Jutta Ahrens Der König von Assur

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Inhaltsangabe zu „Der König von Assur“ von Jutta Ahrens

Weit zurück in vorchristliche Zeit, zu den stolzen und grausamen Assyrern führt uns dieser Roman. Unumschränkter Herrscher am Tigris ist der gutaussehende , aber berechnende Hohepriester Asarhaddon, der, seit er seinen Bruder Assurdan vom Königsthron gestoßen hat, alle Macht in Händen hält. Er ist ein finsterer Mann, dem Liebe und Freundschaft nur Worte ohne Wert sind. Seine Geliebte Anaita zerbricht fast an den Demütigungen, die er ihr zufügt. Doch dann erkrankt Asarhaddon lebensgefährlich...

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  • Überraschend anderer Historienroman

    Der König von Assur
    °bluemoon°

    °bluemoon°

    22. November 2016 um 21:34

    Das Buch "Der König von Assur" ist ein historischer Roman der etwas anderen Sorte. Er beginnt mit Asarhaddon, dem Bruder des Königs von Assur. Er ist ein grausamer Priester, der jegliche Liebe verachtet und Barmherzigkeit, Gnade und Freundlichkeit als Schwäche ansieht. Seinem Gott bietet er Menschenopfer und empfindet diese Gabe an seinen Gott noch als Freude und labt sich an den Qualen und Ängsten der gefolterten Menschen. Als sein Bruder Assurdan ihn necken will mit einem hübschen Mädchen, geht damit erst richtig die Handlung des Roman los. Anaita verliebt sich abgöttisch in den brutalen Mann, doch als sie seine schlechte Seite erkennt, geht sie mit einer Waffe gegen ihn an. Sie verletzt ihn schwer und er ist gelähmt. Für den starken, wunderschönen Mann untragbar. Am liebsten würde er sich selbst seinem Gott hingeben als Opfer, doch seine Priester und sein ihn - trotz allem - liebender Bruder verhindern dies. So lebt Asarhaddon weiter mit seiner Unfähigkeit, bis eines Tages Kautilya erscheint. Er verspricht dem Protagonisten, ihn zu heilen, wenn er im Gegenzug dafür ein Jahr lang als Bettler lebt und barmherzig, gütig, und gnädig ist und nur von dem lebt, was man ihn gibt und er alles, was er mehr hat, als er selbst braucht, an noch Ärmere gibt. Nach langer Überlegung stimmt Asarhaddon der Abmachung zu und tatsächlich - der rätselhafte Unbekannte, der fest an seinen Gott der Liebe glaubt - schafft es wirklich, die Lähmung zu heilen. Und so unwahrscheinlich es auch ist, hält sich der grausame Hauptcharakater an das Versprechen und beginnt sein Jahr in Armut. Auch wenn anfangs alle guten Taten nur geheuchelt sind und Asarhaddon sie nur wegen des Schwurs tut, nehmen alle den Bettler Arkas, als der er sich ausgibt, als extrem gütigen Mann wahr. Und auch in seinem Inneren scheint sich der Charakter doch zu verändern. Er findet sogar Freunde, während er mit der Liebe seines Bruders nie etwas anfangen wollte und konnte. Es fragt sich nur - bleibt die positive Veränderung, auch wenn Asarhaddon wieder zurück in sein altes Leben geht? Oder genießt er dann, dass er endlich wieder Menschen foltern und opfern darf für seinen Gott? Ich fand es teilweise wirklich schwierig, das Buch aus der Hand zu legen. Anfangs hatte es mich zwar noch nicht direkt in den Bann gezogen, aber das kam spätestens dann, als Arkas aufkam. Asarhaddons Charakter in all seiner Tiefe, die Veränderungen, seine aufkeimenden Gefühle, ... All das hatte ich so nicht erwartet, aber sie wurden wirklich gut dargestellt und man verstand, warum dieser Mann einfach so ist, wie er ist. Ein guter historischer Roman, der mich mit seiner Liebesgeschichte vollkommen überrascht hat.

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  • Rezension zu "Der König von Assur" von Jutta Ahrens

    Der König von Assur
    Ferrante

    Ferrante

    04. January 2011 um 08:10

    Wahnsinn... Das ist die Sorte Buch, bei der man traurig ist, wenn es endet, da einem die Hauptfiguren zu lieben Freunden geworden sind. Dasselbe empfand ich kürzlich erst bei einem anderen schwulen historischen Roman, "One Man Drowning" von Steph Minns. Ich war auch verblüfft, dass ein Roman, der so offen und positiv mit schwuler Liebe umgeht, bereits 1995 bei einem Mainstream-Verlag veröffentlicht werden konnte. Liebe unter Männern wird auch nicht als etwas inszeniert, das irgendwie anders oder besonders ist. Jedenfalls, die Stärke des Romans liegt bei der tiefen Charakterisierung seiner Hauptfiguren, besonders Asharhaddons, der durch viele langwierige Ereignisse endlich eine Läuterung vom blutdürstigen Hohepriester zum (nicht mehr heterosexuell) liebenden Mann durchmachen kann. Schlussendlich wird aber auch erklärt, warum er denn so grausam wurde. Ist Ashaharddon zunächst eine abstoßende Figur, kommt auch zu Beginn immer wieder schon seine Menschlichkeit zum Vorschein, die ihn als zerissener Mensch glaubwürdig macht. Die grandiose, komplizierte Liebesgeschichte zwischen Asharhaddon und Sardur gibt dem Roman die romantische Note, ohne kitschig zu werden - das Ganze hat eher etwas eines Epos'. Eine mysteriöse Jesusfigur namens Kautyla, die immer wieder als Theatercoup auftritt (dafür, die Handlung blitzschnell überraschend zu ändern, hat die Autorin ein gutes Händchen), Atheismus (Asharhaddon glaubt nicht mehr an seine Götter, der einzige Gott, der im Roman Macht hat, ist der der Liebe und Barmherzigkeit, wie ihn Kautyla vertritt) und Homosexualität lassen den Roman überraschend modern erscheinen, auch wenn er von den platten, modischen Historienromanen der Gegenwart meilenweit entfernt ist. Oft grausam, aber durchwegs tiefgründig und spannend geschrieben, ist der Roman mit seiner unheimlich weit verzweigten und faszinierenden Handlung, dem guten Stil und dem bewegenden Ende ein Geheimtipp, von dessen Autorin man aber seltsamerweise andere Werke nicht findet. Nur beim Gmünder-Verlag hat sie noch ein Buch geschrieben, das aber bei den Amazon.de-Rezensenten nicht so gut ankommt.

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  • Rezension zu "Der König von Assur" von Jutta Ahrens

    Der König von Assur
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. May 2010 um 13:14

    „Der König von Assur“ von Jutta Ahrens, ein Roman aus Mesopotamien, zu einer Zeit, da Assur blühte und seine Nachbarn unterjochte. Im Jahre 680 v. Chr. im Zweistromland herrscht das mächtige Assur unter seinem Gott Aschschur, der blutige und grausame Menschenopfer fordert. Der Hohepriester Asarhaddon, Sohn des einstigen Königs und nun Bruder des neuen, lebt dort, zölibatär, wie es von den Priestern gefordert wird und verführt von seinem einstiegen Lehrer, berauscht er sich an der Grausamkeit der Opferungen und sorgt dafür, dass das Königreich wächst und sich vergrößert und weitere Opfer gefunden werden. Doch Asarhaddon ist nur ein Mensch und zerbrechlich, wie seine Opfer... und als er eines Tages verletzt wird und gelähmt danieder liegt beginnt sich seine Welt zu verändern... Jutta Ahrens Werk ist nicht nur einfach ein historischer Roman, dazu haftet die Erzählweise viel zu sehr allein auf Asarhaddon, einem echten Antihelden. Vielmehr scheint sie seine Geschichte und das wenige was man über diese Zeit aus der Geschichtsforschung weiß als Material benutzt zu haben um einen langsamen Weg der Läuterung zu beschreiben. Dabei benutzt sie einen altertümlichen Stil, der nicht immer leicht zu lesen ist. Ein wenig erinnert mich diese Art den historischen Roman zu nutzen an alte Klassiker dieses Genres. Schon recht am Anfang wird Asarhaddon eigentlich vor Augen geführt, dass sein Verhalten ablehnenswert und unnatürlich, ja, menschenverachtend ist, doch der Weg bis zu dem Punkt da er es wirklich begreift und bereit ist sein Leben und seine Weltansichten zu ändern ist lang... und der Leser darf ihn dabei begleiten, auch bei immer wieder vorkommenden Rückfällen und Bluträuschen. Dabei ist er eigentlich, wie die meisten Menschen, nur auf der Suche nach Nähe, Freundschaft und Liebe... und immer wieder verbietet er sich diese, aufgrund von Status und Macht, aus Liebe zu seinem finsteren Gott... an den er nicht einmal wirklich glaubt, aber von dem er weiß, dass er sein Reich groß gemacht hat. Denn Aschschur wird gefürchtet und die Furcht der Nachbarn ist es, die Assur so groß gemacht hat. So gerät man als Leser mit diesem Mann in den Strudel der Gefühle, Abneigung und Ekel erwecken die Massaker und Tötungsszenen, dann wieder gibt es einen humorigen Austausch unter den Gefährten dieses Mannes und dann auch Seitenweise erlösende Liebesszenen mit viel Gefühl, doch ohne ins Pornographische abzugleiten. Das es in diesem Buch auch um homoerotische Beziehungen geht, wird thematisiert, aber es steht gar nicht derartig im Vordergrund, das ich dieses Buch als ein „schwules“ Bezeichnen würde. Viel zu normal sind diese Beziehungen immer wieder eingestreut und nur der Protagonist hadert damit. Vielmehr als das scheint es hier aber um zwischenmenschliche Beziehungen generell zu gehen, um die Einsamkeit der Mächtigen. Die Historie wird dabei zu einer Kulisse, die interessant ist, aber nicht das Gewicht hat, wie es in anderen historischen Romanen der Fall ist. Um so interessanter ist es zu verfolgen, wie sich Asarhaddon langsam verändert und zu bewundern sind seine Gefährten, die ihn niemals alleine zu lassen scheinen, egal wie furchtbar und grausam er sich verhält. Etwas seltsam sind die recht modernen Gedankenwelten der Nächstenliebe und des Atheismus die immer wieder benannt werden. Ein lesenswertes, wenn auch nicht immer leicht zu ertragendes Buch, mit dem ich ein wenig zu kämpfen hatte, weil der „Held“ manchmal furchtbar anstrengend sein konnte. Menschlich, aber schwierig.

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  • Rezension zu "Der König von Assur" von Jutta Ahrens

    Der König von Assur
    Trinkt-aus-Piraten

    Trinkt-aus-Piraten

    16. February 2009 um 16:16

    Dieses Buch ist nicht wirklich schlecht, aber extrem grausam. Ich würde das auf keinen Fall unter 14 Jahren lesen. Trotzdem bringt es vielleicht das Empfinden von Homosexuellen etwas näher, auch wenn man sich an den Hobbys des "Königs" kein Beispiel nehmen sollte.

  • Rezension zu "Der König von Assur" von Jutta Ahrens

    Der König von Assur
    Koriko

    Koriko

    04. June 2008 um 11:41

    Das Buch umfasst über 600 Seiten und trotz dieses Umfanges habe ich es unterdessen schon 2 Mal gelesen. Die Handlung ist sehr verzweigt, doch die Hauptperson ist Asharhaddon. Der junge Mann ist Hohepriester von Assur und dient seinem Gott in grausamer Art und Weise. Kaltblütig opfert er und empfindet Lust am Töten. Die Liebe verachtet er, ebenso seine Feinde. Er weiß es geschickt Leute zu seinem Nutzen zu nehmen und für seinen Kriegsgott tötet er ohne Reue. Asharhaddons einziger Freund ist der junge Krieger Anaxares, und selbst dieser musste lange um diese Freundschaft kämpfen... Doch eines Tages begegnet ihm die Liebe in einer außergewöhnlicher Form- der junge Prinz Sardur. Zwischen den beiden entwickelt sich ein Hass-Liebe, da Sardur sich Asharhaddon kampflos ergeben muss. Als schließlich Anaxares durch Asharhaddon direkt an die feindlich Front geschickt wird und nicht wiederkehrt, entschließt sich der Hohepriester seinen Freund zu suchen. Sardur entschließt sich ihn zu begleiten. Auf der Reise kommen die beiden schließlich zusammen, doch damit hat die Geschichte noch längst kein Ende gefunden... Was das besondere an diesem Buch ist, bemerkt man erst am Schluss wenn man zurückdenkt. Asharhaddon hat sich komplett verändert, seine ganze Persönlichkeit ist anders, er schwört für Sardur sogar dem Töten ab (wenn man bedenkt, wie gerne er Menschen quält!). Beim Lesen bemerkt man das gar nicht, doch er verändert sich auf jeder Seite mehr und mehr und erst wenn man zurückschlägt fällt einem gerade das auf! Und gerade das macht die große Klasse dieses Buches aus. Die Geschichte lässt einen nicht mehr los (ich hab bis 4 Uhr morgens den Schluss gelesen... ich wollte wissen wie's ausgeht.). Man ist so schnell mit den 600 Seiten durch, dass man es ohne Probleme mehrmals lesen kann...

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  • Rezension zu "Der König von Assur" von Jutta Ahrens

    Der König von Assur
    Tequila

    Tequila

    07. April 2008 um 23:39

    Historischer Roman mal anders - nichts für allzu Zartbesaitete, da zum Teil schon sehr detailliert grausam. Aber defintiv ein gutes Buch, wenn man über einige logische Mängel hinwegsieht.

  • Rezension zu "Der König von Assur" von Jutta Ahrens

    Der König von Assur
    Banshee

    Banshee

    30. March 2008 um 19:55

    Wow, atemberaubendes Buch. Ich hätte mir gewünscht, dass es niemals endet...

  • Rezension zu "Der König von Assur" von Jutta Ahrens

    Der König von Assur
    DunklesSchwesterlein

    DunklesSchwesterlein

    31. August 2007 um 23:42

    Zum Inhalt: Im Jahr 680 v. Chr. stößt Asarhaddon seinen friedliebenden Bruder vom Thron und läßt sich zum Herrscher Assyriens krönen. Doch vergeblich versucht er, in Rache- und Eroberungskriegen von dem unerbittlichen Gebot zu fliehen, das ihn zum Hoheprieser eines grausamen Gottes bestimmt hat. Dann begegnet ihm die Liebe in außergewöhnlicher Gestalt - und verändert über Nacht sein Leben. Meine Meinung: Ich habe das Buch so oft gelesen, dass ich ganze Passagen auswendig aufsagen könnte, aber ich hole es trotzdem immer wieder gerne aus dem Regal. Es ist bannend geschrieben und Asarhaddon, der Hauptcharakter eine der faszinierendsten Personen, die je von einem Autoren erschaffen wurden - man lernt ihn langsam, nach und nach kennen und bemerkt, dass man sogar nach dem dritten oder vierten Mal lesen, mehr über seine Persönlichkeit begreift. Er hat so viele Facetten, so viel Hintergrund, es ist einfach immer wieder spannend. Einer meiner größten Wünsche ist, dass es eine Fortsetzung gibt! ^^

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  • Rezension zu "Der König von Assur" von Jutta Ahrens

    Der König von Assur
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. July 2007 um 16:17

    Ich liebe dieses Buch! *,*