AMNESIA - Ich muss mich erinnern

von Jutta Maria Herrmann 
4,1 Sterne bei79 Bewertungen
AMNESIA - Ich muss mich erinnern
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (63):
Naibenaks avatar

Ein eher etwas ruhiger Thriller, der jedoch intensiv die Zerrissenheit und Gefühlslage der Hauptperson zeigt und dadurch den Sog entwickelt!

Kritisch (5):
TanjaChristmanns avatar

Keine Spannung

Alle 79 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "AMNESIA - Ich muss mich erinnern"

Du hast nichts zu verlieren.
Du hast eine mörderische Wut.
Und du kannst dich an nichts erinnern …
Als die Berlinerin Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, ist es ihr einziger Wunsch, sich vor ihrem Tod endlich mit ihrer Mutter auszusöhnen, zu der sie ein schwieriges und distanziertes Verhältnis hat. Bei ihrer Familie in der südwestdeutschen Heimat angekommen, muss sie dann schockiert erfahren, dass ihre schwangere Schwester Kristin von ihrem Ehemann Leon misshandelt wird. Am liebsten würde Helen Leon dafür umbringen, zu verlieren hat sie ja nichts mehr. Aber einen Menschen töten? Helen glaubt nicht, dass sie dazu wirklich fähig ist.
Am nächsten Morgen allerdings ist Leon tot – und Helen, die Medikamente mit schwersten Nebenwirkungen nimmt, hat keinerlei Erinnerung an die vergangene Nacht …
Die deutsche Spannungsautorin Jutta Maria Herrmann legt endlich nach und blickt mit ihrem düsteren und psychologisch tiefgründigen Thriller in die menschlichen Abgründe.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426519974
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.06.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    TanjaChristmanns avatar
    TanjaChristmannvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Keine Spannung
    Tanja Christmann (TC´s gemütliche Leseecke)

    Cover:

    Dunkel und in einem blauton die Hauptüberschrift, dann in rot der Zusatz.

    Für einen Thriller, düster. Genau passend.
    Wenn ich das Buch im Licht halte, dann schimmert das schwarz auch schön.


    Zum Inhalt mit meinen Worten:

    Helen ist an Krebs erkrankt. Sie hat nur noch kurz zu leben. Als ihr Freund sie von heute auf morgen verlässt reist sie zu ihrer Familie. Dabei erfährt sie dass ihre Schwester von deren Ehemann misshandelt wird. Als Leon tot aufgefunden wird und sie eine Erinnerungslücke aufweist, ist sie sich nicht sicher ob sie ihn umgebracht hat, oder nicht...


    Mein Fazit:

    Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut. Der Klappentext und das Cover haben mich angefixt. Aber leider wurde ich für mich sehr enttäuscht. Wenn ich ein Buch mit dem Genre Thriller zur Hand nehme erwarte ich dass bereits in dem ersten Kapitel etwas spannendes passiert. Etwas, das mich so anspricht dass ich das Buch einfach weiterlesen möchte.
    Hier war das leider nicht der Fall. Mir hat sich vor dem versprochen Mord die Geschichte viel zu sehr in die länge gezogen. Vielleicht wäre ein anderer Aufbau hier besser gewesen, zum Beispiel mit Rückblenden.

    Es tut mri wirklich leid, da ich weiß, dass die Autorin sehr viel Arbeit und Herzblut in das Buch eingebracht hat. Anderen gefällt vielleicht auch das lange erzählte. Aber ich für mich erwarte einfach einen Thriller wo auf den ersten 50 Seiten so richtig tief in die Geschichte mit Mord etc. eingegangen wird. Da kann ich abtauchen, eintauchen. Hier leider nicht.

    Mir fehlte die Spannung. Der Spannungsaufbau.

    Mein Lesegeschmack wurde leider nicht getroffen. Deshalb kann ich dem Buch nur 2 von 5 Sternen geben.

    Mein liebstes Zitat aus dem Buch:

    Obwohl mein Lesegeschmack nicht getroffen wurde, habe ich einen Satz gefunden, der mir sehr gut gefallen hat:

    „Nichts bleibt, wie es ist. Außer vielleicht in der Erinnerung. Aber selbst die kann trügerisch sein.“


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    Sakle88s avatar
    Sakle88vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Die Spannung hat etwas gefehlt, dennoch hat mich das Buch gefesselt
    Ein solider Thriller mit weniger Spannung

    Inhalt:
    Helen lebt mir ihrem Freund Sven in Berlin. Als sie eines Tage nach Hause kommt, findet sie ein Zettel und den Schlüssel von Sven. Auf dem Zettel stehen nur zwei Worte. "Leb wohl"
    Diese Worte lassen Helen rot sehen. Denn Helen hat Lungenkrebs. Und dieser befindet sich im Endstadium und ist unoperabel. Sie wird sterben, laut den Ärzten hat sie noch knapp ein Jahr zu leben.
    Durch die Wut, Enttäuschung und Trauer beschließt sie kurzerhand in ihre alte Heimat zu fahren um ihrer Mutter und ihrer Schwester von ihrer Krankheit zu erzählen und auch um Abschied zu nehmen. Doch das gestaltet sich schwieriger als man denkt. Denn das Verhältnis zu ihrer Mutter ist mittlerweile tief gefroren. 
    In ihrer Heimat angekommen bekommt Helen nach und nach den Verdacht das Leon, der Mann ihrer Schwester, eben diese schlägt und misshandelt. Genauso wie er es ihrer besten Freundin Angela angetan hat. Helen denkt drüber nach, wie es wohl wäre wenn Leon sterben würde. Denn sie will ihre kleine Schwester beschützen. Doch kann sie wirklich einen Menschen töten?
    Als sich dann die Dinge überschlagen und Leon den nächsten Tag ermordet gefunden wird, weiß Helen weder ein noch aus. Denn durch ihre starken Medikamente kommt es immer wieder zu Gedächtnisausfällen. Ist es ein Zufall das Leon nun tot ist oder hat wirklich Helen ihn umgebracht und erinnert sich nicht mehr daran? Was ist bloß passiert?

    Meine Meinung:
    Ich mag ja die Haptik und die Schrift auf dem dunklen Cover sehr gerne. Es fühlt sich toll an und gibt kaum was wieder außer dem Titel "Amnesia". Ich finde es passend.
    Der Schreibstil ist leicht und gut zu lesen. Ich habe mich gut in die Geschichte gefunden.
    Ich hatte oft das Gefühl die Verwirrung und die Emotionen von Helen geradezu zu spüren. Vor allem ihre Ängste haben mich fast übermannt.
    Der Fokus in der Handlung wird schon vorrangig an die Krankheit von Helen gelegt und weniger auf den Thrill. Denn es dreht sehr viel um ihre Erkrankung, ihre Gefühle im Bezug zu eben dieser sowie ihren bevorstehenden Tod. Aber auch ihre Medikamente Abhängigkeit ist ein Thema. 
    Denn gerade diese macht es ihr schwer das Leben zu leben. Sie braucht immer zu die Tabletten. Sie vergisst so vieles dadurch und weiß nicht was sie getan hat und wann sie es getan hat.
    Manchmal scheint sie nur noch eine leere Hülle zu sein und ihre Familie macht es ihr nicht gerade leicht von der Erkrankung zu erzählen. Helen scheint alles andere als akzeptiert zu werden. Man hat immer wieder das Gefühl als sei sie ein großer Störfaktor. Auch wenn ihre Familie erstmal nichts davon weiß, kommt es oft so rüber als wäre es besser wenn es Helen gar nicht geben würde.
    Sie tat mir oft leid. Der Umgang ihrer Mutter ist alles andere als Herzlich oder normal, in meinen Augen.

    Dennoch empfinde ich alle Charaktere sehr authentisch. Ich habe ihnen ihre Gefühle abgenommen und konnte mich gut in sie hineinversetzen.
    Das hat mir sehr gut gefallen.
    Was mir weniger gefallen hat ist die fehlende Spannung.
    Für einen Thriller war es einfach zu wenig spannend. Dennoch konnte mich der Zustand der Gedächtnislücken wirklich fesseln. Denn zum Schluss wollte ich einfach wissen was nun wirklich geschah. Ob Helen unter den Medikamenten wirklich dazu fähig ist eine solche Tat zu begehen.
    Die Auflösung am Ende hat mir nicht so gut gefallen. Da hätte ich mir einfach mehr gewünscht. 
    Trotzdem habe ich das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen.

    Fazit:
    Alles in allem ein wirklich solider Thriller der mich gut unterhalten hat. Von mir gibt es vier Sterne und eine klare Leseempfehlung, für alle die auch gerne mal einen Thriller lesen der weniger spannend und blutig ist :) Für mich war es auf jeden Fall nicht das letzte Buch von der Autorin Jutta Maria Herrmann :)

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    Alexa_Kosers avatar
    Alexa_Koservor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Das ist ein mega-spannender Thriller mit Tiefgang, unbedingt lesen!
    Wahnsinnig spannend und atmosphärisch...

    Die krebskranke Helen kommt in ihre Wohnung und findet eine kurze Abschiedsnotiz von ihrem Freund Sven vor, von dem jede Spur fehlt, seine Sachen aber noch im Schrank hängen. Durch ihre Tablettenabhängigkeit verschwimmen bei Helen manchmal Realität und Fiktion und sie hat plötzlich Bilder vor ihrem geistigen Auge, wie sie mit einem Messer auf Sven losgeht. Ist sie dazu wirklich fähig? Kurzentschlossen verläßt Helen Berlin, um sich mit ihrer Familie auszusöhnen. Ihre Mutter ist, wie erwartet, nicht sehr erfreut über Helens Besuch, war die Nähe zu ihr doch nie dagewesen. Einzig ihre Schwester Kristin scheint sich zu freuen. Bevor Helen die Nachricht über ihren Gesundheitszustand mitteilen kann, überschlagen sich die Ereignisse. Kristins Ehemann, der in Helens Jugend ihre beste Freundin vergewaltigt haben soll, wird ermordet. In ihrem Tagebuch findet Helen verdächtige Zeilen, aber ihre Erinnerung an die Mordnacht fehlt... Ab hier beginnt das eigentliche Drama. Jutta Maria Herrmann schafft in diesem Buch eine ganz besondere Atmosphäre. Das Buch hat mich von der ersten Seite gepackt und ich habe das Psychodrama, in dem es immer wieder unerwartete Handlungen gibt, geradezu verschlungen. Der Schreibstil macht es einem einfach, dranzubleiben. Das Ende ist halbwegs offen und lässt hier noch einmal Raum für eigene Gedanken. "Amnesia" war mein 2. Buch von Jutta Maria Herrmann und hat meine Erwartungen absolut erfüllt. Unbedingte Leseempfehlung von mir!!!

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    Karin_Zahls avatar
    Karin_Zahlvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ergreifend,aufwühlend,hat mich gut unterhalten.
    Amnesia

    Jutta Maria Herrmann📚 Amnesia Ich muss mich erinnern Thriller 📚 Kurzbeschreibung Du hast nichts zu verlieren. Du hast eine mörderische Wut. Und du kannst dich an nichts erinnern … Als die Berlinerin Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, ist es ihr einziger Wunsch, sich vor ihrem Tod endlich mit ihrer Mutter auszusöhnen, zu der sie ein schwieriges und distanziertes Verhältnis hat. Bei ihrer Familie in der südwestdeutschen Heimat angekommen, muss sie dann schockiert erfahren, dass ihre schwangere Schwester Kristin von ihrem Ehemann Leon misshandelt wird. Am liebsten würde Helen Leon dafür umbringen, zu verlieren hat sie ja nichts mehr. Aber einen Menschen töten? Helen glaubt nicht, dass sie dazu wirklich fähig ist. Am nächsten Morgen allerdings ist Leon tot – und Helen, die Medikamente mit schwersten Nebenwirkungen nimmt, hat keinerlei Erinnerung an die vergangene Nacht. Amnesie … Die deutsche Spannungs-Autorin Jutta Maria Herrmann legt endlich nach und blickt mit ihrem düsteren und psychologisch tiefgründigen Thriller in die menschlichen Abgründe. Ein Psycho-Thriller der Extraklasse!. Der Einstieg ging recht mühelos.Am Anfang eher für mich aufwühlend , ich habe großes Mitleid mit der an Krebs erkrankten Helen.Kein einfaches Thema, was einen sehr bewegt. Das Buch ist aufgeteilt in mehrere Tage des Geschehens. Der Schreibstil ist flüssig. Immer wieder schafft es die Autorin, mich mehrmals die Situationen überdenken zu lassen .Hat es sich auch wirklich so zugetragen ?Oder ist es doch nur der Phantasie und unter starken Medikamenten leidenden Helen ,entsprungen?Was ist real oder Fiktion?Die Autorin schafft es den Spannungsbogen konstant aufrecht zu halten.Zum Ende hin zieht es noch gewaltig an. Helens Mutter empfinde ich als kalt.Auch ihre Schwester Kristin überrascht mich sehr,von ihrer Persönlichkeit.Die Protagonisten sind gut ausgewählt. Das Ende hat mich schon überrascht, wie sich alles entwickelt hat.Die Autorin lässt uns hier unsere eigenen Gedanken spinnen. Denn so ersichtlich ist es ja nicht wirklich. Dennoch habe ich es gerne gelesen .Weitere Bücher ,der Autorin,warten darauf von mir bald gelesen zu werden.

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    Zickemausis avatar
    Zickemausivor einem Jahr
    LeseMaus liest

    #ReziZeit
    🐭🐭🐭🐭
    Jutta Maria Herrmann Amnesia - Ich muss mich erinnern297 Seiten 
    Nachdem Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, besucht sie noch einmal ihre Familie und es kommt zu einer Katastrophe... 
    Ein flüssiger und spannender Krimi, der mich gut unterhalten hat und bis zum Ende das Niveau gehalten hat. Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an dieses Buch gegangen, da die beiden Vorgänger echte Lesehighlights sind. Hier muss ich ein paar Abstriche machen, mir fehlten etwas die Wendungen, die ich von der Autorin gewohnt bin. Es gibt trotzdem eine Leseempfehlung für einen guten Krimi.

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    Roman-Tippss avatar
    Roman-Tippsvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein interessanter Thriller mit einer düsteren Atmosphäre, Horror-Elementen und einem eher gemäßigten Tempo
    "Amnesia" von Jutta Maria Herrmann

    „Amnesia“ wird vollständig aus der Perspektive der krebskranken Protagonistin Helen erzählt, die aufgrund ihrer Angst vor dem baldigen Tod in eine stetig steigende Abhängigkeit eines Medikaments gestürzt wird, dass ihr zwar kurzfristig die Angst nimmt, aber bei ihr immer größere Erinnerungslücken verursacht. Ein letztes Mal möchte sie ihre Familie sehen, für die sie eigentliche eine Art „Außenseiterin“ ist, und muss feststellen, dass der Mensch, den sie am meisten verabscheut, ihre kleine Schwester geheiratet hat und quält. Helen denkt darüber nach, Leon umzubringen – traut sich das allerdings nicht zu. Dann wird er eines nachts tatsächlich ermordet – Helen hat überhaupt keine Erinnerung an diese Nacht, doch beinahe alles scheint darauf hinzudeuten, dass sie die Mörderin ist. Helen versucht der Sache auf den Grund zu gehen, wobei sich langsam ihre Erinnerungslücken wieder schließen und sie herausfindet, dass nicht alle Menschen in ihrer Nähe wirklich das sind, was sie vorgeben zu sein.

    Jutta Maria Herrmann hat das Leben und die Gedanken einer krebskranken Frau, die in ständiger Angst lebt und in einem Medikamentennebel gehüllt ist, sehr gekonnt, mitreißend und grauenerregend real geschildert, wodurch ein sehr tiefgründiger Thriller mit Horror-Elementen – wie aus einem richtigen Albtraum – und einer beklemmenden, angespannten und düsteren Atmosphäre erschaffen wurde, der durch seine Originalität besticht, aber auch einige ziemlich langatmige Stellen und Wiederholungen aufweist, wodurch die Geschichte nicht durchgängig spannend bleibt. Auch die Charaktere, die absichtlich wenig ansprechend gestaltet wurden, fügen sich mit ihren verstellten Verhalten und später mit ihren wahren Eigenschaften in das Bild eines Albtraums.

    Auffällig an der Geschichte ist auch, dass es vollständig im Präsens geschrieben ist. Es gibt mehrere Kapitel, welche jeweils einen Tag zeigen, den Helen seit ihrem überstürzten Aufbruch verbracht hat.

    Das Ende hat mich auf jeden Fall sehr überrascht und ist gleichzeitig eine interessante und unerwartete Lösung.


    Fazit:


    Interessanter und mitreißender Thriller mit Horror-Elementen und einem gemäßigten Tempo.

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    robbylesegernvor einem Jahr
    mir fehlte etwas die Spannung

    " Amnesia- Ich muss mich erinnern " ist das dritte Buch der Autorin Jutta Maria Hermann und ich werde mir die anderen zwei Bücher sicherlich auch noch holen, um zu sehen, ob dort mehr Spannung zu finden ist, denn in diesem Buch, dass sicherlich gut ist, hat mir der Thrill des Psychothrillers gefehlt.

    Was für ein Gefühl muss es sein, wenn man seiner eigenen Wahrnehmung nicht mehr trauen kann,. sich nicht erinnern kann, ob man nun einen Mord begangen hat oder nicht.So geht es der Protagonistin in diesem Buch.

    Helen kehr nach langer Zeit wieder in ihren Heimatort zurück, um ihre Schwester und ihre Mutter über ihre Erkrankung ( ein Tumor im der Lunge) zu informieren und sich zu verabschieden, denn die Ärzte geben ihr höchstens noch ein Jahr. Als sie zuhause ankommt, ist jedoch nicht der geeignete Zeitpunkt. Ihre Mutter kommt ihr distanzierter denn je vor und ihre Schwester ist schwanger und überglücklich über diesen Zustand, sodass Helen nicht mit einer Hiobsbotschaft dieses Gefühl zerstören will. Als sie allerdings erfährt, dass ihre Schwester mit Leon verheiratet ist, einem ehemaligen Schulkollegen , der Helens Freundin zusammengeschlagen und vergewaltigt hat, ist sie entsetzt. Wie kann sie ihre Schwester Kristin überzeugen, dass sie sich von Leon trennen soll, denn auch Kristin weist Zeichen von Misshandlung auf.
    Als dann Leon eines Morgens tot aufgefunden wird, ist sich Helen nicht im Klaren darüber, ob sie die Tat begangen hat, denn einige Hinweise deuten darauf hin.

    Das Buch ist gut geschrieben, keine Frage. Die Protagonisten , allen voran Helen werden gut beschrieben. Die Handlung ist gut nachvollziehbar , doch leider ist mir die Spannung dieses " Psychothriller " etwas auf der Strecke geblieben. Man folgt der Handlung nicht atemlos und kann das Buch nicht zur Seite legen, weil man unbedingt wissen will wie es weitergeht, sondern man legt das Buch nicht zur Seite, weil man darauf wartet, dass es endlich spannend wird.Diese Spannung kam aber leider nicht so recht auf, sodass mir diese Geschichte sicherlich nicht in Erinnerung bleiben wird, wie es bei einem Triller sonst der Fall bei mir ist.

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    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor einem Jahr
    Verärgert abgebrochen - handwerklich unbearbeiteter Text

    Vorweg, die Geschichte an sich kann ich nicht beurteilen, da ich nach 30 Seiten abgebrochen habe. Aber genau das möchte ich begründen. Die Kritik geht an erster Stelle an den Verlag, wobei ich die Autorin nicht ausnehmen möchte, die einen solchen Text abgeliefert hat. Wenn man nach fünf Seiten feststellt, dass eklatante handwerkliche Fehler so dermaßen stören, dass man abbrechen möchte, ärgert man sich. Ich gab dem Buch die Chance, mich doch noch zu überzeugen. Das hätte ich mir schenken können.

    »Ich wende mich meiner Mutter zu, sehe sie fragend an. Ihr Gesicht fällt auseinander …«

    Grobe Grammatikfehler, nervende Füllwörter, immer wieder dann, doch, noch, wohl, aber, also, erstmal usw., schlechte Stilistik und Ausdruck nerven mich als Leser, ebenso die vielen Hilfsverbkonstruktionen. Schreckliche Metaphern lassen aufschrecken. Irgendwann klappt man ärgerlich zu. Wohlgemerkt, es geht in meiner Kritik um das Handwerk, nicht um den Inhalt.

    »Du trinkst doch einen Kaffee mit?« – »Dünn bist du geworden und blond.«

    Die Dialoge sind holprig in Sprechsprachenniveau, Sätze werden im Nachsatz nochmals erklärt, als wenn die Autorin sich der Aussagekraft selbst nicht sicher ist, dem Leser alles noch einmal vorbeten muss. Als Leser frage ich mich, warum solch ein Rohtext gedruckt wird. Liebe Leute im Knaur Verlag, gibt es bei euch keine Lektoren? Als Leserin bin ich verärgert, fühle mich vom Verlag nicht ernst genommen, wenn man mir solch handwerklich unbearbeiteten Stoff vorsetzt. Über Kunst kann man nicht streiten, die Geschmäcker sind verschieden, aber gutes Handwerk erwarte ich als Selbstverständlichkeit. Zu den ersten Seiten sei gesagt, sie haben mich leider auch nicht gepackt. Es gab keine Situation, die mich zum Weiterlesen hätte animieren können.

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    unclethoms avatar
    unclethomvor einem Jahr
    Wieder Beste Unterhaltung...

    Vorab, ich liebe die Romane der Autorin. Auch dieser gefällt mir wirklich sehr gut, doch dieses Mal war es anders. Ich wusste Tage- ja wochenlang nicht wie ich meine Meinung zu diesem Roman kundtun kann. Mehrere Versuche eine Rezension zu schreiben landeten im Rundordner und ich war wirklich kurz davor zu verzweifeln. Nun endlich ist es vollbracht und ich kann meine Meinung mitteilen. Eine wahrlich schwere Geburt, und ich hoffe, dass die Autorin niemals so lange mit einem Buch zu kämpfen hat wie ich mit meiner Meinung.
    Der Schreibstil gefiel mir außerordentlich gut, denn Jutta Maria Herrmann gelingt es immer wieder aufs Neue, ihre Leser gleich zu Beginn gefangen zu nehmen und mit auf die Reise durch die Story nehmen.
    Ihre Figuren wirken wie immer, sehr echt und real. Und so kann man sich auch sehr gut in sie hineinersetzen und steht deshalb nicht nur daneben sondern vielmehr mitten in der Geschichte.
    Besonders interessant ist der psychologische Hintergrund, bzw. die psychischen Probleme der Protagonistin.
    Sehr geschickte Wendungen machen es für den Leser nahezu unmöglich Rückschlüsse auf den oder die Täter zu bekommen. Ich gestehe dass ich daran gescheitert bin und erst auf den letzten Seiten wirklich sicher sein konnte wer es war.
    Gut gefallen konnte auch dass die Taten nur angedeutet wurden und deswegen die eigne Phantasie gefragt war um letzten Endes die Taten klar zu definieren.
    Insgesamt legte die Autorin wieder einen tollen Roman hin der mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten konnte.
    Für mich sind das in der Summe die volle Punktzahl, also 5 von 5 Sternen.

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    lenisveas avatar
    lenisveavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Solider Thriller, mir hat die Spannung ein wenig gefehlt
    Amnesia

    Taschenbuch, Knaur TB 01.06.2017, 304 S. ISBN: 978-3-426-51997-4 9,99 € Zum Buch: https://www.droemer-knaur.de/buch/9255193/amnesia-ich-muss-mich-erinnern Du hast nichts zu verlieren. Du hast eine mörderische Wut. Und du kannst dich an nichts erinnern … Als die Berlinerin Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, ist es ihr einziger Wunsch, sich vor ihrem Tod endlich mit ihrer Mutter auszusöhnen, zu der sie ein schwieriges und distanziertes Verhältnis hat. Bei ihrer Familie in der südwestdeutschen Heimat angekommen, muss sie dann schockiert erfahren, dass ihre schwangere Schwester Kristin von ihrem Ehemann Leon misshandelt wird. Am liebsten würde Helen Leon dafür umbringen, zu verlieren hat sie ja nichts mehr. Aber einen Menschen töten? Helen glaubt nicht, dass sie dazu wirklich fähig ist. Am nächsten Morgen allerdings ist Leon tot – und Helen, die Medikamente mit schwersten Nebenwirkungen nimmt, hat keinerlei Erinnerung an die vergangene Nacht. Amnesie … Meine Meinung: Ich habe im letzten Jahr Schuld bist Du gelesen, welches mir sehr gut gefallen hatte. Als ich nun gesehen hatte, dass die Autorin ein neues Buch herausbringt, war mir klar, dass ich auch dieses lesen möchte. Mir wurde vom Verlag freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Der Einstieg in die Geschichte ist mir wieder sehr gut gelungen, der Schreibstil war auch hier wieder sehr flüssig. Ich muss aber sagen, dass mir die Spannung hier einfach ein wenig gefehlt hat. Zu den Charakteren kann ich nur sagen, dass ich Helens Mutter unmöglich fand, ihr Verhalten gegenüber Helen fand ich indiskutabel. Da wundert es mich nicht, dass Helen nicht oft nach Hause gekommen ist. Am Ende gibt es allerdings einige überraschende Wendungen. Das Ende selbst war mir persönlich etwas zu offen, aber doch mit einigen Wendungen gespickt, die mich überraschen konnten. Alles in allem war dies ein solider Thriller, der mich gut unterhalten konnte, auch wenn ich die beiden vorherigen Thriller von ihr spannender fand. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    juttamarias avatar

    Wer von euch möchte zu den ersten gehören, die meinen neuen Thriller AMNESIA lesen können?

    Der Knaur Verlag hat sich netterweise bereit erklärt, der Leserunde auf lovelybooks 20 Taschenbücher und 5 Ebooks (wahlweise als epup oder mobi) zu spendieren, um die ihr euch ab sofort bewerben könnt. Einfach in den Lostopf springen, ganz laut „Ich! Ich!“ rufen und dann bitte auch gleich noch dazu schreiben, ob ihr ein Print oder lieber ein eBook möchtet. Und nicht vergessen anzugeben, ob ihr epup oder mobi bevorzugt.

    Worum geht es in AMNESIA:

    Als Helen die schockierende Diagnose Krebs im Endstadium erhält, flüchtet sie aus Berlin in die alte Heimat zu ihrer Familie, zu der sie in den letzten Jahren nur sporadisch Kontakt hatte. Schon bald nach ihrer Ankunft muss sie feststellen, dass ihre schwangere Schwester von Ehemann Leon gedemütigt und misshandelt wird. In ihrer Angst um Kristin und das Baby spielt Helen mit dem Gedanken, Leon aus dem Weg zu räumen. Was hat sie groß zu verlieren? Aber einen Menschen töten? Ist sie dazu wirklich fähig? Am nächsten Morgen ist Leon tot – ermordet. Und Helen fehlt jede Erinnerung an die vergangene Nacht …

    Hier kommt ihr zur Leseprobe

    Die Bewerbungsfrist endet am 14. Mai. Die Leserunde würde ich dann gerne am 24. Mai starten. Die Gewinner sollen sich aktiv an der Leserunde zu beteiligen und abschließend eine Rezension zu schreiben. Selbstverständlich sind auch alle anderen, die kein Freiexemplar gewonnen haben, herzlich dazu eingeladen, sich an der Diskussionsrunde zu beteiligen.

    Ich werde die Leserunde begleiten und freue mich auf einen regen und spannenden Austausch mit euch.

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