Jutta Kass

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Der leise Schrei des Schmetterlings

Der leise Schrei des Schmetterlings

 (2)
Erschienen am 11.07.2013

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Rezension zu "Der leise Schrei des Schmetterlings" von Jutta Kass

Der leise Schrei des Schmetterlings von Jutta Kass
AylinsBuchstundevor 5 Jahren

Handlung:

Stefanie, die junge Studentin
zieht nach ihrem einjährigen Frankreichaufenthalt in eine Wohngemeinschaft, wo sie durch Zufall ihren Mitbewohner Walter wiederfindet, den sie schon schon früher ganz nett gefunden hat. Es ist eine gemischte lustige Wohngemeinschaft, in der sich alle gut verstehen. Mit der Zeit kommen sich Steffi und Walter näher, doch traut sich keiner von beiden so recht auf den anderen zuzugehen. So entstehen einige Missverständnisse oder auch kleine Hindernisse, die es beiden schwerer macht Zugang zu dem anderen zu finden. Der eigentliche Grund sind nicht nur Walters Schwierigkeiten seine Gefühle zu zeigen sondern Steffis Erlebnis in der Vergangenheit, das sie nicht loslässt. Ob ihr Interesse an Walter groß genug ist, sich ihm zu öffnen, bleibt mein Geheimnis.

Eigene Bewertung:


Die Erzählweise der Autorin empfand ich als sehr schön, da es sehr einfach und präzise war. So hatte ich mich nicht getäuscht, als ich mir gedacht hatte, dass dieses Buch eine nette Sonntag Nachmittag Geschichte ist. Es war schön flüssig lesbar, sodass man nicht nach jeder halben Stunde eine Pause machen musste. Die Covergestaltung finde ich so so schön und das war für mich in erster Linie ausschlaggebend, warum ich mir den Klappentext durchgelesen habe. Das Alltägliche im Leben einer Studentin oder besser gesagt in einer Studenten Wohngemeinschaft fand ich unter anderem ganz amüsant zu lesen. Die Geschichte hat sich kein bisschen in die Länge gezogen was ich auch gut fand muss ich sagen, da man leider sehr oft Bücher hat, wo dies der Fall ist und als Leser kann es schonmal schnell an der Motivation zu lesen knabbern, wenn man sich für ein Buch entscheidet und denkt, die Geschichte lese ich mal schnell heut Abend vor dem Schlafengehen. Was mir eigentlich am besten gefallen hat, war die Geschichte der Hauptprotagonistin Stefanie. Ihre Situation,ihre Sorge und das Gefühl was sie in der Hinsicht hatte, konnte ich als junge Frau sehr gut mitfühlen und mir gut vorstellen. Das, was die Autorin vielleicht auch ein Stück weit verdeutlichen wollte, dass der Schein eines Menschen oft trügen kann und das doch jeder vielleicht ein Päckchen zu tragen hat, wovon niemand etwas weiß. Deshalb sollte man vielleicht erst einmal versuchen hinter die Fassade der Person zu gucken, die man gerne hat, bevor man sie oder ihn aufgibt. Ein absolut perfektes Leben hat kaum jemand auf der Welt und man darf nie jemanden verurteilen, wenn man seine Geschichte nicht kennt. Ich möchte nicht zu sehr abweichen :) Die Hauptprotagonistin Steffi war mir auf anhieb symphatisch, ich konnte mich gut mit ihr identifizieren und mich gut in sie hineinversetzen, was für mich als Leserin sehr von Vorteil ist. Was mich etwas gestört hat war die etwas negativere Selbstdarstellung der Hauptprotagonistin in Hinsicht auf ihr aussehen zwischendurch, was sicherlich daran lag, dass ich sie ganz gern hatte. Der Walter war ein Typ, so wie man sich die meisten Studenten auch vorstellt. Mit seinen längeren Haaren und der lässigen Art hatte man ein relativ klares Bild von ihm. Seine Reaktion ganz am Ende des Buches fand ich sehr niedlich, weil es so gar nicht zu ihm passte, was aber trotzdem deutlich gemacht hat, dass auch er viel netter ist, als er vielleicht den Eindruck macht :) Dieses Buch hat, wie ich finde gar keine Romantik und gar keinen Kitsch gebraucht, weil es dann einfach nur ein Gefühlsknäuel gewesen wäre, der dir immer wieder gegen den Kopf fliegt. Die Persönlichkeiten und Absichten der Charaktere waren einfach präsent.

Fazit:

Ein hübsches Buch für zwischendurch, wenn man lust hat sich einfach mal 2 Stunden am Nachmittag zu entspannen, ohne beim lesen viel Grübeln oder unterbrechen zu müssen.


"Der Schrei des Schmetterlings ist symbolisch gemeint: Der ist ganz leise, aber ein technischer Verstärker hilft da nicht. Es ist ein Gedankenschrei, den der andere nur wahrnehmen kann, wenn er genauso denkt und fühlt."

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