Ich mag Hamburg, für mich ist es die schönste Stadt in Deutschland (und ich komme aus Bayern). Darum hat mich das Interview mit den beiden Autoren in STERN CRIME dazu veranlasst, das Buch zu lesen. Ich fand, es klang spannend.
Der Hafen und die Stadt werden wirklich sehr genau beschrieben und es gibt auch einen kleinen Plan im Buch. Mir ist es manchmal zu detailliert. Viele Infos sind für den Fall nicht relevant.
Die Handlung fand ich nur mittelmäßig spannend, die Auflösung - nun ja... Bisschen arg konstruiert. Weniger gut gefallen haben mir auch einige der Figuren im Buch. Da gibt es die nach ihrer Scheidung vereinsamte Kripo Polizistin, für die nur die Arbeit zählt, die toxische Chefin der Mordkommission, die Dreck am Stecken hat, den gutaussehenden Mann von der Wasserpolizei, der aber eine depressive Frau zuhause hat, die unbedingt Kinder will (aber es klappt nicht), den fröhlichen und toughen Holländer als Assistent und die misshandelte Frau, die sich jetzt im Opferschutz betätigt. An diesen Figuren lässt sich schon der Beruf der Autorin ablesen (Psychotherapeutin) und das ist für meinen Geschmack einfach zu viel Psychologie. Ebenso nehmen die Probleme und Sorgen der Figuren sehr viel Platz ein, so dass die Krimihandlung etwas an den Rand gedrängt wird.
Die zwei Hauptermittler Jonna und Tom kommen noch ganz symapthisch rüber, Charlotte, die misshandelte Frau aus dem Opferschutz empfand ich persönlich als sehr nervig.
Für mich einfach zu wenig spannender Krimi.

























