Was passiert, wenn alles, was man bisher vom Leben seiner Schwester zu wissen glaubte, plötzlich falsch zu sein scheint? Nicole ist entsetzt, als sie erfährt, dass ihre ältere Schwester überfallen wurde und auf der Intensivstation liegt. Alles, was ihre Schwester Sarah ihr bisher über ihre Verhältnisse und ihr Leben erzählt hat, scheint auf einer Lüge zu basieren. Nicole versucht herauszufinden, was ist Wahrheit, was Lüge. Und langsam kristallisiert sich heraus, das Sarah seit langem unter Schizophrenie leidet. Nicole wird zur Betreuerin ihrer Schwester und versucht ihr auf alle mögliche Art und Weise zu helfen.
Als Angehöriger soll man sich zwar um alles kümmern (wohl dem, der eine solche Schwester wie Nicole hat!), aber andererseits wird man mit vielem sowohl von den Ärzten als auch den Behörden allein gelassen.
Die Autorin schildert den langen Weg der Diagnosestellung dieser Krankheit und den Versuch der Therapie, die Belastung für die Angehörigen und die Ängste des Patienten sehr einfühlsam. Auch der Rückzug von vorher angeblich guten Freunden wird thematisiert.
Das Buch mich sehr bewegt und auch erschüttert. Ich kann es nur weiterempfehlen, auch um vielleicht Ängste gegenüber Patienten mit dieser schweren Erkrankung abzubauen.
Ich vergebe sehr verdiente 5 Sterne.
Schizophrenie



