. Mein zweites Hobby ist die Ölmalerei. Außerdem lese ich natürlich gern, besonders historische Romane und historische Krimis. Diese Themen kommen logischerweise auch in meinen Romanen vor. Religiöses aus allen Zeiten und aus aller Welt interessiert mich, obwohl ich selbst Agnostiker bin. Außerdem schreibe ich gern homoerotische Bücher. Privat lebe ich seit über 40 Jahren unverheiratet, aber dennoch glücklich mit meinem Lebensgefährten, einem Griechen, zusammen. Wir haben eine Tochter, eine Enkelin und einen Hund.

Alle Bücher von Jutta Ahrens

Cover des Buches Der König von Assur (ISBN: B00B03ZIHG)

Der König von Assur

 (27)
Erschienen am 10.01.2013
Cover des Buches Pestgold (ISBN: 9781505551983)

Pestgold

 (3)
Erschienen am 15.12.2014
Cover des Buches Lacunars Fluch - Der Auftrag (ISBN: 9781311468789)

Lacunars Fluch - Der Auftrag

 (2)
Erschienen am 05.03.2015
Cover des Buches Schatten eines Gottes (ISBN: 9781484043301)

Schatten eines Gottes

 (2)
Erschienen am 04.04.2013
Cover des Buches Verschwörung der Templer (ISBN: 9781500402716)

Verschwörung der Templer

 (2)
Erschienen am 03.07.2014
Cover des Buches Wiedersehen in Kairo (ISBN: 9781301259687)

Wiedersehen in Kairo

 (2)
Erschienen am 18.05.2014
Cover des Buches Herr der weißen Hengste (ISBN: 9781310045875)

Herr der weißen Hengste

 (2)
Erschienen am 28.12.2015

Neue Rezensionen zu Jutta Ahrens

Ein Buch wie lein leichter Sommerregen, nichts spektakuläres aber angenehm und genussvoll. Die Zeiten haben sich geändert, aber der Mensch bleibt gleich. Neid, Gier, Eifersucht, Angst sind die Triebfedern für unser Handeln.

Cover des Buches Verschwörung der Templer (ISBN: 9781500402716)
Korikos avatar

Rezension zu "Verschwörung der Templer" von Jutta Ahrens

Spannender, historischer Krimi
Korikovor 7 Jahren

Story:
Deutschland, beginnendes 13. Jahrhundert. Mehrere Kreuzzüge sind gescheitert und haben Tod, Leid und Armut mit sich gebracht. Die Bevölkerung ist müde und hat kaum noch Interesse an den Sorgen der Kirche, die das Heilige Land erobern und die Ungläubigen ausrotten will. Für den angehenden Templer Ocatvien und den Mönch Emmanuel ein untragbarer Zustand. Um das Volk zu motivieren begeben sie sich auf die Suche nach einer Reliquie, die die Templer einst ausgegraben haben sollen und die als neues kirchliches Symbol die Hoffnung wecken soll. Doch was sie finden, ist wesentlich gefährlicher und erschütternder als alles, was sie sich erhofft hatten und zieht sie mitten in eine Intrige, die gegen die Kirche gesponnen wird …

Eigene Meinung:
Mit dem historischen Roman „Verschwörung der Templer“ legt Jutta Ahrens einmal mehr ein gut recherchiertes und aufwendig ausgearbeitetes Werk vor, das nicht geradlinig läuft, sondern sehr vielschichtig und komplex daherkommt, weil es auf mehreren Ebenen abläuft und verschiedenen Charaktere beleuchtet. Wie bei auch bei den anderen Romanen der Autorin lernt man viele verschiedene Figuren und deren Probleme kennen und erhält einen sehr umfassenden Einblick in die historische Epoche des 13. Jahrhunderts.

Die Handlung ist sehr komplex und vielschichtig, so dass man am Anfang nur schwer einschätzen kann, in welche Richtung das Buch geht. Weder kann man vorhersagen, wie das Buch ausgeht, noch welche Charaktere überhaupt den queeren Part ausmachen. Dies ist für Vielleser eine angenehme Abwechslung zu den meisten schwulen Büchern, wo man recht schnell herausfindet, wer mit wem zusammenkommt. Stattdessen muss man sich bei Jutta Ahrens gedulden, bis man erstmals leichte Andeutungen geboten bekommt, die sich letztendlich aber auch in eine explizitere Richtung steigern. Langweilig wird es bis dahin natürlich nicht, denn die Autorin entspinnt eine sehr spannende, komplexe Geschichte, die von einer geheimen Reliquie der Templer, über den Kinderkreuzzug bis hin zu einer geheimen Intrige gegen die Kirche geht. Der Leser ist immer hautnah dabei und erfährt nach und nach, welche Ereignisse zu welchen Ergebnissen führen und welche Konsequenzen all das für die verschiedenen Charaktere hat. Dabei versteht Jutta Ahrens es, die Handlung authentisch und realistisch in Szene zu setzen – sie hat ein Händchen für historische Geschichten, was man an den Beschreibungen der Städte und Dörfer, den Figuren und den historischen Hintergründen merkt. Auch ist der Roman in sich schlüssig und gut durchdacht, so dass alle Ereignisse logisch ineinander greifen und es keinerlei Stolpersteine gibt, die den Leser bei der Lektüre aus dem Konzept bringen. Aufgrund der hohen Spannungskurve und der vielen einzelnen Charaktere kann man „Verschwörung der Templer“ nur schwer aus der Hand legen.

Die Figuren sind ein großer Pluspunkt der Geschichte – sie wirken sehr authentisch und entwickeln sich logisch weiter. Seien es Octavien, der als Adeliger eine ganz eigene Sicht auf die Welt hat und zumeist auf die normale Bevölkerung herabblickt; Emmanuel, der sich in seinem Leben als Mönch nur bedingt zurechtfindet und für den das Anhäufen von Wissen oberste Priorität hat; oder Nicholas, der sich dazu berufen fühlt den Kinderkreuzzug anzuführen und für Gott ins Heilige Land zu ziehen. Sie alle haben ihre Gründe zu handeln, wie sie handeln. Sie wirken sehr menschlich und gut nachvollziehbar – selbst der Attentäter Sinan, der für ein höheres Ziel mordet und für eine neue Religion kämpft.

Stilistisch legt Jutta Ahrens ein gut geschriebenes, sehr umfangreiches Werk vor. Wie von ihr gewohnt, ist auch „Verschwörung der Templer“ im auktorialen Stil verfasst, sprich man muss sich auf viele Perspektivsprünge gefasst machen. Diese sind zu Beginn gewöhnungsbedürftig, doch man kommt sehr schnell in die Geschichte und kann sich gut mit den handelnden Charakteren identifizieren. Die Autorin hat ein Händchen für realistische, gut lesbare Umschreibungen der Umgebung und der Figuren, ebenso von Dialogen und Charakteren. Man kann sich sehr gut in die damalige Zeit hineinversetzen und die komplexen geschichtlichen Ereignisse nachvollziehen.

Fazit:
„Verschwörung der Templer“ ist ein gelungener, sehr gut recherchierter historischer Roman, der durch eine komplexe, gut durchdachte Handlung, authentische Charaktere und einen sehr schönen, stilsicheren Schreibstil besticht. Jutta Ahrens versteht es fiktive Handlungsstränge mit realen historischen Ereignissen zu verknüpfen und daraus spannende, sehr dichte Geschichten zu erzählen. Wer ungewöhnliche historische Romane mag und keinen Wert auf stereotype, queere Charaktere legt, sollte sich „Verschwörung der Templer“ holen – es lohnt sich.

Cover des Buches Anamarnas Prophezeiung (ISBN: 9781310500756)
Korikos avatar

Rezension zu "Anamarnas Prophezeiung" von Jutta Ahrens

Spannend und komplex
Korikovor 7 Jahren

Story:
Nachdem dem Magier Lukir all seine Kräfte verloren wurden und man ihn aus dem Inselreich Lyngorien verbannt hat, fängt er in Achlad ein neues Leben an. Doch es hält ihn nicht lang bei der einfachen Bevölkerung, wenngleich er sich als Talmane (Heiler) einen Namen gemacht hat. Lukirs Ziele liegen darin, seine Macht zurückzugewinnen und er schreckt auch nicht vor einem riskanten Selbstversuch zurück, der ihn zu einem nachtwandelnden Bluttrinker macht, der fortan nicht mehr altert. Jahrzehnte wandert er durch die Länder und zieht eine Spur aus Leichen hinter sich her, bis er im Kampf den jungen Aryon ebenfalls zu einem Bluttrinker macht. Fortan ist auch Aryon gezwungen in der Nacht zu wandeln, allerdings findet er mithilfe seines Freundes Rymor heraus, dass es Alternativen zum Bluttrinken gibt.

Das Schicksal will es, dass es beide Männer in Khazrak, in die Hauptstadt des Abarranenstammes verschlägt, wo Lukir auf den Magier Taswinder trifft, der ebenfalls auf Lyngorien. Während sich Lukir als Heiler durchschlägt, erhält Aryon den Auftrag sich um die Geisel Merodan zu kümmern – einen verstockten jungen Mann, der jeden als Feind ansieht. Mit der Zeit wird Taswinder zu einem immer größeren Problem, denn den abtrünnige Magier sehnt sich nicht nur nach Unsterblichkeit, er ist auch auf der Suche nach magischen Steinen, die dem Besitzer schier unendliche Macht verleihen. Schon bald müssen Lukir, Aryon, Merodan und Rymor zusammenarbeiten, um dem größenwahnsinnigen Taswinder Einhalt zu gebieten …

Eigene Meinung:
Mit „Anamarnas Prophezeiung“ legt Jutta Ahrens eine knapp 800 Seiten starke Fantasy-Trilogie vor, die ein Spinoff der Fantasy-Saga „Lacunars Fluch“ ist. Beide Geschichten spielen in derselben Welt (die glücklicherweise nicht von den typischen Fantasyrassen – Zwerge, Elfen, Orks – bevölkert wird), allerdings liegt der jeweilige Fokus auf verschiedenen Charakteren, ebenso spielen die Geschichten zu unterschiedlichen Zeiten. Man kann sie also problemlos getrennt voneinander lesen.

Inhaltlich braucht man etwas, um in die Fantasywelt einzutauchen und die verschiedenen Charaktere kennenzulernen. Dementsprechend langatmig erscheint dem Leser der Anfang der Geschichte, in der man Lukir und seine Wandlung in einen Bluttrinker verfolgt. Im Grunde ist dieser Abschnitt lediglich eine Einleitung, denn wirklich spannend wird es erst, als die Charaktere in Khazrak sind und sich Taswinder zunehmend zu einem Problem entwickelt. Erst dann fällt es schwer, das Buch aus der Hand zu legen, da man wissen möchte, wie die unterschiedlichen Figuren gegen die Probleme ankämpfen, die ein größenwahnsinniger Magier mit sich bringt. Hier zeigt sich dann auch die Komplexität der Geschichte, denn Jutta Ahrens begnügt sich nicht mit einfachen Lösungen, sondern versucht viel Abwechslung in Form von überraschenden Wendungen einzubauen. Das gelingt ihr meistens, hin und wieder verliert sie jedoch den roten Faden ein wenig oder widerspricht sich in einigen Dingen, die vorher anders erzählt wurden.
Nichtsdestotrotz ist die Grundidee mit den magischen Steinen spannend, ebenso die Ausarbeitung. Dank der vielen Charaktere, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, erhält man einen guten und umfassenden Überblick und kann sich ein gutes Bild der jeweiligen Situation machen. War es zu Beginn schwierig, die vielen Blickwinkel zu sortieren und die jeweiligen Perspektiven zu lesen, so bietet der auktoriale Erzählstil dem Leser die Möglichkeit alle wichtigen Details mitzubekommen und die Hintergründe komplett zu erfahren. Dabei wird nie zu viel verraten – es bleibt durchweg spannend und actionreich. Leider wirkt das Ende ein wenig gehetzt und irgendwie unvollständig, was daran liegt, dass Jutta Ahrens noch einen Passus eingebaut hat, der in meinen Augen nicht unbedingt notwendig gewesen wäre.

Die Charaktere sind interessant und vielseitig, stimmungsvoll in Szene gesetzt und sehr individuell. Jutta Ahrens gelingt es spannende Stereotypen zu entwickeln, die zwar einem bestimmten Bild entsprechen, aber dennoch für einige Überraschungen gut sind. Ganz besonders Lukir ändert sich im Laufe der Zeit, ebenso Merodan und Aryon. Alle Charaktere handeln in sich logisch und reagieren passend zu den Dingen, die um sie herum vonstattengehen. Da der Leser rund zehn Figuren näher kennenlernt und die jeweiligen Perspektiven mitbekommt, findet schnell seine Lieblinge. Ein wenig schade ist es, dass es fast keine weiblichen Figuren gibt – nur am Rande kommen zwei Frauen vor, die ein wenig mehr ins Gewicht fallen.

Stilistisch ist „Anamarnas Prophezeiung“ zunächst gewöhnungsbedürftig – Bücher in auktorialem Erzählstil sind heutzutage eher selten, so dass man ein wenig braucht, um sich an die beständigen Perspektivsprünge und Personenwechsel zu gewöhnen. Deswegen findet man erst im Laufe der Zeit Zugang zu den Figuren und der komplexen Geschichte. Spätestens dann zeigen sich jedoch die Vorteile von Jutta Ahrens‘ Stils – dank des dreidimensionalen Stils kann man das große Ganze wesentlich besser erfassen und tiefer in die Geschichte eintauchen, als wenn alles nur aus einer Perspektive erzählt worden wäre.
Ansonsten überzeugt Jutta Ahrens mit einem flüssigen, soliden Stil, einem Händchen für Spannung und erotischen Szenen, die manchmal ein wenig hölzern klingen. Dennoch liest sich „Anamarnas Prophezeiung“ flüssig und macht durchaus Lust auf mehr – insbesondere auf „Lacunars Fluch“, insofern man den noch nicht kennt.

Fazit:
„Anamarnas Prophezeiung“ ist eine gelungene Fantasy-Trilogie, die zwar ein wenig Zeit braucht, um anzulaufen und durch die auktoriale Erzählweise zu Beginn ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, jedoch schnell an Spannung und Action aufbaut. Jutta Ahrens überzeugt mit interessanten und logisch handelnden Figuren, einer spannenden Grundidee und einer sehr komplexen Geschichte, die erst durch die vielen Perspektiverträger zum Tragen kommt. Wer ungewöhnliche Fantasyromane ohne die klassischen Rassen sucht und vor dem Umfang nicht zurückschreckt, sollte der Trilogie eine Chance geben – es lohnt sich.

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