Jutta Wilke

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Interview mit Jutta Wilke

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Wie fast jeder Autor schreibe ich eigentlich schon immer. Allerdings übte ich viele Jahre lang „nebenher“ noch einen anderen Beruf aus: Ich war Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht. Nach der Geburt meines vierten Kindes (inzwischen sind es fünf) hängte ich meine Robe endgültig an den Nagel. Das war im Jahr 2004. Damals begann ich damit, mein Schreiben zu vertiefen und es zu einem Beruf auszubauen. Ich wollte Kinder – und Jugendbuchautorin werden und heute kann ich sagen: Ich bin es geworden. Schon relativ früh bekam ich Aufträge für Kurzgeschichten, Gutenachtgeschichten, Adventskalendergeschichten u.ä. Diese Geschichten wurden von Lingoli und dem Velber-Verlag veröffentlicht. Ich schickte völlig blauäugig eine Idee für einen Erstleser an den Duden-Verlag und hatte unglaubliches Glück: Der Verlag wollte meinen Erstleser machen und hatte sogar weitere Aufträge für mich. Der Erstleser (Klarer Fall für Anna Blum) ist gerade erschienen, weitere Bilderbücher für Duden folgen im März 2011. In all der Zeit arbeitete ich nebenher an meinem ersten Roman. Holundermond ist ein Abenteuerroman für Kinder ab 10 und erscheint in diesen Tagen im Coppenrath-Verlag. Zu dem Buchvertrag hat mir meine Agentin Michaela Hanauer von der Literatur Agentur Hanauer verholfen, die von Anfang an von meinem Manuskript begeistert war und sich sehr dafür eingesetzt hat.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Inspirieren und beeindrucken sind ja zwei ganz verschiedene Dinge. Inspiriert werde ich sicher in irgendeiner Weise von jedem Autor, den ich lese. Und da ich manchmal mehrere Bücher parallel lese, kann ich die gar nicht alle aufzählen ;-) Beeindruckt bin vor allem von den Autoren, die nicht aufgeben. Egal, wie berühmt oder nicht berühmt sie sind. Ich leite ja Deutschlands größtes Forum für Kinder- und Jugendbuchautoren "http://www.schreibwelt.net" www.schreibwelt.net) und staune immer wieder, wie hartnäckig alle Forumsmitglieder am Schreiben dranbleiben, wie sehr sie kämpfen, um ihren Traum vom Schreiben verwirklichen zu können, wie oft sie bei Rückschlägen immer wieder aufstehen.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Ich glaube, diese Ideen lauern auf der Straße. Oder hinter Mauern. Vielleicht auch im Wald oder im Gebüsch. Jedenfalls springen sie mich manchmal ganz unvermutet an, sind plötzlich da, obwohl vorher weit und breit nichts zu sehen war. Meine Ideen liefert mir das Leben. Ich glaube wirklich, die Geschichten sind alle schon da. Es ist mehr der Filter, durch den wir die Welt betrachten, der dafür sorgt, ob wir diese Geschichten erkennen können oder nicht.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Ich habe natürlich eine Homepage ( "http://www.juttawilke.de" www.juttawilke.de). Außerdem gibt es eine Homepage zu meinem ersten Roman ( "http://www.holundermond.de" www.holundermond.de). Noch wichtiger aber ist mein Werkstattblog ( "http://www.juttawilke.blogspot.com" http://www.juttawilke.blogspot.com) über den ich tatsächlich auch mit Lesern kommunizieren kann. Allerdings habe ich auch einen Facebook- und einen Twitter-Account, letzteren nutze ich aber zu selten, mir fehlt schlicht die Zeit dafür.

Wann und was liest Du selbst?

Ich lese eigentlich irgendwie immer. Also in jeder freien Minute. Und wenn du dich jetzt fragst, wo ich die zwischen fünf Kindern und Schreibprojekten noch finde, kann ich nur antworten: Das frage ich mich auch oft. Trotzdem wird unser Haus immer voller von gelesenen Büchern und wird wohl bald aussehen, wie das Haus von Eleanor in Tintenherz (Cornelia Funke) Irgendwie finde ich wohl doch noch jede Menge Lücken, die ich mit dem Lesen von Büchern füllen kann. Parallel höre ich auch gerne Hörbücher, denn das geht auch beim Putzen ;-) Ich lese zu 80 % Kinder- und Jugendbücher. Nicht einmal so sehr wegen der Marktanalyse, sondern weil ich sie wirklich gerne lese. Hier lese ich alles, was mir unter die Finger kommt und natürlich fast alle Neuerscheinungen meiner Forumskollegen. Bei den Erwachsenenbüchern lasse ich mich dann ein wenig von Rezensionen oder Empfehlungen leiten, z.B. interessieren mich jetzt aktuell die Bücher, die für den Leipziger Buchpreis nominiert worden sind.