Kai Brodersen Pilsken und Pailletten

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Inhaltsangabe zu „Pilsken und Pailletten“ von Kai Brodersen

Vom Travestiekünstler und Callboy zum mehr oder weniger soliden Büdchenbesitzer - eine Entwicklung, die Jens Nobbe nach Jahren des eklatanten Drogenmissbrauchs begrüßt. Doch der Traum des beschaulichen Lebens ist vorbei, als er hinter seinem Kiosk den Filialleiter der Sparkasse in Korsage und Strapsen angekettet findet. Zusammen mit seinem Kumpel, einem begnadeten Einbrecher, befreit er den Mann, nur um ihn kurze Zeit später erneut zu finden – diesmal ermordet.
Nobbe nimmt kurzerhand die Ermittlungen auf und verliebt sich – ausgerechnet in einen bekannten Pornodarsteller.

Spannend erzählter Krimi mit einer liebenswerten Hauptfigur, herrlich schrägen Nebenfiguren und einer außergewöhnlichen Sprachgestaltung

— marstraveller

Ein genialer Genrenmix, den man sicher lesen sollte...

— MissRose1989

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Flugangst 7A

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Stellenweise recht spannend, vor allem das Ende, aber im wirklichen Leben wäre die Hauptperson schon längst an Alkoholvergiftung gestorben.

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  • Krimi mit schillernder Hauptfigur und außergewöhnlichem Sprachstil

    Pilsken und Pailletten

    marstraveller

    30. November 2016 um 11:59

    Die Geschichte um den Mordfall, in den der Kioskbesitzer Nobbe unfreiwillig verwickelt wird, fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Der Kriminalfall ist sehr gut aufgebaut, alles wirkt gut recherchiert und plausibel und jedes Puzzleteil, das im Verlauf der Handlung ins Spiel gebracht wird, findet, während sich die Geschichte weiter entfaltet, seinen passenden Platz, so dass am Ende für den Leser ein Gesamtbild entsteht, dass keine Fragen offen oder Informationen vermissen lässt. Der Protagonist Jens Nobbe, der sein wahres Alter vehement verheimlicht, auf eine bewegte Vergangenheit als Travestie-Künstler und Edel-Escort zurückblicken kann und der seine Einnahmen aus dem Kioskbetrieb ab und zu mit einem seiner langjährigen Stamm-Klienten aufbessert, wirkt sehr sympathisch und wunderbar lebendig. Ich bin froh, dass der Autor seinen Plan verwirklicht hat und Nobbe noch weitere Fälle lösen lässt, denn man möchte dieser Figur unbedingt wieder begegnen. (Band 2 der Reihe ist unter dem Titel „Fummel und Flamme“ bereits erschienen.) Die Geschichte lebt zwar hauptsächlich durch den bezaubernden Ich-Erzähler, aber auch alle anderen Figuren wirken erfrischend lebendig. Auch wenn bei der Figurenzeichnung ab und zu ein Klischee bedient wird, geschieht dies stets auf eine spielerische, teilweise auch ironisch gebrochene Weise, so dass man die Beschreibung mit einem wohlwollenden Lächeln quittiert und sich dabei das Augenzwinkern des Erzählers vorstellen kann. Die Sprache des Ich-Erzählers war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, wirkte sie doch stellenweise arg geschwollen oder überzogen. Aber nachdem ich mich eingelesen hatte, empfand ich den Sprachduktus herrlich erfrischend, humorvoll und mit einer geschmackvollen Prise Selbstironie versehen. Vor allem passt die Ausdrucksweise wunderbar zu der Figur, fast wie eine zweite Haut, die Nobbes Wesen sehr anschaulich widerspiegelt. Nicht ganz überzeugt war ich allerdings von der Art, wie die Liebesgeschichte zwischen Nobbe und Paul dargestellt wird. Die Entwicklung ging mir einfach viel zu schnell. Dass die beiden Männer, nachdem sie gerade mal einen halben Tag und zwei Nächte miteinander verbracht haben, sich am Telefon sofort ihre gegenseitige Liebe gestehen und eine Woche später schon konkret planen, zusammenzuziehen und gemeinsam ein Haus zu kaufen, wirkte auf mich doch relativ unrealistisch und passte eigentlich auch nicht so ganz zu dem, was man über Nobbes Leben (und auch über Paul) erfahren hat. Eine größere Zeitspanne wäre meiner Meinung nach für die Entwicklung der Beziehung überzeugender gewesen. Dennoch hat man schnell das Gefühl, dass diese beiden Männer hervorragend zueinander passen und einander ergänzen, was mich mit dem rasanten Tempo wieder etwas versöhnt hat. In Bezug auf die Zeitstruktur enthielt der Text für mich einige Unstimmigkeiten. So passen die Kapitelüberschriften nicht immer zum Text: Bei der Feier im Kiosk nach Nobbes Rückkehr aus Hamburg ist z. B. von Dienstagnachmittag die Rede, obwohl die Kapitelüberschrift und auch der allgemeine Handlungsverlauf einen Mittwoch als Datum vorgeben. Zwei Kapitel, die mit „Sonntag“ überschrieben sind, berichten davon, dass Rafik die Schule schwänzt und die Angestellten der benachbarten Sparkasse ihre Mittagspause am Kiosk verbringen, was beides natürlich nicht an einem Sonntag stattfinden würde. Wegen der wie im Zeitraffer sich präsentierenden Liebesgeschichte und den Unstimmigkeiten bei der Datierung bleibt es bei „nur“ vier Sternen für einen ansonsten sehr lebendig und spannend erzählten Krimi, der mit originellem Lokalkolorit, einer ausgefeilten Sprache, einer absolut liebenswerten Hauptfigur und teilweise herrlich schrägen Nebendarstellern begeistern kann.

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  • Schöner Krimi mit tollen Charakteren

    Pilsken und Pailletten

    Koriko

    03. May 2016 um 12:03

    Story:Nach einer bewegten Vergangenheit im Showbiz ist Jens Nobbe in Hagen sesshaft geworden. Von einem seiner „väterlichen Freunde“ hat er ein kleines Büdchen und eine sanierungsbedürftige Villa gerbt und pendelt zwischen seinem alten Leben als Travestiekünstler, Callboy und Star, und seiner neuen Identität als unbescholtener Kioskbesitzer. Seine Welt gerät aus den Fugen, als er eines Nachts den Leiter der Sparkasse, in Korsett und Strapsen hinter seinem Büdchen angekettet vorfindet. Trotz unguten Gefühls helfen Nobbe und dessen bester Freund Rudi Völzgen dem Mann und bringen ihn nach Hause. Am nächsten Tag wird der Sparkassendirektor tot aufgefunden und die Polizei beginnt mit ihren Ermittlungen. Nobbe und Rudi gehen ebenfalls den Spuren nach, die es nach dem Mord an dem Filialleiter gibt und stoßen dabei nicht nur auf eine groß angelegte Erpressungsreihe, Nobbe gerät selbst ins Visier des Mörders.Eigene Meinung:Mit dem amüsanten Krimi „Pilsken und Pailletten“ legt Kai Brodersen sein Debüt beim Deadsoft Verlag vor. Die Geschichten um Jens Nobbe sind als Reihe konzipiert, sprich eine Fortsetzung dürfte noch dieses Jahr erscheinen.Die Geschichte wartet mit ungewöhnlichen Hauptfiguren und einigen überraschenden Wendungen auf, die den Krimi sehr spannend und authentisch machen. So skurril und seltsam Nobbes Abenteuer zu Beginn wirken, sie sind in sich schlüssig und bauen logisch aufeinander auf. Sicher, der Leser muss sich zunächst Nobbe (Büdchenbesitzer und ehemaliger Travestiekünstler), Rudi (ein Einbrecher, der hin und wieder seine Fähigkeiten austestet) und Kevin (bekannter Pornostar im schwulen Milieu) gewöhnen, denn sie sind als Hobbydetektive ein wenig gewöhnungsbedürftig. Doch sobald man sich auf die drei einlässt und sich richtig in Hagen Vorhalle mit all den schrägen Bewohnern hineindenkt, fällt es schwer das Buch aus der Hand zu legen. Das liegt vor allem an dem tollen Lokalkolorit, denn Kai Brodersen weiß wovon er spricht – Hagen Vorhalle wirkt ungeheuer lebendig und real, so dass man sich das Büdchen und die übrigen Örtlichkeiten sehr gut vorstellen kann. Auch die übrigen Sachen wurden genau recherchiert, so dass „Pilsken und Pailletten“ in diesem Punkt überzeugen kann.Der Kriminalfall wirkt ein wenig chaotisch. Man braucht eine Weile, um den Hinweisen zu folgen und den Schuldigen zu finden – da das Buch aus Nobbes Perspektive erzählt wird, passt das jedoch, da dieser nur bedingt das Zeug zum Amateurdetektiv hat. Die meiste Zeit stolpert er recht durch die Angelegenheit, des Öfteren helfen ihm seine Freunde oder der Zufall um auf die richtige Spur zu kommen. Dennoch gibt es einige Punkte, die man nur schwer nachvollziehen kann, ganz besonders die Sache mit dem Entschlüsseln des Geheimcodes wird dem Leser nicht ganz klar. Auch hemmt die eingebaute Liebesgeschichte zwischen Nobbe und Kevin das Voranschreiten der Handlung und sorgt dafür, dass ein Teil der Spannung verlorengeht.Wie bereits erwähnt sind die Charaktere ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber dennoch sehr sympathisch und authentisch. Jens Nobbe ist in einigen Punkten ganz die Diva, die er einst auf der Bühne war. Er ist von sich selbst überzeugt, legt viel Wert auf seine Erscheinung und hat Probleme damit, zu seinem Alter zu stehen. Hin und wieder ist er etwas barsch und ungerecht, doch alles in allem kann man sich gut mit ihm identifizieren. Auch Rudi und Kevin sind sehr sympathisch – Rudi dank seiner gutmütigen, loyalen Art, Kevin durch seinen klaren Verstand und seine teils bösen Kommentare. Zusammen mit dem Kriminalinspektor, der Rudi bereits kennt und Nobbe eher skeptisch gegenübersteht, und den vielen kleineren und größeren Persönlichkeiten, die in „Pilsken und Pailletten“ zum Tragen kommen, ist Kai Brodersen ein lebendiges Buch gelungen, das Lust auf mehr macht.Kai Brodersen hat einen sehr schönen, flapsigen Stil, der gut zu Nobbe und seinem Naturell passt. Es macht Spaß die Geschichte um den Büdchenbesitzer zu lesen und dem Verbrecher auf die Spur zu kommen. Sehr schön sind mitunter die Beschreibungen der Umgebung, ebenso die Dialoge. Lediglich bei den Actionszenen kommt man nicht immer mit, aber da diese sich in Grenzen halten, fällt das nicht negativ ins Gewicht. Auch Erotik sucht man in „Pilsken und Pailletten“ vergeblich, denn der Autor blendet lieber aus, anstatt die entsprechenden Szenen auszuformulieren – was dem Buch zugutekommt. Ausufernde Sexszenen hätten einfach nicht gepasst.Fazit:„Pilsken und Pailletten“ ist ein gelungener Krimi-Auftakt, der Lust auf mehr macht. Kai Brodersen entwirft ungewöhnliche und authentische Charaktere, deren Lebensweg man gerne weiterverfolgt. Dank des flüssigen und angenehmen Schreibstils und des tollen Lokalkolorits lohnt sich „Pilsken und Pailletten“ für alle die ungewöhnliche Krimis schätzten. Wer unsicher ist, sollte einen Blick in die Leseprobe werfen. Zu empfehlen.

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  • Krimi mit sehr viel Humor...

    Pilsken und Pailletten

    MissRose1989

    31. January 2016 um 01:05

    Pilsken und Pailletten habe ich im Rahmen einer Blogtour gelesen, die im letzten Jahr über meinen Blog lief.  Zunächt ein Wort zum Cover, das mr sehr gut gefiel, weil es einfach mal etwas anderes ist, wie das Buch an sich auch.  Jens Nobbe ist als Protagonist, wie alle anderen Charakter in dem Krimi (ich bezeichne es jetzt mal als Krimi) etwas skurill und auch etwas verrückt, aber gerade das macht die ganze Geschichte so wirklich gut. Gerade weil man eben nicht denkt, dass es solche Menschen gibt, die Umgebung und die Konflikte aber so realistisch gebaut ist, dass man sich wirklich gut in die Handlung findet. Die Handlung an sich ist in der Beschreibung des Buches schon recht gut beschrieben, das kann man nicht besser beschreiben, es soll aber dann auch nichts weiter vorgegriffen werden, weil das Buch ist einfach eins, was man lesen sollte. Allerdings sollte man sich schon auf einen Humor einstellen, der wirklich nicht für jeden etwas ist.  Die Mischung aus Liebe, Krimi, Thiller, Gay-Romance, Humor und Lebensweg scheint eigentlich nicht zusammen zu passen, aber in der Gesamtheit aller Einzelheiten zusammen und lässt das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, weil man dann einfach immer wissen will, wie es weitergeht und wie das alles am Ende zusammen kommt... Fazit: Pilsken und Pailletten kann man eigentlich nicht so wirklich in ein Genre stecken, weil es irgendwie nicht so wirklich zuzuordnen ist, aber gerade das macht es schön, weil es dadurch mal etwas anderes ist.  Die Geschichte ist rassant, die Protagonisten sind teilweise echt skurill, eine wirklich fliessende Handlung und man kann sich gut in die Handlung versetzen, weil es sehr realitätsnah geschrieben ist.

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