Kabi Nagata

 4,6 Sterne bei 13 Bewertungen

Lebenslauf von Kabi Nagata

Eine japanische Mangazeichnerin, die unter Pseudonym hauptsächliche autobiografische Werke veröffentlicht. Am bekanntesten ist ihr Werk Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit, mit dem sie 2018 den bekannten Harvey-Award und den Crunchyroll Anime Award in der Kategorie »Bester Manga« gewonnen hat.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Der Filmriss - meine Flucht vor der Realität (ISBN: 9783551773890)

Der Filmriss - meine Flucht vor der Realität

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Neu erschienen am 30.08.2022 als Taschenbuch bei Carlsen.

Alle Bücher von Kabi Nagata

Cover des Buches Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit (ISBN: 9783551762771)

Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit

 (8)
Erschienen am 26.03.2019
Cover des Buches Dialoge mit mir selbst 1 (ISBN: 9783551731364)

Dialoge mit mir selbst 1

 (3)
Erschienen am 28.01.2020
Cover des Buches Dialoge mit mir selbst 2 (ISBN: 9783551731371)

Dialoge mit mir selbst 2

 (0)
Erschienen am 22.12.2020
Cover des Buches My Lesbian Experience with Loneliness (ISBN: 9781626926035)

My Lesbian Experience with Loneliness

 (1)
Erschienen am 13.07.2017

Neue Rezensionen zu Kabi Nagata

Cover des Buches Der Filmriss - meine Flucht vor der Realität (ISBN: 9783551773890)mamabaer1as avatar

Rezension zu "Der Filmriss - meine Flucht vor der Realität" von Kabi Nagata

Alkohol ist eine Droge!
mamabaer1avor 23 Tagen

Die Gründe wie man zum Alkoholiker*in wird sind so zahlreich, wie die Alkoholarten selbst, doch eines haben sie alle gemeinsam. Wenn man nicht mehr los kommt, sind die körperlichen Schäden immens und dauerhaft, wenn sie einen nicht sogar töten.

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Dieser Manga beschreibt zwar selbstironisch die Auswirkungen und auch den Verlauf zum Alkoholismus, ist aber trotzdem keine leichte Kost!

Bitte überlege dir, ob du damit klar kommst 😊

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Kabi Nagata hat schon andere selbstkritische Manga veröffentlicht und so freut es mich sehr, dass es auch dieses 3te Werk zu uns geschafft hat. Dieses Mal geht es um ihren Alkoholismus, eine Pankreatitis und fehlendes Selbstvertrauen.

Die anderen Werke handelten von Depressionen, Angststörungen, Selbstzweifel und selbstverletzendes Verhalten (SVV).

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Die Zeichnungen sind immer etwas Besonderes, da sie sehr verspielt wirken. Wobei man sie besser als Skizzen bezeichnen sollte. Schau dir also bitte das Cover an, ob es dir die Darstellungsart gefällt. Was mich aber im ersten Moment überrascht hat, war die grelle Farbe des Mangas. Innen ist sie auch. Setzt dort aber eher Akzente, die die Situationen hervorheben oder abschwächen 😊 Tatsächlich habe ich mich beim Lesen sehr schnell an die Farbgebung gewöhnt und war für die dadurch entstehende Auflockerung der Aussagekraft, sehr dankbar

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Ich bin immer wieder von ihren Werken begeistert, da sie wie hier sowohl die Spirale in die Sucht, die Realität, als auch den Kampf den man führt, darstellt.

Bei Alkohol kommt noch dazu, dass es bis zur Sucht, wie bei Drogen, ein sehr kurzer Weg sein kann.

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Ich kann diese(s) Werk(e) nur empfehlen 😊

Gib auf dich acht!

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Cover des Buches Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit (ISBN: 9783551762771)Korikos avatar

Rezension zu "Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit" von Kabi Nagata

Ehrlich, realistisch und ungeschönt - ein tolles, autobiografisches Werk
Korikovor einem Jahr

Inhalt:
Kabi Nagata hat es nicht leicht, einen Platz im Leben zu finden – sie möchte den Erwartungen ihrer Familie und der japanischen Gesellschaft recht machen, hat jedoch mit etlichen Problemen zu kämpfen. Der Tatsache, dass sie psychisch labil ist, eine Essstörung entwickelt hat und nur sehr schwer mit Stress zurechtkommt, der Tatsache, dass sie sich eher zu Frauen hingezogen fühlt, wenngleich sie nicht weiß, wie sie dies ausleben kann und will, und der Tatsache, dass sie selbst nicht weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen möchte.

Mit der Veröffentlichung kurzer, autobiografischer Manga-Episoden im Internet findet sie schließlich einen Weg sich auszudrücken und selbst besser kennen zu lernen – und erreicht damit Leser*innen, die nur zu genau wissen, womit Kabi Nagata zu kämpfen hat.

Eigene Meinung:
„Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit“ erschien 2019 im Carlsen Verlag und ist der Auftakt der gleichnamigen, autobiografischen Reihe einer jungen Frau, die unter dem Kabi Nagata veröffentlicht. Die ersten Episoden erschienen anonym auf Pixiv, kurze Zeit später erschien die Printausgabe in Japan, 2017 kam eine englische Version heraus. Der Manga erhielt mehrere Preise, darunter den Harvey Award für den besten Manga 2018. Aufgrund des Erfolges des ersten Bandes und der vielen Follower führte Kabi Nagata ihre autobiographischen Manga-Episoden fort. Unter dem Titel „Dialoge mit mir selbst“ erschienen diese ebenfalls im Carlsen Verlag.

Die Lebensgeschichte der Mangaka ist sehr eindringlich erzählt und regt zum Nachdenken an, auch wenn westliche Leser*innen Kabi Nagatas Probleme nur teilweise nachvollziehen können, gerade wenn es um den beständigen Druck der leistungsfokussierten und traditionellen Gesellschaft Japans geht. Nichtsdestotrotz bekommt man einen tiefen Einblick in das Leben einer jungen Frau, die mit sich selbst und den Anforderungen ihrer Umwelt zu kämpfen hat und einem Platz im Leben sucht. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund und ist schonungslos ehrlich in allen Dingen, die sie seit ihrer Kindheit begleiten. Seien es psychische Probleme, die in einer Depression mit Essstörung münden, ihre Gedanken hinsichtlich ihrer Sexualität oder ihrer Arbeit als Mangaka – man erfährt eine Menge über die Autorin. Einiges sorgt für ein Schmunzeln, einiges kann man mit eine leichten, ungläubigen Kopfschütteln beiseiteschieben, vieles jedoch ist traurig, fast schon erschütternd. „Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit“ ist keine leichte Kost, selbst für einen Slice-of-Live Manga ist er ungewohnt eindringlich und tiefgründig.

Stilistisch scheinen die leichten, niedlichen Illustrationen im Rosaton zunächst nicht zu der schweren Kost zu passen – doch je weiter man liest, desto besser funktionieren die Zeichnungen in Kombination mit der autobiographischen Geschichte. Das liegt hauptsächlich daran, dass die flüchtigen, fast schon skizzenhaften Zeichnungen keine Handlung transportieren sollen, sondern vielmehr den Text begleiten und untermauern. Sie lenken nie von den Gedanken ab, die die Autorin mit den Leser*inne teilt.

Fazit:
„Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit“ ist ein lesenswerter, autobiographischer Manga, der durch die schonungslos, ehrliche und offene Art der Darstellung lebt. Kabi Nagata nimmt kein Blatt vor den Mund, erzählt von ihrem Leben und all den Dingen, die sie beschäftigen und gibt eher nebenbei ein erschreckendes Bild der japanischen Gesellschaft preis. Dass die Manga-Episoden in erster Linie ein Ausdrucksmittel für die Autorin sind und sie auf diesem Weg aus ihrem Gefängnis ausbrechen möchte, spürt man auf jeder Seite – „Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit“ ist eigentlich kein Werk für fremde Leser*innen. Dennoch ist es schön, dass die Episoden ihres Lebens allen zugänglich gemacht wurden, denn es lohnt sich einen Blick zu riskieren. Ein empfehlenswerter Manga, der berührt und nachdenklich macht.


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Cover des Buches Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit (ISBN: 9783551762771)Saayas avatar

Rezension zu "Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit" von Kabi Nagata

Schwer in Worte zu fassen
Saayavor 3 Jahren

Ich gebe zu ich habe etwas völlig anderes erwartet.
Am Anfang fiel es mir darum schwer mich in die Hauptperson zu versetzen. Manche Gedanken kamen mir zwar bekannt vor, aber bei weitem nicht in dieser extremen Ausprägung.

Es war erschütternd zu sehen, wie sehr ein Mensch sein gesamtes Sein von anderen abhängig machen kann, aber es war schön zu sehen wie sie sich am Ende doch - aus eigener Kraft - hochgekämpft hat.

Das ist zumindest für mich auch eine schöne Botschaft. Am Anfang dachte man noch, wenn niemand sie an die Hand nimmt, kann sie ihr Leben nicht in den Griff bekommen und dann sieht man das es doch geht. Auf einen Weg der nur ihr hilft. Es gibt keine allgemeingültige Lösung für alle. Man muss seinen Weg finden, so seltsam er bisweilen auch ist.

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