K. J. Charles The Magpie Lord

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Inhaltsangabe zu „The Magpie Lord“ von K. J. Charles

Mit dieser übersinnlichen Serie begann meine Liebe zur Autorin. Einfach wahnsinnig gut.

— JokersLaugh

Homoerotische, historische Urban Fantasy. Gut gemachtes Mysterium mit interessanten Charakteren, der Sex steht nicht im Vordergrund

— Sakuko

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    The Magpie Lord

    Sakuko

    28. February 2017 um 14:49

    Lucien Vaudrey, neuerdings Lord Crane hat fast sein ganzes Leben in China verbracht, da er als (nicht gerade diskreter) Homosexueller für seinen Vater nicht tragbar war. Nun sind sein Vater und sein Bruder tot, beides Selbstmorde und Crane ist nach England zurück gekehrt. Nach mehreren Selbstmordversuchen, bringt sein Diener und Freund Merrick Crane dazu, einen englischen Schamanen aufzusuchen, da irgendetwas nicht stimmen kann. Dieser Schamane, Stephen Day, hat einen höllischen Hass auf alle Cranes, da Luciens Vater und Bruder seine Eltern zuerst in den Ruin und dann in den Tod getrieben haben. Aber er muss schnell feststellen, das Lucien zwar ein arrogantes Arschloch sein kann, er aber dennoch eine grundanständige, ehrenwerte Person ist. Er findet, das auf dem Anwesen eine Art Fluch lastet, an dem auch Luciens Vater und Bruder gestorben sind. Ist Lucien nur ein Kollateralschaden, oder möchte jemand auch explizit Lucien an den Kragen? Ich war sehr zufrieden mit diesem Buch. Es spielt im viktorianischen England, mit dem kleinen, feinen Unterschied, das es auch Magie gibt. Das Magiekonzept, nach dem Magier sich zu meist Energie aus der Umgebung oder auch aus anderen Menschen ziehen können, ist nicht neu, aber gut durchdacht und umgesetzt. Auch die Magier-'Polizei', Justiziare genannt, fand ich gut umgesetzt. Sie sind gleichzeitig Polizisten, Richter und Henker, und genau wie die echte Polizei völlig unterbesetzt, unterbezahlt und verhasst. Dafür haben sie relativ viel Freiraum und können Bestrafungen nach eigenem Gutdünken festsetzten. Auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Sie fallen nicht unbedingt in die typischen Schubladen, und haben ihre Tiefen und Eigenheiten. So verhält sich Crane zwar oft genau wie ein arroganter Lord und legt viel Wert auf teure Kleidung, ist aber eigentlich in China aufgewachsen, wo er oft hungern musste und einem Beruf nachgeht. Trotz seiner oft dominierenden, frechen Art hat er ein gutes Herz und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Auch Stephan Day ist sehr sympathisch. Er wirkt zwar barsch und distanziert, verbirgt so aber nur seine Unsicherheit. Auch er hat einen fast grenzenlosen Gerechtigkeitssinn und opfert alles für seinen Job auf, auch wenn er dafür wenig Dank bekommt. Die Anziehung zwischen den beiden wird sehr gut beschrieben und die unterschwellige Anspannung zieht sich angenehm durch die ganze Geschichte und wird nicht zu früh aufgelöst. Dennoch muss die Geschichte nicht unter den romantischen und sexuellen Elementen leiden. Das Geheimnis wer für den Fluch auf dem Anwesen verantwortlich ist und was noch alles hinter den folgenden Ereignissen steht ist spannend aufgebaut und gut durchdacht. Man hat nie das Gefühl, das der Teil nur Nebensache ist, den eigentlich ist das der relevante Teil. Die Liebesgeschichte fügt sich gut ein, ist aber eher die Nebensache. Es gibt aber auch ein paar wirklich heiße Sexszenen mit eindeutigem Dom/Sub Element.

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