Kader Abdolah Mohammad, der Prophet

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Inhaltsangabe zu „Mohammad, der Prophet“ von Kader Abdolah

Das Leben des Propheten Mohammad als lebendiger Bilderbogen, als poetische Verkörperung der Epoche, in der einst eine neue Weltreligion entstand- Kader Abdolahs mutiger und kraftvoller Roman eröffnet einen tiefen Einblick in die Welt des Islam und ist zugleich ein Plädoyer für Verständnis und Toleranz.
Zayd, der Adoptivsohn des Propheten, erhält nach dessen Tod von den Anführern des Islam eine ehrenvolle Aufgabe: Er soll Allahs Offenbarungen an Mohammad sammeln, indem er alle befragt, die sie gehört haben. Ein Jahr lang reist und arbeitet er, bis der Koran fertig ist. Doch das Buch wird abgelehnt- starke Gegner unter den Muslimen wollen eine andere Lehre. Da begreift Zayd, dass er der einzige ist, der das Leben Mohammads aufzeichnen kann, ohne dass die Erinnerung an den Propheten umgedeutet und verändert wird. Erneut macht er sich auf die Reise und redet mit denjenigen, die Mohammad kannten: seiner Familie, seinen Dienern, den Wissenschaftlern und den Dichtern, seinen Freunden und Feinden. Ein Reigen aus Geschichten entsteht, in farbenfrohen Szenen schildert Zayd das Leben desPropheten von der Geburt bis zum Tod. Und dieses Leben erweist sich als der Schlüssel zum Koran: Als Zayd im Licht seiner Erfahrungen auf der Reise den Koran neu ordnet, wird das Buch als die wahre Lehre angenommen.

Kader Abdolah ist zu Gast beim Internationalen Literaturfest zum 30. Jubiläum von litprom vom 1. bis 4. Juni 2010. Mehr Informationen dazu finden Sie unter http://www.litprom.de/.

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  • Rezension zu "Mohammad, der Prophet" von Kader Abdolah

    Mohammad, der Prophet

    Wolkenatlas

    28. October 2009 um 16:12

    Der 1954 geborene in den Niederlanden lebende iranische Autor Kader Abdolah hat mit seinem neuesten Roman „Mohammad, der Prophet“ ein farbiges Portrait Mohammads gezeichnet. Er erfindet zu diesem Zweck einen literarischen Ziehsohn Mohammads, der nach dessen Tod von den Anführern des Islams den Auftrag erhält, Allahs Offenbarungen an Mohammad aufzuschreiben. Dieses Buch wird jedoch von den Auftraggebern abgelehnt und Zayd begreift, dass er das Leben Mohammads nur aufzeichnen kann, wenn er mit allen, die Mohammad kannten, inklusive seiner Familie, seinen Dienern, den Dichtern, Feinden und Freunden, redet und so ein umfassendes Bild entstehen lässt, dass ihm hilft, den Koran neu zu ordnen. Die auf dieser Reise gesammelten Erkenntnisse und Erfahrungen erweisen sich als Schlüssel zum Koran, wie er heute bekannt ist. Kader Abdolah geht mutig zu Werke, er lässt ein durchaus menschliches Bild Mohammads entstehen. In kurzen Kapiteln verfolgt man so das Leben Mohammads von seiner Geburt bis zu seinem Tod. Auch wenn dieses Buch überlieferte Wahrheiten als Ursprung nimmt, so ist es natürlich trotzdem ein Roman und somit ein Werk der Fiktion. Man lernt einen prinzipientreuen und kompromisslosen Mann kennen, der zwar Prophet ist, doch auch leidenschaftlich ist; der seine Kinder liebt, der die Frauen liebt und einige, manche sogar sehr jung, heiratet. Er erzählt von Mohammads Kampf um eine Anhängerschaft, um die Bekehrung der den Götzenbildern und Massenheiligen huldigenden Bevölkerung. Man wird literarischer Zeuge des doch recht blutigen und taktischen Kampfes um Mekka. Mit Kenntnis des Korans, dessen Interpretation ja (und ich bitte um Verzeihung, wenn ich jetzt etwas Falsches sage) relativ frei ist, bzw. den man sehr unterschiedlich interpretieren kann, lernt man durch Kader Abdolahs Sichtweise viele neue Facetten kennen. Ich denke aber, dass man auch ohne Kenntnis des Korans mit „Mohammad, der Prophet“ eine einzigartige Einstiegsmöglichkeit in die Welt des Islams hat. Eine Chance, verstehen zu lernen, ohne auf Klischees und Vorurteile zu achten. Ein Buch, das in einer Reihe mit Büchern wie Karl-Ove Knausgards „Alles hat seine Zeit“ und José Saramagos „Evangelium nach Jesus Christus“ steht, in dem es gehörig entstaubt und dem interessierten Leser abgesehen vom literarischen Genuss eine alternative, bzw. andere Sichtweise der überlieferten Traditionen vermittelt. Kader Abdolahs archaisch einfache Sprache und Kenntnis des Korans, den er erst vor wenigen Jahren ins Niederländische übersetzt hat, machen diesen Roman zu einem großartigen Leseerlebnis, absolute Empfehlung.

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