Jutta Maria Herrmann AMNESIA - Ich muss mich erinnern

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Inhaltsangabe zu „AMNESIA - Ich muss mich erinnern“ von Jutta Maria Herrmann

Du hast nichts zu verlieren. Du hast eine mörderische Wut. Und du kannst dich an nichts erinnern … Als die Berlinerin Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, ist es ihr einziger Wunsch, sich vor ihrem Tod endlich mit ihrer Mutter auszusöhnen, zu der sie ein schwieriges und distanziertes Verhältnis hat. Bei ihrer Familie in der südwestdeutschen Heimat angekommen, muss sie dann schockiert erfahren, dass ihre schwangere Schwester Kristin von ihrem Ehemann Leon misshandelt wird. Am liebsten würde Helen Leon dafür umbringen, zu verlieren hat sie ja nichts mehr. Aber einen Menschen töten? Helen glaubt nicht, dass sie dazu wirklich fähig ist. Am nächsten Morgen allerdings ist Leon tot – und Helen, die Medikamente mit schwersten Nebenwirkungen nimmt, hat keinerlei Erinnerung an die vergangene Nacht … Die deutsche Spannungsautorin Jutta Maria Herrmann legt endlich nach und blickt mit ihrem düsteren und psychologisch tiefgründigen Thriller in die menschlichen Abgründe.

Spannend, verstörend, mitreißend. Erinnert an "Ich darf nicht schlafen" (Film) und hat mich mit einem mulmigen Gefühl zurückgelassen. ;)

— AnnMan
AnnMan

Ein interessanter Thriller mit einer düsteren Atmosphäre, Horror-Elementen und einem eher gemäßigten Tempo

— Roman-Tipps
Roman-Tipps

Charaktere gut ausgearbeitet, leider für mich zu wenig Thrill und zu viele Wiederholungen

— Burgkelfe
Burgkelfe

Solider Thriller, mir hat die Spannung ein wenig gefehlt

— lenisvea
lenisvea

Leider etwas oberflächliche Charaktere, jedoch Spannung von Anfang bis Ende. Für zwischendurch vollkommen okay :-)

— Ashimaus
Ashimaus

Hat mich nicht überzeugt

— brauneye29
brauneye29

Konnte mich leider nicht mitreißen, der Schreibstil war teilweise holprig bzw wird auch offensichtliches von der Autorin erklärt.

— plin
plin

Ein Thriller, den man an einem Nachmittag wegsaugt und mit einem leichten Frösteln zuschlägt. Sehr gut gelungen!

— DunklesSchaf
DunklesSchaf

Wieder ein spannendes Buch der Autorin! Lediglich das Ende ließ mir zu viel Freiraum!

— Landbiene
Landbiene

Sehr spannend und toll geschrieben! Absolut Lesenswert!

— SillyT
SillyT

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Leider langweilig und langatmig. Habe, nachdem ich den Klappentext gelesen habe, mehr erwartet.

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  • "Amnesia" von Jutta Maria Herrmann

    AMNESIA - Ich muss mich erinnern
    Roman-Tipps

    Roman-Tipps

    10. September 2017 um 21:52

    „Amnesia“ wird vollständig aus der Perspektive der krebskranken Protagonistin Helen erzählt, die aufgrund ihrer Angst vor dem baldigen Tod in eine stetig steigende Abhängigkeit eines Medikaments gestürzt wird, dass ihr zwar kurzfristig die Angst nimmt, aber bei ihr immer größere Erinnerungslücken verursacht. Ein letztes Mal möchte sie ihre Familie sehen, für die sie eigentliche eine Art „Außenseiterin“ ist, und muss feststellen, dass der Mensch, den sie am meisten verabscheut, ihre kleine Schwester geheiratet hat und quält. Helen denkt darüber nach, Leon umzubringen – traut sich das allerdings nicht zu. Dann wird er eines nachts tatsächlich ermordet – Helen hat überhaupt keine Erinnerung an diese Nacht, doch beinahe alles scheint darauf hinzudeuten, dass sie die Mörderin ist. Helen versucht der Sache auf den Grund zu gehen, wobei sich langsam ihre Erinnerungslücken wieder schließen und sie herausfindet, dass nicht alle Menschen in ihrer Nähe wirklich das sind, was sie vorgeben zu sein. Jutta Maria Herrmann hat das Leben und die Gedanken einer krebskranken Frau, die in ständiger Angst lebt und in einem Medikamentennebel gehüllt ist, sehr gekonnt, mitreißend und grauenerregend real geschildert, wodurch ein sehr tiefgründiger Thriller mit Horror-Elementen – wie aus einem richtigen Albtraum – und einer beklemmenden, angespannten und düsteren Atmosphäre erschaffen wurde, der durch seine Originalität besticht, aber auch einige ziemlich langatmige Stellen und Wiederholungen aufweist, wodurch die Geschichte nicht durchgängig spannend bleibt. Auch die Charaktere, die absichtlich wenig ansprechend gestaltet wurden, fügen sich mit ihren verstellten Verhalten und später mit ihren wahren Eigenschaften in das Bild eines Albtraums. Auffällig an der Geschichte ist auch, dass es vollständig im Präsens geschrieben ist. Es gibt mehrere Kapitel, welche jeweils einen Tag zeigen, den Helen seit ihrem überstürzten Aufbruch verbracht hat. Das Ende hat mich auf jeden Fall sehr überrascht und ist gleichzeitig eine interessante und unerwartete Lösung. Fazit: Interessanter und mitreißender Thriller mit Horror-Elementen und einem gemäßigten Tempo.

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  • mir fehlte etwas die Spannung

    AMNESIA - Ich muss mich erinnern
    robbylesegern

    robbylesegern

    31. August 2017 um 19:54

    " Amnesia- Ich muss mich erinnern " ist das dritte Buch der Autorin Jutta Maria Hermann und ich werde mir die anderen zwei Bücher sicherlich auch noch holen, um zu sehen, ob dort mehr Spannung zu finden ist, denn in diesem Buch, dass sicherlich gut ist, hat mir der Thrill des Psychothrillers gefehlt.Was für ein Gefühl muss es sein, wenn man seiner eigenen Wahrnehmung nicht mehr trauen kann,. sich nicht erinnern kann, ob man nun einen Mord begangen hat oder nicht.So geht es der Protagonistin in diesem Buch.Helen kehr nach langer Zeit wieder in ihren Heimatort zurück, um ihre Schwester und ihre Mutter über ihre Erkrankung ( ein Tumor im der Lunge) zu informieren und sich zu verabschieden, denn die Ärzte geben ihr höchstens noch ein Jahr. Als sie zuhause ankommt, ist jedoch nicht der geeignete Zeitpunkt. Ihre Mutter kommt ihr distanzierter denn je vor und ihre Schwester ist schwanger und überglücklich über diesen Zustand, sodass Helen nicht mit einer Hiobsbotschaft dieses Gefühl zerstören will. Als sie allerdings erfährt, dass ihre Schwester mit Leon verheiratet ist, einem ehemaligen Schulkollegen , der Helens Freundin zusammengeschlagen und vergewaltigt hat, ist sie entsetzt. Wie kann sie ihre Schwester Kristin überzeugen, dass sie sich von Leon trennen soll, denn auch Kristin weist Zeichen von Misshandlung auf.Als dann Leon eines Morgens tot aufgefunden wird, ist sich Helen nicht im Klaren darüber, ob sie die Tat begangen hat, denn einige Hinweise deuten darauf hin.Das Buch ist gut geschrieben, keine Frage. Die Protagonisten , allen voran Helen werden gut beschrieben. Die Handlung ist gut nachvollziehbar , doch leider ist mir die Spannung dieses " Psychothriller " etwas auf der Strecke geblieben. Man folgt der Handlung nicht atemlos und kann das Buch nicht zur Seite legen, weil man unbedingt wissen will wie es weitergeht, sondern man legt das Buch nicht zur Seite, weil man darauf wartet, dass es endlich spannend wird.Diese Spannung kam aber leider nicht so recht auf, sodass mir diese Geschichte sicherlich nicht in Erinnerung bleiben wird, wie es bei einem Triller sonst der Fall bei mir ist.

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  • Verärgert abgebrochen - handwerklich unbearbeiteter Text

    AMNESIA - Ich muss mich erinnern
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    21. August 2017 um 13:22

    Vorweg, die Geschichte an sich kann ich nicht beurteilen, da ich nach 30 Seiten abgebrochen habe. Aber genau das möchte ich begründen. Die Kritik geht an erster Stelle an den Verlag, wobei ich die Autorin nicht ausnehmen möchte, die einen solchen Text abgeliefert hat. Wenn man nach fünf Seiten feststellt, dass eklatante handwerkliche Fehler so dermaßen stören, dass man abbrechen möchte, ärgert man sich. Ich gab dem Buch die Chance, mich doch noch zu überzeugen. Das hätte ich mir schenken können.»Ich wende mich meiner Mutter zu, sehe sie fragend an. Ihr Gesicht fällt auseinander …«Grobe Grammatikfehler, nervende Füllwörter, immer wieder dann, doch, noch, wohl, aber, also, erstmal usw., schlechte Stilistik und Ausdruck nerven mich als Leser, ebenso die vielen Hilfsverbkonstruktionen. Schreckliche Metaphern lassen aufschrecken. Irgendwann klappt man ärgerlich zu. Wohlgemerkt, es geht in meiner Kritik um das Handwerk, nicht um den Inhalt. »Du trinkst doch einen Kaffee mit?« – »Dünn bist du geworden und blond.«Die Dialoge sind holprig in Sprechsprachenniveau, Sätze werden im Nachsatz nochmals erklärt, als wenn die Autorin sich der Aussagekraft selbst nicht sicher ist, dem Leser alles noch einmal vorbeten muss. Als Leser frage ich mich, warum solch ein Rohtext gedruckt wird. Liebe Leute im Knaur Verlag, gibt es bei euch keine Lektoren? Als Leserin bin ich verärgert, fühle mich vom Verlag nicht ernst genommen, wenn man mir solch handwerklich unbearbeiteten Stoff vorsetzt. Über Kunst kann man nicht streiten, die Geschmäcker sind verschieden, aber gutes Handwerk erwarte ich als Selbstverständlichkeit. Zu den ersten Seiten sei gesagt, sie haben mich leider auch nicht gepackt. Es gab keine Situation, die mich zum Weiterlesen hätte animieren können.

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  • Wieder Beste Unterhaltung...

    AMNESIA - Ich muss mich erinnern
    unclethom

    unclethom

    16. August 2017 um 15:24

    Vorab, ich liebe die Romane der Autorin. Auch dieser gefällt mir wirklich sehr gut, doch dieses Mal war es anders. Ich wusste Tage- ja wochenlang nicht wie ich meine Meinung zu diesem Roman kundtun kann. Mehrere Versuche eine Rezension zu schreiben landeten im Rundordner und ich war wirklich kurz davor zu verzweifeln. Nun endlich ist es vollbracht und ich kann meine Meinung mitteilen. Eine wahrlich schwere Geburt, und ich hoffe, dass die Autorin niemals so lange mit einem Buch zu kämpfen hat wie ich mit meiner Meinung.Der Schreibstil gefiel mir außerordentlich gut, denn Jutta Maria Herrmann gelingt es immer wieder aufs Neue, ihre Leser gleich zu Beginn gefangen zu nehmen und mit auf die Reise durch die Story nehmen.Ihre Figuren wirken wie immer, sehr echt und real. Und so kann man sich auch sehr gut in sie hineinersetzen und steht deshalb nicht nur daneben sondern vielmehr mitten in der Geschichte.Besonders interessant ist der psychologische Hintergrund, bzw. die psychischen Probleme der Protagonistin. Sehr geschickte Wendungen machen es für den Leser nahezu unmöglich Rückschlüsse auf den oder die Täter zu bekommen. Ich gestehe dass ich daran gescheitert bin und erst auf den letzten Seiten wirklich sicher sein konnte wer es war.Gut gefallen konnte auch dass die Taten nur angedeutet wurden und deswegen die eigne Phantasie gefragt war um letzten Endes die Taten klar zu definieren. Insgesamt legte die Autorin wieder einen tollen Roman hin der mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten konnte.Für mich sind das in der Summe die volle Punktzahl, also 5 von 5 Sternen.

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  • Amnesia

    AMNESIA - Ich muss mich erinnern
    lenisvea

    lenisvea

    30. July 2017 um 12:55

    Taschenbuch, Knaur TB 01.06.2017, 304 S. ISBN: 978-3-426-51997-4 9,99 € Zum Buch: https://www.droemer-knaur.de/buch/9255193/amnesia-ich-muss-mich-erinnern Du hast nichts zu verlieren. Du hast eine mörderische Wut. Und du kannst dich an nichts erinnern … Als die Berlinerin Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, ist es ihr einziger Wunsch, sich vor ihrem Tod endlich mit ihrer Mutter auszusöhnen, zu der sie ein schwieriges und distanziertes Verhältnis hat. Bei ihrer Familie in der südwestdeutschen Heimat angekommen, muss sie dann schockiert erfahren, dass ihre schwangere Schwester Kristin von ihrem Ehemann Leon misshandelt wird. Am liebsten würde Helen Leon dafür umbringen, zu verlieren hat sie ja nichts mehr. Aber einen Menschen töten? Helen glaubt nicht, dass sie dazu wirklich fähig ist. Am nächsten Morgen allerdings ist Leon tot – und Helen, die Medikamente mit schwersten Nebenwirkungen nimmt, hat keinerlei Erinnerung an die vergangene Nacht. Amnesie … Meine Meinung: Ich habe im letzten Jahr Schuld bist Du gelesen, welches mir sehr gut gefallen hatte. Als ich nun gesehen hatte, dass die Autorin ein neues Buch herausbringt, war mir klar, dass ich auch dieses lesen möchte. Mir wurde vom Verlag freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Der Einstieg in die Geschichte ist mir wieder sehr gut gelungen, der Schreibstil war auch hier wieder sehr flüssig. Ich muss aber sagen, dass mir die Spannung hier einfach ein wenig gefehlt hat. Zu den Charakteren kann ich nur sagen, dass ich Helens Mutter unmöglich fand, ihr Verhalten gegenüber Helen fand ich indiskutabel. Da wundert es mich nicht, dass Helen nicht oft nach Hause gekommen ist. Am Ende gibt es allerdings einige überraschende Wendungen. Das Ende selbst war mir persönlich etwas zu offen, aber doch mit einigen Wendungen gespickt, die mich überraschen konnten. Alles in allem war dies ein solider Thriller, der mich gut unterhalten konnte, auch wenn ich die beiden vorherigen Thriller von ihr spannender fand. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

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  • Toller Schreibstil zu wenig Nervenkitzel

    AMNESIA - Ich muss mich erinnern
    monerl

    monerl

    28. July 2017 um 14:37

    Kurzmeinung: Genre: Thriller; Psychothriller;, Handlung: Die Handlung wird durch die eine Schlüsselfrage bestimmt: Hat Helen ihren Schwager umgebracht? Sie kann sich an viele Augenblicke ihres Alltags nicht erinnern, da ihre Medikamentensucht, bedingt durch ein schweres Krebsleiden, bei ihr immer öfters eine kurze Amnesie auslöst. Helen hat Erinnerungslücken. Wäre sie wirklich fähig einen Menschen zu töten? Das fragt sich die Protagonistin und auch der Leser., Charaktere: Das Buch wird durch Helen, die Protagonistin getragen. Sehr intensiv und detailliert wird ihre Figur von der Autorin geformt. Als Leser ist man bei jedem Gedanken, jedem Zweifel, jeder Frage und jedem Selbstmitleid ganz nah dabei, da die Geschichte in der Ich-Form von Helen erzählt wird. Sie öffnet ihre Gedanken zur Vergangenheit, der Trennung der Eltern und wie dieses aktuelle Spannungsverhältnis in ihrer Familie entstanden ist. Ein ebenso großer Fokus liegt auf der Charakterisierung der Schwester Kristin und der Mutter. Leider konnte mich aber wirklich keine Figur aus der Geschichte für sich einnehmen. Zwischen mir und einjeder gab es eine unsichtbare Mauer., Spannung: Mit diesem Punkt habe ich das größte Problem! In dem recht dünnen Buch wird die Spannung viel zu spät und nicht kontinuierlich genug aufgebaut. Man hat deutlich über die Hälfte der Geschichte hinter sich, wenn man endlich an den Punkt kommt, der im Klappentext beschrieben ist, nämlich, dass Leon tot ist und ermordet wurde. Ab jetzt beginnt das eigentliche Katz-und-Maus-Spiel, das Helen mit sich selbst spielt, da sie sich nicht an alle Augenblicke der Tatzeit erinnern kann und sich dadurch mit Selbstzweifeln quält. Sie vertraut sich selbst nicht mehr. Doch auch dabei springt mir die Autorin zwischen Helen, ihrer Schwester, ihrer Mutter und noch zwei weiteren Figuren zu oft hin und her. Ich wurde durch ständige Wiederholungen und der Tablettensucht von Helen aus dem Spannungsbogen herausgeholt. , Schreibstil: Jutta Maria Herrmann hat eine tolle Art zu schreiben! Angenehm und flüssig lassen sich die Zeilen lesen und man fliegt förmlich durch das Buch. Eine gut gewählte Sprache zeichnet diesen Thriller aus, den ich sprachlich als überdurchschnittlich bezeichnen würde. Das ist spürbar eine Stärke der Autorin., Stichworte: Amnesie, Krebs, Familie, Mord, Ende: Am Ende gibt es eine nicht so ganz unerwartete Verwicklung von Figuren, bei der Frage, wer denn Leon getötet haben könnte und warum. Der Kreis der Tatverdächtigen ist nicht sehr groß, außer, die Autorin schüttelt am Ende einen Ass aus dem Ärmel, an den man nicht hätte denken können. Doch so ist es nicht. Für mich jedenfalls war die Inszenierung und die Herleitung der Wendung am Schluss nicht ganz glaubwürdig. Das liegt insbesondere daran, dass die ursprüngliche Charakterisierung der Personen gegen das tatsächliche Handeln am Ende sprechen. Ich mag es nicht, wenn ich Änderungen / Wandlungen im Denken und Handeln von Figuren nicht nachvollziehen kann, wenn sie so ganz plötzlich auftreten, ohne dass man das als Leser mitverfolgen konnte. Als gelungen jedoch empfand ich das halb-offene Ende, das sehr gut zum Thema Amnesie passt. Ein sehr guter Kniff als Abschluss! Fazit: Ein Psychothriller mit interessantem Thema, einer gut ausgearbeiteten und detaillierten Psychografie der Protagonistin, dem zum Spannungsaufbau insgesamt ein paar Seiten mehr gut getan hätten. Ein gutes Buch, das mich aber nicht bis ins letzte Detail überzeugen konnte. __________________________________________________________http://bit.ly/2v5N96y

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  • Amnesia

    AMNESIA - Ich muss mich erinnern
    Kleine8310

    Kleine8310

    17. July 2017 um 21:56

    "Amnesia - Ich muss mich erinnern" ist der dritte Thriller der Autorin Jutta Maria Herrmann. Nachdem mich ihr letztes Werk sehr gut unterhalten hatte, war für mich ganz schnell klar, dass ich auch ihr neues Buch unbedingt lesen möchte.    In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Helen. Helen lebt in Berlin und hat sich bis vor kurzem mit ihrem Freund Sven eine Wohnung geteilt. Als sie eines Tages nach Hause kommt liegt von Sven nur ein Zettel neben seinem Schlüsselbund auf dem "Leb wohl" steht. Nicht nur die Trennung, sondern auch die Wortwahl stoßen Helen sauer auf, denn sie hat vor einigen Monaten erfahren, dass sie Lungenkrebs im Endstadium hat und maximal noch ein Jahr zu leben hat. Kurzentschlossen fährt sie zu ihrer Familie. Besonders zu ihrer Mutter hat Helen ein schwieriges Verhältnis und sie hat den Wunsch sich mit ihr auszusöhnen.    In der Heimat angekommen muss sie dann erfahren, dass ihre Schwester Kristin von ihrem Mann Leon misshandelt wird. Voller Wut auf ihn malt sie sich aus, dass es besser wäre, wenn Leon tot wäre. Aber einen Moment später ist sie sich sicher, dass sie keinen Menschen umbringen könnte. Als sie am nächsten Tag erfährt, dass Leon tot aufgefunden wurde ist Helen geschockt und das schlimmste ist, dass sie aufgrund ihrer Medikamente keine Erinnerung an die letzte Nacht hat ... Der Einstieg in diese Geschichte ist mir dank des lockeren und flüssigen Schreibstil von Jutta Maria Herrmann sehr gut gelungen. Die oftmals kurzen Kapitel und, dass die Geschichte in Ich - Form aus der Sicht von der Protagonistin Helen erzählt wird, fand ich gut gewählt. Die Buchidee hat mich direkt begeistert, da sie ansich viel Spannung verspricht.    Leider war mir schon nach wenigen Kapiteln klar, dass es ein wenig anders kommt, als ich es mir erhofft hatte. Die Handlung ist hauptsächlich auf Helen's Krebserkrankung beziehungsweise die Diagnose, ihren Umgang damit und ihre Medikamente fokussiert. Das finde ich so nicht schlecht, wenn es denn spannende Elemente gegeben hätte. Die Anteile um die familiäre Konstellation und Helen's Probleme mit ihrer Mutter haben fast genauso viel Raum eingenommen, sodass ich von den ersten zwei Dritteln der Geschichte echt enttäuscht war. Habe ich schließlich zu einem Thriller gegriffen und nicht zu einer psychologisch angehauchten Schicksals - und Familiengeschichte. Bei diesen Themen gab es mir auch viel zuviele Wiederholungen, die ich eher suboptimal und auch nicht notwendig fand. Es liess die Protagonistin leider manchmal echt anstrengend wirken.   Ein weiterer Punkt, der mich wirklich gestört hat war, dass die Halluzinationen und Gedächtnislücken auf mich überhaupt nicht realistisch wirkten. Ich fand das alles oftmals viel zu überzogen und das hinterliess einen bitteren Nachgeschmack. Kreative Freiheit ist ja gut und schön, aber so extrem wirkt auch kein Tranquilizer. Die Halluzinationen etc die die Autorin hier beschreibt sind, meines Wissens nach, in geringerer Form, wenn überhaupt bei einem plötzlichen und nicht schrittweise Absetzen möglich, aber nicht während der normalen Einnahme. Selbst wenn die Protagonistin mehr genommen haben soll, kam mir das alles wenig realistisch vor. Dennoch konnte mich Frau Herrmann noch positiv überraschen und zwar mit einem ziemlich unvorhersehbaren Schlenker in der Handlung, den ich sehr gelungen fand. Hier war ganz viel Potenzial vorhanden, wogegen das offene Ende leider ziemlich rasch und nicht immer plausibel dargestellt wurde. Hier blieben mir viel zuviele Fragen offen und Handlungsstränge, die vorher so wichtig waren lösten sich quasi problemlos auf. Das fand ich sehr schade.   Positiv:  * flüssiger und lockerer Schreibstil * emotionale Beschreibungen zur Krebs Thematik    Negativ:  * die Handlung bietet erst sehr spät ein bisschen Spannung * es gibt viele Wiederholungen in den Gedanken der Protagonistin * das Ende blieb mir viel zu vage und liess zuviele Fragen offen * die beschriebenen Medikamentennebenwirkungen waren, für mich, viel zu     überzogen und teilweise komplett unrealistisch   "Amnesia - Ich muss mich erinnern" war ganz anders, als erhofft und das leider nicht im positiven. Mir fehlte vorallem die Spannung und die Glaubwürdigkeit und obwohl die Geschichte schon Potenzial mitbringt wurde es in der Umsetzung kaum genutzt.

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  • Ein solider "Psycho-"Thriller für zwischendurch

    AMNESIA - Ich muss mich erinnern
    Ashimaus

    Ashimaus

    09. July 2017 um 14:09

    Amnesia ist mein erstes Buch von Jutta Maria Herrmann, von daher bin ich ganz unbefangen an die Sache rangegangen. Typisch für ein deutschsprachiges Buch ist der super flüssig lesbare Schreibstil. Dies ist mir besonders extrem aufgefallen, da ich parallel ein Buch einer britischen Autorin gelesen habe, welches arge Übersetzungs- fehltritte aufwies. Jedoch konnte ich hier, bis auf ein paar Wort-, und daraus erfolgende Logikfehler, nicht meckern. Teilweise waren die sogar sehr belustigend Richtige Kapitel gibt es nicht. Das Buch ist untergliedert in mehrere Tage des Geschehens, welche in Abschnitte unterteilt sind. Die Abschnitte haben eine angenehme Länge, was den Lesefluss noch geschmeidiger macht. Das gesamte Buch über herrscht eine leichte unterschwellige Spannung, was super zur Geschichte passt. Natürlich gibt es auch immer wieder Szenen, wo die Spannung um mehrere Oktaven steigt, was die Sache nur interessanter macht. Im Laufe des Buches kommen immer wieder neue Erkenntnisse zu Tage, die den Tatvorwurf gegen die Protagonistin erhärten. Doch wenn man zwischen den Zeilen liest, merkt man, dass da etwas nicht stimmen kann Die Geschichte ist wirklich toll aufgebaut und gut durchdacht. Die Geheimnisse der Vergangenheit sind klasse integriert und bevor die Auflösung eines Geheimnisses kommt, wird die Spannung erstmal hochgeschraubt. Generell ist hier ein schönes Zusammenspiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart gelungen. Die Charaktere sind recht oberflächlich, was bei einer Seitenzahl von knapp 300 auch nicht wirklich verwerflich ist. Trotzdem entwickelt man recht schnell Anti-/Sympathien. Hier spielt die Autorin mit dem Leser, da hier nicht alles ist, wie es zu sein scheint… und gewiss nicht jeder das ist, für was er sich ausgibt. Leider hatte ich, aufgrund der fehlenden Tiefe der Protagonistin, arge Aufwärmprobleme mit ihr. Besonders konnte ich ihr Verhalten teilweise überhaupt nicht nachvollziehen und hätte sie oftmals am liebsten einfach nur zur Besinnung geschüttelt oder angeschrien. Extrem genervt hat mich vorallem ihr Selbstmitleid aufgrund der Krebserkrankung; welche, in den ersten 2/3 des Buches, gefühlt auf jeder Seite thematisiert wird. Genauso wenig konnte ich nachvollziehen, warum sie es nicht einfach ihrer Familie gesagt hat. Sie hatte so viele Gelegenheiten… und mal ehrlich… um jemandem mitzuteilen, dass man sterben wird, gibt es keinen „richtigen“ Zeitpunkt! !ACHTUNG!SPOILER!ANFANG! Das Ende des Buches ist für meinen Geschmack nicht sehr befriedigend. Leider bleibt die Täterfrage ungelöst und viele Fragen zur Tat etc werden nicht beantwortet. Der Leser muss sich aus den vorliegenden Fakten seinen Teil für sich denken und muss damit dann zufrieden sein. Meins ist es definitiv nicht! Ich mag sowas schon bei Filmen überhaupt nicht! Auch das Schicksal von Helen, was eigentlich besiegelt war, wird über den Haufen geschmissen. Sorry, aber dafür musste ich die Thematisierung der Krankheit so lange über mich ergehen lassen?!? Echt ätzend! -.- !ACHTUNG!SPOILER!ENDE! Amnesia ist auf keinen Fall mein erstes und letztes Buch von Jutta Maria Herrmann. Auf meinem SuB liegt noch Hotline und das möchte ganz bald gelesen werden Bis auf das Ende und die ständige Erwähnung der Krebserkrankung habe ich auch nicht wirklich was zu meckern und im Gesamtpaket hat mir das Buch gut gefallen. Es hat mich jetzt nicht aus den Socken gehauen, aber es ist ein solider Thriller, mit dem Hang zum Psychothriller, und aufgrund der geringen Seitenzahl super geeignet für zwischendurch. Von mir gibt es daher 3,5 Sterne!

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  • Hat mich nicht überzeugt

    AMNESIA - Ich muss mich erinnern
    brauneye29

    brauneye29

    09. July 2017 um 07:39

    Zum Inhalt:Du hast nichts zu verlieren. Du hast eine mörderische Wut. Und du kannst dich an nichts erinnern.Meine Meinung:Die Grundidee des Buches hat mir gut gefallen, nur leider die Umsetzung nicht wirklich. Irgendwie fand ich das ganze Buch ein wenig holprig und irgendwie unrund. Die Protagonisten gingen mir teilweise auch ein wenig auf den Keks und das Ende zu aufgesetzt.Fazit:Hat mich nicht überzeugt.   

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  • Wirklichkeit oder Wahn?

    AMNESIA - Ich muss mich erinnern
    SillyT

    SillyT

    08. July 2017 um 11:46

     Helen ist Anfang 40 und lebt mit ihrem Partner Sven in einer gemeinsamen Wohnung in Berlin. Doch als sie die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, ändert sich alles für sie. Nach Chemotherapie und der Einnahme vieler Tabletten, die sie immer wieder wegdriften lassen, verlässt Sven sie. Helen beschließt ihre Familie zu besuchen, die sie schon lange nicht mehr gesehen hat, denn es wird Zeit, sich mit ihrer Mutter, die immer kaltherzig auftrat, auszusöhnen und auch ihre kleine Schwester Kristin möchte sie wiedersehen. Doch schon bald nach ihrer Ankunft merkt Helen, dass ihr Vorhaben gar nicht so leicht ist, denn ihre Mutter ist kalt wie eh und je und Leon, Kristins Ehemann, scheint seine schwangere Frau zu misshandeln. Helens Hass steigt immer mehr, auch angetrieben von der gemeinsamen Vergangenheit zwischen Leon und ihr und schon bald grübelt sie darüber, was sie schon zu verlieren hat. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und Helen weiß nicht, was wahr oder Wahn ist.Meine Meinung: Schon die ersten beiden Bücher aus der Feder der Autorin waren absolute Pageturner und so musste auch Amnesia unbedingt gelesen werden. Der Eintieg in die Geschichte fällt sehr leicht und der Schreibstil der Autorin ist flüssig und verständlich. Dementsprechend leicht fällt es auch diesen Thriller, den ich eher in Richtung Psychothriller einstufen würde, zu lesen. Die Spannung der Geschichte steigert sich eher langsam und doch beginnt sie schnell einen Sog zu entwickeln, dem man sich nicht entziehen kann. Durch den ruhigen und langsamen Einstieg erhält man nämlich ein sehr gutes Bild der Charaktere, allen voran Helen. Man erlebt hier förmlich, wie sie, durch ihre Krankheit bedingt, immer öfter zu ihren Tabletten greift, die nicht nur die Schmerzen, sondern auch ihre Wahrnehmung dämpfen. So beginnt auch der Leser sich immer häufiger zu fragen: was ist wahr? Was ist Wahn? Immer wieder streut die Autorin kleine Wendungen ein, die dann auch den Verdacht wieder in eine andere Richtung lenken, nur um kurz darauf doch wieder eindeutig auf die Protagonistin zu weisen. Oder vielleicht doch nicht? Genau so ging es mir permanent, immer wenn ich dachte: klar, sie war es doch, kam es wieder anders. So dreht man sich regelrecht im Kreis und wird von der Wahrheit doch verblüfft. Erzählt wird das Ganze aus Helens Perspektive in der Ich-Form. Dabei kann der Leser ganz genau das Gefühlschaos der Protagonistin miterleben und wird darin so verstrickt, dass man selbst einfach nicht weiß, was denn nun wirklich wahr ist. Dieses ganze Wirrwarr Helens wurde hier richtig gelungen dargestellt und ich konnte mit spüren, wie es der Protagonistin in ihrer Situation erging. Zweifel, Selbstzweifel, Schuldeingeständnis alles konnte ich hier miterleben und fand die Entwicklung, die die Geschichte nimmt, absolut glaubwürdig. Neben Helen gibt es noch ein paar, recht überschaubare, Nebencharaktere, die immer wieder dazu beitrugen, an Helens Erlebnissen zu zweifeln. Die Charaktere fand ich hier sehr gelungen dargestellt und war so manches Mal verblüfft, wenn ich wieder ein Stück Wahrheit erfuhr. Mein Fazit:Mit Amnesia ist der Autorin ein wirklich guter und glaubhafter Psychothriller gelungen, der ganz ohne blutige Exzesse und knallharter Ermittlungsarbeit auskommt. Stattdessen erlebt man hier eher aus erster Hand, wie es einem Menschen ergehen kann, der selbst nicht mehr zwischen Wahrheit und Wahn unterscheiden kann und man leidet und fiebert mit der Protagonistin Helen mit. Absolut gelungener und glaubwürdiger Psychothriller mit Leseempfehlung.

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  • Es ist kein herkömmlicher Thriller,er überzeugt mit viel Spannung , Nervenkitzel und Emotionalität

    AMNESIA - Ich muss mich erinnern
    aly53

    aly53

    06. July 2017 um 11:25

    Den Schreibstil der Autorin mochte ich schon durch "Hotline" unheimlich gern, daher habe ich mich sehr auf ihren neuen Thriller gefreut.Interessant fand ich ich hier , daß sie eine ziemlich ernste Thematik mit Thrillerelementen verbunden hat, nun war ich gespannt darauf, ob sie dies auch gekonnt umsetzen würde.Man ist auch direkt mitten drin im Geschehen. Dadurch das es ja Helens Geschichte ist, erfahren wir auch ausschließlich ihre Perspektive. Was mir gut gefallen hat, da man sie so sehr gut kennenlernen konnte. Aber man konnte sich auch ein Bild darüber machen, wie sie fühlt, was sie antreibt und wie sie letztendlich mit ihrer Krankheit umgeht.Helens als Person mochte ich sehr gern. Auch wenn sie etwas unnahbar und traurig wirkte. Doch ich wusste, es gibt auch eine andere Helen.Doch würde man sie entdecken?In diesem Thriller spielt Vergangenheit und Gegenwart eine Rolle. Die Vergangenheit hängt wie ein Damoklesschwert über allem und ich musste einfach wissen, was es damit auf sich hat.Mitunter ist es ziemlich erschütternd, qualvoll und auch auf die ein oder andere Weise traurig.Sie zeigt eine Frau, die am Ende ihres Weges angekommen zu sein scheint und endlich Ordnung in alles bringen möchte.Und zugleich zieht sich eine Schlinge unmerklich um ihren Hals zusammen.Das Ganze ist bewegend, tiefgründig und hat mich immer wieder erschüttert.Zu Beginn hatte ich vor allem Probleme, weil es mir doch etwas emotionslos erschien. Was aber andererseits nicht wirklich verwundert, wenn man ergründet, wie es in Helens Welt vor sich geht.Die Spannung war sofort da und so fesselte mich die Autorin mit Helens Seelenpein ganz besonders.Sofort kommt man in grübeln und ist immer wieder hin- und hergerissen.Ist sie eine Mörderin oder doch nicht?Ich wusste stellenweise gar nicht, was ich glauben sollte. Was die Spannung nur noch mehr angezogen hat. Die Autorin schreibt sehr detailreich und zieht uns so immer mehr in Helens Leben hinein. Ich habe wirklich mit ihr gelitten. Was nicht ausschließlich ihrer Krankheit zugrunde lag. Viel mehr hat mich doch das private Umfeld von ihr getroffen.Wie geht man damit um?Wie kann man die Kälte und die Unnahbarkeit ertragen?Kristin, Helens Schwester hat mich etwas aus der Düsternis herausgeholt und ich mochte sie wirklich sehr gern. Stellenweise hat sie dem ganzen etwas Leichtigkeit und auch Lebendigkeit verschafft. Ich wusste, da ist mehr, als man mit bloßen Auge sieht und gleichzeitig hat sie es immer wieder geschafft, mich von meinen Grübeleien abzubringen.Je mehr ich in der Handlung voranschritt, umso verzwickter und undurchsichtiger wurde alles.Ich war hin- und hergerissen, wusste nicht mehr , was ich glauben soll.Bis ich schließlich in meinen Überlegungen glaubte sicher angekommen zu sein. Um dann den nächsten Schock zu erleben.Ganz ehrlich, ich habe wirklich mit vielem gerechnet , aber damit nicht.Das hat mich wirklich entsetzt, sprachlos gemacht und ich dachte wirklich, kann das jetzt sein?Doch je mehr ich darüber nachdachte , umso stimmiger und nachvollziehbarer wurde alles.Insbesondere Helen hat mich die ganze Zeit nicht losgelassen, ihre Geschichte hat mich wirklich berührt, aber auch zum nachdenken gebracht. Ihre Verzweilfung und ihre Ängste waren für mich gut spürbar.Das Ende war nicht so, wie ich es erwartet hätte, es hat mir jedoch gut gefallen. Da man so als Leser auch noch miteingebunden wird.Letztendlich zeigt sie auch hier wieder gute Werte auf. Den Mut sich nicht selbst aufzugeben und nicht leichtfertig zu vertrauen. Bei Helen hatte ich vor allem immer Angst, das sie sich als Person selbst verliert."Amnesia" ist sicher kein herkömmlicher Thriller, dafür ist er überwiegend relativ ruhig gehalten. Die Spannung ist eher unterschwellig spürbar und die Autorin hat ihre ganz eigene Art Thrillerelemente einzusetzen. Gegen Ende jedoch hat sie extrem angezogen, so das meine Nerven wirklich angespannt waren und ich den Nervenkitzel und das Adrenalin mehr als gut spüren konnte.Daneben macht sie auch auf eine wichtige Thematik aufmerksam und zeigt einfach, das Hoffnung immer da ist, auch wenn es noch so düster erscheint.Ihre stark einnehmende und auch gefühlvolle Art zu schreiben, passt dazu hervorragend und bringt dem Leser so ziemlich nahe an die Menschen heran.Die Wendungen die sie eingewoben hat, sind gut platziert und fördern ein enormes Kopfkino zutage.Mich hat die Autorin mit ihrem Thriller überzeugt. Er ist anders, offenbart einiges und daneben zeigt es wieder auf, wie abgründig die menschliche Seele doch ist.Zudem wirken die Charaktere sehr authentisch in ihrem Wesen und ihren Handlungen.Ich bin schon sehr gespannt, was sie als nächstes aufs Papier bringt.Fazit:"Amnesia" ist kein herkömmlicher Thriller. Er überzeugt mit viel Spannung , Nervenkitzel und Emotionalität.Die Autorin erzählt Helens Geschichte, die nicht einfach ist und gerade mich wirklich sehr berührt und nicht losgelassen hat.Er ist tiefgründig, düster und bringt so manche Abgründe zutage.

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  • So wie ich mir einen Thriller vorstelle: Amnesia - Jutta Maria Herrmann

    AMNESIA - Ich muss mich erinnern
    DunklesSchaf

    DunklesSchaf

    04. July 2017 um 20:09

    Helen erhält eine erschreckende Diagnose: Krebs, Endstadium, nicht heilbar. Sie kämpft mit schweren Angstzuständen und ihre Medikamente verursachen Erinnerungslücken und Blackouts. Ihre Beziehung hat sich an der Diagnose aufgerieben und so macht sie sich auf in ihr Heimatdorf, um ihre Mutter und Schwester zu besuchen. Warum weiß sie selbst nicht so genau, schon lange war sie nicht mehr zu Hause, in dem kleinen Dorf, zieht ihre neue Heimat Berlin deutlich vor. Als sie im Dorf ankommt gibt es zuerst auch keine Überraschung: ihre Mutter sieht sie als Belästigung, ihre Schwester Kristin begrüßt sie herzlich. Doch Kristin hat mittlerweile Leon geheiratet und mit Leon verbindet Helen eine schlechte Erinnerung. Schon bald vermutet Helen, dass Leon Kristin schlägt – und keine zwei Tage später wird Leon tot aufgefunden.  Hat etwa Helen Leon getötet und kann sich daran nicht mehr erinnern? Es gibt eine Sache, die Jutta Maria Herrmann in ihren Thrillern wunderbarerweise immer gelingt: eine bedrohliche, unheimliche Atmosphäre zu schaffen. Das gelang ihr in „Hotline“ und „Schuld bist Du“, die beide in der Großstadt spielen, aber eben auch in „Amnesia“, in einem kleinen, verschlafenen Dorf. Und dazu benötigt die Autorin auch ganz wenig: ein paar wenige Charaktere, ein Geheimnis aus der Vergangenheit, unausgesprochene Konflikte. Eine stetige Grundspannung mit leichten Spitzen, bei der man oft gar nicht so genau sagen kann, warum es jetzt eigentlich bedrohlich ist, warum einem dieses oder jenes komisch vorkommt. Die Autorin spielt mit den Erwartungen der Leser und benutzt dabei einfache, aber sehr wirkungsvolle Mittel. Eine ungewöhnliche Protagonistin hat sich Frau Herrmann hier ausgesucht. Todkrank, mit starken Medikamenten betäubt, bis hin zu Blackouts. Und doch irgendwie geschickt gemacht, nicht? Denn Helens Gedächtnislücken sorgen für eine beständige Ungewissheit – bei Helen und beim Leser. Was hat sie in der Zeit gemacht? Hat sie tatsächlich jemand getötet? Dabei gelingt es der Autorin die ständig über Helen schwebende Krankheit zwar präsent zu halten und überzeugend einzubauen, aber nicht die Handlung zu erdrücken. Die Gedächtnislücken sorgen für den zusätzlichen Spannungskick und verstärken die unheimliche Atmosphäre. Nichtsdestotrotz ist Helen nun kein Charakter, der mir sonderlich sympathisch war. Im Übrigen genauso wenig wie ihre Mutter, die den schwersten Fehler einer Mutter begeht und ein Kind bevorzugt. Oder ihre Schwester, die zwar aufgeregt plappernd daher kommt, allerdings mit einem Tick zu viel, so dass es aufgesetzt wird. Leon ist ja nun sowieso der Buhmann und einzig der Freund aus Kindertagen scheint sympathisch – kommt aber natürlich streckenweise auch als Täter in Frage. So wie eigentlich jeder in der Geschichte. Mit jeder neuen Wendung überlegt man erneut, wer wohl der Täter sein könnte und ist sich dann ganz sicher – bis zur nächsten Wendung. Tatsächlich bleibt das Ende vage offen, wenn auch der Thriller natürlich abgeschlossen ist, so wie die anderen Bücher der Autorin. Fazit: So wie ich mir einen Thriller vorstelle: in einer leise bedrohlichen Atmosphäre spielt die Autorin mit den Ängsten ihrer schwer gebeutelten Protagonistin. Ein Thriller, den man an einem Nachmittag wegsaugt und mit einem leichten Frösteln zuschlägt. Sehr gut gelungen!

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  • Amnesia

    AMNESIA - Ich muss mich erinnern
    Landbiene

    Landbiene

    04. July 2017 um 10:31

    Eigene Inhaltsangabe: Helen erhält die Diagnose dass sie Krebs im Endstation hat. Ihr Freund hat sie verlassen und in ihrer Verzweiflung fährt sie zu ihrer Mutter und Schwester um sie nochmals zu sehen. Bei ihnen angekommen erfährt sie, das ihre Schwester Kristin schwanger ist und ihr Mann sie anscheinend misshandelt. Leon ist kein unbeschriebenes Blatt und so entfährt es Helen das es besser wäre er sei tot. Am nächsten Tag ist Leon wirklich tot...Nur Helen kann sich an nichts erinnern....Die Medikamente lösen immer größere Erinnerungslücken aus. Hat sie es getan? Was hat sie schon zu verlieren?   Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin Jutta Maria Herrmann lässt sich gut und flüssig lesen. Es wird aus der Ich-Perspektive von Helen erzählt. Die Autorin hält sich an einen roten Fadem ohne unnötigen Schnick Schnack drum herum was mir sehr gut gefallen hat. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und das Buch war leider zu schnell ausgelesen.   Allgemeine Meinung: Die Geschichte kommt zu Beginn etwas langsam in Fahrt. Die Spannung steigt aber im Laufe der Geschichte gut an. Die Autorin lockt einen auf verschiedene Fährten, sodass ich als Leserin ständig jemand anderen verdächtigt habe. Mit Helen wurde ich am Anfang trotz der Ich-Perspektive nicht richtig warm. Dies änderte sich jedoch im Laufe des Buches, sodass ich mit ihr fiebern konnte und ihre Ängste/Gefühle auf Grund der Erinnerungslücken gut nachvollziehen konnte. Auch die anderen Charaktere wie Helens Mutter die eher gefühlskalt ihrer Tochter gegenüber ist und ihre Schwester Kristin sind sehr gut ausgearbeitet. Besonders gefallen hat mir das man teilweise nicht mehr wusste was real und was eventuell nur Fiktion ist. Etwas enttäuscht war ich vom Ende das dem Leser viel Freiraum zur Interpretation gibt. Ich persönlich mag es lieber eindeutig.   4 von 5 Sternen

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  • Fesselnd und beklemmend: Toller neuer Thriller von Jutta-Maria Herrmann

    AMNESIA - Ich muss mich erinnern
    AUSGEbuchT-PetraMolitor

    AUSGEbuchT-PetraMolitor

    03. July 2017 um 15:38

    Fesselnd und beklemmend: Toller neuer Thriller von Jutta-Maria Herrmann „Amnesia – Ich muss mich erinnern“ heißt der neue Thriller der Bestsellerautorin Jutta-Maria Herrmann. Die gebürtige Saarländerin Herrmann, gelernte Buchhändlerin und studierte Germanistin, lebt heute mit ihrem Mann in der Nähe von Berlin. Erschienen ist „Amnesia“ im Juni 2017 im Knaur Verlag. Das Taschenbuch mit 304 Seiten kostet 9,99 Euro, das E-Book ist zum gleichen Preis zu haben. Wie gewohnt, erst einmal etwas zum äußeren Erscheinungsbild des Buches, da man weiß, dass auch Optik und Haptik bei mir immer eine große Rolle spielen. Hier muss ich leider sagen, dass mich das Titelbild an sich wenig anspricht und meiner Meinung nach nicht zum starken Inhalt passt. Auch die wohl bewusst gewählte raue Oberflächenstruktur des Buches hat mir überhaupt nicht gefallen. Fasst sich für mich einfach nicht gut an. Abziehen werde ich dafür bei meiner Bewertung allerdings nichts. Ich hatte vor „Amnesia“ noch kein Buch der Autorin gelesen – und dass, obwohl wir quasi Landsfrauen sind, beide aus dem Saarland stammen. Ich kannte „Schuld bis Du“ und „Hotline“, die beiden ersten Veröffentlichungen der Autorin im Knaur-Verlag, lediglich von Rezensionsportalen und Vorstellungen bei Facebook. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte, denn Jutta Maria Herrmann schreibt gut. Sehr gut. Ein wenig zum Inhalt: Helen hat ihrer Heimat, dem Saarland, den Rücken gekehrt und wohnt nun in Berlin. Dort erhält sie eine verheerende Diagnose: Lungenkrebs im Endstadium, unheilbar. Ihr bleibt laut Aussage der Ärzte nicht mehr viel Zeit. Desillusioniert vom Scheitern ihrer Beziehung und bedürftig nach einer dringend erforderlichen Aussprache, nach Frieden und menschlicher Wärme, reist Helen zu ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester in den Südwesten. Während ihre Schwester sie mit offenen Armen empfängt, bleibt die Mutter gewohnt kühl, reserviert und feindselig. Zu der eh schon angespannten Stimmung kommt erschwerend die Tatsache, dass Schwester Kristin mit Leon verheiratet ist, einem Jugendfreund Helens, an den diese schmerzvolle Erinnerungen hegt. Als Helen erfährt, dass ihre Schwester von Leon anscheinend körperlich misshandelt wird, gerät sie ins Grübeln. Wäre sie, die eh nichts mehr zu verlieren hat und massive psychische Aussetzer aufgrund der ihr verordneten Medikamente aufweist, in der Lage ihre Schwester aus dieser unheilvollen Beziehung zu befreien? Fakt ist: Kurz darauf Leon wird tot aufgefunden. Und Helen kann sich an nichts mehr erinnern… Ist sie eine eiskalte Mörderin? Wer hat Leon umgebracht? Und wer ist verantwortlich für die weiteren schlimmen Ereignisse, die im Kontext zu seinem Tod stehen? Mein Leseeindruck: Ich habe „Amnesia“ an einem verregneten Samstag innerhalb von ein paar Stunden „weggelesen“. Die außergewöhnliche Story hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Die Spannung, die direkt am Anfang des Buches aufgebaut wurde, hat auch während der folgenden 300 Seiten nichts an Intensität verloren. Die flüssig zu lesenden, kurzen Kapitel mit ihren „Cliffhangern“ haben ihr Übriges dazu getan, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Meinungen, dass die Geschichte erst sehr langsam Fahrt aufnimmt, kann ich nicht nachvollziehen. Von den Charakteren hat mir – wie glaube ich den meisten – Helen am besten gefallen, sie wurde für mich auch am bestens ausgearbeitet. Das ist vollkommen ok, denn sie ist als Ich-Erzählerin natürlich die Hauptperson. Ich fand es beängstigend, wie Helens Psyche sich während der Handlung immer mehr zum Negativen entwickelt, wie sich Wirklichkeit und Wahn miteinander vermischen, sie sich selbst plötzlich nicht mehr über den Weg traut. Können Medikamente einen von Natur aus friedvollen Menschen wirklich zu einem eiskalten Verbrecher machen? Auf jeden Fall eine neue, beklemmende Sicht der Dinge. Die weiteren Figuren und Verdächtigen sind für mich im Großen und Ganzen eher Staffage um Helens verwirrendes Gefühls- und Gedankenchaos. Bis zum Schluss weiß Helen – und somit auch der Leser - nicht, was Realität ist und was Fiktion. Es bleibt viel Spielraum für eigene Interpretationen.   Ein handwerklich wirklich gut gemachtes Psychodrama, das nachwirkt. Dafür gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung von mir.

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  • superspannend, psychologisch gut umgesetzt, was ist Fiktion, was ist Wahrheit?

    AMNESIA - Ich muss mich erinnern
    janaka

    janaka

    02. July 2017 um 21:33

    *Inhalt*Helens Leben gestaltet sich nicht gerade als einfach, zuerst bekommt sie die niederschmetternde Krebsdiagnose mit kaum Chancen auf Heilung, dann verlässt ihr Freund sie nach wochenlanger Therapie und auch mit ihrer Familie ist das Verhältnis nicht berauschend. Helen entschließt sie sich, ihre Mutter und Schwester zu besuchen und sich mit ihnen auszusöhnen.Doch ihre Mutter begegnet ihr mit Eiseskälte und bei ihrer Schwester Kristin ist auch nicht alles rosig. Sie ist mit Leon verheiratet, diesen Mann mag Helen absolut nicht. Außerdem vermutet Helen, dass er seine Frau schlägt und gerade dieses Verhalten lässt Helen wütend werden und ihr Hass flammt erneut auf. Aber ist er auch so groß, dass sie zu einem Mord fähig ist? Am nächsten Morgen ist Leon tot. Durch ihre Medikamente leidet Helen an Erinnerungslücken, hat sie Leon getötet?*Meine Meinung*"AMNESIA - Ich muss mich erinnern" von Jutta Maria Herrmann ist ein extrem spannender Thriller, bei dem es um Lügen und Intrigen geht. Die Spannung ist von Anfang an sehr hoch und wird auch die ganze Zeit über gehalten. Durch Helens Erinnerungslücken wird die Spannung extrem angeheizt.Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und fesselnd, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Und auch jetzt, ein paar Tage bzw. Wochen nachdem ich es ausgelesen habe, läuft mir bei dem Gedanken an die Geschichte ein Schauer über den Rücken.Die Charaktere sind wunderbar getroffen, die Gefühlskälte der Mutter ist spürbar und absolut nicht übertrieben. Zeitweise habe ich einen Hass auf diese Mutter, wie kann man nur mit seiner Tochter so umgehen. Kristin ist schwer einzuschätzen, mal ist sie freundlich und geht liebevoll mit ihrer Schwester um und im nächsten Augenblick ist sie genauso kühl und distanziert wie ihre Mutter. Helen ist mir gleich sympathisch, ihre Geschichte berührt mich sehr. Durch die Ich-Erzählweise taucht man als Leser gut in ihre Gedankenwelt ein und man spürt auch ihre Unsicherheit mit den Erinnerungslücken. Und als dann auch noch Halluzinationen auftreten, weiß man auch als Leser nicht, was ist wahr, was ist Fiktion? *Fazit*Dieser Thriller ist psychologisch gut umgesetzt und er hat mich auch nachhaltig sehr fasziniert.Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne. Auf meinem SUB liegt noch ein ungelesenes Buch der Autorin, darauf freue ich mich schon sehr. :-)

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