Thronräuber

von K.B. Wagers 
4,3 Sterne bei3 Bewertungen
Thronräuber
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hauntedcupcakes avatar

Komplexe Geschichte voller Intrigen, mitten auf einem indisch anmutenden Planeten, auf dem eine Waffenschmugglerin den Thron besteigen soll

W

Eine tolle neue Saga in den Weiten des Weltalls.

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Inhaltsangabe zu "Thronräuber"

Sie ist mutig, tough und mit allen Wassern gewaschen: Hail Bristol, seit zwanzig Jahren Waffenschmugglerin und Raumschiffkapitänin. Niemand ahnt, dass sie eigentlich eine Prinzessin des großen Imperiums Indrana ist. Selbst Hail hat es fast vergessen, bis sie eines Tages an den Hof zurückgerufen wird und Blaster gegen Zepter eintauschen muss. Denn Indrana steht kurz vor einem Krieg – aber damit kennt Hail sich bestens aus …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453318793
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:11.12.2017

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    hauntedcupcakes avatar
    hauntedcupcakevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Komplexe Geschichte voller Intrigen, mitten auf einem indisch anmutenden Planeten, auf dem eine Waffenschmugglerin den Thron besteigen soll
    Thronräuber

    Inhalt
    Hail Bristol ist seit zwanzig Jahren Waffenschmugglerin mit Leib und Seele. Als ihr Raumschiff von imperialen Jägern angehalten wird, kommt die gut verborgene Wahrheit ans Licht: Sie ist die Prinzessin und damit Thronerbin des Indrana-Imperiums. Ihr Vater und ihre Schwestern ermordet, ihre Mutter schwer krank und nun soll sie das von Intrigen und Rebellionen erschütterte Imperium regieren und retten. Nur mit Widerwille kehrt sie nach Hause zurück, wo die Situation noch schlimmer ist als erwartet...

    Meine Meinung

    Ursprünglich war ich wegen des tollen Covers (Originalcover) auf das Buch aufmerksam geworden. Leider hat der Verlag dieses dann aber kurz vor Erscheinen noch geändert und mit einem meiner Meinung nach ziemlich schrottigen Cover ausgetauscht. Nun gut, ich hatte Blut geleckt und wollte die Story kennen lernen. Der Schreibstil hat es mir auch recht schnell angetan, ebenso die gewählte Erzählweise und die Tatsache, dass wir Hail begleiten und nicht mit tausenden Szenenwechseln überfordert werden.

    Die Waffenschmugglerin Hail Bristol hütet seit Jahren ein Geheimnis: Sie ist eigentlich die Prinzessin eines Imperiums und auf der Suche nach dem Mörder ihres Vaters. Doch dann wird sie von Jägern des Imperiums aufgegriffen und zur Heimreise gezwungen. Denn ihre beiden Schwestern und ihre Nichte wurden ermordet und ihre Mutter, die Kaiserin, ist sterbenskrank. So ist es an Hail, den Thron zu besteigen und das Imperium von Indrana zu retten. Doch leichter gesagt als getan, denn nicht nur ihre Cousine versucht ihr den Thron strittig zu machen, auch im Rat hat sie Gegner, geschweige denn in der Rebellion und im benachbarten Reich. Aber Hail hat als Waffenschmugglerin schon so viel durchgemacht, ein kleiner Krieg sollte sie da auch schaffen...

    Ich habe sage und schreibe vier Wochen für das Buch gebraucht - obschon ich sonst ein Buch solcher Länge in einer schaffe. Aber "Thronräuber" hat mich extrem gefordert. Nicht weil es Sci Fi ist, nein (im Gegenteil, wer Technik, Science Fiction und eine Menge Aliens erwartet, wird hier wohl enttäuscht), sondern weil es so komplex ist. Die Autorin hat sehr viel Zeit in ihr Worldbuilding und ihre Charaktere gesteckt, was man wirklich gut merkt und was mir unglaublich gut gefallen hat.

    Zugegeben, phasenweise war ich etwas überfordert - einfach weil es soooo viele Charaktere gibt, denen Hail begegnet. Da wäre mal ihre Crew, ihre Familie, der Rat, ihre Bodyguards (von denen sie, wenn ich richtig gerechnet habe, um die 12 Stück hat), ihre Beraterin, ihre Zofe, und das ganze alles dann nochmal für ihre Mutter und ihre beiden Schwestern. Irgendwann hatte ich einfach den Faden verloren. Trotzdem hat dies den Lesespass nicht geschmälert. Andernorts hätte ich vielleicht aufgegeben, aber hier wollte ich wissen, wie es weitergeht. Ich hätte mir einen Glossar und vielleicht eine Karte gewünscht. Sodass alle Namen den richtigen Personen zugeordnet werden können, die einzelnen (teilweise vorkommenden) Rassen erklärt werden und man ein wenig mehr den Überblick über Indrana und seine Nachbarplaneten hat. Ein wenig habe ich mich verloren gefühlt.

    All die Intrigen, die Rebellion, die kleinen und grossen Kämpfe brauchen eine Weile, um sich zu entwickeln. Auch wenn es manchmal sehr politisch wird, passiert doch immer irgendetwas. Ich fand es sehr packend. Ob es sich hier um klassische Sci Fi handelt? Eher nicht. Ich würde (ohne die Bücher gelesen zu haben) sagen, dass es sich hier ähnlich verhält wie in Game of Thrones - nur dass hier halt alles im Weltall spielt. Aber es benötigt definitiv Aufmerksamkeit und Konzentration. Wenn man die und etwas Zeit mitbringt, ist das Buch ein wahres Schmuckstück!

    Setting
    Der Grossteil des Buches spielt im Imperium Indrana - einem Reich, das stark durch das Indien unserer Welt geprägt ist (schliesslich sind es auch die Nachfahren der Erde, die im Weltall neue Planeten besiedelt haben). Entgegen unserer Welt aber haben sich die Frauen auf Indrana durchgesetzt, es herrscht sozusagen das krasse Gegenteil zu unserer Zeit: Frauen herrschen, sind alle gebildet und Kämpferinnen, während Männer eher minderwertig sind und nicht gerne in Machtpositionen gesehen. So wird Indrana von einer Kaiserin regiert, die von einem Matriarchinnenrat und diversen anderen weiblichen Würdeträgern unterstützt. Die Religion und die Tradition haben die Indranader/innen ebenfalls von früher übernommen; so trifft man neben Ganesha und Sari's auch regelmässig Chai-Tees an und man darf Hail zum Lichterfest begleiten.

    Das Setting hat mir enorm zugesagt, ebenso das gesamte Worldbuilding. Neben Indrana gibt es natürlich noch eine Menge anderer Planeten und Monde etc. Eines davon ist das saxonische Reich, mit dem Indrana einen Friedenspakt geschlossen hat, der aber ordentlich am wanken ist. Und auch die eine oder andere andere Rasse kommt vor, auch wenn da der Hauptaugenmerk doch eher bei den Menschen geblieben ist. Die ganze Welt ist sehr komplex und authentisch aufgebaut, Indrana hat Geschichte, Tradition und Religion, die perfekt ausgearbeitet worden sind.

    Natürlich kommen auch die technischen Effekte nicht zu kurz, wobei ich hier nichts wirklich Neues entdecken konnte. Aber was will man auch das Rad neu erfinden, wenn es das alte noch ganz gut tut?

    Charaktere
    Hail Bristol ist Waffenschmugglerin seit zwanzig Jahren. Nach meinen Berechnungen ist sie während der Geschehnisse von "Thronräuber" also 38 Jahre alt, was ich unglaublich toll fand. Mal keine jugendliche Prinzessin, die den Thron besteigen will! Sondern eine gefestigte Frau mit Prinzipien, die den Thron eigentlich nicht besteigen will. Sie war mir von Anfang an sehr sympathisch, da sie für das kämpft, was ihr wichtig ist. Und auch inmitten der royalen Schnösel bleibt sie sich selber und flucht, was das Zeug hält.

    Neben Hail sind vor allem ihre Familie und ihre Bodyguards im Mittelpunkt. Während ihre Mutter, die Noch-Kaiserin, zu Beginn wirklich fast schon schrecklich ist, sind die Bodyguards echt toll, allen voran Emmory und Zin, die beiden Jäger, die Hail dingfest gemacht haben und nun beschützen soll. Wie schon erwähnt gibt es noch gefühlte hundert andere Personen, die mehr oder weniger wichtig sind, aber alle haben sie eins gemeinsam; sie sind wunderbar ausgearbeitet. Man merkt richtig, wie die einzelnen Charaktere eben genau das haben: Charakter. Einen eigenen Willen. Einen eigenen Kopf. Das macht das Buch noch spannender, vor allem weil man die Entwicklungen der Charaktere mitverfolgen darf.

    Fazit
    Ein sehr komplexer Auftakt einer nicht sehr klassischen Sci Fi-Trilogie, der zwar seine Zeit braucht, aber wirklich gut unterhalten kann. "Thronräuber" besticht vor allem mit perfekt ausgearbeitetem Worldbuilding und Charakteren und einer sehr eigensinnigen aber sympathischen Protagonistin. Trotz gewisser Kritikpunkte habe ich ein kleines Bookhangover und ich bin gespannt auf Band 2!

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    lexanas avatar
    lexanavor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Komplexes Intrigengeflecht, starke Charaktere und ein interessanter Weltenaufbau, bin gespannt auf die Fortsetzung im August
    Zum Jahresende noch ein kleines Highlight

    Meine Meinung


    Das Cover hätte mich sicherlich nicht überzeugt, dieses Buch zu kaufen. Leider sind die Science Fiction Bücher nicht selten mit nicht ganz so starken Covern ausgestattet. Auch das von Thronräuber ist eher nichtssagend und austauschbar und wirkt auch ein wenig billig. Wenn ich es mit den Dystopien und Jugendbüchern vergleiche, wird sich da doch weit mehr Mühe gegeben. Dabei könnte dieses Buch viel mehr Beachtung vertragen, denn es ist wirklich verdammt gut. Doch mit so einem unscheinbaren Cover, kann es gerade Leser, die nicht permanent Science Fiction lesen, nicht erreichen, was ich unglaublich schade finde, da es kein typisches Science Fiction und durchaus auch für Fantasyleser geeignet ist.


    Thronräuber erzählt von Hail, die sich von ihrer Familie abgewandt hat, um den Mörder ihres Vaters zu finden, da sie sich von ihrer Mutter enttäuscht fühlt. Hails Mutter ist die Herrscherin von Indrana, einer Welt, die von Menschen erschlossen wurde. Eigentlich möchte sie nie wieder zurück, aber dann wird ihre Mutter krank und Hail bleibt nichts anderes übrig, als sich ihrer Pflicht zu stellen.


    Tatsächlich spielt der Roman in unserer Zukunft. Die Menschheit hat es ins All geschafft und neue Planeten erschlossen. Jetzt herrscht kein Machtgerangel mehr auf der Erde, jetzt herrscht es zwischen den Planeten und Föderationen. Indrana ist eine autonome Welt und augenscheinlich waren Inder die ersten Siedler. So ist die Welt nicht nur sehr dicht an der indischen Kultur, sondern auch der Glaube, der vorherrscht. Eine faszinierende Vorstellung, die ich wirklich spannend fand. Dazu kommt, ganz anders wie im heutigen Indien, dass Männer quasi nichts zu sagen haben bzw. nur eine Nebenrolle spielen. Die wahren Herrscher und Krieger sind Frauen. Eine ganze Welt, die nur von Frauen regiert wird und trotzdem nicht weniger brutal oder kriegerische scheint.


    K.B. Wagers hat sich etwas einfallen lassen und obwohl die Geschichte recht gradlinig verläuft und es im Grunde klar ist, was passieren wird, weiß man nie wann oder wie. Ein wenig erinnert mich die Geschichte um Hail und ihre Familie an Game of Thrones. Intrigen, Rachsucht, politische Ränkeleien, Familienzwist, viele Tote, darunter Charaktere, die mich doch überraschten. K.B. Wagers gelingt es, den roten Faden zum Einen nie zu verlieren und zum anderen diese eigentlich recht vorhersehbare Geschichte unglaublich spannend zu gestalten, so dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte. Dazu kommt noch der wirklich angenehme und flüssige Schreibstil. Ich hatte es erstaunlich schnell durch, trotzdem ich im Weihnachtsstress steckte.


    Warum ich zu Beginn schrieb, dass es auch etwas für Fantasyfans bzw. Nicht-Scifi-Fans sei? Es ist ein Setting, das durchaus austauschbar wäre, dennoch passt es einfach so wie es ist. Aber man kann sich wunderbar hinein versetzen, sowohl in die Charaktere als auch in die Umgebung. Das ganze Science-Fiction „Gebabbel“, ich nenne es mal liebevoll so, das wir Science Fiction Liebhaber mögen, kommt hier eigentlich gar nicht zum Einsatz. Einfach ein toller Roman, in einem tollen Setting. Ich freue mich jetzt erstmal auf Band 2, der im Sommer erscheinen soll.


    Ich wünschte mir einfach, sollte der Verlag irgendwann eine weitere Auflage planen, dass er vielleicht mit einem passenderen Cover mehr Leser anzulocken schafft, denn das hat das Buch definitiv verdient.


    Fazit

    Einfach ein toller Roman mit einem tollen Setting. Spannend vom Anfang bis Ende. Und definitiv auch etwas für High-Fantasy Fans, die mal den Blick über den Tellerrand wagen möchten. Ich kann es nur empfehlen! 5 von 5 Sternen.

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    wsnheliosvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eine tolle neue Saga in den Weiten des Weltalls.
    Eine tolle neue Saga in den Weiten des Weltalls.

    Inhalt: Hail Bristol ist seit zwanzig Jahren Waffenschmugglerin und Raumschiffkapitänin. Niemand ahnt, dass sie eigentlich eine Prinzessin des großen Imperiums Indrana ist. Selbst Hail hat es fast vergessen, bis sie eines Tages an den Hof zurückgerufen wird und Blaster gegen Zepter eintauschen muss. Denn Indrana steht kurz vor einem Krieg.
    Ich habe bereits an einer anderen Stelle einmal angeführt, dass mir die Ich-Perspektive eigentlich nicht gefällt. Sie muss schon sehr gut geschrieben sein, um mich zu überzeugen, was hier definitiv der Fall ist. Nach ein paar Seiten Eingewöhnungsphase war ich gefesselt und habe das Buch bis zum Ende regelrecht verschlungen. Der Plot ist recht einfach gestrickt, bietet kaum überraschende Wendungen, ist aber gerade wegen dieser Einfachheit so spannend. Man hat die Charaktere rasch ins Herz geschlossen, was ja der große Pluspunkt der Ich-Perspektive ist, und verfolgt gebannt die Geschehnisse. Es geht hier nicht so sehr darum, was als nächstes passiert, denn das Ende ist eigentlich von Anfang an klar, sondern wann etwas passiert, wie es passiert, wer verantwortlich ist und wer nur ein ersetzbarer Handlanger.
    Mein großes Problem mit dem Buch ist, dass es eigentlich vom Setting her sehr austauschbar ist. Hier wurde Sci-Fi als Hintergrund gewählt, sehr gut ausgearbeitet und gefällt mir. Aber vom Plot und den Charakteren her hätte das genauso Fantasy oder Historisch werden können. Denn kein einziges Sci-Fi-Element ist entscheidend für irgendwelche Entwicklungen. Es ist wie ein Brettspiel, auf dessen Mechanismus man irgendein Thema draufklebt, weil es komplett egal ist. Gefallen tut mir das Buch trotzdem und mit einem anderen Setting hätte ich es wohl gar nicht in die Hand genommen, also passt das schon irgendwie.
    Was mir hingegen sehr gut gefallen hat, ist die Beschreibung des Indranischen Imperiums. Denn dabei handelt es sich um ein strenges Matriarchat mit indischen Wurzeln, also mit dementsprechend starkem kulturellem Einfluss. Dies war für mich einmal was anderes, sehr interessantes. Es gibt Andeutungen auf andere Mächte und Kulturen in den Weiten des Weltalls und ich hoffe, dass diese in den nächsten Bänden ausgearbeitet werden.
    Und jetzt noch eine Kritik am Übersetzer: Warum hat er das Wort „Bodyguard“ beibehalten? Wir sind hier an einem kaiserlichen Hof und da könnte man doch Wörter wie „Leibwächter“ oder „Garde“ verwenden, das würde doch viel besser klingen. Dieses Wort hat mich jedenfalls durchgehend gestört.
    Fazit: Empfehlenswert.


    >>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

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