Kaare Eirek Gullvag Der Mann aus den Trümmern

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Inhaltsangabe zu „Der Mann aus den Trümmern“ von Kaare Eirek Gullvag

"Sich zu besinnen – sich selbst zu finden, und von hieraus zu wählen, d.h. seine ewige Gültigkeit zu wählen. Wenn man das nicht tut und nicht das Gute will, dann wird man immer zersplittert und auf der Suche sein, in der Hoffnung, daß es zuletzt gelingen wird, sich selbst zu ergänzen. Diese innere Krise des abendländischen Menschen ist seine eigentliche Krise, die schon im vorigen Jahrhundert sichtbar wurde und jetzt zu einer allüberschattenden Frage herangewachsen ist: Eine Epoche ist zu Ende gegangen – mit ihren bürgerlichen und künstlerischen Idealen. Die eine und existezielle Frage ist: Du stehst auf den Trümmern einer vergangenen Welt. Willst du dich selbst zertrümmern lassen, oder suchst du einen neuen Weg von dir selbst aus? Beckmann steht in dieser Frage – und er stellt sie, und er wählt: Er stirbt nicht. Er lebt trotz allem weiter." Zum Autor: Geboren 1915 als ältester Sohn von Olav Gullvaag (1885- 1961), dem Verfasser des weltbekannten Romans "Det Byrja ei Jonsonknatt" (Es begann in einer Mittsommernacht); Examen: C.M., Universität Oslo (Norwegisch, Deutsch und Geschichte); Germanistikkurse in Kiel und Tübingen; Studien in Perugia (italienische Sprache, Philosophie, Kunstgeschichte und Etruskologie); über vierzig Jahre Direktor an verschiedenen Schulen/Gymnasien, u.a. 16 Jahre lang Leiter der Norwegischen Buchhändlerschule; nach seiner Pensionierung (1986) mehrere Jahre Sprachlehrer für Flüchtlinge (Rote Kreuz-Aktion); Tätigkeit im Rahmen der Friedensarbeit als Sekretät des norwegischen Friedensrates, des Norwegian War Resisters International, des Nowegian Fellowship of Reconciliation und des International Liaison Committee of Organisation for Peace, Vorstandsmitglied von "Flyktningenes Venner". Verfasste Bücher über Olav Duun u.a., kleinere Arbeiten über Mahatma Ghandi, die Rechte der Kriegsdienstverweigerer und über Friedensforschung (bereits 1950); 1949 Vorträge in Deutschland mit dem Thema "Wir wollen Brücken bauen", u. a. in Hamburg, Stuttgart und Hannover (während dieser Vortragsreise entdeckte er Borcherts Werke); wirkt in seinem Ruhestand als Redakteur des Mitteilungsblattes der Ruheständler des öffentlichen Dienstes in Norwegen (SFK-PENSJONISTEN).

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  • Rezension zu "Der Mann aus den Trümmern" von Kaare Eirek Gullvag

    Der Mann aus den Trümmern
    Rainbow

    Rainbow

    31. March 2009 um 12:35

    Kaare Gullvag befasst sich in seinem kurzen Buch mit dem literarischen Wirken von Wolfgang Borchert, dem wohl bekanntesten Vertreter und Vorreiter der sogenannten Trümmerliteratur. Anhand von zahlreichen Textbelegen analysiert er die Sprache des Dichters, immer wiederkehrende Motive und lädt den Leser ein, gemeinsam über die Aktualität von Borcherts Kurzgeschichten, Gedichten und dem Drama "Draußen vor der Tür" nachzudenken - denn dass sie immer noch aktuell und bewegend sind, wird in "Der Mann aus den Trümmern" deutlich gezeigt. In den recht kurzen Kapiteln bekommt der Leser einen Einblick in die Zeit, aus der Borchert schrieb und kann so manche Motive, wie die große und häufig behandelte Lebensangst viel besser einordnen. Am besten ist es natürlich, wenn vor allem die Kurzgeschichten Borcherts kein unbekanntes Terrain sind, allerdings dürfte es wohl auch möglich sein, sich erst zeitgleich mit dem Werk des Dichters vertraut zu machen, da in den Anmerkungen am Ende immer angegeben ist, wo die zitierten Stellen zu finden sind. Der Autor bringt auch etliche Zitate von Literaturwissenschaftlern, die sich mit der Dichtung Borcherts befasst haben, ein, was immer wieder auch eine neue Sichtweise möglich macht. Ein Manko dabei ist allerdings, dass englische Zitate nicht übersetzt sind. Zwar sind sie nicht lang, aber für Leser, denen die Sprache nicht liegt, muss es etwas frustrierend sein. Trotz der vielen Zitate liest sich das Buch aber angenehm und berührend, der Lesefluss selbst wird nicht gestört. Zum Hintereinanderweg-Lesen ist es aber doch etwas ungeeignet, da es sich wirklich lohnt, selbst nachzudenken oder vielleicht gar nachzulesen. Für Borchert-Liebhaber sehr geeignet und für Interessierte, die sich mit dem Werk auseinandergesetzt haben oder es möchten, auch sehr zu empfehlen!

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