Jutta Person

 3.9 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Esel.

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Esel

Esel

 (7)
Erschienen am 01.10.2013

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Schelmuffskys avatar

Rezension zu "Esel" von Jutta Person

Lese Esel
Schelmuffskyvor 10 Monaten

Als Esel-Fan kommt man an diesem Buch nicht vorbei. Wie alle Bände der von Judith Schalansky herausgegebenen Reihe ist es sehr schön gestaltet und illustriert. Das Augenmerk von Jutta Person liegt vor allem auf der nachweislich ambivalenten Charakterisierung des Esels. Im Neuen Testament transportiert er mehrfach den Erlöser, der in der Bergpredigt eine gleichsam eselhafte Geduld und Langmut predigt, sonst aber wird der Esel vor allem gerade wegen dieser Eigenschaften als dummes Tier verachtet. Er (er-)trägt jede Last, was vor allem Nietzsche äußerst suspekt war.
Vielleicht geht Jutta Person etwas zu weitschweifig auf die Geschichte der Physiognomik von der Antike bis zur Neuzeit und deren Vergleiche von Eseln und eselhaften Menschen ein. Auch fehlt eine Darstellung des Beitrags von Eseln zur Entwicklungsgeschichte der Menschheit. Vieles wird nur kurz gestreift, z. B. die Bedeutung von Eseln im Märchen. Die thematische Begrenzung stört aber nicht. Im Gegenteil. Ich habe das Büchlein in einem Rutsch weggelesen.

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BWV-57s avatar

Rezension zu "Esel" von Jutta Person

Ein rundum schönes Buch zum Verschenken oder Sich-selbst-schenken
BWV-57vor 4 Jahren

In jedem Buch der "Naturkunden" des Verlages Matthes & Seitz wird eine Tierart vorgestellt und aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Hierbei steht meist nicht die Biologie im Mittelpunkt, sondern das Verhältnis des Menschen zur jeweiligen Art.

Die Reihe wird von Judith Schalansky herausgegeben und gestaltet, entsprechend schön anzusehen (und anzufühlen) sind kleinformatigen Bücher.

"Esel" überzeugt aber nicht nur äußerlich, sondern auch inhaltlich. Jutta Person stellt zunächst den Charakter der Esel vor und beschreibt ihre eigenen Begegnungen mit diesen Tieren. Dann untersucht sie die Darstellung und Bedeutung des "Grautiers" in verschiedenen Epochen der (europäischen) Kulturgeschichte. Zum Ende des Buches werden einige Eselrassen portraitiert. Zahlreiche geschmackvolle Illustrationen sowie ein Quellenverzeichnis runden den Band ab.

Es wird deutlich, wie komplex das Verhältnis von Mensch und Esel ist, wie der Mensch sich im Tier wiedererkennt, wie er Tiere (aus-)nutzt und mythologisiert. Die Autorin schafft es, ihre Zuneigung zu den Langohren dem Leser verständlich zu machen und den Funken überspringen zu lassen. - Wer dieses Büchlein liest und Esel nicht liebt, hat kein Herz!

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