Jutta Michels

 5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor*in von Pfingstfeuer, Schicksalsschatten und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Jutta Michels lebt und arbeitet seit über 30 Jahren in Ahausen. Die Atmosphäre und die Geschichte des kleinen Orts bei Rotenburg/Wümme haben sie von Anfang an in ihren Bann gezogen. In jahrelanger Recherche und zahllosen Gesprächen hat sie spannende Details aus dem Leben der alten Dorfbewohner:innen zusammengetragen und schafft in ihren Romanen ein lebendiges Abbild der früheren Zeiten.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jutta Michels

Cover des Buches Pfingstfeuer (ISBN: 9783796119972)

Pfingstfeuer

(2)
Erschienen am 10.07.2018
Cover des Buches Schicksalsschatten (ISBN: 9783796111907)

Schicksalsschatten

(1)
Erschienen am 15.11.2023
Cover des Buches Spurensuche (ISBN: 9783796110269)

Spurensuche

(1)
Erschienen am 01.07.2018

Neue Rezensionen zu Jutta Michels

Cover des Buches Schicksalsschatten (ISBN: 9783796111907)
Babsi123s avatar

Rezension zu "Schicksalsschatten" von Jutta Michels

Babsi123
Sehr ergreifendes Schicksal

Mein Fazit: 

Ein Roman nach einer wahren Begebenheit, in der die Familiengeschichte von Simone,ihren Großeltern und der Dorfgemeinschaft eine große Rolle spielt. Diese tragische Geschichte beginnt im Zweiten Weltkrieg, holt Simone in der Gegenwart ein, aber die Großmutter schweigt über die dramatischen Ereignisse von damals. Zwei düstere Frauengestalten, über die aber ein ganzes Dorf schweigt... Was ist damals passiert und welche Rolle spielen die zwei Frauen, die nachts auf der Straße laufen, eigentlich nur auf Arbeitssuche waren und so plötzlich verschwinden. Welches Schicksal hat die zwei Frauen getroffen und warum schweigen die Dorfbewohner? Es ist spannend bis zur letzten Seite und endet in einem fulminanten Feuerwerk der Emotionen. 


Protagonisten, die überraschen und die sehr authentisch beschrieben werden. Zum Beispiel: Tante Trude. Welche Rolle spielt sie in der Geschichte und warum war sie so ein fanatischer Fan von Hitler? Sie schrieb ihm glühende Liebesbriefe" Mein geliebter Führer, mein Adölfchen " ... Simone geht auf Spurensuche und entdeckt ungeheuerliche Geheimnisse … Die niedergeschriebenen Kriegserlebnisse ihres Großvaters sind so emotional, dass einem das Herz schwer wird. Die vielen Toten, erfrorene Kinder in ihren Wagen am Wegesrand, Hunger und Kälte, die die Soldaten an der Front zum Verzweifeln bringen, all diese Bilder haben sich in seinem Kopf festgesetzt. So grausam die Erlebnisse waren, so herzlich, aber auch wahre Freundschaften oft bis in den Tod. 


Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, man fliegt nur so über die Seiten, die Autorin bedient sich einer sehr modernen, verständlichen Sprache, spannendem Aufbau der Geschichte, aufwühlend und sehr berührend zum Teil. Eine Geschichte, die unter die Haut geht.

Cover des Buches Pfingstfeuer (ISBN: 9783796119972)

Rezension zu "Pfingstfeuer" von Jutta Michels

Ein LovelyBooks-Nutzer
Rezension zu "Pfingstfeuer" von Jutta Michels

Ein fiktiver Roman mit realen Fakten, so könnte eine knappe, sachliche Typisierung des Buches lauten, die jedoch dieser interessanten und psychologisch vielschichtigen Erzählung nicht gerecht würde. In parallel laufenden Zeitebenen schildert die Autorin Abschnitte aus den Lebensläufen zweier Menschen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Wir erfahren in dichten Bildern vom beschwerlichen Alltag der Magd Grete Meyer, die, erst sechzehn Jahre jung, im März 1900 den elterlichen Hof verlassen musste, um in den Dienst eines Großbauern zu treten und von deren verstörender Gabe des "Spökenkiekens". Andererseits (im Schriftbild kursiv gekennzeichnet) begleitet der Leser Martin Frantzen, einen jungen Mann, der sich, zu Unrecht einer schweren Straftat bezichtigt, im Juni 1933 zu einer folgenschweren Tat hinreißen lässt. Seine Entscheidung hat weit reichende Folgen und verwebt, der Leser ahnt es bald, auf dramatische Weise verschiedene Schicksale miteinander. Wie so oft bleibt letztlich die Frage nach der Schuld und die Suche nach Vergebung.

Intelligent und eindringlich sind sowohl die halbwahre Geschichte, als auch das lebendig dargestellte Alltagsleben, das so oder ähnlich nicht nur in der Lüneburger Heide zu finden war, sondern überall in Deutschland. Jutta Michels versuchte sich dieser Epoche mit fundierter Recherche, aber auch sprachlich anzunähern, wodurch dem Leser die authentische Zeitreise leicht gelingt.

Da mir der Roman insgesamt außerordentlich gut gefiel, sah ich letztlich mit einem Schmunzeln über das etwas über Gebühr strapazierte Attribut "schmackhaft" hinweg - ein Synonym-Wörterbuch hätte der Autorin oder dem Lektorat vielleicht noch andere Variationen eröffnet. Auch schien ein wenig Durcheinander zwischen Gretes Wirk-Orten Kirchwalsede und Westerwalsede zu herrschen, den dort befand sich die elterliche Heimat im unlogischen Wechsel.
(T)

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