Jutta Blume Ruf der Pflanzen

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Inhaltsangabe zu „Ruf der Pflanzen“ von Jutta Blume

Ende des 18. Jahrhunderts: Die Begegnung der heilkundigen Sklavin Ife mit dem schwedischen Botaniker Sandquist initiiert eine Odyssee durch die Karibik und Europa – und durch die Ideenwelt der Aufklärung. Ein intelligenter historischer Roman, der herausfordert: Poetisch. Spannend. Authentisch. Außer „Sugar Creek“, der Zuckerrohrplantage, auf der sie aufgewachsen ist, mitten im Urwald von Guyana, kennt die Sklavin Ife nicht viel. 1761 taucht der schwedische Forschungsreisende Sandquist auf und kauft sie für eine botanische Expedition. Für die heilkundige Ife sind Pflanzen etwas Spirituelles und Heilbringendes, Teil einer Welt, in der alles miteinander verwoben ist. Doch der Wissenschaftler Sandquist gibt den Pflanzen neue Namen, presst sie in Bücher und zerpflückt ihre Blüten. Durch ihn lernt Ife lesen und schreiben, gewinnt an Unabhängigkeit – und stellt seine Sicht auf die Dinge infrage. In Santo Domingo erliegt der Forscher einer Malariaerkrankung. Ife, die eine erneute Versklavung fürchtet, flieht als blinde Passagierin auf einem Handelsschiff nach Europa. Verborgen im Laderaum beginnt sie mit der Arbeit an einer eigenen Ordnung der Pflanzen, die sie für ihr Leben nicht loslassen wird. Ife landet in Irland und stellt sich in den Dienst der adeligen Laienbotanikerin Lady Hadley, die um Anerkennung im Männerbetrieb der Akademien kämpft. Während sich Ife mit einem Leben zwischen Gewächshaus und Botanisierzimmer arrangiert hat, wird ihre Tochter Kesi schließlich von den revolutionären Ideen der Zeit mitgerissen. 25 Jahre nach Ifes Ankunft in Europa macht sich die in Irland geborene Kesi auf den Weg ins revolutionäre Paris. Bald erkennt sie, dass der Leitspruch „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ nicht für alle Menschen gilt. Entschlossen, für die Abschaffung der Sklaverei und für die Gleichberechtigung von Frauen zu kämpfen, bringt sie sich in größte Gefahr und erlebt Unglaubliches... „Ruf der Pflanzen“ ist ein packender historischer Roman über eine starke Frau, die aller Widerstände zum Trotz nach Selbstbestimmung sucht in einer Welt des Umbruchs.

Die Autorin hat zwar flüssig geschrieben, aber mich konnte sie leider überhaupt nicht packen.

— winterdream
winterdream

zeitweise ziemlich anstrengend zu lesen

— milapferd
milapferd

Von der Einteilung der Pflanzen auf die Einteilung der Menschen im 18. Jahrhunder aufmerksam zum machen. Zu viel in die Geschichte gepackt.

— Saphir610
Saphir610

Der Klappentext verschweigt, dass es viel mehr um Menschenrechte geht anstatt um Pflanzenkunde.

— talisha
talisha

Ein intelligenter, berührender historischer Roman, der einen fesselt und Lust auf`s Lesen macht!

— Keltica
Keltica

authentischer historischer roman,viel input, absolut lesenswert, rezi folgt

— eulenmama
eulenmama

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  • Leserunde zu "Ruf der Pflanzen" von Jutta Blume

    Ruf der Pflanzen
    MetaEbene

    MetaEbene

    Ein packender historischer Roman über eine starke Frau, die nach Selbstbestimmung sucht in einer Welt im Umbruch... Liebe Leserinnen und Leser, neben mir liegen 10 frisch gedruckte Exemplare meines ersten historischen Romans „Ruf der Pflanzen“, die der Vergangenheitsverlag für die Leserunde zur Verfügung gestellt hat. Ich freue mich schon auf den Austausch mit euch. Darum geht es: Geschichte aus einer neuen Perspektive zu erzählen, war die Idee, die nach und nach in diesem historischen Roman Gestalt angenommen hat. Dabei ging es auch darum, diejenigen lebendig zu machen, die in Schulbüchern und Lexika kaum zu Wort kommen. Und so entstand die Protagonistin Ife, eine schwarze Sklavin auf einer Zuckerrohrplantage in Guyana. Aus ihrer Sicht erscheint der Forschungsreisende Sandquist, der mit einem Mal auf der Plantage auftaucht, ziemlich verrückt. Er nimmt unermessliche Strapazen auf sich, nur um Pflanzen zu sammeln. Er presst sie in Büchern, zerpflückt ihre Blüten und gibt ihnen merkwürdige Doppelnamen. Auch Ife kennt sich mit Pflanzen aus, aber sie dienen ihr zur Behandlung Kranker und sind Teil ihrer spirituellen Welt. Die Begegnung der Sklavin mit dem Botaniker wird zum Ausgangspunkt für eine abenteuerliche Odyssee durch die Karibik und Europa im Zeitalter der Aufklärung, eine Welt, die allerorten im Umbruch ist. Auch wenn es Ife alles andere als leicht hat, sucht sie sich selbstbewusst ihren Weg. Eine Leseprobe findet ihr hier. Um in den Lostopf zu springen, beantwortet bitte folgende Frage: Gibt es eine Pflanze, die eine ganz besondere Bedeutung für euch hat?

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  • Langweilig geschrieben

    Ruf der Pflanzen
    winterdream

    winterdream

    04. November 2014 um 15:07

    Inhalt: In dem Buch geht es um eine junge Schwarze, Ife, die als Sklavin auf einer Zuckerrohrplantage als Heilerin arbeitet. Eines Tages hat sie die Möglichkeit zu fliehen und tut dies auch. Im Wald trifft sie auf die Freien, die sie allerdings wieder zurückschicken. Dann fährt sie mit einem Weißen, Sandquist nach Santa Domingo. Er will dort einen botanischen Garten anpflanzen und dafür braucht er Ifes Hilfe. Doch Sandquist ist sehr krank und Ife versucht, ihn mit ihren Heilkünsten zu retten. Doch wird sie es schaffen und wie wird das Leben von Ife wohl weitergehen?   Cover: Das Cover passt zum Buch. Es ist eine Blume darauf und im Hintergrund ist geschriebener Text zu sehen, was im Buch aufgegriffen wird.   Mein Fazit: Ich muss leider sagen, dass ich mich etwas schwer getan habe, mit der Rezension. Mir hat das Buch anfangs gar nicht so schlecht gefallen, obwohl man da auch schon erst mal mit der Situation der Sklavin auf der Plantage klarkommen musste. Aber im Laufe des Buches wurde die ganze Geschichte einfach immer langweiliger und zum Schluss hatte ich gar keine Lust mehr, das Buch weiter zu lesen. Es waren auch einfach viel zu viele Begriffe über Pflanzen. Die Namen hatte ich größtenteils noch nie gehört und wenn ich sie nicht kannte, wurden sie auch oftmals nicht beschrieben. Da muss man sich dann schon wirklich damit auskennen. Die Autorin hat zwar flüssig geschrieben, aber mich konnte sie leider überhaupt nicht packen. Die Geschichte hat mich nicht gefesselt. Anfangs konnte ich mich in die Charaktere ganz gut hineinversetzen, wenn auch etwas holprig, aber hinterher konnte ich leider auch das nicht mehr. Ich hätte es besser gefunden, wenn die ganze Geschichte nach dem Tod von ihrem Meister geendet hätte. Für die Aufmachung des Buches und die flüssige Schreibweise möchte ich trotzdem gerne 2 Sterne vergeben. Leider hat es nicht zu mehr gereicht.

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  • Ruf der Pflanzen

    Ruf der Pflanzen
    milapferd

    milapferd

    27. October 2014 um 09:29

    Ife wächst auf einer Zuckerrohrplantage in Guinea auf. Doch sie ist schon immer ein freier Geist gewesen und träumt von einer Flucht. Als eines Tages ein schwedischer Gelehrter sie freikauft und mit ihr auf eine Expedition zur Bestimmung der Pflanzenwelt aufbricht, wittert sie die Chance auf ein besseres Leben. Doch sie bleibt dem Gelehrten treu und verlässt mit ihm Afrika, um mit ihm zusammen einen botanischen Garten aufzubauen. Nachdem der Gelehrte einer Krankheit erliegt, flieht sie nach England. Die Überfahrt verdient sie sich indem sie Texte abschreibt, die auf die Situation von irischen Sklaven auf Schiffen aufmerksam macht. Doch anstatt ihre eigene Geschichte auch zu verbreiten, verschreibt sie sich wieder den Pflanzen. Und so botanisiert sie ihr ganzes Leben mit ihrer Auftraggeberin die Fauna von England und Irland. Ihre Tochter Kesi, ein Freigeist durch und durch, kämpft in London und Paris um die Abschaffung der Sklaverei und die Frauenrechte. Ifes ständige Sorge um ihre Tochter begründet sich schon nach ein paar Jahren, denn Kesi wurde in ein Gefängnis gebracht. Ife ist eigentlich ein freiheitsliebender Mensch, der in ihrem Leben als Sklavin ständig von Fluchtgedanken geprägt war. Jedoch gelingt es ihr nicht, nachdem sie frei und nicht mehr versklavt ist, als freier Mensch zu leben. Ständig denkt sie, dass sie nicht genug ist für die Aufgabe, oder dass sie ihrem Auftraggeber ohne Zweifel zu dienen hat. Sie ist in ihrem denken ein Sklave geblieben. Ganz anders ihre Tochter Kesi, die sich nicht anpassen lassen will, die für Frauenrechte kämpft und die sich traut in Männerberufen zu arbeiten. Sie hat viel von ihrem Vater, einem irischen Freiheitskämpfer, der Ife für den Kampf gegen die Großgrundbesitzter in Irland ausgenutzt hat. Grundsätzlich ist die Sprache gut verständlich. Kesis Geschichte wird ausschließlich in Briefen erzählt, die sie ihrer Mutter schreibt. Das lockert die Sache ein bischen auf und hat mir gut gefallen. Allerdings ist die Geschichte in meinen Augen zwar interessant aber überhaupt nicht spannend. Ich musste mich von Seite zu Seite kämpfen, weil eigentlich nichts passiert. Deshalb gebe ich schweren Herzens "nur" 3 Sterne.

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  • Spannend, unterhaltsam, mit einem Ende, dass sehr Geschmackssache ist

    Ruf der Pflanzen
    Sabrinaslesetraeume

    Sabrinaslesetraeume

    05. October 2014 um 02:25

    Als Ife von dem Pflanzenforscher Sandquist von ihrer Plantage weggekauft wird und fortan nun ihm dienen muss ändert sich ihr Leben drastisch. Der Forscher fasst Vertrauen zu ihr und bringt ihr nicht nur lesen und schreiben bei sondern lässt sie auch bei seiner Forschungsarbeit mithelfen. Für Ife eine grandiöse Entwicklung denn sie liebt und lebt mit Pflanzen schon ihr ganzes Leben lang. Doch letzt endlich ist sie nur eine Sklavin, die in ein fernes Land gezerrt wird und für den Forscher arbeitet. Kann sich ihr Leben wirklich verbessern oder ist es nur die nächste Station voller Demütigung in Ifes Leben? Das Buch hat mir insgesamt ganz gut gefallen. Das Cover ist sehr hübsch gestaltet. Man wird zwar nicht wirklich aus dem Bild schlau, aber es erklärt sich im Laufe des Buches. Die Passionsblume ist ein gutes Symbol für Ife, dann für sie sind ja Pflanzen ihre Passion. Der Titel hat sich mir leider im Laufe des Buches nicht wirklich erschlossen. Ife ist als Protagonistin sehr sympathisch. Sie ist kämpferisch, gibt nie auf, hat aber auch die Fairness Dingen, die sie nicht kennt eine Chance zu geben und verteufelt nicht alles, was der Sandquist tut, obwohl sie nur seine Sklavin ist. Sie ist einfach sehr menschlich dargestellt mit all ihren Sehnsüchten, Hoffnungen, Ängsten und Träumen. Die Geschichte an sich fand ich von der Idee her ganz gut und auch mal wieder ein ganz anderes Terrain. Auch das Botanik einen große Stellenwert hat finde ich etwas außergewöhlniches, vor allem da keine Kenntnisse in diesem Bereich vorausgesetzt werden, wie ich aus zuverlässigen Quellen (meiner eigenen Unkenntnis) bestätigt bekommen habe. Der ganze Schreibstil gefällt mir gut, auch, dass es immer wieder Briefwechsel gibt, wobei diese mir zwischenzeitlich leider etwas zu viel werden und sämtliche direkte Handlung verdecken. Insgesamt war das Buch aber sehr spannend und hat mich total gefesselt. Auch wenn es mir am Ende dann so gar nicht mehr zugesagt hat, würde ich es wohl aber dennoch weiterempfehlen, denn die Art, wie das Ende gestaltet ist, ist einfach Geschmackssache und meiner wars halt nicht. Daher gibt es von mir dieses Mal 4 von 5 Punkten.

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  • Hält nicht was es verspricht - Pflanzenkunde versus Menschenrechte

    Ruf der Pflanzen
    talisha

    talisha

    02. October 2014 um 08:20

    Dieses Buch gewann ich im Rahmen einer Leserunde auf lovelybooks. Herzlichen Dank an die Autorin und den Verlag! Das Cover mit einer meiner Lieblingsblumen, der Passionsblume, und dem Text im Hintergrund gefallen mir sehr gut. Noch besser gefallen haben mir aber die Zeichnungen im Buch selbst, mit denen jeweils ein neues Kapitel oder neuer Teil verziert wird. Auch den Klappentext fand ich spannend, obwohl ich eigentlich keine Bücher mag, die in Südamerika spielen. Schon gar nicht sogenannte Plantagengeschichten. Aber da es im vorliegenden Buch um den Zusammenprall von "eher neuer" systematischer Wissenschaft und "alter, überlieferter" Pflanzenheilkunde gehen sollte, hat es mich doch angesprochen. Die Handlung beginnt somit leider auch gleich auf einer Zuckerrohrplantage und erzählt vom beschwerlichen Leben als Sklave auf Sugar Creek. Der Biologe Sandquist kommt 1761 auf die Plantage um im Dschungel Guyanas eine Expedition zu starten, er will neue Pflanzen entdecken und sie systematisieren. Auf Sugar Creek kauft er eine Sklavin, die Hauptprotagonistin Ife, die dort einerseits als Helferin einer Pflanzenheilkundigen arbeitet und als Wasserträgerin - sie bringt Ochsen und Arbeiter Wasser, damit diese die schwere Plantagenarbeit besser durchhalten und bei Kräften bleiben. Die Beschreibungen des Lebens auf der Plantage fand ich eher langweilig und düster. Sie passen zwar zum Buch, aber halt nicht zu meinen Vorlieben. Doch sobald Ife auf der Flucht war, sich im Dschungel selbst ernährte und zur Buschfamilie fand und einiges von ihnen lernte, fand ich es spannender. Doch dann hörte auch schon bald der Zusammenhang des Klappentextes mit dem Buchinhalt auf. Es geht in erster Linie also nicht, wie versprochen, um den Kontrast der traditionellen Pflanzenheilkunst gegenüber der systematischen Wissenschaft nach Linné, sondern um Unterdrückung der Menschenrechte. Wäre der Inhalt klar auf dem Umschlag gestanden, hätte ich mich nicht für diese Leserunde beworben. Sklavenhandel, Unterdrückung von Schwarzen und Weissen, etc. - über dies alles habe ich bereits Ende der 80er in Zeiten der Apartheid sehr ausgiebig gelesen (z.B. Buch und Film über Steve Biko und viele andere mehr). Diese Themen hab ich in den letzten 25 Jahren oft genug durchgekaut und mag sie schlichtweg nicht mehr lesen. Aber ein Buch über die Bedeutung der Pflanzen hätte mir sehr gut gefallen. Doch nein. Am nicht passenden Klappentext ist wohl der "Stift" schuld (sagt man bei uns in der Schweiz so, wenn eine Arbeit nicht zufriedenstellend ausgeführt wurde, die Schuld hat dann immer der Stift = der Lehrling, auch wenn es gar keinen Lehrling gibt)…. Wer sich für das Thema Sklavenhandel/Menschenrechte interessiert, dem könnte dieses Buch gefallen. Mittlerweile steht auf Amazon ein anderer Klappentext als der auf dem Buch. Da wurden wohl meine Kritikpunkte am Klappentext ausgebessert und es steht nun mehr zur politischen Situation da. Aber sorry, das Buch ist ganz und gar nicht poetisch…. Das Buch hat leider noch mehr Schwächen:- Zeitsprünge:Es gibt etliche Zeitsprünge, die das Lesen nicht einfach machen, denn in den Rückblenden wird nicht alles Fehlende erzählt. Dazu kommt, dass schlicht zu viel geschrieben wird was keine Verbindung zum weiteren Verlauf hat - viel wird angerissen, aber nicht zu Ende erzählt. Viel wird aneinandergereiht, aber das Verbindende fehlt. Das Buch wirkt oft abgehakt. - Emotionen: Neben dem roten Faden und "mehr Pflanzen" fehlte mir auch ganz klar die Wärme. Die Charakter bleiben fast alle schroff und unnahbar und zeigen kaum Gefühle. Z.B. wird kein Wort über die Geburt von Ifes Tochter geschrieben: keine Frau, die je ein Kind zur Welt gebracht hat, wird diese Erfahrung verschweigen - ein, zwei Sätze hätten ja schon gereicht. - Unglaubwürdiges oder Unklares: Vieles ist unglaubwürdig oder macht keinen Sinn: z.B. dass jemand nach einer eingeleiteten Abtreibung trotz extremen Schmerzen in die Felder rennt oder Ife urplötzlich von einem Wasserfall getroffen wird, obwohl sie im Waldlager sitzt. Einmal macht Ife einen Besuch in London, und es scheint so als ob sie am selben Abend wieder abgereist ist - auf meine Frage hin, sagte mir die Autorin, dass Ife einige Tage in London war. Aha. Aus dem Text ging dies nicht hervor. - Gleiche Namen: Was ich allgemein in Büchern nicht mag, wenn unterschiedliche Protagonisten denselben oder ähnliche Namen haben. Auch wenn alle eher kurz vorkommen, so hätte man hier nicht den Sklaven und der Sohn der Familie Harris gleich nennen sollen. Es gibt doch sicherlich noch mehr Auswahl an damals typischen männlichen Namen als nur "Edward"! Und später tauchte nochmals ein weiterer Edward auf… Das müsste doch einfach nicht sein. Es gab aber auch ein paar schöne Szenen im Buch: Eindrücklich beschrieben wird wie Ife zum ersten Mal ein Buch in den Händen hält. Soll sie es wie die Missus halten oder so wie Sandquist? Sie entscheidet sich für letzteres und blättert seine Bücher ehrfürchtig durch. Eine schöne Beschreibung! Für mich hat das Buch zuviele Mängel - und so kann ich maximal 3 Punkte vergeben.

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  • Der Ruf der Pflanzen

    Ruf der Pflanzen
    nataliea

    nataliea

    28. September 2014 um 20:40

    "Der Ruf der Pflanzen" ist eine Geschichte um eine junge Schwarze, die die Grenzen der Sklaverei überwinden kann. Dieser Roman enthält eine gute Mischung aus mythischen, botanischen und politischen Themen. Zum Inhalt ist folgendes zu sagen: Ife wird auf einer Zuckerrohrplantage groß inmitten Sklaverei. Sie lernt die Heilkunde von einer alten Sklavin, die sie unter ihre Fittiche nimmt. Nach einer missglückten Flucht, lernt sie den Botaniker Sandquist kennen, der die Pflanzenwelt in Guyana erforscht. Dieser bringt ihr Lesen und Schreiben bei und versucht ihr seinen Umgang mit den verschiedenen Pflanzen näher zu bringen. Sandquist nimmt nicht nur die Pflanzen, um helfen und heilen zu können, sondern katalogisiert sie auch. Mit Sandquist kommt Ife von Guyana über England bis nach Irland und erfährt mehr über das Leben... Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig. Allerdings hatte ich anfangs etwas Schwierigkeiten mit einigen Bezeichnungen, an welche ich mich nach kurzer Zeit gewöhnte. Die Autorin hat nicht nur die Botanik in dieses Buch gepackt, sondern auch versucht dem Leser die Themen rund um Sklaverei, Ausbeutung und Unterdrückung näher zu bringen. Mir persönlich hat der extreme Zeitsprung im letzten Teil nicht so gut gefallen. Eine chronologische Reihenfolge hätte ich hier favorisiert. Ein historischer Roman mit sehr interessanten Ansätzen und beeindruckenden Schicksalen. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

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  • Über die Pflanzen zu den Menschen

    Ruf der Pflanzen
    Saphir610

    Saphir610

    26. September 2014 um 22:11

    Eine junge Sklavin, die auf einer Zuckerrohrplantage von Guyana aufwächst. Ife lernt von einer heilkundigen, alten Sklavin über die Kraft der Pflanzen. Nach einer nicht ganz gut gelaufenen Flucht trifft sie auf der Plantage 1761 auf den schwedischen, botanischen Forscher Sandquist, der sie für eine Expedition kauft. Dieser erkrankt am Fieber und Ife steht ihm weiterhin zur Seite. Ihr Weg führt fort von Guyana, bis nach Irland. Durch ihn lernt sie lesen und schreiben und eine andere Sichtweise auf die Pflanzenwelt. Statt die Pflanzen einfach zu nehmen wie sie sind, heilend, helfend, oder auch nicht, werden sie bei Sandquist katalogisiert und eingeteilt. Nebenher werden die Themen von Ausbeutung und Unterdrückung angesprochen, nicht nur der farbigen Sklaven, sondern auch der Landarbeiter und Bauern, der Frauen, oder auch dem pressen von jungen Männern als Matrosen. Hier soll aufgrund der Einteilung der Pflanzen in bestimmte Schemata der Bogen gespannt werden zur Einteilung der Menschen an gewisse Plätze. Wie, dass die Frau, die ja die Kinder bekommt kein Mitspracherecht hat, angeblich nicht denken kann, zur damaligen Zeit. Oder, dass die armen Landarbeiter weiter von wenigen adeligen Leuten underdrückt und ausgebeutet werden. Durch Ifes Tochter wird man bis zur französischen Revolution geführt. Dies ist an sich eine gute Grundidee, den Bogen von der Systematisierung der Pflanzen zur Einordnung verschiedener Menschengruppen in "Schubladen" zu spannen und die daraus resultierenden Aufstände. Ich finde, hier hat sich die Autorin ein wenig zu viel vorgenommen. Vieles wurde angesprochen, angerissen, aber nicht so als Geschichte, die mich als Leser fesselt, vertieft. So resolut wie Ife am Anfang wirkt, so farblos wird sie zum Ende hin. Mir fehlte, dass ich mich in der Hauptfigur nicht so einfühlen konnte, nicht mit ihr mit fiebern, leiden und hoffen konnte. Die Figuren blieben für mich ein wenig flach. Ganz toll finde ich die Gestaltung des Umschlags. Er zeigt mit der alten Schrift im Hintergrund und der Blume so gut das Thema um Ife, die Pflanzen und die Schrift. Und auch der grüne Einband ist passend und irgendwie handschmeichelnd.

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  • Aufwühlender Roman aus dem 18. Jahrhundert

    Ruf der Pflanzen
    eulenmama

    eulenmama

    inhalt: sklavin ife lebt auf der zuckerrohrplantage sugar creek,unter schlimmen bedingungen,sie wurde dort geboren und kennt nichts anderes als arbeit,erniedrigung. der einzige kleine lichtblick ist die alte kräuterheilerin der sie,helfen darf und von der sie einiges über traditionelle kräutermedizin lernt. als 1761 der wissenschaftler sandquist auf der plantage auftaucht und die kräuterkundige ife kauft und sie auf eine expidition mitnimmt. tritt eine große chance für sie in ihr leben,die pflanzenwelt und die außenwelt auf ganz neue weise zu entdecken. sandquist ganz wissenschaftler und ife die spirtuelle kräuterkundige, leben in zwei verschieden welten, und ife lernt sich zurecht zufinden,lernt lesen und schreiben, so entstehen interesannte dialoge. sie kommt bis nach england und schließlich nach irland, erlebt viele umbrüche bis hin zur französischen revolution. fazit: jutta blume, entführt uns in eine welt,der wissenschaft der pflanzenwelt, nicht vorhandenen menschenrechte, besonders für farbige,frauen und der armen bevölkerung,egal wo. wissenschaft damals war nur den herren der schöpfung vorbehalten, wie so vieles, wagte es eine der damen einen vortrag zu halten,wurde dieser komplett ignoriert. die farbigen waren nur arbeitsmaterial,gequält,geknechtet. selbst sogenannte freie hatten es nicht viel besser,dienstboten , waren sie im günstigsten fall. doch einige haben um ihre rechte gekämpft oft unter einsatz ihres lebens,darunter auch kesi, die tochter von ife.auch ife kämpft für ihre belange, auf ihre art. der roman, hat mich sehr berührt, jutta blume konnte alles sehr bildhaft schildern, die beschreibung der heilpflanzen und den menschen denen unrecht getan wurde. der kampf ums nackte überleben. der kleine trost,das es doch noch menschen gab,die ihnen zur seite standen.... noch heute kämpfen menschen um anerkannt zu sein. ungerechtigkeit kann ich sehr schwer hinnehmen. ein packender historischer roman,der zum nachdenken anregt, auch über die zeit in der wir jetzt leben, schön und passend illustriert und gut verarbeitet. für die leser guter gehobener history

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  • Von Ife und Kesi

    Ruf der Pflanzen
    Keltica

    Keltica

    20. September 2014 um 10:16

    Spannung, politische Umbrüche, bisschen Mystik, Abenteuer und Mut, das alles beinhaltet dieser historische Roman der im Jahr 1761 in Guyana beginnt. Ife ist eine einfache aber kräuterkundige Sklavin auf einer Baumwollplantage, als eines Tages der Naturforscher Sandquist eintrifft. Er kauft sie dem Mister ab und sie reist mit ihm nach Santo Domingo, um dort einen Hortus Botanicus anzulegen. Auf der Überfahrt lernt er sie von ihm schreiben und lesen. Als er gesundheitlich schon sehr angeschlagen ist, darf sie die Skizzen der Pflanzen erstellen. Sandquist erliegt seinem Fieber. Ifes bisheriges Leben verändert sich für immer. Freunde verschaffen ihr eine Überfahrt nach Europa und sie beginnt ein Buch über Pflanzen zu schreiben. In Dublin angekommen sucht sie vergeblich einen Verleger dafür. Dieser hätte gerne ein Buch über ihr Leben als Sklavin, was sie jedoch ablehnt. Sie trifft Lady Elisebeth Hardly eine Botanikerin, tritt in deren Dienst, bekommt eine Tochter Kesi, von einem Iren, arbeitet in der Orangerie und skizziert weiter Pflanzen. Kesi die politisch sehr angaschiert ist, geht 1785 nach Paris, wird in den Wirren der Revolution verhaftet und später hingerichtet. Zum Gedenken an ihre Tochter beginnt Ife nun an einem Buch über ihr Leben zu schreiben. Es ist ein spannender Roman, die Figuren sind anschaulich beschrieben. Was mir nicht so gut gefallen hat, der abrupte Wechsel in Teil 3. Man befindet sich plötzlich 23 Jahre in der Zukunft, warum durften wir Kesis Geburt und die Zeit ihrer Kindheit nicht miterleben? Diese Mischung aus Mystik (wie das Kind das Ife zweimal erscheint), die Liebe zur Pflanzenwelt und die menschlichen Schicksale und die politischen Wirren jener Zeit, machen diesen Roman lesenswert. Wunderschön ist die Gestaltung des Covers und die Skizzen auf den einzelnen Buchseiten. Hier spürt man einfach das Herzblut mit dem dieser Roman hergestellt wurde. Dieses Buch habe ich sehr gerne gelesen und kann es Freunden von historischen Romanen wärmstens empfehlen.

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