Kai Blum Mit Müh und Not

(11)

Lovelybooks Bewertung

  • 11 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 1 Leser
  • 10 Rezensionen
(7)
(4)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Mit Müh und Not“ von Kai Blum

1886 wird die Millionenmetropole Chicago, deren Bevölkerung zu einem Drittel aus deutschen Einwanderern besteht, zum Schauplatz des ersten Bombenanschlags in der Geschichte der USA. Die Brüder Jack und Bob Hunhoff, zwei ehemalige Polizisten aus Chicago, die jetzt im Dakota-Gebiet leben, kehren an ihre alte Wirkungsstätte zurück, um durch eigene Ermittlungen die Freilassung ihres Freundes Andreas Brenner zu erreichen, der nach dem Anschlag verhaftet wurde. "Mit Müh und Not" ist der dritte Band in Kai Blums Auswanderer-Serie, die einen Bogen von den 1880er Jahren bis ans Ende des Zweiten Weltkriegs spannt.

Toll recherchierter historischer Roman Geschichte hautnah

— Mary2
Mary2

hervorragend recherchierte Geschichte

— Gartenkobold
Gartenkobold

Stöbern in Historische Romane

Marlenes Geheimnis

Spannende Geschichte vor dem Hintergrund von Flucht und Vertreibung

Smberge

Fortunas Rache

Ein sehr guter und spannender historischer Roman, der neugierig auf Band 2 macht.

Corpus

Das Haus in der Nebelgasse

Spannend geschrieben mit sympathischen ( und auch weniger sympathischen) Charakteren - hat mich gefesselt!!

Readrat

Die Stunde unserer Mütter

Ein durchaus bewegender und interessanter Roman über zwei Frauen zur Zeit des zweiten Weltkriegs.

Buecherseele79

Die schöne Insel

Sehr schöne ,abenteuerliches und historische Buch

Schrumpfi

Krone und Feuer

Linnea Hartsuyker erschuf wunderbar schillernde Charaktere und Sittuationen, die mich fesselten und begeisterten.

quatspreche

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Aufstand für ein besseres Leben

    Mit Müh und Not
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    17. September 2017 um 10:30

    Andreas Brenner wurde nach einem Bombenanschlag in Chicago verhaftet. Die Brüder Bob und Jack Hunhoff glauben nicht, dass Andreas etwas damit zu tun hat und wollen ihm helfen. So kommen sie nach einigen Jahren, die sie nun in Dakota verbracht haben, wieder nach Chicago. Dieses Buch ist nach "Hoffnung ist ein weites Feld" und "Man erntet, was man sät" der dritte Teil der Serie „Auswanderer-Krimis“ von Kai Blum. Ich bedauere es außerordentlich, dass ich die Vorgängerbände nicht zuerst gelesen habe. Dieser historische Krimi ist spannend und vermittelt gut recherchierte historische Fakten in unterhaltsamer Form. In Chicago begehren die Menschen gegen die fürchterlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen auf. Aber die Ansichten, wie dies geschehen soll, sind sehr unterschiedlich. Es gibt einige, die vor Gewalt nicht zurückschrecken. Dann gibt es diesen furchtbaren Bombenanschlag und die Polizei geht ziemlich radikal vor. Man hat bestimmte Leute auf dem Kicker und will sie unter allen Umständen dingfest machen. Aber erst einmal werden alle ins Gefängnis gebracht, deren man habhaft wird. Dann versucht man die Betroffenen gegeneinander auszuspielen. Sehr schnell wird auch der Tatort manipuliert. Die Presse wird geschickt in die Ermittlung eingezogen und berichtet daher sehr einseitig. Bob und Jack haben einmal für die Polizei in Chicago gearbeitet. Aber der Anarchist Bob muss sehr schnell wieder verschwinden, denn man hat es auf ihn abgesehen. Also versucht der Journalist Jack alleine Andreas Brenner aus dem Gefängnis zu holen. Bei seinen Recherchen trifft er auf viele Ungereimtheiten. Zum Glück begegnet er aber auch einigen mutigen Menschen, denen die Wahrheit wichtig ist. Auch wenn es hier um Ermittlungen geht, ist das Buch für mich nicht unbedingt ein Krimi. Es ist ein sehr interessanter historischer Roman, der mir überaus gut gefallen hat.

    Mehr
  • Geschichte perfekt recherchiert und spannend aufbereitet

    Mit Müh und Not
    Streiflicht

    Streiflicht

    16. September 2017 um 13:00

    Wer sich für Geschichte interessiert und diese aber nicht in ihrer trockenen Form von Jahreszahlen und aufgelisteten Orten mag und gleichzeitig etwas Spannendes lesen möchte, ist hier genau richtig. Man merkt dem Autor Kai Blum seine Begeisterung für die Geschichte der frühen deutschen Siedler in Amerika an. Er hat ein umfangreiches Wissen über die damaligen Geschehnisse und hat es für den Leser spannend und immer kurzweilig aufbereitet. Man fliegt regelrecht durch die Geschichte, die sich um den ersten Bombenanschlag in der Geschichte der USA dreht. Auch wenn man die ersten beiden Teile nicht kennt, ist der Roman um die beiden Brüder Jack und Bob Hunhoff, zwei ehemalige Polizisten aus Chicago, die jetzt wieder zurückgekommen sind, um ihrem Freund Andreas zu helfen, wunderbar zu lesen. Weil ich von diesem Buch aber so begeistert bin, habe ich mir die ersten beiden Teile der Auswanderer-Krimis aber schon auf meine Wunschliste geschrieben. Die einzelnen Figuren sind unglaublich authentisch beschrieben und man hat die Personen regelrecht vor Augen. Für alle, die sich noch mehr für diese historischen Ereignisse interessieren, gibt es auch eine Facebookseite (Auswanderer-Krimis), die viele Fotos aus Chicago und der Umgebung von damals und heute präsentiert. Gemeinsam mit den detailreichen Beschreibungen des Autors der damaligen Stadt Chicago und weiterer Ortschaften entstehen ganz tolle Bilder im Kopf des Lesers. Ich bin begeistert und kann dieses Buch nur wärmsten empfehlen.

    Mehr
  • Homegrown Terrorism anno 1886

    Mit Müh und Not
    Olaf_L

    Olaf_L

    16. September 2017 um 07:16

    Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, weil es in Chicago spielt, wo ich vor einigen Jahren mal zu Besuch war, und außerdem (hauptsächlich) unter deutschstämmigen Einwanderern. Bis zu einem gewissen Grade war mir bekannt, wie stark deutsche Einwanderer die USA speziell im 19. Jahrhundert prägten; heute aber dürfte das weitgehend vergessen sein, nicht zuletzt im Gefolge zweier Weltkriege. Nur wenn ab und an in den USA ein ‚Öktöberfest’ organisiert wird, wird man wieder daran erinnert ...   Auch einen anderen fast vergessenen Aspekt greift dieses Buch auf: Dass es bis weit ins 20. Jahrhundert hinein in den USA eine starke linke Bewegung gab – oder eigentlich eher mehrere: Sozialisten, Kommunisten, Anarchisten ... Auch davon ist nicht mehr viel zu bemerken in einer Zeit, wo die US-Politik von einer konservativen und einer reaktionären Partei quasi monopolisiert wird.   Aber zum Inhalt: „Mit Müh und Not“ ist der dritte Teil einer Reihe von Auswanderer-Krimis. Dass ich die ersten beiden Teile (noch) nicht kannte, war kein Problem; nur die Einführung zweier Hauptfiguren – der Brüder Jack und Bob Hunhoff – fällt dadurch recht knapp aus. Der Plot ist aber eigenständig und spielt (bis auf den Epilog) zwischen dem 4. und dem 17. Mai 1886 in Chicago. Der Mittelpunkt der Handlung ist der sogenannte Haymarket-Anschlag: Dabei wurden am 4. Mai während einer Arbeiter-Kundgebung durch eine Bombe mehrere Polizisten getötet; in der folgenden Schießerei wurden wiederum zahlreiche Demonstranten getötet, verwundet und verhaftet.   Unter den Verhafteten ist Andreas Brenner, ein junger Mitarbeiter der „Arbeiter-Zeitung“. Auf Bitte von dessen Vater reisen darauf die Hunhoff-Brüder aus dem Dakota-Gebiet, wo sie inzwischen siedeln, nach Chicago, um Andreas und seiner Frau zu helfen.   Als Ex-Polizist und Ex-Sheriff ist Jack dafür gut qualifiziert. Sein Bruder Bob war zwar auch Polizist; als bekennender Anarchist begibt er sich durch diese Reise aber in die Höhle des Löwen: Denn die Behörden in Chicago sind nun alles andere als gut auf Mitglieder der Arbeiterbewegung zu sprechen ...   In den folgenden Tagen begleiten wir (zumeist) Jack bei seinen Ermittlungen, mit denen er versucht, Andreas zu entlasten und das wahre Geschehen am 4. Mai zu rekonstruieren. Dabei kann der Leser nicht nur erkennen, wie angespannt die politische und soziale Lage im Chicago jener Zeit war; man merkt auch, dass der Autor gründlich und sorgfältig recherchiert hat. Eine von zahlreichen historischen Figuren etwa ist Captain Schaack, der sich rasch als ebenso kompetenter wie skrupelloser Gegenspieler der Hunhoffs erweist. Ab und an wechselt die Erzählperspektive auch zu Andreas Brenner über, dem Schaack im Gefängnis auf wenig zimperliche Art zu Leibe rückt.   Der Ausgang sei hier natürlich nicht verraten! Aber wie jedes Buch, das um historische Ereignisse kreist, hat auch „Mit Müh und Not“ das Problem zu bewältigen, dass das Endergebnis bekannt ist: Jeder Leser von Forsyth’ „Schakal“ weiß, dass das Attentat auf de Gaulle scheitern wird; jeder Leser von „Krieg und Frieden“ weiß, wie die Schlacht von Borodino ausgeht, und so fort. Dem Autor muss es in solchen Fällen gelingen, den Leser mit den Akteuren mitfiebern zu lassen, hoffend, dass diese das absehbare Geschehen gut überstehen (oder eben auch nicht).   Dies gelingt Kai Blum – bis zu einem gewissen Grad. Hier wirkt sich ein Aspekt aus, den ich noch nie in einer Rezension moniert habe: Das Buch ist mit 170 Text-Seiten meinem Eindruck nach zu dünn, deutlich zu dünn! Es müssen ja nicht 800 Seiten sein, aber 250 oder 300 hätten’s schon sein können. Dann wären sich vor dem eigentlich Anschlag noch einige Abschnitte ausgegangen, die dem Leser ev. einen näheren Einblick in das Elend und die Not gestattet hätten, in der die arbeitende Klasse damals (nur damals?) in den USA lebte. (Zwar besucht Jack noch mit einem sozial engagierten Arzt einen der ‚Slums’ von Chicago, aber erst relativ spät im Buch.) Dies hätte mehr Verständnis, mehr Sympathie für Andreas, Bob und ihre Mitstreiter wecken können, es hätte die Gründe für die sozialen Spannungen leichter nachvollziehbar gemacht. Grandios gelungen ist das seinerzeit Upton Sinclair mit „Der Dschungel“, einem Buch, das ja ebenfalls im Chicago der Arbeiterklasse spielt.   Solch ein Vergleich mag unfair sein, aber er drängt sich geradezu auf. Allerdings ist Sinclairs Objektivität ja durchaus umstritten, und hier ist Blum seinem Kollegen voran: Man merkt dem Buch unschwer das Bemühen um Objektivität und Authentizität an; auch Schaack etwa, der wichtigste Gegenspieler, ist kein Klischee, sondern ein glaubwürdig gestalteter Charakter.   Insgesamt also: Ein mustergültig recherchiertes, spannendes Buch vor einem viel zu wenig bekannten historischen Hintergrund. Mehr wäre hier ausnahmsweise wirklich mal mehr gewesen, aber voraussichtlich werde ich mir dafür die ersten beiden Bände der Auswanderer-Saga besorgen! Und vielleicht wird es irgendwann mal eine 1000-Seiten-Gesamtausgabe aller Bände der Auswanderer-Saga geben?

    Mehr
  • Leserunde zu "Mit Müh und Not: Dritter Teil des Auswanderer-Krimis" von Kai Blum

    Mit Müh und Not
    KaiBlum

    KaiBlum

    Wer möchte eintauchen in das Chicago des Jahres 1886, als ein Drittel der eine Million Einwohner aus deutschen Auswanderern besteht? Der Kampf für den Achtstundentag hat seinen Höhepunkt erreicht und deutsche Arbeiter stehen an seiner Spitze. Auf einer Kundgebung explodiert eine Bombe und tötet mehrere Polizisten. Die Staatsgewalt hat jetzt einen Grund, die Arbeiterbewegung mit aller Macht zu zerschlagen. Die Brüder Jack und Bob Hunhoff, zwei ehemalige Polizisten aus Chicago, die jetzt im Dakota-Gebiet leben, kehren an ihre alte Wirkungsstätte zurück, um durch eigene Ermittlungen die Freilassung ihres Freundes Andreas Brenner zu erreichen, der nach dem Anschlag verhaftet wurde.Obwohl es sich hier um den dritten Band einer Serie handelt, ist es für das Verständnis dieses Buches nicht notwendig, die ersten beiden Bände gelesen zu haben.Bitte bewerbt euch bis Sonntag (27.8.2017), wenn ihr an der Leserunde teilnehmen möchtet. Für 20 LeserInnen gibt es je nach Wunsch ein Taschenbuch oder ein E-Book.Die Leserunde wird dann am 4. September beginnen. Ich freue mich darauf!

    Mehr
    • 334
  • Das Jahr 1886 in Chicago: Arbeiterbewegung, Bombenanschlag, Justizdrama!

    Mit Müh und Not
    Mary2

    Mary2

    12. September 2017 um 15:42

    Der Autor Kai  Blum nimmt den Leser mit in das Chicago von 1886. Vierzehn Tage im Mai dieses Jahres werden aus der Sicht der Arbeiterbewegung geschildert. Historisch verbürgt ist der erste Bombenanschlag in den USA im Mai 1886, in dessen Folge zahlreiche Arbeiter, die an einer Kundgebung teilgenommen hatten, verhaftet wurden. In diesem Szenario versuchen die fiktiven Brüder Jack und Bob Hunhoff ihrem Freund Andreas Brenner, der inhaftiert wurde, zu helfen. Dieses sonst wenig beleuchtete Kapitel der amerikanischen Geschichte wird dem Leser hier sehr anschaulich geschildert. Das Schicksal und die Schwierigkeiten der Einwanderer sind beim Lesen zum Greifen nahe. In der Leserunde wurden die Eindrücke zudem durch historische Fotos und Zeichnungen unterstützt. Dies ist ein sprachlich wirklich gelungenes Werk und der Roman besticht durch die erstklassige Recherche, die zahlreiche Hintergründe beleuchtet. Sehr viele Fakten lassen auf den 173 Seiten jedoch auch einen recht dichten Eindruck entstehen. Besonders zu Anfang ist die Vielzahl der Handlungsträger unübersichtlich. Für die Bezeichnung „Krimi“ gibt der Plot nicht gar so viel her. Ich würde „Mit Müh und Not“ auch eher als einen historischen Roman bezeichnen denn als Krimi. In der Rahmenhandlung sind die Brüder Hunhoff als Ermittler aktiv. Sie dienen meiner Meinung nach als Figuren, die den Leser mit auf die Reise in das historische Chicago und die außerordentlich turbulenten Zeiten der Arbeiter- bzw. Anarchie-Bewegung nehmen. Das Problem ist heute so aktuell wie damals und viele Errungenschaften der Arbeitnehmer wurden mit harten Streiks und entbehrungsreichen Jahren der Arbeiterschaft erkämpft. Dies wird dem Leser hier klar vor Augen geführt. Ich gebe eine eindeutige Leseempfehlung für dieses Buch ab und werde auch die Vorgänger-Bände lesen, die sich dank der hervorragenden Recherche sicher lohnen werden.

    Mehr
    • 2
  • Roman rund um den Haymarket Bombenanschlag

    Mit Müh und Not
    irismaria

    irismaria

    12. September 2017 um 14:30

    Kai Blum historischer Auswanderer-Krimi "Mit Müh und Not" ist der Abschlussband einer Trilogie. Das Buch ist aber auch ohne Kenntnis der Vorgängerbände "Hoffnung ist ein weites Feld" und "Man erntet, was man sät" verständlich.Wieder geht es um die Brüder Bob und Jack Hunhoff, die diesmal mit ihrer Vergangenheit in Chicago konfrontiert werden. Dort gibt es 1886 Aufstände von anarchistischen Arbeitern, die im blutigen Haymarket Bombenanschlag gipfeln. In der Folge des Anschlags wird der Freund der Hunhoffs, Andreas Brenner, verhaftet. Die Brüder vermuten, dass Brenner ungerecht angeklagt wird, weil er ein Mitarbeiter der deutschen Arbeiter- Zeitung ist. So verlassen sie Dakota und versuchen, in Chicago zu ermitteln. Dabei kommt ihnen ihre frühere Polizistentätigkeit und Jacks aktuelle Aktivität als Journalist zugute. Im Ermittler Schaack haben sie allerdings einen cleveren Gegenspieler und generell stellt sich heraus, dass es starke Interessen gibt, die Arbeiter hart zu bestrafen.Mir hat das Buch sehr gefallen, es gibt einen interessanten Einblick in die damalige Zeit und die schwierige Situation der Arbeiter. Das Buch ist flüssig geschrieben und die Personen lebendig gestaltet.

    Mehr
  • Eine äußerst gelungene Fortsetzung

    Mit Müh und Not
    zauberblume

    zauberblume

    11. September 2017 um 18:07

    "Mit Müh und Not" aus der Feder des Autors ist der von mir sehnsüchtig erwartete dritte Teil eines Auswanderer-Krimis. Und ich muss sagen, das Warten hat sich gelohnt.Die Geschichte: Wir befinden uns im Jahr 1886 mitten in der Millionenmetropole Chicago. Die Bevölkerung besteht zu einem Drittel aus deutschen Einwanderern. Chicago wird Schauplatz des ersten Bombenanschlags in der Geschichte der USA. Die Brüder Jack und Bob Hunhoff, zwei ehemalige Polizisten aus Chicago, die jetzt im Dakota-Gebiet leben, kehren an ihre alte Wirkungsstätte zurück, um einem Freund zu Hilfe zu eilen.Ein großartiges Buch für das hervorragende Recherche betrieben wurde. Ich bin und war wieder total begeistert. Und es ist ja wirklich total interessant, das die meisten Mitwirkenden in dem Buch wirklich gelebt haben. Es ist total schön, wieder auf alte Bekannte - wie die Hunhoff Brüder zu treffen. Es ist total spannend, was sie aus ihrem Leben gemacht haben, seit sie aus Chicago weggegangen sind. Ich fand es klasse, dass sie ohne lange zu überlegen ihrem Freund Andreas zu Hilfe geeilt sind, obwohl dies mit großen Gefahren für sie verbunden war. An manchen Stellen des Buches hatte ich ja wirklich Gänsehautfeeling. Ich habe mitgezittert, gebangt und gehofft. Es ist ja alles so lebhaft erzählt, dass ich wunderbare Bilder vor Augen hatte und total in die Geschichte, deren Handlung ja eng an historische Handlung anknüpft ist, eingetaucht bin. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es regelrecht verschlungen.Eine absolute gelungene Fortsetzung, die mir ein wunderbares Lesevergnügen beschert hat. Das Cover ist für mich ein echter Hingucker, denn genauso stelle ich mir Chicago zu damaligen Zeit vor. Gerne vergebe ich 5 Sterne und freue mich auf die nächste Geschichte des Autors.

    Mehr
  • "Nur ein wehrhaftes Volk ist frei"

    Mit Müh und Not
    JessicaLiest

    JessicaLiest

    10. September 2017 um 21:05

    Klappentext:1886 wird die Millionenmetropole Chicago, deren Bevölkerung zu einem Drittel aus deutschen Einwanderern besteht, zum Schauplatz des ersten Bombenanschlags in der Geschichte der USA. Die Brüder Jack und Bob Hunhoff, zwei ehemalige Polizisten aus Chicago, die jetzt im Dakota-Gebiet leben, kehren an ihre alte Wirkungsstätte zurück, um durch eigene Ermittlungen die Freilassung ihres Freundes Andreas Brenner zu erreichen, der nach dem Anschlag verhaftet wurde."Mit Müh und Not" ist der dritte Band in Kai Blums Auswanderer-Serie, die einen Bogen von den 1880er Jahren bis ans Ende des Zweiten Weltkriegs spannt.Meine Meinung:Durch den Schreibstil hatte man einen sehr guten Eindruck vermittelt bekommen wie es dort wohl zu damaliger Zeit aussah und es sich abgespielt hat, man hatte einfach ein gutes Kopfkino während dem Lesen. Der Schreibstil war an sich sehr angenehm und flüssig zu lesen. Gerade die Arbeiter sind als Charaktere sehr gelungen. Sie haben es alles andere als leicht, mit dem wenigen Geld das sie bekommen müssen sie sich durchschlagen, in den Aufständen sehen die meisten dadurch eine Chance. Aber auch alle weiteren Charaktere fand ich prima und gut ausgearbeitet.Alle Ereignisse und Geschehnisse wurden super geschrieben und haben mich gut gefesselt und unterhalten. In erster Linie ist es für mich nicht unbedingt ein Krimi, da er Krimianteil an sich nicht sehr vorhanden war. Auch hat das Buch für meinen persönlichen Geschmack am Ende etwas nachgelassen. Aber nichts desto trotz hat mir das Buch gut gefallen, sie war super recherchiert und sehr informativ

    Mehr
  • Chicago 1886 - ein Rückblick des Arbeiteraufstandes

    Mit Müh und Not
    Gartenkobold

    Gartenkobold

    10. September 2017 um 11:32

    Ein sehr gut gelungenes Cover mit einem Bild aus dem historischen Chicago zieht die Blicke sofort in seinen Bann. Der dritte Band des Auswanderer-Krimis spielt im Jahr 1886 in Chicago, der ehemaligen Wirkungsstätte der beiden Polizisten Bob und Jack Hundorf, die den Polizeidienst quittiert haben und nun im Dakota-Gebiet leben. Historisch angelehnt an den Haymarket Bombenanschlag, ein mehrtägiger Streik, indem es darum ging, die tägliche Arbeitszeit von zwölf auf acht Stunden zu reduzieren, wird Andreas Brenner, ein Reporter der Zeitung verhaftet, da der zum Zeitpunkt des Anschlages vor Ort war. Bob und Jack Hundorf reisen sofort nach Chicago, um ihrem Freund zu helfen…Der Autor beschreibt in seinem Roman eindrucksvoll die emotionale Stimmung der Arbeiter in Chicago, die teilweise in erbärmlichen heruntergekommenen Behausungen lebten, mehr schlecht als Recht von dem Geld leben konnten und von wenigen, aber mächtigen Unternehmern ausgebeutet wurden, Geschichte, die den meisten hier in Deutschland eher unbekannt ist. Außerdem erfährt der Leser, dass ca. ein Drittel der damaligen Bevölkerung deutsche Einwanderer waren. Die historischen Ereignisse werden sehr authentisch geschildert, der Schreibstil ist flüssig und nimmt den Leser sofort hinein in die Geschichte. Nicht zuletzt hat der Autor in der Leserunde weitere Bilder zur Verfügung gestellt, nicht nur, um die damalige Kluft zwischen arm und reich zu dokumentieren, sondern dem Leser ein Gefühl für die damaligen Umbrüche zu geben und auch die Spuren der deutschen Einwanderer aufzuzeigen.Dennoch war es für mich nicht unbedingt ein Krimi, in meinen Augen wäre die Bezeichnung, hervorragend recherchierte Geschichte und Gesellschaft des frühen Amerikas, bezeichnender gewesen.

    Mehr
  • Unruhige Zeiten

    Mit Müh und Not
    Saphir610

    Saphir610

    10. September 2017 um 00:57

    Ein Auswanderer-Krimi, der 1886 in Chicago spielt. Es ist der dritte Band um die deutschen Auswanderer Jack und Bob Hunhoff, die Polizisten in Chicago waren und nun im Dakota-Gebiet leben. Diesen Krimi kann man auch gut ohne Vorkenntnisse der Vorgängerbände lesen. Was für diese Erzählung aus der Vergangenheit von Bob und Jack wichtig ist, fließt gut mit ein. Chicago ist bereits eine große Metropole, in der sehr viele deutsche Einwanderer leben. Sehr viele Menschen leben dort allerdings in schlechten Verhältnissen, werden von den wenigen Unternehmern ausgebeutet. Da bilden sich natürlich Bewegungen, die für die Arbeiter sind, Sozialisten, Kommunisten und Anarchisten. Also viele verschiedene Strömungen, die sich untereinander nicht unbedingt einig sind. So kommt es zum ersten Bombenanschlag in der Geschichte der USA und zu vielen Verhaftungen. Ein guter Anlass um sich von unliebsamen Leuten zu befreien. Auch Andreas, ein Freund der Hunhoffs, wird verhaftet und so reisen die Zwei nach Chicago um ihm zu helfen. Die Zeit vom 4. Bis 17.Mai 1886 wird vom Autor gut beschrieben, die Suche von Jack nach Möglichkeiten Andreas aus dem Gefängnis zu bekommen und stellt die Stimmung und Umstände in der Stadt gut dar. Mit Müh und Not beleuchtet eine Zeit, eine Bewegung in Chicago, die mir bisher unbekannt war. Es zieht das Wort Freiheit ziemlich runter und da mag sich der Leser so seine Gedanken drüber machen. Ich finde die Stadt, die Zeit, die Vorkommnisse und die Stimmung richtig gut beschrieben. Alles prima geschildert, man kann schon sagen auf den Punkt, denn irgendwelche langwierigen Erklärungen gibt es nicht, alles passt. Dazu wurde über die Zeit prima recherchiert und in der Leserunde wurden wir auch noch mit den passenden Bildern versorgt. Toll.

    Mehr
    • 2
  • Spannend geht es weiter !!

    Mit Müh und Not
    Die-Rezensentin

    Die-Rezensentin

    29. March 2017 um 15:47

    Der dritte Teil der Auswanderer- Krimis spielt 1886 in Chicago, rund um den Haymarket Bombenanschlag.Andreas Brenner, Mitarbeiter der deutschen Arbeiter- Zeitung, wird zusammen mit vielen anderen verhaftet, weil er während der Explosion vor Ort war.Die Brüder Bob und Jack Hunhoff, die nun im Dakota Gebiet leben, bekommen die Nachricht von Andreas` Verhaftung und machen sich direkt auf den Weg in die Stadt, denn als ehemalige Chicagoer Polizisten haben sie vielleicht die Möglichkeit etwas zu erfahren, das Andreas helfen könnte.Der Autor lehnt seinen Roman ganz nah an die historischen Tatsachen, die Mitwirkenden haben sogar zum großen Teil wirklich gelebt.Die Streiks und Forderungen der Arbeiter nach kürzerer Arbeitszeit und Mitbestimmung wurden systematisch verhindert und das Haymarket Bombenattentat war eine perfekte Gelegenheit, um die Verschwörer und Anarchisten ein für alle mal hinter Gittern zu bringen oder gar zum Tode zu verurteilen.Wie auch mit den ersten beiden Bänden schaffte Kai Blum es erneut, mich zu begeistern. Authentisch schildert er die historischen Ereignisse und hat die fiktiven Charaktere mit ihren Erlebnissen gekonnt eingebaut. Ich fand das Buch richtig spannend, und wieder einmal wurde mir klar, wie schwierig die Anfänge waren, um kürzere Arbeitszeiten, faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Viele mutige Männer setzten sich mit ihrem Leben für den Kampf um Gerechtigkeit und ein Ende der Lohnsklaverei ein.Da zwischen den einzelnen Bänden immer eine große Zeitspanne liegt, hatte ich die Charaktere aus den ersten beiden nicht mehr auf dem Schirm. Also kann man auch mit dem dritten Teil anfangen, wäre allerdings schade, wenn man sich `Hoffnung ist ein weites Feld` und `Man erntet, was man sät` entgehen lassen würde.Als Krimi im üblichen Sinne würde ich `Mit Müh und Not` gar nicht bezeichnen, eher als vielschichtigen historischen Roman, der mich bestens unterhalten hat.Von mir eine ganz klare Kaufempfehlung !!!

    Mehr